12 60 6 Die Dipteren-Fauna Südafrika's, bearbeitet von Dr. Herrn. Loew, Director der Königlichen Realschule in Meseritz. Erste Abtbeilung. Mit zwei Tafeln. Aus dem II. Bande der Abhandlungen des Naturwissenschaftlichen Vereins für Sachsen und Thürin"-ea in Halle besonders abgedruckt. Berlin, Verlag von G. Bosselmann. 1860. ••'^ Vorwort. Die Hauptgrundlage gegenwartiger Arbeit, deren ersten Tlicil ich der wohlwollenden Beurtheüung der Kenner jetzt übergebe, bildet die von Wahlbeeg während seines mehr- jährigen Aufenthaltes im südUchsten TheUe Afrika's mit dem grössten Fleisse zusammen- gebrachte Dipterensammlung, welche mir durch die freundliche Vermittelung des Herrn Professor Dr. Boheman vom Königl. naturhistorischen Museum zu Stockholm zum Zwecke der wissenschaftUchen Bearbeitung anvertraut worden ist. Diese Sammlung ist reich genug mn ein schon einigermassen deuthches Bild von der Dipterenfaima, welche der Südspitze Afrika's eigenthiünlich ist, zu geben. Sehr gern hätte ich dieses Bild durch die Berücksichtigung derjenigen südafi-ikanischen Arten, welche sich ausser den von mir aufgeführten in den verschiedenen naturwissenschafthchen Mu- seen Europa's vorfinden, vervollständigt. Dass dies und wanmi es nicht möghch gewe- sen ist, brauche ich denen, welche den Geist kennen, in welchem leider die meisten der sogenannten öffentlichen Museen verschlossen gehalten werden, nicht näher anzudeuten. Auch wäre es in der That ein unerquickhches Geschäft; statt dessen will ich heber mei- nen aufrichtigen Dank aussprechen für die Liberahtät, mit welcher das Königl. Museum in Stockholm mir eine so werthvolle Sammlung zu einem längere Zeit in Ansprach neh- menden Gebrauche überlassen, und für die freundhche Bereitwilligkeit, mit welcher mir das k. k. Hofnaturahenkabinet in Wien jederzeit die genaueste Untersuchung der in sei- nem Besitze befindhchen WiEDEMAioj'schen Typen gestattet hat. Das Wenige, was mh- ausser der WAHLBERc'schen Sammlung, zu der später auch noch die auf seiner letzten Eeise gesammelten Dipteren hinzugekommen sind, zugänghch war, habe ich nach Kräften benutzt. Ausser den in meiner eigenen Sammlung befind- lichen Arten bestand es nur aus einer kleinen, ebenfalls dem Königl. Museum in Stock- holm gehörigen Dipterensammlung, welche von Victoein am Cap zusammengebracht wor- den ist. Um hinsichthch der Bestimmtmg der Arten in das Sichere zu konunen, habe ich we- der Zeit noch Mühe gescheut. Namenthch habe ich die Typen der WniDESu^TN - Wixthem- schen Sammlung bei einem zweimaligen Aufenthalte in Wien sämmtHch genau verghchen. Ich glaube deshalb ziemhch sicher dafür bürgen zu können, dass keine WiEDEMAKN'sche Art eine falsche Deutung erhalten hat, und dass sich in der WiEDEMANN'schen Sammlung keine derjenigen Arten befindet, welche ich für neu erklärt habe. Da die WAm.BEEG'sche rv Vorwort. Sammlung grösstentlieils nur einzelne Exemplare enthält, so ist es leichter möglich, dass ich eiae oder die andere derjenigen WiEOEMANN'schen Arten, von welchen sich kein Exem- plar in seiner Sammlung befindet, nicht erkannt haben könnte; Verschiedenheit des Ge- schlechts, etwas abweichende Färbung' oder Zeichnung, bessere oder schlechtere Conser- vation als diejenige des beschriebenen Exemplares machen das nm- zu leicht möglich; dass sich nicht viele Versehen dieser Art finden werden, hoffe ich mit Bestimmtheit. — Hinsichtlich des Wiedererkennens der von Herrn Macquart und ganz besonders der von Herrn Walker beschriebenen Arten hat der Erfolg der aufgewendeten Mühe wenig ent- sprochen. Von den neuen Arten sorgfältige und ausführhche Beschreibungen zu geben habe ich für meine Pflicht gehalten. Je länger ich mich mit den Dipteren beschäftige, desto vollständiger überzeuge ich mich, dass in dieser Insectenordnung ohne eine solche Aus- führlichkeit bei der Publikation neuer Arten kein fester Grund zu gewinnen ist, sondern dass jede neue Schrift statt Ei'leichterung und Aufklärung zu gewähren, nur neue, einen enormen Zeitaufwand in Anspruch nehmende Schwierigkeiten in den Weg wirft. Es rührt dies zum TheU daher, dass die Dipteren nicht so viele zuverlässige plastische Unter- schiede bieten, als die Insecten mancher anderen Ordnung, in welchen die Körper formen bestimmtere mid die Sculptur der Oberflächen eine manchfaltigere ist. Zum Theil hat es seinen Grund aber auch darin, dass die Systematik der Dipteren eine sehr wenig ausge- bildete ist, so dass die Gattungen zum Theile noch einen viel zu grossen Umfang und häufig eine viel zu wenig scharfe Begrenzung haben. — Einzelne Famihen forderen vor anderen Famihen und einzelne Gattungen vor anderen Gattungen eine ausführlichere Be- schreibung ihrer Arten. Ich hofie da, wo sich die Arten durch kürzere Beschreibungen sicher characterishen lassen, in keine überflüssige Weitläufigkeit verfallen zu sein, wenn ich auch gern zugebe, dass manche Beschreibung kürzer ausgefallen sein würde, wenn es mir möglich gewesen wäre eine grössere Anzahl von Exemplaren zu vergleichen; es lässt sich dann erst das für die Art wahrhaft Characteristische mit voller Sicherheit erken- nen und das individuell Abweichende mit Stillschweigen übergehen, während man bei dem Beschreiben nach einzelnen Exemplaren, zu welchem ich leider in gar manchen Fällen ge- nöthigt gewesen bin, gar zu sehr geneigt ist mit ängstlicher Sorgfalt bis in das Spe- ziellste zu schildern. — Wegen der Ausführlichkeit, mit welcher ich die neuen Arten der Asüiden und einiger anderen Familien beschrieben habe, denke ich mich nicht zu ent- schuldigen, sondern hoffe mir damit den Dank aller derjenigen verdient zu haben, welche sich ausfülirhcher mit diesen schwierigen Familien beschäftigt haben, oder künftig mit ihnen beschäftigen werden; wenn das Bestimmen nach meinen Beschreibungen etwas mehr Zeit kosten sollte, so wird es dafür auf sichere Resultate fülu*en; schon ein einziges nicht zuti-efiendes Merkmal in einer der leider üblich gewordenen kurzen und flüchtigen Beschrei- bungen neuer Arten erweckt einen meist unlösbaren Zweifel über die Deutung derselben; über die Anwendbarkeit einer ausführlichen und sorgfältig gearbeiteten Beschreibung auf eine vorhegende Art entsteht dagegen fast nie ein Zweifel. Vorwort. Hinsichtlich des von mir angewendeten Systems muss ich das Buch seihst sprechen lassen, da ich mich keinem der bisher aufgestellten Dipterensysteme vollständig habe an- schliessen können. Doch darf ich wohl sagen, dass meine Ansichten über die systema- tische Eintheilnng der Dipteren denjenigen am nächsten stehen, welche durch HeiTn Ha- lidäy's Einfluss unter den englischen Dipterologen zur Geltung gekommen sind. — Ich habe die Endigung der Familiennamen auf — idae und die der ihnen untergeordneten Zunftnamen auf — ina angenommen. Wenn ich bei der Bildung dieser Famihen- und Zunftnamen zuweilen dem Wohlklange gegen die strengeren Regeln der Grammatik ein Eecht eingeräumt habe, so möge man dies entschuldigen, oder wenn es nöthig scheint verbessern. — Gegen manche von früheren Autoren gebildete Gattungsnamen, deren Un- statthaftigkeit ich einsehe, bin ich vielleicht efrivas zu duldsam gewesen; ich hieh mich nicht für berechtigt bei Gelegenheit einer blos faunistischen Arbeit in dieser Beziehung gar zu strenge Kritik zu üben. Da es nicht im Plane lag meine Ansichten über das System der Dipteren vollstän- dig zu entwickeln, so reichen die systematischen Erörterungen auch überall nur so weit, als es zur Bewältigung des hier zu verarbeitenden Materiales nöthig war. Bei einigen der gi-össeren Familien aber, namentlich bei den Bombyhden und Syrphiden, ist die von mir als wünschenswerth anerkannte Zerlegung in Zünfte nur deshalb unterblieben, weil meine Ansichten über die zweckmässigste Art einer solchen Zerlegung noch zu keiner Eeife ge- diehen sind. — Ich glaube nicht, dass durch gewaltsame und unbedachte Neuerungen H das Dipterensystem einer grösseren VervoUkommenung näher geführt werden kann, son- / dem bin fest überzeugt, dass dies nur auf dem Wege einer allmäligen, sorgfältigen Be- / richtigung und Vervollständigung des bisher allgemein Angenommenen geschehen kami. ~j Ich wünsche recht sehr bei den Versuchen , welche ich hier und da zur Berichtigung und weiteren Ausbüdung des Dipterensystemes gemacht habe, nicht ausserhalb dieses Weges gefunden zu werden. Neben den von mir beschriebenen neuen Arten habe ich auch diejenigen von anderen Autoren bereits bekannt gemachten Arten, von welchen sich Exemplare in meinem Be- sitze befinden, in der Reihenfolge mit aufgezählt. Es haben mich dazu mehrere Gründe bestünmt. Theils bedurften diese Arten ausführlicherer und genauerer Beschreibungen, als die bisher pubhzirten, theüs war schon die Nachweisung des ihnen nach der jetzt übhchen, weiterspaltenden Systematik anzuweisenden Platzes ein Gewinn; endlich glaubte ich auch dem rastlosen Sammlerfleisse Wahlberg's die Aufzählung aller von ihm zusammengebrach- ten Arten schuldig zu sein. Früher beabsichtigte ich auch noch die mü: durch typische Exemplare der Wiede- MANN'schen Sammlung bekannt gewordenen Arten mit aufzuzählen; ich habe deshalb von den meisten derselben bei meinem zweimaligen Aufenthalte in Wien ausfülu-lichere Be- schreibungen angefertigt; bei dem späteren Gebrauche derselben habe ich aber oft ge- fühlt, dass sie mir die erneuerte Ansicht der Originale doch nicht in jeder Beziehung zu ersetzen im Stande waren, und so bin ich zuletzt zu dem Entschlüsse gekommen, sie Yj Vorwort. hier ganz zu unterdrücken, um niclit minder Sicheres mit vollkommen Zuverlässigem zu vermischen. — In der Absicht einen U eberblick über alle bisher bekannt gewordenen afrikanischeii Dipteren möglich zu machen, habe ich die früher publizu-ten Arten kurz namhaft ge- macht und die Gegend Afrika's, in welcher sie gefunden worden sind, angegeben. Da ich hierbei nm- auf die Bücher meiner Bibhothek beschränkt war, so bezweifele ich nicht, dass die beabsichtigte Vollständigkeit nicht ganz erreicht und noch eine kleine Nachlese möglich sein werde. — Ich habe versucht auch diesen älteren Arten ihre Stelle in dem jetzt geltenden Dipterensysteme anzuweisen. Diejenigen WrEOEMANN'schen Arten, deren Typen ich vergleichen konnte, in die kleineren jetzt übHchen Gattungen unterzubringen war nicht schwer ; schwerer war die Stellung derjenigen WIEDEMA^^J'schen Arten zu ermit- teln, welche ich nm* aus seinen Beschreibungen kannte, so dass die Stellung mancher derselben zweifelhaft gebheben ist. Aehnliches gut von den von anderen Schriftstellern bekannt gemachten Arten, nm- dass ich von diesen so gut wie gar keine typischen Exem- plare benutzen konnte. Wo mir über die systematische Stellung einer älteren Art Zwei- fel obzuwalten schienen, habe ich dieselben nicht versch^^^egen. Die Diagnosen fast aUer Arten sind in den Abhandlungen der Königlichen Akademie der Wissenschaften zu Stockholm bereits abgedruckt worden. Wenn hier bei einer grös- seren Zalil von Ai-ten die Abhandlungen der Königlichen Akademie nicht citirt sind, so hat das seinen Grund lediglich darin, dass mir dieselben, als die betreffenden Bogen, zum Theil vor mehr als 13 Monaten gedruckt wurden, noch nicht zugegangen waren. Für den zweiten Band dieses Werkes ist bereits so viel vorgearbeitet, dass ich ilm in nicht gar zu ferner Frist liefern zu können hoffe. Da sich die in ihm aufzuzählenden Arten grösstentheils kürzer beschreiben lassen, so wird er eine bedeutend grössere Anzahl von Arten enthalten. Es würde mir eine grosse Freude machen und der Kenntniss der südafrikanischen Dipteren wesentUch zu Gute kommen, wenn das Erscheinen dieses ersten Bandes meines Werkes über dieselben einen Theil der vielen Besitzer südafrikanischer Dipteren veran- lasste, mein Unternehmen diu-ch die Mittheilung mir noch imbekannter Arten zu fördern. Meseritz, im December 1859. n. Loew. Inhalt. pag. Fam. I. STRATIOMYIDAE. 1 Divis. I. SARGI?iA 5 Gen. I. Plecicus Loew 5 1. elongatus Fabr 6 Gen. II. Chrysonolus Loew 6 1. fiavomarginatus nov. sp 6 Gen. in. Chrysomyia Macq. 6 1. bella nov. sp 6 Gen. IV. Microchrysa Loew 6 1. circumscripta nov. sp 6 2. scutellaris nov. sp "? Divis. II. Odontomyina 7 Gen. V. Odonlomyia Meig 7 1. adusta nov. sp 7 2. pulcbriceps nov. sp 8 3. frontalis Macq 8 Gen. VI. Nemolelus Geoffr 9 1. dissimilis nov. sp 10 2. haemorrhous nov. sp 10 Gen. VII. Oxycera Meig 11 1. nubifera nov. sp 11 Divis, ni. Pachygastrina 11 Gen. VIU. Stemobrilhes nov. gen 11 1. tumidus nov. sp 12 Gen. IX. Ptüocera Wied 13 1. qaadrilineata Fabr 13 Fam. n. TABANIDAE 14 Divis. I. Pango.mjja 14 Gen. I. Pangonia Latr. 16 1. varicolor Wied 17 2. lateralis Fabr 17 3. suavis nov. sp 17 4. brunnipennis nov. sp 18 5. biclausa nov. sp 19 6. melanopyga Wied 19 7. atricornis Wied 19 8. rostrata Lin 20 9. angnlata Fabr 20 10. caffra Macq 20 Gen. II. Silvius Meig 21 1. denticornis Wied 21 2. pertusus nov. sp. . . 22 3. glandicolor nov. sp 23 4. cuneatns nov. sp 23 6. conflaens nov. sp 24 6. decipiens nov. sp 25 pag* Gen. III. Rhinomyza Wied 26 1. costata nov. sp 25 Gen. IV. Pronopes nov. gen 26 1. nigricans nov. sp 27 Gen. V. Chrysops Meig 27 1. laniger nov. sp 28 2. ciliaris nov. sp 28 3. stigmaticalis nov. sp 29 4. confluens nov. sp 30 Divis, n. Tabanina 31 Gen. VI. Tabanus Lin 31 1. strigiventris nov. sp 33 2. vexans nov. sp 34 3. fulvianus nov. sp , . . . . 35 4. laevifrons nov. sp 35 5. latipes Macq 36 6. biguttatus Wied 37 7. sericiventris nov. sp 33 8. bovinus Lin 33 9. trisignatus nov. sp 39 10. serratus nov. sp 39 11. atrimanus nov. sp 40 12. variabilis nov. sp 41 13. gratus nov. sp 42 14. maculatissimus Macq 43 15. leucostomus nov. sp 43 16. insignis nov. sp 44 17. snicipalpus nov. sp 45 18. luteolus nov. sp 45 Gen. Vn. Haemalopola Meig. 46 1. dnplicata nov. sp 47 2. obscura nov. sp 48 3. scutellaris nov. sp 49 4. recurrens nov. sp , . 60 5. vittata nov. sp 50 6. bisirigata nov. sp 51 7. circumscripta nov. sp 61 8. dorsalis nov. sp 62 Fam. m. THEREUIDAE 53 Gen. I. Eclinorhynchus Macq. 54 1. alternans nov. sp 54 Gen. II. Thereua Meig. 54 1. brachycera nov. sp 54 2. basalis nov. sp 55 3. anthracina nov. sp 65 vm Inhalt. Farn. IV. Divis. I Gen. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. Gen. 1. Gen. 1. Gen. 1. 2. 3 4. 5. 6. 7. Gen. 1. Gen. 1. 2. 3. Gen. 1. 2. Gen. 1. Gen. 1. Gen. 1. Gen. 1. Gen. 1. Gen. 1. Gen 1 Gen ASILIDAE 66 Dasypogonina 56 I. Laparus Loew 57 pulchriventris nov. sp cuneatHS nov. sp gracilipes nov. sp peiliinciilatus nov. sp auliciis Wied caliginosus nov. sp funestus nov. sp bicolor nov. sp melasomus nov. sp clausus nov. sp sqnalidiis nov. sp tabidus Loew laticornis nov. sp II. Pegesimallus nov. gen ursinus nov. sp III. Lagodias nov. gen. albidipennis nov. sp 70 IV. Microstylum Macq. 74 simplicissimum Loew "4 validum nov. sp 75 gulosuin nov. sp 76 ignobile nov. sp 76 aterriniuni nov. sp 77 dispar nov. sp 78 lacteipenne Wied 80 V. Teralopus nov. gen 81 cyaneus Fabr 81 VI. Xiphocerus Macq 82 58 59 60 61 62 63 64 64 65 66 66 67 68 69 69 69 criiciger nov. sp o- quadrimaculatuj nov. sp 83 unil'asciatus nov. sp 84 VII. Scylalicus nov. gen 84 zonatus nov. sp 85 costalis Wied 85 VIII. Laphyctis nov, gen 87 gigantella Loew 88 IX. Hypeneles nov. gen stigmatias nov. sp X. Dasplelis nov. gen vul|)es nov. sp 89 89 90 91 XI. Spanurus nov. gen 92 pulverulentus nov. sp 92 XII. Oligopogon Loew 93 penicillatus nov. sp 94 Xin. Holopogon Loew 94 fugax nov. sp 94 . XIV. Rhaidogasler nov. gen 95 nudus nov. sp i ■ • 95 . XV. Discocephala Macq 96 1. nmbripennis nov. sp 97 2. caffra Macq 97 Gen. XVI. Acnephalum Macq 98 1. platygaster nov. sp 98 Gen. XVII. Leplugaster Meig 99 1. validus nov. sp 99 2. stigmaticalis Loew 100 3. ochricornis nov. sp 101 4. brnnneus nov. sp 103 5. rufirostris nov. sp 103 6. pictipennis nov. sp 104 7. tenuis nov. sp 105 Gen. XVIII. Lasiocnemus Loew 106 1. lugens nov. sp 106 2. obscnripennis Loew 106 Gen. XIX. Damalis Wied 107 1. Ilirtiventris Macq ' . . . 107 2. speciosa nov. sp. . • 108 3. longipennis nov. sp 109 4. capensis Wied 110 5. annulata nov. sp 111 Divis. II. Laphrina 111 Gen. XX. Lamyra Loew 112 1. Gulo Loew 113 2. bipunctata nov. sp 115 3. angularis nov. sp 116 Gen. XXI. Laphria Meig 117 1. flavipes Wied 117 2. bella nov. sp 118 Gen. XXII. Hoplistomera Macq 118 1. nobilis nov. sp 120 2. cribrata nov. sp 121 Gen. XXIII. Laxenecera Macq. 122 1. albicincta Loew 122 2. zonata nov. S)i 123 3. mollis nov. sp 123 Gen. XXIV. Dasylhrix Loew 124 1. stenura nov. sp 125 2. infumata Loew 126 3. bracliyptera Loew 126 Divis. III. AsiLiNA 126 Gen. XXV. Promachus Loew 127 1. aeqnalis nov. sp 127 2. scalaris nov. sp 130 3. guineensis Wied 131 4. fulvipes Macq 132 5. capreolns nov. sp 133 Gen. XXVI. Alcimus Loew 134 1. tristigatus nov. sp 134 2. stenurus nov. sp 136 3. longurio nov. sp 137 4. angustipennis nov. sp 138 Gen. XXVII. Philodicus Loew 139 1. tenuipes nov. sp 140 Gen. XXVm. Apodea Macq 141 Gen. XXIX. Synolcus nov. gen 147 1. tenuiventris nov. sp 147 2. signatus nov. sp 148 3. dubius Macq 149 Gen. XXX. Dysclylus nov. gen 150 1. spurcus nov. sp 151 Gen. XXXI. Lophonolus Macq • 152 1. cbalcogaster Wied 152 2. cupreus nov. sp 154 3. snillos Fabr • . . . 155 .Inhalt. IX rag. 4. albus nov. sp 156 5. melanolophns nov. sp 157 6. ustulatus nov. sp 158 7. pulcher nov. sp 159 8. spiniventris nov. sp 160 9. angustibarbus nov. sp 161 10. setiventris nov. sp 163 11. elachipterus nov. sp. ' 163 Gen. XXXII. Trichonolus nov. gen 165 1. pegasns nov. sp 165 Gen. XXXIII. Dasophrys nov. gen 166 1. longibarbus nov. sp 166 Gen. XXXIV. Mochlherus Loew 167 1. sinaatus nov. sp 168 2. annnlitarsis nov. sp 169 Gen. XXXV. Proagonistes nov. gen 170 1. vatidus nov. sp 170 Gen. XXXVI. Ommatius Wied 171 1. flavipes nov. sp 171 Fam. V. LEPTIDAE 172 Gen. I. Chrysopila Macq 172 1. testacea nov. sp 172 Fam. VI. BOMBYLIDAE 173 Gen. I. Triplasius Loew 180 1. bivittatus Loew 181 Gen. n. Bombylius Lin 181 1. lateralis Fabr 182 2. ornatns Wied 182 3. analis Fabr 183 4. fulvonatns Wied 183 5. micans Fabr 184 6. hypoleucns Wied 185 7. hirtus nov. sp 185 8. melannriis nov. sp 186 Gen. III. Eurycarenus nov. gen 186 1. laticeps Loew 187 Gen. IV. Sysloechus Loew 187 1. cervinus nov. sp 188 2. mixtns Wied 189 3. albidus nov. sp 190 4. Simplex nov. sp 190 Gen. V. Sobarus Loew 191 1. anomalus Wied 191 Gen. VI. Dischistus Loew 192 1. mystax Wied 192 2. capito nov. sp 193 3. lepidas nov. sp 193 Gen. VII. Crocidium nov. gen 195 1. poecilopternm nov. sp 195 Gen. VIII. Geron Meig 196 1. gibbosQs Meig 196 Gen. IX. Apolysis nov. gen 197 1. hnmilis nov. sp 197 Gen. X. Toxophora Meig 198 1. macalata Rossi 198 Gen. XL Corsomyza Wied igg 1. nigripes Wied 198 Gen. XII. Systropus Wied 200 1. leptogaster nov. sp 200 Gen. XIII. Lagochilus nov. gen 201 1. afer Wied 201 Gen. XIV. Lomatia Meig 202 1. acatangala nov. sp 203 2. longitadinalis nov. sp 204 3. pictipennis Wied 205 4. litarata nov. sp 205 5. pulchriceps nov. sp 206 6. Simplex Wied 207 7. melampogon nov. sp 207 8. latiuscala nov. sp 208 9. tenera nov. sp 208 10. mitis nov. gen 209 11. Inornata nov. sp 209 Gen. XV. Anthrax Scop 209 1. fulvipes nov. sp 210 2. pnnctipennis Wied 211 3. mixta nov. sp 212 4. spectabilis nov. sp 213 5. flavipes nov. sp 215 6. albescens nov. sp 215 7. flavescens nov. sp 216 8. dizona nov. sp. . . , 216 9. vitripennis nov. sp 217 10. leucostoma Wied 218 11. abrupta nov. sp 219 12. Ingens nov. sp 220 13. viduata nov. sp 221 14. linea nov. sp 222 15. lencoprocta nov. sp 222 Gen. XVI. Exoprosopa Macq 223 1. laeta nov. sp 224 2. dimidiata Macq 225 3. eluta nov. sp 227 4. strenua nov. sp 228 5. praefica nov. sp 229 6. rostrata nov. sp 230 7. macroptera nov. sp 230 8. morosa nov. sp 232 9. ignava nov. sp 232 10. hirtipes nov. sp 233 11. heros Wied 234 12. maculosa Wied 236 13. venosa Wied 237 14. balioptera nov. sp 238 15. rasa nov sp 239 16. inornata nov. sp 240 17. recurrens nov. sp 241 18. angulata nov. sp 242 19. nmbrosa nov. sp 243 20. corvina nov. sp 243 21. reticnlata nov. sp 244 Fam. Vn. HIRMONEURLDAE 245 Divis. I. HlRMONEURINA 246 Gen. I. Culax Wied 246 n X ■Inhalt. 1. vespwtilio nov. sp. Gen. II. Symmiclus Loew 1. costatus Loew ... Divis, n. EnYNCHOCEPHALINA Gen. III. Nemeslrina Latr. 1. longirostris Wied. . . 2. longipennis nov. sp. 3. Tariegata nov. sp. . . 4. accincta Wied. . . . 5. variabilis nov. sp. . . 6. fnsca nov. sp. ... Fam. Vni. MYDASIDAE. . Gen. I. Cephalocera Lafr. 1. fasciata "Wied. . . Fam. VIII. CYETIDAE. . Divis. I. Oncodina . . . Gen. I. Oncodes Lafr. . 1. cafFer nov. sp. . . Divis, n. Cyrtina . . . Gen. n. Psilodera Gray. 1. bipnnctata Wied. 2. cingnlata nov. sp. . 3. fasciata Wied. . . Fam. X. HYBOTIDAE. .... Gen. I. Syneches Walk. , . . 1. nebnlosas nov. sp Gen. II. Syndyas nov. gen. . . 1. opaca nov. sp: 2. nitida nov. sp Gen. m. Stenoproctus nov. gen. 1. nnipunctatus nov. sp. . . . Gen. IV. Acarterus nov. gen. . 1. unicolor nov. sp Fam. XI. EMPIDAE. .... Gen. I. Empis Meig. . . 1. bivittata Wied. . . . 2. albicincta nov. sp. . . 3. crassifila ntjv. sp. . . 4. macropus nov. sp. . . 5. perpendicularis nov. sp. 6. completa nov. sp. . . Gen. n. Hilara Meig. . . 1. sordida nov. sp. . . 2. heferogastra nov. sp. . 3. castanipes nov. sp. pag. 247 247 248 248 248 250 250 250 251 251 252 252 253 253 253 255 255 255 255 255 255 256 257 258 259 , 259 , 270 , 260 , 260 , 261 . 261 , 262 . 262 . 262 . 263 . 263 . 264 . 264 . 265 . 266 . 266 . 267 . 267 . 268 . 268 Fam. Xni. DOLICHOPIDAE 271 Gen. I. Psilopus Meig. 272 1. flexus nov. sp 272 2. flavirostris nov. sp 273 3. stenunis nov. sp 274 5. angnstipennis nov. sp 274 Gen. IL Tachylrechus Stann 275 1. obscoenus Wied 275 Gen. III. Gymnopleitius Loevr 276 1. argyropiis nov. sp 276 Gen. IV. Chrysolus Meig. . 276 1. inconspicuus nov. sp 276 Gen. V. Diaphorus Meig . 277 1. brunneus nov. sp 277 2. dasycnemus nov. sp 277 Gen. VI. Sympycnus Loew 278 1. caffer nov. sp 278 Gen. VII. Saucropus Loew 279 1. univittatus nov. sp 279 2. cyanescens nov. sp 279 Gen. VIII. Xiphandrium Hai 280 1. triste nov. sp 280 Gen. IX. Hydrophorus Fall. 280 1. spinicornis nov. sp 280 2. inaequalipes Macq 281 Fam. XIV. PIPUNCULIDAE 281 Gen. I. Pipunculus Latr 281 1. laeviventris nov. sp 281 2. brevicornis nov. sp 281 3. abdominalis noT. sp 282 4. umbrinus nov. sp 282 5. mntilatus nov. sp 283 6. aculeatus nov sp 283 7. parvifrons nov. sp 284 8. claripennis nov. sp 284 Fam. XV. PLATYPEZIDAE. 285 Gen. I. Platypeza Meig 285 1. inornata nov. sp 285 2. lugens nov. sp 285 Fam. Fam, Xn. TACHYDROMIDAE. Gen. I. Plalypalpus Macq. . 1. univittatus nov. sp. . . Gen. n. Drapeiis Meig. . . i. aenescens Wied 269 269 269 270 270 XVI. SYRPHIDAE 286 Gen. I. Ceria Fabr 288 1. afra Wied 288 2. brunnipennis nov. sp 289 3. caffra Loew 290 frehata Loew 291 n. Microdon Meig. 291 brevicornis nov. sp 291 inermis nov. sp 292 Gen. in. Baccha Fabr 292 1. claripennis nov. sp 293 Gen. IV. Ocyplamus Macq. . 293 1. rotandiceps nov. sp 293 Gen. V. Paragus Latf. 294 1. substitutus nov. sp 294 4. Gen. 1. 2 Inhalt. XI 2. longiventris nov. sp 295 3. nudipennis nov. sp 296 Gen. VI. Eumerus Meig. 296 1. obliqnns Fahr 297 2. nnicolor nov. sp 297 3. erythrocerns nov. sp 298 4. argentens Walk 299 Gen. Vn. Syrilta St. Farg. 300 1. stigmatica nov. sp 301 2. spinigera Loew 301 Gen. VIII. Rhingia Fabr 302 1. caerulescens nov. sp 302 Gen. IX. Syrphus Fabr. 303 1. capensis Wied 304 2. claripennis nov. sp 305 3. cognatus nov. sp 3Qg 4. aegyptins Wied 3O6 5. trisectns nov. sp 307 6. rotundicornis nov. sp 3O8 7. calopus nov. sp 309 8. bitnbercnlatDS nov. sp 3O9 Gen. X. Asarcina Macq 310 1. rostrata Wied 310 2. Salviae Fabr 311 Gen. XI. Helophilus Meig. ........ 311 1. caffer nov. sp 312 2. lagopns nov. sp 314 3. ingratns nov. sp 314 4. extremns nov. sp 315 Gen. Xn. Erislalis Latr 31g 1. buUatns nov. sp 319 2. curtus nov. sp 319 8. natalensis Macq 320 4. capito nov. sp 321 5. fronto nov. sp 321 6. crassipes Fabr 322 7. taeniops Wied 324 8. qninqnelineatas Fabr 324 9. metallescens nov. sp 324 10. euzonus nov. sp 325 11. nigricans Wied 326 Ausser den oben aufgezählten 830 im südlichsten Theile Äfrika-s lebenden Arten sind noch folgende 16, welche anderen Theilen Afnka's angehören, ans verschiedenen Gründen beschrieben worden: 1. Ephippium macnlipenne nov. sp. (Guinea) . 2. Odontomyia quadrinotata nov. sp. (Mozambiqne) 3. Microstylum acutirostre Loew (Mozambiqne) 4. leptogaster nitidus Wied. (Nubien) . 5. Lunujra vorax nov. sp. (Chartum) . . 6. Hoplistomera serripes Fabr. (Guinea) 7. Hoplistomera auriventris nov. sp. (Chartnm) 8. Promachus trichozonns nov. sp. (Guinea) 9. Philodicus obscuripes nov. sp. (Guinea) 10. Ceria Hopei Saund. (Sierra Leone) . . 11. Ceria gambiana Saund. (Gambia) . . . 12. Si/rphus hirticeps nov. sp. (Nubien) . . 18. Asarcina eremophila nov. sp. (Nubien) . 14. Plagiocera macnlipennis nov. sp. (Guinea) 15. Eristalis villipes nov. sp. (Nnbien) 16. Eristalis expletus nov. sp. (Nubien) 4 9 79 102 114 118 119 129 139 289 290 305 310 317 321 322 — ««ffl^SäSS^S?»* — [^Tj iS STRATIOMYIDAE. Die zweckmässigste Begrenzung der Familie der Stratiomyiden ist diejenige, welche ihr Walker in seinem Werke über die Dipteren Englands gegeben hat, vmd für welche ich mich schon früher wiederholt erklärt habe, da es in der That gar nicht zu verken- nen ist, dass Bens bei den Stratiomyiden \ie\ natüi-hcher untergebracht ist, als bei den Xylophagiden. — Auch die Familien charactere , welche Herr Walker am angeführten Orte aufstellt, sind glücklich und ganz meinen Ansichten entsprechend gewählt, so dass sie mit geringfügigen Abänderungen, wozu einige sehr abweichende Gattungen, wie z. B. Chauna, nöthigen, auch für die exotischen Fonaien gelten können. Die Stratiomyiden zerfallen in melu-ere leicht zu sondernde Unterabtheüungen. — Als erste derselben scheidet sich von allen andern diejenige ab, welche sich näher um Beris gi-uppirt, und der man deshalb wohl den Namen der Beridinen geben könnte. Das charakteristische Merkmal hegt iui Bau des Hinterleibes , welcher 2 Ringe mehr als bei den Gattungen der andern Gruppen zeigt, wo äusserhch nur 5 Ringe bemerkbar sind, ein Unterschied der seinen Grund lediglich in der besondern Kleinheit und in der versteckten Lage des 6ten und 7ten Ringes hat. — Als erste Gattung ist Chiromyza Wied. hierher zu rechnen; zu wenig genaue Unter- suchung des in der That geringelten dritten Fühlerghedes hat Wiedemaun verleitet sie zu den Xylotomen zu stellen, wohin sie doch dm-chaus nicht gehört, und hat es möglich gemacht, dass Herr Macquart dieselbe erst bei den Xylotomen und dann bei den Stra- tiomyiden nochmals als vermeinthch neue Gattung unter dem Namen Xenomorpha aufge- zählt hat. So in die Augen fallend Herrn Mäcqüart's Irrthum ist, wu-d derselbe doch von verschiedenen Seiten mit einer gewissen Hartnäckigkeit reproduzirt, welche mn so mehr in Verwunderung setzen muss, da Xenomorpha leptiformis Macq. mit Chiromyza vittataWied. selbst der Art nach identisch ist. — Hemi Macquart's Abbildung des Füh- lers von Clüromyza (Dipt. exot. H. 2. Tab. 10) ist nach keinem Originale gemacht, sondern ledighch eine schlechte Copie der missrathenen WiEDEMAMf'schen Abbildung ; sie wird wohl Niemanden irre leiten. — Als zweite Gattimg kann Metoponia Macq. aufgezählt werden , da das Schildchen bei ihr ebenfalls ohne Dornen ist; sie steht übrigens der Gattung Beris viel näher, als der Gattung Chiromyza und ist von Herrn Walker in dem ersten Supplemente zu seiner Be- schreibung der Diptem des britischen Museums ganz irrthümlich zu den Xylophagiden gebracht worden; auch hat derselbe übersehen, dass seine Gattung Inopus mit Metoponia Macq. zusammenfällt. — 1 2 [74] H. Loew, Dipterenfauna Südafrikas. Hierauf folgen diejenigen Gattungen der ersten Unterabtheilung , welche ein! gedorntes Scliildclien liaben. Als solche ist zuerst Beris, und wenn man Actina davon trennen will, hierauf diese zu nennen. — Die letzte Gattung der ersten Unterabtheilimg oder der Beridinen ist Dipliysa, welche Herr Macquaet auf Xylophagus spiniger Wied. en-ichtet hat , die sich aber von Beris nicht gar wentlich unterscheidet. Herr Mäcquart ist bei ihrer Aufstellung sehr obei-flächlich verfahren und hat sich keine einigermassen klare Ansicht über die Charactere derselben gebildet, da er auf der nämlichen Seite die typische Art als vermeinthch neu unter dem Namen Beris Servillei nochmals beschreibt. Zu vollem Uebei-flusse der Confusion giebt er (Dipt. exot. Suppl. I. 46) noch die Beschreibmig einer brasilianischen Diphysa sexspinosa, welche nicht die geringste Verwandschaft mit dieser Gattimg hat ; der oberflächhchste Bhck hätte ihn beleliren können, dass sie gar nicht zu den Xylophagiden in seinem Sinne, son- dern zu den Stratiomyiden in seinem Siune gehöret; sie steht offenbar Chamia und Ptilo- locera am nächsten, wenn sie sich nicht gar, trotz dem sechsdornigen Schildchen, einer der- selben einordnen lässt. — Ob die Gattung Exocliostoma Mcq. zu den Beridinen oder zu den Sarginen zu stellen sei, muss ich imentschieden lassen, da ich sie nicht kenne, mid Herrn Mäcquakt's An- gaben über dieselbe zm- Begi-linduug eines sichern Urtheils nicht ausreichen. Ich halte ersteres für das wahrscheinlichere. Auch dürfte ilmen wohl Campeprosopa Macq. bei- zuzählen sein. — Aus der ganzen Gruppe der Beridinen ist bisher noch keine einzige afrikanische Art bekaimt geworden. — Unter allen denjenigen Gattungen der Stratiomyiden, welche den Beridinen nicht an- gehören, zeigt sich ein recht auffallender Unterschied im Flügelgeäder, auf welchen ich ihi'e fernere Eintheüimg begründe. Bei einer Anzahl derselben treten die gegen den Vor- derrand hin gedrängten Adern mehr auseinander, die Discoidalzelle erweitert sich ganz ausserordentlich, nimmt eine völlig viereckige Gestalt an und sendet 3 Adern nach dem Hinterrande. Bei den andern Gattungen sind die ersten 3 Längsadern viel mehr gegen den Vorderrand gedrängt, die Discoidalzelle ist kleiner, hat eine mehr pentagonale oder hexagonale Gestalt und sendet 4 Adern nach dem Flügelrande. Unter den europäischen Gattmigen hat nur Pachy gaster ein Flügelgeäder der ersten Art; während das aller übri- gen Gattungen nach dem zweiten Typus gebildet ist. Eine Verwechselung beider Formen scheint mir uimiöghch, denn wemi die Discoidalzelle auch bei manchen Gattungen, deren Flügel nach dem zweiten Typus gebildet sind, eine mehr viereckige Gestalt annimmt, wie z. B. bei den Hermetia - Arten und bei manchen Arten der Gattung Ephippium, so sind gerade da die 4 von der Discoidalzelle ausgehenden Adem deuthch, imd wenn mngekehrt einige dieser Adern so obliterirt sind, dass man nur noch ihren Wurzelansatz erkennt, oder wenn sie selbst ganz fehlen, wie bei manchen Odontomyia- und Nemotelus - Arten, so ist doch die Stelle, wo die fehlenden Adern stehen sollten, so deutlich zu erkennen und die diesem Flügelgeäder entsprechende Form der Discoidalzelle so characteristisch '.Stratiomyidac. rygi 3 ausgebildet, dass an die Verwechselung mit einer Gattung, welche dem ersten Formen- kreise angehört, gar nicht zu denken ist. — .j.) 5r,^i>ioij«iJd ,j Ich werde diejenigen Gattmigen, welche im Flügelgeäder Pachygaster entsprechen, als letzte Unterabtheilung behandehi und zunächst die nähere Eintheilung der übrigen Gattimgen entwickeln. — Für diese ist der Bau des Hinterleibes entscheidend; derselbe' ist entweder schmal und langgestreckt, wie z. B. bei Hei-metia und Sargus, oder er ist verhältnissmässig breit und km-z, wie z. B. bei Cyiahomyia, Chtellaria, Nemotelus, Oxycera, Odontomyia u. s. w. Es zerfallen demnach diese Gattmigen in 2 Unterabtheilungen, welche man, wenn man in der Theilung nicht weiter gehen will, ganz passend als die der Sarginen und der Odon- tomyinen bezeichnen kann. — Die Sarginen treten den Odontomyinen durch die kleinen metallisch gefärbten Mi- crochrysa- Arten, welche früher zu Sargus selbst gestellt wmden, in ihrer Körperform nahe, so dass fiir sie die metaUische Körperfärbung ziun entscheidendsten Merkmale wird — Ich habe im fünften Jahrgange der Schi-iften des Wiener zoologisch- botanischen Vereins eine übersichthche Anordnung der Sarginen gegeben. Sie umfasst mit Uebergehung der auf Sargus niger Wied. begTÜndeten Gattung 6'acos/s Walk. , deren Unterschied von Chry- sochlora mu- fraghch erscheint, mid mit Uebergehung der mir erst später bekannt gewor- denen Gattung Toxocem Macq., die Gattungen ^crocÄaeta Wied. , Eudmeta Wied., Analco- cerus Lw., Eoplistes Macq., Raphiocera Macq., Basentidema Macq., DicranopTioralsla.ca. Chrysochlora Latr., Ptecticus Lw., Merosargus Lw., Chrysonotus Lw., Sargus Fbr. Chry- somym Macq. tmd Microchrysa Lw. — Zu diesen treten noch die Gattungen Eermetia Latr. und Thorasena Macq. hinzu, wenn man die Gruppe der Sarginen in der oben an- gedeuteten weitern Weise begrenzen will. Sie unterscheiden sich von den übrigen Sar- ginen nicht unerhebhch, so dass sie früher sogar zu den Xylophagiden gerechnet worden sind. Es wird daher nichts dagegen einzuwenden sein, wenn man sie als eine besondere Unterabtheilung, die der Hermetiinen, behandeln will, deren hauptsächlichstes Unter- scheidungsmerkmal die auch bei den Männchen überaus weit gefrennten Augen sein wür- den; ausserdem bietet der Bau ihrer Fühler, namentKch die eigenthümliche Umgestaltung des Fühlergriffels in eine wunperhaarige LameUe, und selbst das Flügelgeäder andere sicher trennende Unterschiede. — Die Gattung Massycyta Walk, scheint ihnen beigezählt werden zu müssen. Von den Hermetiinen ist die Gattung Thorasena, von den Sarginen sind die Gattun- gen Chrysochlora, Ptecticus, Chrysonotus und Sargus als in der afrikanischen Faima re- präsentirte bereits bekannt. — Zur Unterabtheilung der Odontomyinen gehören die Gattungen : Cyphomyia Wied., Chordonota Gerst., Euparyplms Gerst., ^?/iocera Saund., Str ah'omy s Geoffv. (= Hoplomyia ZDr.), Odontomyia Meig., Nemotelus Geoflr., Oxycera Meig., EpMppnm Lafr., aitellaria Meig., Cyclogaster Macq., Lasiopa BruU., Artemida Walk., Ätissa Wlk., Metabasis Walk, und Promeranisa Walk. — Die Gattungen Chordonota Gerst. und Euparyphus Gerst. ste- 4 [76] H. Loew, Dipterenfauna Südafrikas Len in näherer Verwandtschaft mit Cyphomyia Wied, — Die Begrenzung der Gattungen Alliocera, Stratiomys, Odontomyia, Nemotelus, Oxycera und Metabasis ist im Allgemeiaen nicht zwdfelhaft, wenn auch einzelne Odontomyia -Arten sich den Arten der Gattung Stratiomys, andere der Gattimg CUtellaria so nähern, dass era Zweifel über ihre Stellung nicht ganz unmöghch ist. — Die Auflösimg der Gattung Chtellaria in Meigen's Sinn war nothwendig; die verschiedene Fühlerbildung verschiedener Arten eignet sich aus zwei Grün- den jnicht gut zur Bildung von kleineren Gattungen; dieselbe ist nämlich bei sonst in jeder Beziehung nahe verwandten Arten oft recht verschieden und überhaupt kaum bei zwei Arten ganz gleich ; dann aber sind zweitens auch die Angaben , welche wk über den Fühlerbau der bereits publizh-ten Arten besitzen, so imvoUständig, dass es geradezu im- möghch sein wiü-de , ihnen ihi'en Platz in den neuen Gattungen anzuweisen. Unter diesen Umständen scheint mu- der einzig richtige Weg der zu sein , die Gattung Clitellaria in 3 Gattimgen: Ephippium, ChteUaria xmd Cyclogaster aufzulösen, deren erste alle Arten mit gedorntem Thorax imd Schüdchen, deren zweite aUe Ai'teu mit migedorntem Thorax und gedorntem Schüdchen, deren di-itte endUch die Arten mit imgedorntem Thorax und im- gedomtem Schildcheu enthält, — Die Gattung Lasiopa BruUci dürfte kaum haltbar sein, vielmehr, wenn das Schildchen, wie er angiebt, wh-klich dornenlos ist, mit der Gattung Cyclogaster , wenn es doch kleine Domen haben sollte , vielleicht mit der Gattung Chtel- laria, oder gar mit Odontomyia zusammenfallen. — Auch die Gattimgen Artemida und Atissa sind von Herrn Walker schwach gerechtfertigt ; letztere wird sich des vierdornigen Schildchens wegen vielleicht halten lassen. Beide sind mit CUtellaria nahe verwandt. — Die Gattung Promeranisa Wlk. scheint nach seinen Angaben in der That Odontomyia ziemlich nahe zu stehen. Die gTosse Anzahl der zu den Odontomyinen gehörigen Gattungen macht eine weitere Eintheilung derselben wünschenswerth. Mh- schemt es sehr schwer einen Eintheilungs- grund aufzufinden, durch welchen das wii'klich Verwandte zu einander geordnet wird. Die Anwesenheit oder das Fehlen des FühlergTiÖels eignet sich nicht dazu, eben so wenig die Anwesenlieit oder das Fehlen der Domen an dem Schüdchen. Die Behaartheit oder Nacktheit der Flügel entspricht den Anforderungen, welche man an einen solchen Eiu- theilmigsgi-und machen muss, vielleicht noch am meisten. Es wlü-den dadmch die Gat- tungen Alhocera, Stratiomys, Odontomyia und Nemotelus als nacktflügehge Gattimgen den andern Gattungen gegenüber treten, wenn, wie ich hierbei freiUeh voraussetzen muss, die von mn- nicht untersuchten Ai'ten mit denen, welche ich untersuchen konnte, übereinstimmen. Aus der Unterabtheilung der Odontomyinen sind bisher Arten der Gattmigen Stra- tiomys, Odontomyia, Nemotelus, Cyclogaster und Chtellaria als in Afrika einheimisch be- kannt geworden. Herrn Wahlberg's Entdeckungen fügen die Gattung Oxycera zu ihnen; ich kann noch die Gattung Ephippium als eme Afrika nicht fremde nennen , da ich diu-ch ^e Gefälligkeit des Herrn Westermann eine schöne Art derselben aus Gumea besitze. *) — ') Ephippium macuKpcnne nov. sp. 0" — Nigrum, tlioracis striis latis abdominisque maculis albido -tomentosis, pedibus albido nigroque variis; alae hyalinae, macolä ijermagnä sabapicali magnäque maculä posteriore triangalari ni- Stratiomyidae. m^ 5 Die letzte bereits oben erwäbnte, in ihrem Flügeladerbau durch Pachygaster reprä- sentirte Unterabtheilung, welche ich die der Fach y gas tr inen nennen wiU, ist an in- teressanten Formen reich. Es gehören von den bereits beschriebenen Gattungen zu ihr: Pachjgaster Meig., Lophoteles Loew., Platyna Wied., Biastes Walk., PtMocera Wied.', Chauna Lw., Blastocera Gerst., Spijridopa Gerst., Panacris Gerst., Culcula Walk., Evaza WaJk., welche jedoch in der Bildung des Hinterleibs von den übrigen Gattungen erheb- Keh abzuweichen scheint, und wahi-scheinhch auch Phjllophora Macq., Eeteracanthia Macq. imd Diphysa Macq., doch sind Beschi-eibung und Abbildung derselben nicht ge- nau imd zuverlässig genug, um darüber mit Sicherheit zu m-theilen. — Die grosse Ver- schiedenheit einander nahe verwandter Gatümgen im Bau des Hinterleibes und des Thorax im Bau des Schildchens, imd vorzüglich die grossen Abweichimgen im Fühlerbau erin- nern an ein ähnliches Verhältniss in Beziehung auf die Structiu- des Kopfs , der Fühler und des Flügelgeäders bei den Gattungen der Henopier. — Als afrikanische Gattimgen der Pachygastrinen sind bisher nur Ptilocera, Platyna mid PhyUophora bekannt geworden. Herr WAm^BEEG hat eine auch in Guinea vorkommende FHege mitgebracht, auf welche ich die neue Gattung Sternobrithes errichte. — A. Unterahilieüung der Sarginen. Gen. I. PTECTICUS. Loeio. Da von den bisher beschriebenen afrikanischen Sargusarten S. amethystinus Fbr. zur Gattung Chrysochlora, S. ruficornis Macq. zu Chrysonotus, S. limbatus Mcq. nach dessen Angaben, Chrysis Lw. und tuberculatus Lw. bestimmt zu Sargus gehören , bleiben als bereits bekannt gewordene afrikanische Ptecticus - Arten nur : a) Von Sierra Leone und von Port Natal: 1. elongatus Fbr. b) von Madagascar: 2. flavipes Macq. — 3. pallidus Macq. — Den Sargus speciosus, welchen er im ersten Supplement der Dipt. exot. beschrieben hat, zählt Herr Macqüart im vierten Suppl. pag. 342 wohl nur irrthümlich als ein Insect aus der Caffrerei auf, da im ersten Supplemente Yucatan als Vaterland desselben bezeichnet ist. gro-bTDnneis. — Long. corp. 4*/« ün. — Synon. Ephippiam macnlipenne Loew, Öf?ers. af K. Vetensk. Akadem Förhandl 1856. 264. 2. Schwarz, fast blauschwarz. Die stark behaarten Augen lang zusammenstossend, das Gesicht und der obere Theil der dreieckigen Vorderstirn mit weissschimmernden Härchen bedeckt, die beiden ersten Glieder der Fühler kurz tief- schwarz, die nächstfolgenden 3 Ringel sehr mit einander verwachsen, kahl, auf der Aussenseite schwarz, auf der In- nenseite lichtbräunlich mit weissem Schimmer; die folgenden beiden Ringel tiefschwarz, ziemlich stark schwarzhaarig; das Ende der eigenthümlich gebildeten Fühler fehlt leider. Rüssel gelb, auf jeder Seite mit einem grossen schwarzen Fleck. — Thorax mit zerstreuten und abstehenden, grösstentheils schmutzig weisslichen oder lichtfahlgelblich gefärb- ten Haaren; ausserdem auf 2 breiten Längsstriemen, auf einer auf der Naht liegenden Querstrieme und am Hinter- rande des Thorax, so wie auf der Mitte des Schildchens mit kürzern, weissen Filzhärchen. Die Dornen über der Flü- gelwurzel und am Schildchen schwarz. Brustseiten mit weissem Haarfilze. Das Prothoraxstigma wird durch seinen blassen Rand auffallend. — Hinterleib mit zerstreuten, abstehenden, weisslichen Haaren und mit weissem Eaarfilze, welcher nachfolgende Zeichnung bildet: ein kleines dreieckiges Fleckchen in der Mitte des Hinterrands des dritten Ringes, ein grösseres Dreieck am Hinterrande des vierten und eine sehr breite Mittelstrieme auf dem .5ten Ringe, einen in der vordem Ecke liegenden Fleck jederseits auf dem 3ten nnd 4ten Ringe. — Beine gelblichweiss ; das Spitzendrittheil der Schenkel schwarz; Schienen schwarz mit weisslicher Basis, Füsse schwarzbraun. — Schwinger weiss. — Flügel glasartig, braunadrig; das Randmal bräunlich; ein sehr grosser, schwärzlich ranchbrauner, wenig verwaschener Fleck zieht sich vom Vorderrande unmittelbar jenseit der Discoidalzelle bis zur 4ten der aus dieser entspringenden Adern; ein anderer grosser dreieckiger Fleck deckt mehr als die Spitzenhälfte der geschlossenen letzten Hinterrandszelle und geht noch etwas über die sie begrenzenden Adern hinaus. — (Guinea.) 6 [78] H. Loew, Dipterenfauna Südafrikas. _; spec. 1. Pt. elong^atns Fbr. (f. Synon: Musca elongata Fbr. Ent. Syst. IV. 338. 19. Sargus posticus Wied. Zweifl. II. 34. Zu Wibdbmann's Beschreibung füge ich hinzu: Flügel bräunlich glasartig, das SpitzendrittheU nur sehr wenig bräunlicher; Adern und Eandmal gelbbraun. An den Vorder- und Hinterfüssen sind die 3 letzten Glie- der schwarzbraun, an den hintersten Beinen sind die beiden ersten Drittheile der Schienen und das Iste Fuss- glied schwarz , die folgenden 3 Fussglieder weisslich , das letzte dunkelbraun. — (Caffrerei , Wahlberg). — Anmerk. Die von Fabricius als Musca elongata a. a. O. beschriebene Art, welche nach seiner Angabe aus Sierra Leone stammt, hat derselbe im Systema Antliatorum , und ihm folgend Wiedkmann, zu dem ameri- kanischen Ptecticus testaceus als Synonym gebracht. Fabricius hat sich hier durch die grosse Aehnlichkeit beider Arten täuschen lassen und Wikdemann zum Irrthum verführt. Abgesehen von der etwas verschiede- nen Zeichnung der Beine unterscheidet man Ptecticus elongatus von Ptecticus testaceus leicht lan der, durch andere Lage der Spitzenquerader bedingten, erheblichem Grösse der zweiten Vorderrandzelle. — Geu. n. CHRYSONOTUS Loew. In diese Gattung gehört der mir unbekannte Sargus ruficornis Macq. nach den Angaben äes Beschreibers ; er wurde in der Caffrerei gefunden. — spec. 1. Clir. flaVOItiarginatnS, nov. sp. Q. — Chrysonoto lipunctato similis , angulis thoracis poslerioribus sculellique margine flavis ; abdotnine rufo-lestaceo, segmento quinto maculd violaceo -nigra signalo. — Long. corp. S'/e '*'"• — ■ Synon. Chrysonotus flavomarginatus Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1856. 263. 2. — Diese Art steht unserem europäischen Chryson. bipunctatus Scop. (= Reaumurii Meig.) ganz ausseror- dentlich nahe, so dass man ihn sicherlich nicht leicht mit einer andern Art verwechseln wird, wenn man nur auf den bereits in der Diagnose hervorgehobenen Unterschied in der Färbung des Thorax und des Schildchena achtet. Auf Beständigkeit der Hinterleibsfärbung dürfte schwerlich zu rechnen sein. — (Mauritius , M. B.) — Gen. m. CHRYSOMYIA Macq. spec. 1. Chr. bella« nov. sp. Q. — Violacea, antennis , pedibus , halleribus, litnbo Ihoracis lateraü, sculelli margine abdominisque maculis laCeralibus ßavis. — Long. corp. 3 lin. — Synon. Chrysomyia bella Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1856. 263. 4. Fühler und Rüssel hellgelb , erstere mit schwarzbrauner Endborste. Augen stark behaart. Die Behaarung des schwarzen Kopfs braun , auf der Stirn fast schwarz , an den Backen in das Faldgelbe übergehend. — Tho- rax stahlblau mit gelber Seitenstrieme und nicht sehr langer aber ziemlich dichter, fast ochergelblicher Behaa- rung. Hinterleib schwarz, mit ähnlicher aber etwas längerer Behaarung, welche ihm ein etwas missfarbiges Ansehen giebt; die Hinterecke des 3ten und 4ten, oft auch die des 2ten Rings rothgelb. Dieselbe Farbe hat der ganze Bauch. — Beine ganz gelb. — Flügel deutlich gebräunt, ohne dunkle "Wolke; Randmal braun, die dritte der aus der DiscoidalzeUe entspringenden Adern erreicht den Flügelrand nicht. — (Cap, ToUin). — Gen. IV. MICEOCHRYSA. Loew. Es ist bisher noch keine afrikanische Art dieser Gattung bekannt gewesen. spec. 1. in. circamSCripta } nov. sp. $. — Viridis, abdotnine violaceo, limbo tnaculäque magna, basali teslaceis. — long. corp. l'/s ün. — Synon. Microchrysa circumscripta Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1856. 263. 4, Rüssel und Fühler gelb, üntergesicht glänzend, metallisch dunkelgrün. Unmittelbar über den Fühlern ein ganz schmales, weissliches Querbändchen. Stirn breit, glänzend blauschwarz, mit eingeschnittener Längs- linie. Thorax lebhaft metallisch grün mit blauen Reflexen ; die Seitenstriemen desselben schmal , weissgelbUch. Schildchen wie der Thorax, die Spitze desselben mit sehr schmalem, gelblichem Rande. — Oberseite des Hin- terleibes glänzend violett, der Seitenrand mit schmalem, gelbem Saume und die Basis mit einem grossen gelben Fleck, welcher fast den ganzen ersten und die ganze Mitte des zweiten Rings einnimmt. Beine gelblich; die Hin- terschienen mit sehr breitem, schwarzbraunem Ringe vor der Spitze; die beiden letzten Glieder der hintersten Stratiomyidae. [79] 7 Füsse gebräunt. — Die Schwinger blassgelblich. — Flügel glasartig, die vordem Adern gelbbrännlich , die hintern fast völlig farblos ; das Randmal äusserst blass ; von den 4 aus der Discoidalzelle entspringenden Adern ist die 3te die feinste, nächst ihr die Iste, welche bis zum Flügelrande reichte. — (Caftrerei, Wahlberg). — spec. 2. m. SCntellariSf nov. sp. Q. — firescenli - violacea , antennis totis pedibusque flavescentibus, femoribus tibüsque poslicis nigra • annulalis , scutello angusle flava -marginalo. — Long, corp. l'/j Hn. — Synon. Microchrysa scutellaris Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1856. 263. 5. — Rüssel gelb ; Untergesicht glänzend metallisch grün , verhältnissmässig etwas schmäler als bei unsem euro- päischen Arten. Fühler lebhaft gelb. Unmittelbar über den Fühlern kein weisses Bändchen, sondern über jedem Fühler eines feines gelbliches Querstrichelchen, welches leicht übersehen werden kann. Stirn glänzend blaugrün mit violetten Reflexen; die von dem vordersten Punktauge ausgehende eingeschnittene Längslinie wird bald undeutlich. — Thorax und Schildchen metallisch blaugrün, unten schwarz; die äusserst schmale Seiten- strieme des Thorax ist weissgelblich. Das Schildchen hat einen sehr schmalen bräunlichgelben Rand, welcher leicht zu übersehen ist; da er ein recht characteristisches Merkmal ist, habe ich durch die Wahl des Artna- mens auf ihn besonders aufmerksam zu machen gesucht. — Beine gelblich; die Hüften bis gegen die Spitze schwarz; Hinterschenkel und Hinterschienen mit sehr breitem braunschwarzen Bande. — Flügel glasartig, die andern Adern wässrig bräunlich, das Randmal und die hintern Adern farblos; von den aus der Discoidalzelle entspringenden Adern sind die Iste, welche bis zu dem Fliigelrande reicht, und die 3te viel feiner als die 2te und 4te. — (Caffrerei, Wahlberg). — -B. Unterabtheilung der Odontomyinen. Gen. V. ODONTOMYIA. Meig. Die bisher publicirten afrikanischen Arten sind: a) Aus Algier: 1. viridula Fbr. — 2. limbata Macq. — b) vom Senegal: 3. dispar Macq. — 4. Guerini Macq. — 5. albipennis Macq. c) vom Cap : 6. carnifex Gerst. — 7. frontalis Macq. — 8. anodonta Macq. — 9. rectifasciata Macq. Ob Odont. megacephala Oliv. Enc. aus Aegypten in die Gattung Odontomyia oder in die Gat- tung Stratiomys gehört, weiss ich nicht. — Strat. Anubis Wied. aus Aegypten ist eine ächte Stra- tiomys und Strat. edentula Wied. vom Cap ein Cyclogaster. — spec. 1. O. adllSta, nov. sp. §. — Thorach lalera el seutellum flava, spinulae scutelli valde minu- tae; abdomen fascüs nigris laiissimis signalum; alarum pars anterior nigricans, cellula discoidalis aperla. — Long. corp. 4-/3 lin. — Synon. Odontomyia adusta Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1856. 263. 7. — Kopf gelb. Untergesicht ziemHch stark kielförmig; der stumpfe Kiel desselben unter den Fühlern etwas gewölbt und dunkler gefärbt; auf jeder Seite des Untergesichts ein kiemer schwarzbrauner Fleck. Fühler schlank; Istes und 2tes Glied gleich lang, gelbbräunlich; das 3te Glied sehr dünn, schwärzUch. Auf der Vorderstim an jedem Augenrande ein grosser schwarzer Fleck. Die Ocellen liegen in einem undeutlich begrenzten schwarzen Querbändchen. — Oberseite des Thorax schwarz, mit anliegenden, weissUch schimmerden Härchen; der ganze Seitenrand von der Schulter bis zum Schildchen hin gelb, Brustseiten gelb, zwischen den Vorder -und Mittel- hüften ein grosser schwarzbrauner Fleck. — Schüdchen gelb mit 2 äusserst Meinen, aber sehr spitzen gelben Dömchen. — Hinterleib grün; der 2te Ring hat eine breite schwarze Querbinde, welche vor dem Seitenrande plötzlich abbricht; eben so der 3te Ring; die Binde des 4ten Rings kömmt dem Seitenrande noch näher; diese Binden nehmen die ganze Länge der Ringe ein und lassen nur den äussersten Vorderrand und Hinterrand frei, so dass sie dm-ch die hellen Einschnitte von einander getrennt sind; die dunkle Zeichnung des 5ten Rings ist schlecht begrenzt imd scheint aus drei verwaschenen Flecken zusammengesetzt zu sein. Bauch ohne Zeichnung. Beine gelbbräunlich ohne Zeichnung. — Die Flügel bräunlich glasartig, die vordem Adern schwarzbraun; die 3te Längsader ist nicht gar zu sehr gegen den Vorderrand gedrängt, so dass das Fehlen der Spitzenquerader sehr leicht wahrgenommen wird; die Vorderrandszelle und das Randmal schwarzbraun; die Ader, welche die g rgQi H. Loew, Dipterenfauna Südafrikas hintere Wurzelzelle von der letzten geschlossenen Hinterrandszeüe trennt, ist ebenfalls in ihrer ganzen Ausdeh- nung braun gesäumt; eine viel minder intensive, aber doch ziemlich dunkle Bräunung reicht am Vorderrande bis zur Mündung der 3ten Längsader und bedeckt die Wurzelzellen fast ganz. Die Discoidalzelle ist da, wo die dritte, bei dieser Art nicht vorhandene Ader aus ihr entspringen sollte, geöffnet, was um so mehr in die Augen fällt, da die sie umgränzenden Adern dunkel gefärbt sind; die Iste der aus der Discoidalzelle entsprin- genden Adern ist ziemlich fein und nicht dunkel gefärbt, während die beiden andern (die 2te und 4te) durch ihre dunkle Farbe viel deutlicher wahrnehmbar werden. — (Caffirerei, Wahlberg). — spec. 2. O. pulctiriceps , nov. sp. Q. — Atra; caput ßavum, maculis faciei Iribus fronlisque dua. bus magnis atris piclum, verlex aler, margine poslico flavo; Ihoracis slria lateralis, maculae pleura- rum. et margo sculelli posterior flavescunl; segmentorum abdominalium anleriorum margo posterior ad latera, segmenti ullimi lolus pallide flavescens; venler pallidus; pcdes nigro ßavoque varii; alae limpi- dae nervis anlerioribus flavescenlibus , celluld discoidali minulissivid integrd, nervis quos emillil obsole- tissimis. — Long. corp. S*/,^ lin. — Schwarz, etwas glänzend. Kopf gelb; die glänzend schwarze Färbung des massig vortretenden Gesichts- höckers hängt mit einem unmittelbar über den Fühlern liegenden, kleinen schwarzen Fleckchen von dreieckiger Gestalt zusammen; ausserdem liegt auf jeder Seite des Gesichts noch ein grosser, etwas unregelmässig vierecki- ger schwarzer Fleck; die obere Hälfte der Stirn ist mit Ausnahme des gelben Scheiteb-andes glänzend schwarz. Diese schwarze Färbung spitzt sich auf der nur fein eingeschnittenen Mittellinie etwas zu und hat vor sich je- derseits einen grossen, gerundeten, glänzend schwarzen Fleck, so dass auf der Vorderhälfte der Stirn nur eine scharf begrenzte, brillenförmige Zeichnung von dem Gelben übrig bleibt; der hintere Augenrand ist überall gelb; die Fläche des Hinterkopfs sonst aber schwarz. Die Fühler sind dünn, das Iste GUed gut doppelt so lang wie das 2te , die Farbe derselben schwarz. — Die Behaarung des Thorax ist matt messinggelblich ; zwischen den anliegendem Härchen stehen vereinzelte abstehendere von grösserer Länge. An der Seite desselben findet sich eine »elbliche Strieme, welche aus einem vordem grossen Flecke, welcher von der Schulter bis zur Vorderhüfte hinabsteit't, und aus einem hintern, gegen die Flügelwurzel hin sich keilförmig erweiternden Flecke besteht, unter welchem noch ein gelblicher Querfleck liegt. Die Schwiele zwischen Flügelwurzel und Schildchen zeigt einen Uebergang des Schwarzen in das Braune. Das Schildchen ist gelb mit schwarzem, bogenförmig begrenz- ten Flecke an der Basis; die sehr kurzen Dörnchen sind gelb mit schwarzer Spitze. — Die Oberseite des Hin- terleibs ist schwarz; seine Zeichnung ähnelt der von Odonl. microleon ; der verkürzte Iste Ring ist ganz schwarz, nur am äussersten Seitenrande gelblich; der 2te und 3te Ring haben einen schmalen gelblichen Hinterrands- saum, welcher aber in der Mitte äusserst breit unterbrochen ist; der Hinterrandssaum des 4ten Rings ist we- niger unterbrochen , der des 5ten Bings ist ganz ; auch der Seitenrand des Hinterleibs hat eine schmale hellgelbe Säumung, welche aber an den hintern Ringen deutlicher, als an den vordem ist. Der Bauch ist weissgelblich ; der 2te Ring desselben hat an der Mitte seines Vorderrandes einen kleinen schwarzen Querstrich; die Färbung der hintern Ringe geht an den Seiten in das Braune oder Schwarzbraune über. — Schenkel schwarz , die Ba- sis und die äusserste Spitze gelb; die vorderen Schienen ziemlich dunkelgelb, die hintersten schwarz mit gelb- lichem Wurzel drittheil; die Füsse blassgelblich, an den vordem die beiden letzten Glieder schwärzlich, doch das drittletzte nicht so dunkel als die beiden letzten. — Die Flügel glasartig, die vordem Adem gelblich; die 3te Längsader ohne Ast und weiter vor der Spitze mündend als gewöhnlich; die Discoidalzelle ausserordentlich klein, doch ganz; die von ihr zum Hinterrande laufenden Adern verschvrindend fein, so dass kaum mehr als die alleräusserste Wurzel derselben zu erkennen ist. — (Cap , Victorin.) — spec. 3. O. frontalis Macq. cf & Q. — Faciei carina sub antennis rolundala, abdominis villa Ion- giludinalis nigra, lata, lateribus modice angulala , postice subaltenuala ; pedes flavescenles, immaculaii. — Long. corp. 5 lin. — Syn. $. Odontomyia frontalis Macq. Dipt. exot. I. L 185. Männchen: Das gelbe Gesicht ziemlich auffällig kielförmig, der Kiel unter den Fühlern gewölbt. Füh- ler verhältnissmässig klein, braunroth, die Oberseite des 3ten Gliedes dunkler braun, die Spitze fast schwarz. — Das schwarze Scheiteldreieck läuft vorn sehr spitz zu. Das untere Drittheil der Augen hat viel kleinere Felder, welche sich in einer geraden Linie von den grössern ganz scharf abgrenzen. Die Grundfarbe des Thorax ist schwarz, doch liegt an jeder Brustseite ganz oben eine sehr breite Strieme, auf welcher die Grundfarbe gelb- lich ist; der untere Theil der Brustseiten ist wieder schwarz gefärbt. Das Schildchen ist schwarz . aber so ^r. I.V.'f. Strlatiomyidae. [81] 9 breit gelb gerandet, dass von dem Schwarzen auf der Oberseite nur ein grosser, halbkreisförmiger Fleck übrig bleibt. Thorax und Schidchen überall mit dichter fahlgelblicher Behaarung. — Hinterleib grün ; der erste Ring ganz schwarz; der zweite Ring mit einem grossen, seine ganze Länge einnehmenden Flecke, welcher die Gestalt eines hinten etwas schmälern Paralleltrapezes hat; der dritte Ring hat einen eben solchen etwas kleinern Fleck, welcher vorn etwas breiter als der Hinterrand des vor ihm liegenden Fleckes ist; der schwarze Fleck des vierten Ringes ist fast so breit, wie der des dritten an seinem Vorderrande , und hinten weniger verschmälert als dieser* ein halbkreisförmiger, den Hinterrand nicht erreichender schwarzer Mittelfleck auf dem fünften Ringe schliesst die Strieme. Bauch grüngelb ohne Zeichnung. — Beine gelblich ohne Zeichnung. — Schwingerknopf grün. Flügel glasartig, das Randmal und die vordem Adern gelb; letztere sind so gegen den Vorderrand •»edrängt, dass das Fehlen der Spitzenquerader schwer wahrzunehmen ist; die Discoidalzelle ist klein, vollständig geschlos- sen, die alleräusserste Wurzel der ersten aus ihr entspringenden Ader ist ziemlich dick, die ganze darauf fol- gende erste Hälfte derselben aber weniger deutlich , als die zweite Hälfte ; die dritte aus der Discoidalzelle ent- springende Ader fehlt vollständig. — "Weibchen: Es gleicht dem Männchen sehr, namentlich stimmt es im Profile des Gesichts und im Baue der Fühler mit demselben vöUig überein. Die Stirn ist schwarz, nur unmittelbar über den Fühlern bräunlich- gelb ; auch ist sie weiter oben am Seitenrande mit einem bräunlichgelben Längsfleckchen gezeichnet , welches sich zuweilen mehr ausbreitet; die Mittellinie der Stirn ist tief eingeschnitten. Die Behaarung des Thorax ist viel kürzer als bei dem Männchen, fast goldgelblich; zwischen den anliegenden und auf der Mitte gegeneinan- der gekämmten Härchen bemerkt man vereinzelte abstehende Härchen von grösserer Länge. Die schwarze Hin- terleibsstrieme ist etwas mehr gesägt als bei dem Männchen, sonst aber von derselben Gestalt. (Cap, Tol- lin, Victorin.) — spec. 4. O. quadrinotata, nov. sp. 5. — CapUe palUde flavescente, facie fronteque maculis hinis alris verliceque atro ; Ihorace nigro , Stria laleraU patlidd mediocriler dislincld; sculetlo flavescente- abdomine pallide flava fasciis tribus alris, margini anlico segmenli secundi, lerlii et quarti contiguis, lalis, poslice rolundatis , latera versus acuminatis; pedibus nigro flavoque variis. — Long. corp. 2'/, lin, Synon. Odontomyia quadrinotata Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1856. 263. 6. Kopf weissgelblich, sammt den Augen mit kurzer, abstehender, gelblichweisser Behaarung besetzt. Ge- sicht wenig vortretend, nach dem Mundrande hin wieder zurückgezogen. Auf dem Gesichte steht jederseits ein vom Mundrande abgerücktes , etwas schiefstehendes , mit der Spitze nach oben gerichtetes keilförmio-es Fleck- chen, Die Stirn hat zwei grosse, nahe am Augenrande liegende schwarze Flecke. Die Scheitelgegend ist ia ihrer o-anzen Breite schwarz; diese Schwärzung entsteht durch das vollständige Zusammenfliessen von drei Flecken, deren mittelster weiter nach vorn reicht und daselbst spitziger endigt als die seitlichen. Der Hinter- kopf schwarz, doch der ganze hintere Augenrand, auch auf dem Scheitel selbst, breit weissgelblich eingefasst. Der Thorax schwarz mit fast messinggelblicher, ziemlich anliegender Behaarung. Seitenstriemen schmutzig gelblich, breit, an dem vorliegenden Exemplare nicht sehr deutlich. SchUdchen gelblich, mit scharfen, gelben Dornen. — Hinterleib weissgelblich mit drei schwarzen Querbinden, welche auf dem zweiten, dritten und vier- ten Rinf e liegen , sich vollständig an den Vorderrand anschliessen , hinten sanft gerundet sind und den Seiten- rand fast erreichen; in der Mitte nehmen sie die ganze Länge des Ringes mehr oder weniger vollständio- ein- Schenkel ausser au Wurzel und Spitze schwarz ; Hinterschienen an der Spitze in geringerer Ausdehnung weissgelblich, sonst schwarz; die andern Schienen und alle Füsse weissgelblich. Flügel glasartig; die dickem Adern gelblich; die Spitzenquerader fehlt; die Discoidalzelle ist ganz ausserordentlich klein, die sie umgebenden Adern überall deutlich und ziemlich stark , die von ihr nach dem Flügelrande hin laufenden Adern überaus un- deutlich. — Diese vom Herrn Prof. Petkrs bei Jnhambane entdeckte Art gehört genau genommen freilich nicht mehr in den Bereich , dessen Dipterenfauna Gegenstand gegenwärtiger Arbeit ist ; das im Berliner Museum be- findliche Exemplar kam mir erst lange nach dem Abdrucke der von mir für das PETERs'sche Reisewerk bear- beiteten Dipteren zu Gesichte ; es möge mir gestattet sein der Beschreibung desselben hier einen Platz einzuräumen. Gen. VI. NEMOTELUS. Geoffr. Die bisher beschriebenen afrikanischen Nemotelus - Arten sind: a) von Tanger: 1. longirostris Wied. b) aus Aegypten: 2. niloticus Oliv. c) vom Cap: 3. capensis Walk. 10 [82] H. Loew, Dipterenfauna Südafrikas. Die Charactere der Gattung bedürfen keiner Erörterung, da die europäischen Arten als typisch g«lten können. Ich will nur, damit über dieselben kein Irrthum entstehen kann, bemerken, dass Nemot. singularis Macq. Dipt. exot. Suppl. I. 57 gar kein Nemotelus ist. spec 1. N. diSSimilis, nov. sp. o" & P. — Mas niger, foemina lutea: oculi nudi; fades valde ohCusa, luleola, in mare puncto apicali nigro; Ihoracis slria lateralis punclumque laterale ante seutel- tum pallide flavescunt; abdomen luleolum, maculis inlermediis magnis , poslice rotundatis nigris. — Long. corp. 2'/g — 3 lin. — Synon. Nemotelus dissimilis Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1856. 264. 9. In dem Körperbau von unsern europäischen Arten nicht wesentlich abweichend, aber durch die Verschie- denheit der Färbung des Thorax bei Männchen und Weibchen sehr auffallend. Männchen: Das Gesicht ist sehr kurz, von schmutzig lehmgelblicher Farbe: die Spitze der sehr stumpfen Schnauze nimmt ein schwarzer Fleck ein ; auch sind die Backen am hintern Ende der Mundöffnung geschwärzt. — Fühler sehr dunkel braun; die beiden ersten Glieder von ziemlich gleicher Länge; das dritte Glied fehlt dem Exemplare. ■ — Augen nackt. Das Scheiteldreieck zieht sich als sehr feine vertiefte Linie weit zwischen die Augen hin. — Thorax und Schildchen schwarz, mit gelblicher, für ein Männchen nicht sehr lan- ger Behaarung; die Seitenstrieme des Thorax ziemlich breit, schmutzig weissgelblich ; die Schwiele, welche sich jederseits neben dem Schildchen findet, ist ebenfalls schmutziggelb. — Auch der Hinterleib zeigt eine schmutzig- gelbliche Farbe, welche auf dem Bauche und an den Einschnitten mehr in das "Weissliche übergeht und über- haupt das Ansehen hat, als wäre sie bei dem Leben des Thieres heller gewesen. Auf der Oberseite des Hin- terleibes ist der erste Ring ganz schwarz ; auf dem zweiten sind nur die Hinterecken gelb gefärbt ; der dritte hat einen sehr grossen, halbkreisförmigen, dem Vorderrande anliegenden schwarzen Fleck, welcher bis ganz nahe zum Hinterrande reicht und sich in der Mitte durch ein kleines Spitzchen wirklich bis zu ihm fortsetzt; der vierte King hat einen ganz ähnHchen, aber kleinern halbkreisförmigen schwarzen Fleck; auf der Mitte des fünften Einges findet sich noch ein kleiner rundlicher , nicht recht scharf begrenzter schwarzer Fleck , auch ist dieser Eing gegen den Seitenrand hin stark gebräunt, so dass er wahrscheinlich bei einzelnen Exemplaren eine aus- gedehntere schwarze Zeichnung haben dürfte. Bauch ohne alle Zeichnung. — Beine schmutzig gelblich; die zwei letzten Drittheile der hintersten Schenkel, die Mittel- und besonders die Hinterschienen stärker gebräunt, die letztern haben etwas vor der Mitte ein rocht deutliches helles Bändchen. — Schwinger gelblich , Stiel bräun- lich. — Flügel rein glasartig, die vordem Adern und das Randmal gelb, die hintern farblos; die Spitzen- ■querader fehlt. — Weibchen: Es gleicht für den ersten Anblick wegen der ungewohnten Abweichung in der Körperfär- bung dem Männchen sehr wenig, während bei genauerer Untersuchung über die specifische Identität beider mir lein Zweifel bleibt. — Die Körperfärbung ist eine gelbbräunliche ; der Kopf ist obenauf mehr rostgelblich , un- ten blasser gelblich gefärbt. Die Schnauze ist sehr stumpf; der schwarze Fleck, welchen die Spitze derselben bei dem Männchen hat, fehlt dem Weibchen. Die beiden ersten Fiihlerglieder bräunhch rostgelb, wie bei dem Männchen von gleicher Länge; das dritte Fühlerglied schwarz, sein Griffel etwas länger und spitzer als bei 3en meisten andern Arten. Stirn sehr breit, unterhalb der Mitte der Quere nach stark eingedrückt. Der hin- tere Augenrand sehr breit; die Augen höher als breit, — Die breite Seitenstrieme des Thorax und die Schwiele jederseits vor dem Schildchen heller gelb. Die Oberseite des Thorax und des Schildchens mit äusserst kurzen, anliegenden, gelbschimmernden Härchen. — Hinterleib fast wie bei dem Männchen, nur ist die Grundfarbe dunkler ; der erste Ring hat nur einen hinten schmälern Mittelfleck ; auf dem zweiten Ringe dehnt sich die helle Färbung der Hinterecken so aus, dass nur ein sehr grosser halbkreisförmiger, dem Vorderrande anliegender und bis zum Hinterrande reichender schwarzer Fleck übrig bleibt. — Die Beine wie bei dem Männchen, doch ist die Farbe derselben an dem weiblichen Exemplare , welches ich vor mir habe , etwas dunkler und auch die Spitze der Füsse mehr gebräunt. — Schwinger und Flügel ganz wie bei dem Männchen. — (CafErerei, Wahlberg.) spec. 2. HT. haemorrlions , nov. sp. cC & g. — Ater, summa abdominis apice tarsisque posteriori. bus rufo - ferrugiiieis ; ocuti maris distincle pilosi. — Long. corp. S'/j — 3Y4 lin. — Synon. Nemotelus haemorrhous Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1856. 264. 10. Männchen: Tief schwarz. Gesicht kegelförmig mit stumpfer Spitze, überall glänzend schwarz. Füh- ler schwarz, das zweite Glied viel länger als das erste. Augen kurz aber dicht behaart. Das kleine Scheiteldreieck zieht sich als feine vertiefte Linie weit zwischen die Augen. Thorax und Schildchen glänzend Stratiomyidaa. raj-i t* achwarz, ohne alle Zeichnung, überall mit weisslicher, etwas fahler Behaarung und unter derselben mit zei^, streuten, fast silberweissen Filzhärchen , welche nicht in jeder Eichtung wahrgenommen werden. — Hinterleibs- spitze sammt den äussern Genitalien rostroth. Die zerstreute abstehende Behaarung der Oberseite ist grössten- theils schwärzlich, nur auf den letzten Eingen zum Theil weisslich. Auf den Seiten der vordem und auf deq ganzen liintern Eingen finden sich ausserdem anliegende, fast schneeweiss schimmernde Filzhärchen, welche sich auch auf dem Bauche zeigen. — Beine schwarz, Knie pechbraun, Mittel- und Hinterfüsse bräunlich rostgelb, das letzte Glied derselben schwarz. — Schwinger schmutzig weissUch mit schwärzlichem Stiele. — Flügel gla»! artig; die vordem Adern sind in der Nähe der Flügelwurzel braun, mehr gegen die Flügelspitze hin gdb; die hintern Adern sind farblos ; die Spitzenquerader ist vorlianden. Weibchen: Es unterscheidet sich von dem Männchen durch die sehr breite Stirn und die viel mehr vortretende Schnauze, deren Spitze aber ebenfalls stumpf ist. Der Kopf ist, wie bei dem Männchen, überaU glänzend schwarz, die Behaarung desselben ist aber überaU anliegend und fast schneeweiss. Die Behaarung der Augen ist ziemlich schwer wahrzunehmen und viel kürzer und sparsamer als bei dem Männchen. Auch die Behaarung des Thorax und des Schildchens ist anliegend und fast silberweiss. Der Hinterleib ist ganz wio bei dem Männchen gefärbt und hat auch dieselben zerstreuten weissen Filzhärchen; von der übrigen abstehen- den Behaarung zeigt sich aber nur auf den vordem Eingen eine Spur. — (Caffrerei, Wahlberg). Gen. VU. OXYCEEA. Mei^. Aus der Gattung Oxycera ist bisher noch keine afrikanische Art bekannt geworden. Die ein- zige Art, welche Herr Wahlberg mitgebracht hat unterscheidet sich von unsern europäischen Arten dadurch, dass der Fühlergriffel kürzer und weniger borstenförmig ist. Obgleich sie mithin die Cha- ractere der Gattung Oxycera, wie dieselben bis jetzt aufgefasst worden sind, nicht in vollster Schärfe an sich trägt, habe ich doch kein Bedenken sie ihr einzureihen, da die erwähnte Differenz zur Errichtung einer eigenen Gattung nicht hinreicht und die Art in keiner andern Gattung gesucht werden kann. — spec. 1. O, nnbifera, nov. sp. c/. — Alra, alis hyalinis, maculd apicali magna niarieante. — Long. corp. S'/u lin. — (Tab. I. fig. 1 & 2.) Synon. Oxycera nubifera Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl, 1856. 264. 11. Kopf tiefschwarz. Gesicht mit kurzer weisslicher Behaarung. Vorderstirn weissschimmemd. Fühler roth, die Spitze des dritten Gliedes und der dicke und ziemlich kurze Griffel braun. Augen mit kurzer Be- haarung. — Thorax schwarz, nur ein kleiner Schulterpunkt braun. Die zerstreute Behaarung des Thorax ist kürzer, als sonst bei den Männchen dieser Gattung gewöhnlich, anliegend, weissschimmemd. — Schildchen schwarz, auf der Unterseite mit kurzer, abstehender, weissschimmernder Behaarung; die beiden Dornen dessel- ben stark, ziemlich kurz, spitz, schwarz, an der Spitze schmutzig weisslich. — Der Hinterleib tiefschwarz, überall mit anhegenden, weisslichschimmernden Härchen besetzt, welche keine deutliche Zeichnung bilden. Beine schwarz ; das zweite Hüftglied braun ; die äusserste Spitze aller Schienen bräunlich ; Vorderfüsse braun- schwarz; Mittel- und Hintex-füsse weiss, das vorletzte Glied derselben braun , das letzte braunschwarz.— Schwin- ger ochergelblich. — Flügel rein glasartig mit braunen, an der Flügelwurzel und in der Nähe des hellgelblichen Eandmals aber nur mit hellbräunlichen Adern; sehr wenig jenseit der Discoidalzelle beginnt ein grosser, graulich rauchbrauner Fleck, welcher fast das ganze letzte Drittheil der Flügel einnimmt und bis zur Spitze und bis zum Hinterrande ganz sanft abschatth-t ist, an welchem letztern sich eine schwache und sanft verwaschene Trü- bung bis in die letzten Zellen zieht; noch findet sich in der vordem Wurzelzelle in der Nähe der Basis des Eandmals emc trübe Stelle; die Spitzenquerader ist deutlich, ebenso die vier aus der Discoidalzelle entspringen- den Adern. — (Caffrerei, Wahlberg). G. ünterabtheilung der Pachygastrinen. Gen. Vin. STEENOBEITHES. nov. gen. Die Charactere der Gattung Sternobrithes {azeqvo-ßQidri^), welche Acanthina am nächsten steht, aber im ganzen Habitus viel zu sehr abweicht, um mit ihr vereinigt werden zu können, sind: 1) das für diese letzte Unterabtheilung der Stratiomyiden so bezeichnende Flügelgeäder; 2) der halbkugel- 2' 12 [84] H. Loew, DJpterenfauna Südafrikas. förmige Kopf und der Mangel eines leistenförmigen Randes hinter dem Auge bei beiden Geschlechtem ; 3) die ziemlich hohe Stellung und der Bau der Fühler; die beiden ersten Glieder derselben sind sehr kurz; das dritte Glied ist schmal, nach dem Ende hin dünner und besteht aus sechs Ringen; der EndgriflFel besteht aus einem ganz kurzen Wurzelgliede und einem griffellörmigen Endgliede; 4) der Bau des breiten , ziemlich hochgewölbten Thorax ; 5) das grosse ziemlich aufgeschwollene , scharfge- randete, dornenlose Schildchen; 6) der gewölbte, kurze und breite Hinterleib; 7) die verhältniss- mässig ziemlich kurzen Beine. Die Unterschiede von Acanthina bestehen hauptsächlich: 1) in der halbkugelförmigen Gestalt des Kopfes, welcher bei Acanthina viel gerundeter, bei dem Männchen kugelrund ist; 2) in der viel höhern Stellung der Fühler bei Sternobrithes; 3) im Mangel der leistenförmigen Einfassung des hin- tern Augenrandes, welchen bei den mir bekannten Acanthina -Arten beide Geschlechter haben; 4) in der Breite des Thorax, welcher bei den Acanthina - Arten nach vorn verschmächtigt ist; 5) in der Dornenlosigkeit des Schildchens. Ausserdem sind bei den mir bekannten Acanthina -Arten die Augen stark behaart, während sie bei Sternobrithes nackt sind. spec. 1. St. tlimidns, nov. sp, Q. — - Ater, pilis brevissimis albido • micanübus vestUus; anlennae rufescenles; libiae et larsi brunnescentes ; alae pallide cinereae. — Long. corp. 2 — 2'/* Hn. — (Tab. I. fig. 3-7.) SynoD. Sternobrithes tumidus Loew, Öfvers. af K. Vet, Akad. Förhandl. 1856. 264. 13. Schwarz mit wenig Glanz. Stirn und Gesicht glänzend schwarz; erstere ist auf der Mitte etwas ein- gedrückt und steigt von da gegen die Ocellen hin nicht nur etwas steiler an , sondern ist auch schmäler , als auf ihrer Unterhälfte. Der Seitenrand der Mundöffnung hat einen feinen weissen Saum, welcher sich am Hin- terende derselben mit einem andern feinen weissen Saume vereinigt, welcher am Augenrande bis auf die Mitte der Stirn hinauf läuft und sich da hakenförmig von ihm abbiegt; der Saum des Muudrandes ist von feiner Be- haarung , der des Augenrandes von weisser Bestäubung gebildet. Auf der OberhäLfte der Stirn liegen , nur durch eine feine Linie getrennt, zwei von Behaarung gebildete, weisslich schimmernde, nicht in jeder Richtung wahr- nehmbare Fleckchen, welche bis zu dem vordersten Punktauge hinauf reichen. — Der Thorax ist breit und stark gewölbt , besonders in der Gegend über der Flügelwurzel ; er ist mit sehr zerstreuten anliegenden , weiss- lichen Härchen besetzt, welche am Vorderrande ein dreieckiges, keilförmiges Fleckchen und einen Theil der star- ken Wölbung über der Flügelwurzel frei lassen, übrigens aber nirgends so dicht stehen, dass sie die Grundfarbe verdecken könnten. Die Brustseiten haben eben solche Härchen, nur die Gegend über der Vorderhüfte und eine kleine Stelle unter der Flügelwurzel sind glänzend schwarz und ohne solche Härchen. • — Schildchen schwarz, länger als breit, etwas geschwollen, aber mit sehr scharfem, etwas abgesetztem Rande, helle anlie- gende Härchen machen sich nm- in der Nähe seiner Basis bemerklich, so dass es dunkler als der Thorax er- scheint. Hinterleib breit, kuA, stark gewölbt, der letzte und vorletzte Abschnitt verwachsen, so dass statt des letzten Einschnitts sich eine glänzende, narbenartige Bildung findet; die ganze Mitte des letzten Abschnitts ist etwas eingedrückt. Auf dem Hinterleibe bilden anliegende, weissschimmernde Filzhärchen eine ziemlich deutliche, wenn auch nicht eben scharf begrenzte Zeichnung; auf dem ersten und zweiten Ringe sind dieselben wenig deutlich, auf dem dritten nehmen sie die Vorderecken ein, auf dem vierten lassen sie nicht viel mehr als ein mit seiner Basis am Hinterrande liegendes Dreieck frei, und den fünften bedecken sie fast ganz, so dass ausser dem schwieligen Rande nur eine Mittellinie von ihnen fi-ei bleibt. Bauch schwarz, nur mit sehr zerstreuten und kurzen, feinen weissen Härchen. — Beine ungefähr von dem Baue wie bei Oxycera; Hüften und Schenkel schwarz, letztere mit bräunlichgelber Spitze; Schienen braun, die Basis und die äusserste Spitze derselben gelblich ; die Vorderfüsse gelbbräunlieh , schon vom zweiten Gliede an immer stärker gebräunt ; die Mittel- und Hinterfüsse gelblich, ihre Spitze braun. — Schwinger mit schmutzigbraunem Stiel und kreideweis- sem Knopfe. — Flügel graulich glasartig, nur an der äussersten Basis rein glashell; Adern gelbbräunlich, in der Gegend des gelben Randmales und gegen den Hinterrand hin gelblich; Spitzenquerader deutlich; die vier- eckige DiscoidalzeUe sehr gross. — (CafErerei, Wahlberg), Anmerk. Ich besitze ein Männchen und zwei Weibchen aus Guinea, welche ich für specifisch einerlei mit der beschriebenen Art halte. Das Weibchen unterscheidet sich von dem oben beschriebenen nur dadurch, dass es etwa um den dritten Theil kleiner ist, dass das dritte Fühlorglied gegen sein Ende hin gebräunt, das erste Glied des Griffels und die Wurzel seines zweiten Gliedes dunkelbraun gefärbt sind, und dass die Vorder- Stratiomyidae, [85] 13 schienen mit Ausnahme der Basis, so wie die ganzen Vorderfüsse schwarzbraun gefärbt sind; auch sind die Flügel etwas weniger graulich und die gegen den Hinterrand hinlaufenden Adem derselben farbloser. Das Männchen stimmt in diesen Stücken mit dem Weibchen vollständig überein; die Augen desselben stossen nur in einer sehr kleinen Ausdehnung zusammen; die dreieckige Vorderstim ist glänzend schwarz mit einem weissschimmernden Fleckchen in der Oberecke; die silberweissschimmemden Härchen des Hinterleibs tre- ten zu einem schönen und dichten Filze zusammen ; dieser bildet auf dem dritten Einge eine die Vorderhälfte einnehmende, in der Mitte etwas unterbrochene, gegen den Seitenrand hin breiter werdende Querbinde; den vierten und fünften Ring bedeckt er fast ganz, so dass auf ersterem nur die Mittellinie und die Grenze zwi- schen beiden Ringen davon unbedeckt bleiben und deshalb glänzend schwarz erscheinen; die Mitte des letzten Hinterleibsabschnittes ist bei dem Männchen nicht eingedrückt. Gen. IX. PT ILO GERA. Wüd. Die Ptilocera- Arten weichen in der Fühlerbildung merklich von einander ab, wie dies in Gat- tungen, wo eines der Organe zu besonderer Entwickelung gelangt, in Beziehung auf dasselbe in der Regel der Fall zu sein pflegt. Das dritte Fühlerglied ist bei ihnen achtringlich , oder löst sich viel- mehr in acht einzelne Glieder auf, von denen nur das erste und zweite so eng zusammenhängen , dass sie leicht für ein einziges Glied angesehen werden können, das dritte, vierte und fünfte pflegt in zwei Strahlen auszulaufen, von denen der untere gewöhnlich länger als der obere ist, die bei einigen Arten behaart und bei andern nackt, bei einigen sehr lang und bei andern kurz, bei beiden Geschlechtern gleich oder ungleich entwickelt sind. Auch der zweite der acht Abschnitte des dritten Fühlergliedes hat oft an seiner Unterecke einen Zahn oder gar einen langen Strahl, wie z. B. bei Ptilocera quadriden- tata. Das Längenverhältniss der einzelnen Abschnitte des dritten Fühlergliedes ist bei den verschie- denen Arten sehr verschieden ; die drei letzten derselben scheinen den Griffel zu repräsentiren ; der letzte ist in der Regel sehr dünn, erscheint aber durch die dichte, wimperartige Behaarung, welche ihn bedeckt, dick; an der Spitze ist dieser letzte Abschnitt bei allen mir bekannten Arten weiss. — Das für gegenwärtige Unterabtheilung characteristische Flügelgeäder, der nach vorn hin etwas ver- schmälerte Thorax, das aufgetriebene, etwas nach oben gerichtete, vierdornige Schildchen, der hoch- gewölbte, hinten plötzlich abfallende Hinterleib und das metallisch schimmernde Toment machen aus- serdem die Arten dieser Gattung sehr kenntlich. Die einzige bisher bekannt gewordene afrikanische Art ist Ptiloc. quadrilineata Fbr. von Sierra Leona. Herr Wahlberg hat sie auch aus der Cafifrerei mitgebracht; da die bisherigen Beschreibungen derselben mit Ausnahme der von Herrn Gerstaecker a. a. O. gegebenen, so wenig genügend sind, dass man nicht einmal über das Genus, in welches sie zu stellen ist, klar war, gebe ich dieselbe ausführlicher. — spec. 1. P, qnadrilincata Fbr. c/ & $• — ScutelU spinae et pedes dbscure lestacei; segmenta ar- ticuli lerlii anlennarun ocCo subaequalia, quorum lerlium quartum et quinlum brevüer bi-radiala. — Long. corp. 3*/2 — 4^2 ün. — Synon. Stratiomys quadrilineata Fabr. Ent. Syst. IV. 26S. 23. — Fabr. Syst. Antl. 86. Nr. 34. — Wied. Zweifl. 11. 72. 19. — Ptilocera natalensis Gerst. Linn. Ent. XI. 334. 3. Kopf glänzend schwarz, das Gesicht am Augenrande mit einem feinen weissen Saume. Bei dem Männchen stossen die Augen zusammen ; die sehr kleine Vordersttrn desselben schimmert weiss und das schwarze Scheiteldreieck ist schmal, aber lang; bei dem Weibchen ist die Stirn nur von massiger Breite, glänzend schwarz und hat über jedem Fühler einen weissschimmernden Fleck; auch ist bei ihm der hintere Augenrand mit weissschimmernden Filzhärchen bedeckt, welche gegen den Scheitel hin eine röthliche Farbe annehmen. — Die beiden ersten Fühlerglieder sind braun , das erste etwa dreimal so lang als das zweite ; das dritte Glied ist schwarz, aus acht Abschnitten gebildet; der erste und zweite dieser Abschnitte sind km-z cylindrisch , einfach, der zweite Abschnitt etwas küi-zcr als der erste , der dritte , vierte und fünfte Abschnitt sind noch etwas kürzer, jeder am Ende in zwei dünne griffeiförmige, imbehaarte Fortsätze verlängert, von denen der untere etwas län- ger als der obere und allein in jeder Lage deutlich wahrnehmbar ist, weil der obere dem folgenden Abschnitte aufliegt ; der sechste und siebente Abschnitt, sind gleichlang , etwas länger als die vorhergehenden ; der achte Abschnitt ist noch etwas länger, nur an der Basis schwarz, sonst weisslich, eigentlich ziemlich schlank, aber 14 [86] H. Loew, Dipterenfauna Südafrikas. mit dichter kurzer Behaarung wimperartig besetzt, so dass er so dick wie die vorangehenden erscheint. — Der Thorax ist schwarz, fein punktirt, mit anliegendem, metallisch schimmerndem Filze; bei dem Männchen be- deckt er beide Seiten der Vorderhälfte und ist da grösstentheUs von licht bläulichgrüner , zum Theil von röth- Echer Farbe ; letztere Farbe hat er besonders am Seitenrande und auf eiiier vor der Flügelwurzel an den Brust- seiten sich herabziehenden Strieme; ganz am Hinterrande des Thorax finden sich vorherrschend grüne, nach den Seiten desselben hin mehr rothe und auf der äussersten Seitenecke auch weissschimmernde FUzhärchen. Bei dem Weibchen bedeckt der metallisch schimmernde Filz dieselben Stellen, ist aber ausgebreiteter, so dass zwei, die dunkle Mittelstrieme einfassende Längsstriemen ziemlich deutlich werden; er hat überall eine schöne heUröthliche , etwas in das Violette ziehende Farbe und findet sich auch auf dem schwarzen Schildchen , wo er dem Männchen fehlt. Die Brust ist bei beiden Geschlechtern mit sUberweiss schimmerndem Filze besetzt. Das Schildchen hat vier starke , spitze, bräunliche Dornen , von denen die seitlichen kleiner sind; bei dem einen Weib- chen findet sich neben einem der seitlichen Dornen nach aussen hin noch ein fünfter. — Hinterleib gewölbt, kurz, tiefschwarz; weissschimmernde Filzhärchen bilden zwei, an jedem Einschnitte etwas unterbrochene, in gleichmässiger Breite bis zum Ende des Hinterleibs laufende Längsstriemen; am Seitenrande bUden ähnliche Flecke eine bis zum Hinterrande des fünften Ringes laufende , auf ihrer Innenseite etwas gesägte Strieme. Bauch schwarz mit sehr kiu-zen, weissschimmernden Härchen. — Beine rothbraun, Mittel- und Hinterschienen von der Wurzel bis gegen die Spitze schwarzbraun. — Schwinger schwarz mit sehwärzlichbraunem Stiele. — Die Flü- gel sind an der Wurzel selbst glasartig, dann werden sie bis zum Anfang des Randmals hin immer schwärzlicher, was sich nach hinten hin bis zum Flügelrande verwäscht, doch so dass der grösste Theil der geschlossenen letz- ten Hinterrandszelle klar bleibt; das Randmal und die Stelle unmittelbar vor ihm gelb; von da an nimmt der ganze Flügel eine gelblichere Färbung an, welche aber doch, besonders auf dem ganzen Theile der Spitzen- hälfte des Flügels, der hinter der di-itten Längsader liegt , recht deutlich in das Bräunliche zieht; die Spitzenquer- ader ist vorhanden. — (Caflrerei, Wahlberg). TABANIDAE. Die Familie der Tabaniden ist eine nach allen Seiten so scharf begrenzte, dass jede Erörterung über ihre Grenzen völlig überflüssig wäre. Viel weniger gut steht es hinsicht- lich der Sicherheit und Brauchbarkeit der in ihr errichteten Gattungen, am schechtesten aber mit der sichern Keimtniss der zum Theil allerdings ziemlich schwierig zu miterschei- denden und noch schwerer gut zu beschreibenden Arten. Man theilt die ganze Famihe der Tabaniden mit Vortheil in zwei AbtheUungen, deren erste durch zwei deutliche Sporen am Ende der hintersten Schienen characterisirt wird, welche bei allen Gattungen der zweiten Abtheilimg fehlen. Erste Ahtheüung: Gattungen mit gespornten Hinter scMenen. Von den älteren Gattungen gehört zunächst die Gattung Pangonia hierher und mit ihr die ihr nahe verwandten neueren Gattungen Dicrania Macq. , Pelecorhynchus Macq. , Cadicera Macq. und Sce- psis Walk., hinsichtlich -welcher letztem ich mich viel mehr an die vorteffliche Westwood'sche Abbil- dung (Ins. Saund. I. Tab. II. fig. 7.), als an die in diesem Werke gegebene, völhg ungenügende Wal- ker'sche Characterisirung und Beschreibung halten muss. — Alle diese Gattungen stimmen in der Zahl der Abschnitte des dritten Fühlergliedes untereinander überein; es scheinen sich derselben stets acht zu finden, doch vermochte ich bei einigen Arten nur sieben derselben deutlich zu erkennen. — Die Gattung Dicrania Macq. unterscheidet sich von Pangonia dadurch, dass das dritte Fühlerglied langgezahnt ist, was bei keiner ächten Pangonia der Fall ist; da sich bisher durchaus keine Ueber- gangsformen gefunden haben, welche die Grenzlinie beider Gattungen unsicher machen könnten, Tabanidae. . [87] 15 SO erscheint die Annahme der Gattung Dicrania gerechtfertigt. — Mit einer der andern auf dieselbe Beschaflfenheit des dritten Fühlerglieds begründeten Gattungen der Tabaniden lässt sich Dicrania nicht verwechseln , denn sowohl die von Herrn Macquart auf Taban. cervicornis , damicornis u. s. w. errich- tete Gattung Dichelacera, als die von ebendemselben für Haematopota longicomis Fabr. und ihre "Ver- wandten errichtete Gattung Acanthocera gehören zum Kreise derjenigen Gattungen, denen die Sporen der hintersten Schienen fehlen. — Die Gattung Pelecorhynchus Macq. , für Pelecorh. maculipennis aus Neuholland errichtet, unterscheidet sich von Pangonia ledigUch durch die eigenthümliche Gestalt des Rüssels, welche ihr Name andeutet; bei der grossen Veränderlichkeit, welche der Bau des Rüssels in der Gattung Pangonia überhaupt zeigt, erscheint dieser Unterschied kaum hinreichend, um die Absonderung der Gattung Pelecorhynchus zu rechtfertigen. — Cadicera Macq. mit einer Art vom Na- delcap ist von Pangonia durch die tieferstehenden, mehr abwärts geneigten Fühler und durch das mehr vortretende Gesicht verschieden. — Bei der Manichfaltigkeit der Abweichungen, welche die Pangonia -Arten im Baue des Gesichts, der Taster, der FüUer und selbst des Hinterleibes, so ■wie im Flügelgeäder zeigen, wäre es sehr leicht mit Herausgreifung irgend eines solchen Merkmals noch ein Dutzend Gattungen von ebenso problematischem Werthe, wie die beiden zuletzt genannten, zu errichten. — Die Gattung Scepsis Walk, unterscheidet sich von Pangonia und von den vorherge- nannten drei Macquart'schen Gattungen durch überaus kurzen Rüssel und durch das eigenthümlich verdickte erste Glied der Taster; in der oben citirten Westwood'schen Abbildung von Scepsis nivalis Walk, aus Südamerika fehlen die Sporen der Mittelschienen, indessen wohl nur durch ein Versehen des Zeichners oder Stechers. Die ebenfalls in die erste Abtheilung der Tabaniden gehörige Gattung Silvius unterscheidet sich sowohl von Pangonia selbst, wie von denjenigen Gattungen, welche ich vorher als die dieser zunächst verwandten bezeichnet habe, vorzugsweise durch den Bau des dritten Fühlergliedes, welches nur aus fünf Abschnitten besteht. — Die Gattung Mesonujia , wird von Herrn Macquart von der Gattung Ta- hanus vorzugsweise durch die Anwesenheit deutlicher Ocellen unterschieden, sonst werden ihr die Charactere der Gattung Tabanus zugeschrieben; da Herr Macquart die wichtige Bedeutung, welche die Anwesenheit oder Abwesenheit der Sporen an den Hinterschienen für die Systematik der Tabaniden hat, wohl kannte, so habe ich früher geglaubt, nach diesen seinen Angaben Mesomyia mit Sicher- heit zur zweiten Abtheilung der Tabaniden stellen zu können. Ich fürchte mich darin geirrt zu haben. Je vollständiger ich diese Familie kennen lerne, desto mehr bestätigt sich mir die schon früher ge- machte Wahrnehmung, dass diejenigen Gattungen, welche deutlich entwickelte Ocellen besitzen, stets auch gespornte Hinterschienen haben , während der Mangel der Ocellen nicht auf den gleichzeitigen Mangel der Sporen an den Hinterschienen zu schliessen gestattet. Ich kann so die Vermuthung nicht unterdrücken, dass Herr Macquart hei seiner mit deutlichen Ocellen versehenen Mesomyia de- cora von Port Natal die Sporen der hintersten Schienen nur übersehen haben möge. Von dieser ersten Vermuthung habe ich aber nur einen Schritt bis zu der zweiten , dass seine Mesomyia decora mit angeblich nackten Augen nichts anderes als der von mir in der Öfvers. af K. Vet. Akad. För- handl. 1857 pag. 338 kurz characterisirte Silvius decipiens mit deutlich behaarten Augen sein möge. Sollte sich diese Vermuthung, wie ich glaube, bestätigen, so würde die Gattung Mesomyia Macq. als eine von Silvius kaum mit Recht getrennte Gattung zu betrachten sein. — Die Gattung Eclenopsis ist von Herr Macquart auf die von Wiedemak.n als Chrysops vulpecula beschriebene Art begründet worden, ohne dass er dieselbe auch nur gesehen hat; diese Art ist, wie mich die Ansicht des typi- schen Exemplars überzeugt hat, nichts weiter, als ein Silvius mit etwas längerem Rüssel als die mei- sten andern Arten seiner Gattung. — Die dritte derjenigen Gattungen, welche mir mit Silvius in nächster Verwandtschaft zu stehen scheinen ist die Gattung Rhiiiomyza Wied. Um ein ganz sicheres Urtheil zu fällen , ist die Ansicht der mir nicht bekannten Rhinomyza fusca aus Java völlig unerlässüch, da die von Wiedeman?« dieser Gattung erst später hinzugefügte Rhinom. edentula vom Cap von jener als typisch zu hetrachtenden Art wesentlich abzuweichen scheint, und da Wiedemann's Angaben über Rhinom. fusca nicht ausreichen ihr eine sichere Stelle anzuweisen. Rhinom. edentula, welche Herr Macquart ganz überflüssiger Weise nochmals als Erodiorhynchus eristaloides beschrieben hat, habe ich im königl. Museum zu Berlin flüchtig gesehen; sie hat Ocellen und Hinterschienensporen; drei- gliederige Taster, wie sie Wiedemanis der Gattung Rhinomyza zuschreibt, habe ich nicht bemerkt und Jg rgg] H. Loew, Dipterenfauna Südafrikas. kann doch kaum glauben, dass mir ein so auffallendes Merkmal entgangen sein sollte. Hat Rhino- myza fusca dasselbe -wirklich und fehlt es Rhinomyza edentula in der That, so würde die generische Trennung beider unerlässlich und für letztere der Gattungsname Rhigioglossa oder allenfalls Erodio- rhynchus anzunehmen sein. Ich gestehe , dass mir dreigliederige Taster in der Familie der Tabanidea als etwas so Fremdartiges erscheinen,' dass ich ein Versehen in W[edemann's Angabe vermuthen möchte. Da WiEDEMANN Unter den Characteren der Gattung Rhinomyza die Anwesenheit deutlicher Ocellen her- vorhebt, so lässt sich die Anwesenheit der Hinterschienensporen mit ziemlicher Zuversicht voraus- setzen. Sind letztere aber vorhanden, so bleibt zur Unterscheidung der Gattung Rhinomyza von Sil- vius nicht viel mehr übrig als das auf der Mitte vertiefte Gesicht bei der ersteren , ein Unterschied, welcher bei der grossen Veränderlichkeit, welche die Silvius- Arten im Baue des Gesichts zeigen, mir nicht sehr erheblich erscheint. — Die von Herrn Saunders (Trans. Ent. Soc. Lond. III. 59) errichtete Gattuno- Gastroxides scheint ebenfalls in naher Verwandtschaft zu Silvius zu stehen. — Die letzte in diesen engern Verwandtschaftskreis gehörige Gattung ist die durch sehr eigenthümhchen Kopfbau, Grösse der Ocellen und Kleinheit der Hinterschienensporen ausgezeichnete neue Gattung Pronopes, •welche weiter unten genauer characterisirt werden wird. Lassen sich die bei Pangonia stehenden Gattungen als erste, die Silvius verwandten als zweite Gruppe der ersten Abtheilung der Tabaniden bezeichnen, so muss als typische Gattung einer dritten, d rch die Verlängerung der beiden ersten Fühlerglieder ausgezeichneten Gruppe die Gattung Chrysops esehen werden. Als ihr ganz nahe stehend kann bisher nur die Gattung Nemorius genannt wer- welche Herr Rondani aufChrys. vitripennis begründet hat. Dass diese Art von der Mehrzahl der o'näischen Chrysops - Arten in mehrern Stücken abweicht, lässt sich nicht leugnen; andere Arten, ■ rhrvs singularis Meig. und Chrys. hamatus Lw. sind ihr näher verwandt, ohne jedoch alle ihre F' enthümUchkeiten zu theilen, so dass die Gattung Nemorius wenigstens ganz anders begründet den muss, als es von Herrn Rondani geschehen ist, wenn sie haltbar sein soll. Gen. I. PANGONIA. Latr. Das wesentlichste Merkmal, welches diese weit verbreitete und zahlreiche, höchst manichfaltige p en umfassende Gattung von Tabanus trennt, sind die zwei Sporen am Ende der Hinterschienen, 1 he so weit meine Erfahrung bisher reicht, allen Tabanus- Arten fehlen. Demnächst characteri- • sich dieselbe durch das achtringliche dritte Fühlerglied ; die einzelnen Abschnitte desselben sind ft so mit einander verschmolzen, dass ihre Zählung unsicher wird; in diesem Falle habe ich bei • "een Arten nur sieben Abschnitte zu erkennen vermocht ; wo die Zählung keine Schwierigkeit hatte, he ich dagegen stets acht gefunden. — Das dritte Merkmal ist der Mangel eines Zahns am dritten -p-hlereliede. Als viertes Merkmal kann endüch ganz füglich die Länge des Rüssels angesehen den • so gewaltig gross bei den verschiedenen Arten der Unterschied in der Länge desselben auch ■ mag so ist er doch selbst bei den kurz - und dickrüssehgsten neuholländischen Arten mindestens eben so läng , als bei irgend einer Art der übrigen Gattungen. Die grossen Unterschiede in der Körperform, in dem Baue des Gesichts und der Gestalt der Taster, die Verschiedenheiten in der Länge des Rüssels, mancherlei Abweichungen im Flügelge- "der Behaartheit oder Nacktheit der Augen, Anwesenheit oder Abwesenheit der Ocellen, alles das "nd Dinge, welche zur Errichtung von kleineren Gattungen dringend auffordern und dieselbe leicht machen scheinen. Dies ist aber keineswegs der Fall, da, wie Herr Macqüart im Isten Theile seiner Dipt. exot. sehr gut auseinander gesetzt hat, alle diese Abweichungen so eigenthümlich in 'nander übergehen und sich so vielfach verschieden com.biniren, dass alle Grenzen ver-wischt wer- den Jedenfalls ist bei der Errichtung von Untergattungen viel Vor- und Umsicht nöthig, so dass sie hilliff einem künftigen Monographen dieser interessanten Gattung überlassen bleiben muss. Am aller- wenigsten fühle ich mich geneigt dem Versuche zu folgen , welchen Herr Walker im ersten Theile der Ins. Saundersiana gemacht hat, die Gattung Pangonia in 15 Untergattungen zu zerlegen, da die Charactere derselben gerade so fabelhaft sind, wie ihre Namen. Da die Arten zahlreich und die Unterscheidung derselben zum Theil nicht leicht ist, so ist eine übersichtliche Anordnung derselben unerlässlich. Man wird , glaube ich , wohlthun zwei Gruppen fest- Tabanidae. ron-i iri zuhalten, welche sich durch die entweder offene oder geschlossene dritte Hinterrandszelle unterschei- den, die nächsten Unterabtheilungen derselben nach andern Abweichungen im Flügelgeäder zu bilden für die dann folgenden aber vorzugsweise den Bau der Taster zu benutzen, welcher sehr bestimmte' Verschiedenheiten zeigt. Auf diese Weise gelangt man zu Abtheilungen, welche scharf begrenzt sind und nicht, wie die des Herrn Walker, vollständig in einander verfliessen, so dass man bei den meisten Arten mcht wohl entscheiden kann, in welche seiner Untergattungen sie zu bringen sind Afrikanische Pangonien sind, soviel mir bekannt, bisher folgende beschrieben worden: a) aus Algier und den benachbarten Gegenden : 1. maculata Fbr. — 2. marginata Fbr. — 3. funebris Macq. — 4. basaUs Macq. b) vom Senegal: 5. senegalensis Macq. c) vom Cap , oder doch aus dem südlichen Afrika : 6. barbata Lin. — 7. rostrata Lin. — 8. angulata Fbr. — 9. lateraUs Fbr. — 10. thoracica Wied. — 11. leucomelas Wied. — 12. gulosa Wied. — 13. melanopyga Wied. — 14. vari- color Wied. — 15. chrysostigma Wied. — 16. spiloptera Wied. — 17. bifasciata Wied — 18. atricornis Wied. - 19. cingulata Wied. - 20. nobilis Wied. - 21. appendiculata Wied — 22. crassipalpis Mcq. — 23. flavipes Macq. — 24. caffra Macq. — 25. multifaria Wlk — 26. adjuncta Wlk. — 27. sexfasciata Wlk. - 28. fulvifascia Wlk. — 29. parva Wlk. — 30. alboatra Wlk. — 31. obesa Wlk. — 32. directa Wlk. — 33. conjuncta Wlk. — 34. sub- fascia Walk. d) ohne Angabe des speciellen Wohnorts: 35. chrysopila Macq. Bei allen im Nachfolgenden aufgezählten Arten sind die Augen nackt, auch bei der durch die Anwesenheit der Ocellen vor den andern ausgezeichneten Fang, suavis; ebenso hat bei allen der Vor- derast der dritten Längsader einen zurücklaufenden Anhang. Z Die erste Hmterrandszelle offen. spec. 1. P. varicolor Wied. $. Synon. Pangonia varicolor Wiedemann, Zweifl. I. 98. Diese Art ist in der Zeichnung des Hinterleibes sehr veränderlich. Die schwarze Strieme, von welcher Wiedemann spricht, ist vom dritten Ringe an meist nur grau, auf den letzten Emgen sehr ausgebreitet auf dem dritten oft ganz verloschen. Bei einzelnen Exemplaren finden sich gegen den Seitenrand hin einzelne kleme schwarze Punkte und auf der Unterseite des Hinterleibes zwei ziemhch regelmässige Längsreihen eben solcher- bei andern Exemplaren fehlen alle diese Punkte vollständig. Das zweite TastergUed ist verhältnissmässig kurz und hat nur eine kurze eingegrabene Furche, welche in der Nähe des Oberrandes hegt. (Ca£Ererei, Wahlberg). spec. 2. P. lateralis Fabr. d" & 9. Synon. Pangonia lateralis Fabr. Syst. Antl. 91. 4, — Wiedemann, Dipt. exot. I. 56. 9; Zweifl. L lOL 25. Die Augen des Männchens dieser Art stossen nicht vollständig zusammen. Das zweite GUed der Taster des Weibchens ist länger , als bei der vorigen Art , die Längsfurche desselben liegt mehr auf der Mitte und ist nicht sehr tief. Die Farbe der Beine ist ziemhch veränderlich ; bei den hellsten Exemplaren sind sie ocher- bräunhch, gegen ihr Ende hin immer dunkler braun; bei den dunkelsten Exemplaren ist nicht nur das Ende derselben dunkler, sondern es sind auch die ganzen Schenkel schwärzUch gefärbt. — (Cap, Tollin.) spec. 3. P. SaaviS» nov. sp. Q. — Flavescens, ihorace nigro . villato , ahdomine nigra . fasciato , an- lennis pedibusque nigris, aus ochrascenlibus ante apicem infuscatis. — Long. corp. 6^/4 7 lin. Synon. Pangonia suavis Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 337, 1. Kopf überaU mit grauweisshcher, etwas in das GelbUche ziehender Bestäubung, ohne aUe glänzende» Stellen. Der Kmnbart, die Behaarung des Gesichts und des vordersten Tlieils der Stirn weisslich; der obere grössere TheU der Stirn ist mit sehr kurzen , etwas anhegeuden schwarzen Härchen besetzt. — Das Un- tergesicht massig vortretend, unter jedem Fühler mit eingeschnittener Querlinie, von welcher in der Nähe des 3 18 [90] H« Loew, Dipterenfauna Südafrikas. Augenrandes eine Furche nach unten läuft. Das erste Tasterglied schwarzbraun; das zweite heller braun, un- gefähr so lang wie das erste , lang zugespitzt, auf seiner Oberseite mit einer breiten , tief eingegrabenen , zuweilen dimkler braun gefärbten Furche. Rüssel schwarz , kaum etwas länger als die Vorderschiene. Fühler schwarz ; : das erste Glied etwas weisslich bestäubt; das zweite Glied gewöhnlich braun; das dritte etwas plump, tief- Bchwarz ; die Behaai-ung der beiden ersten Fühlerglieder weisslich. — Stirn mit einer feinen vertieften Mittel- linie. OceUen klein , aber deutUch. — Thorax obenauf gelblich mit drei breiten, scharf begrenzten, tiefschwarzen Striemen, deren mittelste noch durch eine scharfgezeichnete weissgelbliche Längslinie halbirt wird, übrigens am tintern Ende etwas missfarbig ist und etwas schmäler wird. Die Behaarung der Oberseite des Thorax ist lurz, dicht, ziemlich lebhaft gelb, besonders nach den Seiten hin; auf einem Theüe der Mittelstrieme und auf der Hinterhälfte der Seitenstriemen ist sie schwarz. Bi-ustseiten und Hüften überall grauweisslich bestäubt, mit gelblicher, nach untenhin in das Weisshche übergehender Behaarung. Die schwarze Grundfarbe des Schild- chens wird von der gi-augelblichen Bestäubung und von der gelblichen Behaarung sehr verdeckt. — Der erste Hinterleibsring ist an der Basis schwärzlich ; die breite gelbliche Hinterrandsbinde desselben , welche sich an der Seite auf die ganze Länge des Einges ausdehnt, ist in der Mitte durch eine sehr feine Linie durchschnitten. Der zweite Bing hat einen etwa zwei Drittheüe seiner Länge einnehmenden, schwarzen, dem Vorderrande an- liegenden, hinten ausgebuchteten Fleck; vom dritten Ringe sind die vordem beiden Drittheile schwarz, das hinterste Drittheü gelblich, die Grenze beider Farben ziemlich gerade; zuweilen nimmt eine grosse gegen den Seitenrand hin gelegene Stelle des Schwarzen eine braune Färbung an. Am vierten Ringe ist das Schwarze verhältnissmässig schmäler, nach den Seiten hin mehr zugespitzt und hinten in der Mitte mehr ausgebuchtet. Auf den folgenden Eingen ist die schwarze Binde wieder breiter und die Grenze zwischen beiden Farben ge- rader. — Bei abgeriebenem oder bei durch die Einwirkung des Lichtes mehr verblassten Exemplaren geht die Farbe der gelblichen Hinterleibsbinden viel mehr in das Greise über , nur an den Seiten der vordem Ringe , wo die Behaarung dichter ist, bleibt die gelbe Farbe stets lebhaft. ■ — Bauch weisslich bestäubt, der dritte und die folgenden Einge mit durchgehender tiefschwarzer , dem VordeiTande anliegender Querbinde ; die des vierten Ein- ges ist verhältnissmässig die schmälste und beiderends stark zugespitzt, während alle andern durchaus gleich breit sind, — Beine schwarz ; Füsse , Schienen und Schenkelspitze mit schwarzer , die Schenkel übrigens mit gelblichweisser Behaarung. — Flügel ochergelbHch , die äusserste Wurzel braun, am Hinterrande und an der Spitze grauer, vor der Spitze eine grosse dem Vorderrande völlig anliegende und mehr als die halbe Flügel- breite einnehmende, rauchbraun gefärbte Stelle. Die erste und vierte Hinterrandszelle zwar gegen das Ende hin schmäler, aber offen. — (CafErerei, Wahlberg). spec. 4. P, brnnnipenniS , nov. sp. Q — Atra, pedibus anlennisque concoloribus , Ihoracis lineis longüudinalibus , abdominis incisuris maculisque dorsalibus Irigonis , ßavido - griseis ; alis brunneis. — Long. corp. 8*/* Un. — Synon. Pangonia brunnipennis Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 337. 2. Ganz und gar schwarz, mit sehr massigem Glänze. — Kopf mit gelbgraulicher Bestäubung, nur die bei- den obersten Drittheile der Stirn schwarz. Die Behaarung des Gesichts und Hinterkopfs sammt dem Kinn- bart gelblich; ersteres tritt nur massig vor und hat unmittelbar unter jedem Fühler eine eingeschnittene Quer- linie , von welcher in der Nähe des Augenrandes eine Furche bis nach imten läuft. Taster braun , das erste Glied fast braunschwarz ; das zweite Glied ziemlich so lang wie das erste , lang zugespitzt , auf seiner Oberseite mit tiefeingegrabener Furche. Rüssel ziemlich stark, schwarz, so lang wie die Vorderschiene. — Fühler schwarz; die beiden ersten GUeder mit schwarzen Härchen ; der erste Abschnitt des dritten Gliedes etwas verdickt. — Die Stirn hat eine feine vertiefte Mittellinie ; das vordere Drittheil derselben ist gelblich behaart , die beiden obern schwarzgefärbten Drittheüe derselben haben auch kurze schwarze Behaarung. Ocellen scheinen zu fehlen. — Die Oberseite des Thorax zeigt auf der Mitte drei scharf begrenzte gelblichgraue Längslinien, welche auf dem hintersten Drittheil desselben durch eine grauliche Bestäubung verbunden sind; jederseits zeigt sich eine breitere und gelber gefärbte Seitenstrieme. Die Behaarung der Oberseite des Thorax ist kurz , auf den heller bestäubten Stellen gelb , nach dem Seitenrande hin lebhafter gefärbt ; auf den breiten schwarzen Längsstriemen ist sie grösstentheüs schwarz. Brustseiten graulich bestäubt und gelb behaart. — Die einzelnen Hinterleibsab- schnitte haben lichte gelblichgraulich bestäubte Hinterrandssäume, von denen der des dritten Abschnitts beson- ders schmal ist; an der Mitte des Hinterrandes des zweiten, dritten, vierten, fünften und sechsten Abschnitts steht ein auf jedem folgenden Ringe weniger dreieckiger, eben so bestäubter Fleck. Die Behaarung der Ober- seite des Hinterleibs ist ganz besonders kurz, auf dem Schwarzen schwarz, auf dem Graubestäubten gelblich- Tabanidae. rgj-i Jg weisslich, nach dem Seitenrande hin weisslicher. Bauch schwarz, die einzelnen Abschnitte gegen den Hinter- rand hin licht graulich bestäubt. Beine schwarz; die Behaarung derselben schwarz, an den bintem Schenkeln zum Theil weissgelblich. — Flügel düster graulichrauchbraun , in der Vorderrandszelle und um alle Adern mehr getrübt, als auf ihrer übrigen Fläche; die erste und vierte Hinterrandszelle offen, an ihrem Ende nur wenig schmäler. — (Caffrerei, Wahlberg). n. Die erste Hinterrandszelle vor dem Flügelrande geschlossen. a. Die vierte Hinterrandszelle geschlossen. spec. 5. P. biciansa, nov. sp. Q. — Atra, nüida, antennis , pedibus alisque concoloribus; ihorace anlice punclis qualuor albis signalo ; abdomine rufo-marginato. — Long. corp. l^L^ Un. Synon. Pangonia biclausa Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 337. 3. Der Fang, melanopyga Wied. ähnlich, aber durch die geschlossene vierte HinterrandszeUe , minder verdickte Taster u. s. w. von ihr sehr wesentlich unterschieden. — Tief und glänzend schwarz. Die Stirn über dea Fühlern und der ganze Hinterkopf weisslich bestäubt; der Augenrand, ausser auf der Stirn, mit feiner, weiss- bestäubter Einfassung. Das Gesicht bDdet einen massig vortretenden, glänzendschwarzen, nackten Wulst. — Taster schwarz, das zweite Ghed erheblich länger und dicker als das erste, doch am Ende ziemlich spitz "und auf seiner Oberseite mit etwas undeutlicher eingedrückter Furche. Rüssel schwarz, wenig länger als der Vor- derschenkel, Die Stirn hat auf ihrer Mitte einen ziemlich unregelmässigen Eindruck und ist darüber schwach längsgefurcht. OceUen fehlen. — Der Thorax und das breite aber kurze Schildchen obenauf glänzend tief- schwarz, an den Seiten mehr braunschwarz; ersterer hat an jeder Schulter einen schueeweiss bestäubten Punkt, neben welchem weiter nach innen, aber ebenfaUs ganz am Vorderrande, noch ein kleineres weisses Pünktchen steht. — Hinterleib etwas kurz und auf seiner Vorderhälfte ziemlich hochgewölbt, beiderseits von glänzend- schwarzer, etwas in das Violette ziehender Färbung; der Seitenrand desselben ist oben und unten roth gesäumt- oben ist dieser Saum mehr wellenförmig, unten mehr sägeförmig begrenzt, beiderseits aber sowohl vorn als hinten zugespitzt. — Beine, Schwinger und Flügel tiefschwarz, letztere mit etwas violettem Wiederscheine. — Die Behaarung ist ohne alle Ausnahme tiefschwarz und überall sehr kurz, nur auf der Innenseite der Hinter- schienen ist sie länger als bei vielen andern Arten. Varietät: Bei einem Exemplare findet sich auf dem Hinterleibe eine breite, am Vorderrande des zwei- ten Einges beginnende und fast bis an den Hinterrand des dritten Ringes reichende Mittelstrieme von rother Farbe. An eine spezifische Verschiedenheit ist nicht zu denken. — (Caffrerei, Wahlberg.) b. Die vierte Hinterrandszelle offen. cc. Die dritte Längsader vor ihrer Vereinigung mit der vierten ohne besonderen Anhang. spec. 6. P. melanopyg^a Wied. d" & 5. Synon. Pangonia melanopyga Wiedemann, Zool. Mag. HI. 31. 46; Dipt. exot. I. 56. S; Zweifl, I. 98. 20. Ich füge zu Wiedemann's Beschreibung dieser Art hinzu, dass am Kopf, Thorax und Beinen nicht nur die Grundfarbe glänzend schwarz, sondern auch alle Behaarung tiefschwarz ist. Die Grösse und Dicke des gebogenen zweiten Gliedes der Taster, die etwas tiefer als gewöhnlich stehenden und mehr als gewöhnlich ab- wärts geneigten Fühler, so wie die sehr hohe Wölbung des breiten Hinterleibes zeichnen sie aus. — (Cap, Tollin). spec. 7. P. atricornis Wied. 2. Synon. Pangonia atricornis Wiedemann, Dipt. exot. I. 58. 13; Zweifl. I. 103. 28. — Pangonia cingulata Wiedemann, Zweifl. I. 103. 29. Nach den typischen Exemplaren von Pang. atricornis in der Wiedemann - WiNiHEMschen Sammlung, und von Pang. cingulata im Berliner Museum sind beide Arten nicht verschieden. Ein von Wiedemann als Pang. cingulata an Germar mitgetheUtes Weibchen, welches sich seit längerer Zeit in meiner Sammlung befin- det, entspricht mehr seiner Beschreibung von Pang. atricornis, als von Pang. cingulata, doch befindet Tich auf dem zweiten und auf allen folgenden Hinterleibsabschnitten vor dem ziemlich ansehnUchen , gleichbreiten, weissen Hinterrandssaume eine schmale, dunkelziegekothe Querbinde, welche denselben von der schwarzen Färbung des 20 [92] H. Loew, Dipterenfauna Südafrikas. ganzen übrigen Ringes trennt. Die schwarzen Haare, welche nach Wiedemann's Angabe der hellen Behaarung des Thorax beigemischt sein sollen, kann ich nicht bemerken; ich sehe nur, dass die längern hellen Härchen in mancher Richtung ein schwärzliches Ansehen annehmen. Das zweite Tasterglied ist sehr km-z. Der Hinter- leib sehr aufgetrieben. — (Cap). spec. 8. P, roStrata Linn. Q. Synon. Tabanus rostratus Linne, Mus. Lud. Ulr. 421. 1. — Linne, Syst. nat. H. 999. 1. — Fa- bricius, spec. ins. U. 455. 1. — Fabricius, ent. syst. IV. 362. 1. — Bombylius tabanifor- mis Degeer , Ins. VI. Tab. XXX. 9. — Pangonia lineata Fabricius , Syst. Antl. 89. 1. — Pa"hgonia rostrata Wiedemann, Dipt. exot. I. 54. 6; Zweiil. I. 96. 17. Ich erhielt diese Art vom Cap, wo sie von Tollin gesammelt wurde. ß. Die dritte Längsader unmittelbar vor ihrer Einmündang in die vierte mit einem ungewöhnlichen Anhange. spec. 9. P. angnlata Fabr. cf & ?. Synon. Pangonia angulata Fabricius, Syst. AnÜ. 91. 5. — Wiedemann, Dipt. exot. I. 55. 7; Zweifl. I. 97. 19. Die Beschreibung, welche Fabricius von Pangonia angulata giebt, lässt dieselbe gar nicht verkennen. Eine ganze Reihe von Tollin am Cap gesammelter Exemplare stimmt mit derselben vollständig überein. Die Körperfärbung dieser Exemplare ist überall schwarz, auch an den Beinen; nur ausnahmsweise sind der zweite und dritte Hinterleibsring dunkelbraun gefärbt. Kinn und Backen sind weisslich behaart. Bei ganz unverric- benen Exemplaren besteht die Behaarung auf der Oberseite des Thorax aus kurzen, ziemlich anliegenden, blass- gelblichen Härchen und aus dazwischenstehenden, sparsamen, längeren, grösstentheils schwärzlichen Haaren. Je vollständiger diese Behaarung ist, desto weniger deutlich zeigt sich die von der weisslichen Bestäubung ge- bildete Zeichnung , welche aus einem Punkte auf der Schulterecke , dem vorderen Anfange zweier , sehr weit von einander entfernten Länglinien und aus einem hinter jeder derselben auf der Naht liegenden Punkte be- steht. Brustseiten schwarzhaarig. — Der Ilinterrand des zweiten Hinterleibsringcs mit ansehnlicher, in ihrer Mitte sehr verschmälerter, weissbehaarter Querbinde; der vierte, fünfte und sechste Ring zeigen nur an jeder Seite des Hinterrandes den Anfang einer solchen Binde. Bauch ganz schwarz. Die Behaarung des Hinterleibes ausser auf den weissen Binden überall schwarz. — Es finden sich folgende Abänderungen: 1) Die Behaarung des Kinnes bläss fahlbräunlich , 2) der Hinterrand des di-itten Hinterleibsabschnitts mit einem kleinen , weiss- behaarten Flecke an seiner Mitte, 3) der zweite Abschnitt des Bauches an den Seiten seines Hinterrandes mit weisser Beharung. — Diese Abänderungen sind nicht ganz ohne Wichtigkeit, da sie es wahrscheinlich machen, dass die WiEDEMANN'sche Beschreibung der Pang. angulata, welche auf die von ToLLlN gesammelten Exem- plare sehr schlecht passt, sich doch auf eine Varietät derselben und nicht auf eine von ihr verschiedene Art beziehen möge. Ich werde in dieser Ansicht noch mehr durch ein von Wiedemann selbst als Pang. angulata bestimmtes, an Germar mitgetheiltes und von diesem mir überlassenes Weibchen bestäi'kt. Es unterscheidet sich von den vorher beschriebenen Exemplaren dadurch , dass die Behaarung am Kinn , an den Backen , so wie an dem vorderen und an dem hintern Theile der Brustseiten ziemlich lebhaft ochergelb gefärbt ist, während der mit kürzerer und sparsamerer schwarzer Behaarung besetzte mittlere Theil der Brustseiten das Ansehen eines grossen schwarzen Fleckes annimmt. Die weisse Zeichnung des Hinterleibs ist ganz so , wie bei den von TOLLIN erhaltenen Exemplaren. — Auch in der Wiedemann- WiNTHEM'schen Sammlung habe ich als Pang. angulata nichts anderes als gegenwärtige Art bemerkt. spec. 10. P. caffra Macq. $. Synon. Pangonia caffra Macquart, Dipt. exot. Supl. H. 11. 39. Die von Drege am Cap gesammelte Art, welche Herr MACßHART aus der Sammlung des Herrn Mar- quis VON Spinola erhielt und a. a. O. als Pang. caffra beschreibt, befindet sich unter demselben Namen und zwar in ebenfalls von Drege am Cap gesammelten Exemplaren im Berliner Museum, woher ich ein Weibchen erhalten habe. Trotz dem, dass Herr MACßUART das für die Axt characteristische Merkmal der vor ihrer Einmündung in die vierte Längsader mit einem Anhange versehenen dritten Längsader erwähnt, könnte man doch ohne jenes Zusammentreffen leicht versucht sein die Art für eine verschiedene zu halten, da Herr Mac- JJÜART dem Rüssel nur den vierten Theil der Körperlänge zuschreibt, während seine Länge doch den dritten Theil der Körperlänge ansehnlich übertrifft, — da er den Bart weiss nennt, während er gelb ist, — da er der Tabanidae. [931 21 Stirn eine schwarze Farbe zuschreibt, während sie bräunUch gelb ist, — da er deutliche Ocellen angiebt, wäh- rend gar keine vorhanden sind, — und da er endlich das Flügelgeäder mit dem von Fang, eriomera überein- stimmend nennt, während es doch keineswegs dem dieser Art, sondern dem der Herrn Macquari ebenfalls bekannten (vid. Dipt. I. 95 und Tab. 14 fig. 3) Fang, angulata Fabr. gleicht. So offenbaren sich alle diese scheinbaren Abweichungen als eben soviel Nachlässigkeiten des Beschreibers , über welche man hinweggehen muss, wenn man über die Mehrzahl der von Herrn Macquart gar zu flüchtig und nachlässig beschriebenen Arten nicht vöUig im Zweifel stecken bleiben wiU. — Zur Ergänzung der MACöUART'schen Beschreibung füge ich Folgendes hinzu. Das erste Tasterglied schwärzlich, das zweite bräunlichrostroth , km-z, mit einer kurzen, ganz am Oberrande desselben liegenden Furche. Fühler fast rostroth, an der Spitze gebräunt. Thorax und Hüften mit dichter, ziemlich lebhaft fahlgelber Behaarung. Hinterleib schwarz, an den Seiten des zweiten und am Hinterrande aller Ringe roströthlich , an welchen letztem aber diese Farbe von dichter, fast goldgelber Be- haarung sehr überdeckt wird. Diese goldgelbliche Behaarung reicht auf den hintern Ringen bis zum Vorder- rande, während auf dem vordem Theile der vordere Ring schwarze Behaarung steht. Der vordere Theil des Bauches ist mehr oder weniger rostgelbUch oder roströtlüich , der hintere TheU desselben schwarz gefärbt. Schenkel schwarz, Schienen und Füsse gelbroth. Flügel graubräunlich mit mehr oder weniger deutUch braun- gesäumten Adern, am Vorderrande und an der Wurzel ziemlich gelb. Gen. n. SILVIUS. Meig. Die Charactere der Gattung sind: 1. die Anwesenheit der Endsporen an den hintersten Schienen, 2. das fünfringliche dritte Fühlerglied, 3. die Anwesenheit von Ocellen und 4. der kürzere Rüssel. — Die Sporen der hintersten Schienen sind kürzer als bei den Pangonien, aber vollständig entwickelt; wenn der Fuss gerade ausgestreckt ist, können sie leicht übersehen werden, da sie dann dem ersten Fussgliede anliegen; der Rüssel ist bei verschiedenen Arten von verschiedener Länge, welche bei den langrüssehgsten Arten kaum so gross ist, wie bei den kurzrüssehgsten jener Gattung. Die Arten der Gattung Silvius zeigen manichfaltige Verschiedenheiten , so dass es eine wohlfeile Kunst wäre , sie in mehrere kleine Gattungen zu zersplittern. Da aber die Anzahl der bekannt gewordenen Arten noch gering ist, so ist davon kein Vortheil zu erwarten. Wenn die Menge der wohlbekannten Arten erst mehr angewachsen sein wird, wird eine zweckmässige Theilung der Gattung viel leichter sein als jetzt, wo sich der Kreis der ihr angehörigen Formen noch so sehr wenig übersehen lässt, und dies zwar um so weniger, als man bei der ungenügenden Art, in welcher Herr Macquart und Herr Walker die Charactere der Gattung Silvius aufgefasst haben, nicht einmal völhg sicher sein kann, dass die von ihnen publizirten Arten derselben wirklich angehören. Ein sehr auffallender Unterschied macht sich in der Bildung des dritten Fühlerghedes bemerkbar, welches entweder einen langen zahnförmigen Fortsatz, wie bei Dicrania und Dichelacera, oder nur eine zahnförmige Ecke, wie bei den meisten Tabanus- Arten hat, oder endlich von rundlicher oder eiförmiger Gestalt, wie bei Silvius vituli, ist. Die Arten können danach passend eingetheilt werden. Ein anderes brauchbares Eintheilungsmerkmal giebt die Behaartheit oder Nacktheit der Augen. Von afrikanischen Arten sind bisher bekannt geworden : a) aus Algier: 1. algirus Meig. — 2. appendiculatus Macq. b) vom Cap: 3. denticornis Wied. Eine vierte Art aus dem Kaflferlande selbst kann vielleicht Tabanus fallax Macq. sein (vergl. unten Silvius glandicolor). A. Die Äugen nackt. I. Das dritte Fühlerglied mit langem , zahnförmigem Fortsatze. spec. 1. S. denticornis Wied, cf" & O. — Flavidus, abdominis vitlulis duabus dorsaiibus ulrinque abbreviatis fuscis ; alis limpidis , basi , fascid obliqud subintegrä, maculd magna subapicali et margine anlico fuscanis. — Long, corp, 5'/ß — ö'/a Iw- — 22 r94] H. Loew, Dipterenfauna Südafrikas Synon. 5. SUvius denticornis Wiedemann, Zwfl. T. 111. — cf & 5- Dichelacera binotata Macquart, Dipt. exot. I. 1. 113. — SUvius denticornis Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 337. 4. — Diese auch am Cap einheimische Art erinnert durch Körperbau , Färbung und Flügekeichnung gar sehr an die typischen Dichelacera- Arten. — Die Körperfärbung ist gelblich, fast isabellfarben, die Spitze des drit- ten Fühlergliedes und des Rüssels schwarz, die Spitze der Füsse gebräunt. Die Taster sind von der gelblichen Farbe der Beine, oder auch dunkler, das di-itte Glied derselben schmal und viel länger als das erste, bei dem Weibchen sehr zugespitzt und dem Rüssel aufliegend, welcher bei natürlicher Lage aller seiner Theile nur ^/j von der Länge der Vorderschiene hat. — Der Kopf des Männchens ist ausserordentlich viel grösser, als der des Weibchens; das Gesicht desselben ist anstatt etwas hervortretend (wie bei dem Weibchen), vertieft, ohne die eingedrückte Querlinie unter den Fühlern und mit viel näher zusammengerückten Längsfurchen. Der erösste Theil der männlichen Augen hat ziemlich grosse Felder ; die kleinen Felder bilden einen Saum , welcher sich ganz schmal von der obersten Ecke am ganzen Hinterrande des Auges herumzieht, in der Gegend der Unterecke seine "rösste Breite hat und in der Nähe der Vorderecke spitz ausläuft; nach dem Tode nehmen die kleinen Felder ein fast schwarzes Ansehen an, während die grössern ein bräunlich gelbes Ansehen haben. Bei dem Weibchen hat die Stirn eine ganz nahe über den Fühlern beginnende und bis zu den Punktaugen hinaufreichende, glänzende, gelbe Schwiele, welche nach oben hin schmäler wird. — Die Färbung der Ober- seite des Thorax ist etwas veränderlich; bei den ausgefärbtesten Exemplaren zeigt sich eine bräunhche Mittel- linie neben ihr zwei hellere , nach hinten hin sich allmälig verlierende , durch dünne Bestäubung gebildete Län^slinien und eine braune, nach innen nicht scharf begrenzte Säumung des Seitenrandes; bei minder ausge- färbten Exemplaren ist von alle dem kaum eine Spur zu sehen. — Das Schildchen ist gewöhnlich auf seiner Mitte gebräunt. • — Der Hinterleib hat auf seiner Oberseite zwei braune Längsstriemchen , welche bei dem Weibchen gewöhnlich nur vom Vorderrande des zweiten Segments bis zu dessen Hinterrande , bei dem Männ- chen aber gewöhnlich auch noch über das ganze dritte Segment laufen. Ausserdem ist der Seitenrand des Hinterleibes von der Hinterecke des zweiten Ringes an schmal braun gesäumt; bei einzelnen Individuen fehlt dieser Saum, oder ist doch nur in gewissen Richtungen zu erkennen. — Schwinger gelblich, der Knopf gröss- tentheils braun. — Der glasartige Theil der Flügelfläche hat ein etwas sandfarbiges Ansehen; von der Basis bis zum zweiten Drittheile der Wurzelzellen sind die Flügel kaffeebräunlich gefärbt ; dann folgt ein eben solches, auf dem Ende der vordem Wurzelzelle liegendes Fleckchen ; hierauf folgt eine in der Randmalsgegend breiter beginnende, über das Ende der Discoidalzelle und den Anfang der Hinterrandszellen etwas gekrümmt zurück- laufende, fast vollständige, in der fünften Hinterrandszelle schief abbrechende Binde; auf diese Binde folgt ein grosser, dem Vorderrande ganz anliegender, an seiner hintern Grenze völlig verwaschener Fleck; die genann- ten Zeichnungen sind durch die schmale Bräunung, welche sich am ganzen Vorderrande hinzieht, mit einander verbunden; bei einzelnen Exemplaren liegt der Spitzenfleck von der übrigen Zeichnung getrennt. Ueberhaupt zeift die Gestalt der Flügelzeichnung mancherlei kleine Abweichungen, auf welche sich nicht einmal besondere Varietäten, geschweige denn eigene Arten begründen lassen. Die Spitzenquerader ist ohne Anhang, der sieh indessen bei einzelnen Stücken lindet. — Die Behaarung ist dünn , ganz lichtgelblich ; bei dem Männchen ist sie, besonders auf Thorax imd Hinterleib, viel länger als bei dem Weibchen. (Caffrerei, Wahlberg.) An merk. Silv. denticornis würde wegen der vertieften Mitte des Gesichts vielleicht besser bei Rhino- myza stehen, doch habe ich, wegen des Dunkels, was noch über die wahren Charactere von Rhinomyza herrscht, ihn nicht aus der Gattung entfernen woUen, in welche ihn Wiedemann gestellt hat. spec. 2. S. pertUSUS, nov. sp. cf. — Aler , aus concoloribus , slriolä media pellucidd, fronte, an- tennis pedibusque laele ßavo-ferrugineis. — Long. corp. 7^6 '*«• — Synon. Silvius pertusus Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 337. 5. Augen gross, doch nicht so gewölbt wie bei der vorigen Art; der Raum, den die kleinen Felder ein- nehmen, hat dieselbe Gestalt wie bei jener, ist aber am untern Augenrande viel breiter; nach dem Tode neh- men sie auch bei gegenwärtiger Art eine schwarze Farbe an. Die kleine Stirn stark hervortretend; sammt den Fühlern rostgelb. Gesicht nicht vortretend; der gewölbte Theil desselben, welcher zwischen den beiden Längs- furchen liegt, dunkelbraun und glänzend; die am Augenrande herabgehenden Wülste schwärzlich mit graulich seidenartigem, wenig deutlichem Schimmer. Taster dunkelbraun, aufwärts gekrümmt, das zweite Ghed länger als das erste. Rüssel halb so lang als die Vorderschiene, rostbräunlich mit schwarzer Lippe. Punktaugen Tabanidae. ^95-1 23 deutlich. — Die Oberseite des Thorax nimmt nach vorn hin ein etwas schlackenbraunes Ansehen an und zeigt von der Seite betrachtet die Spur einer weisslichen Bestäubung und eine ganz feine schwarze MitteUinie, von welcher sonst nichts zu sehen ist. — Der oben und unten tiefschwarze Hinterleib ist gegen sein Ende hin 'stark zugespitzt; vom drittletzten Einge an geht die Farbe desselben allmäUg in das GelbHchrostbraune über — Beine lebhaft rostgelb. - Schwinger schwarz mit weissem Knopfe. - Flügel gleicbmassig tiefschwarz- auf dem Ende der vordem WurzelzeUe ein glasheUer Punkt, von' welchem" sich eine minder rein glasheUe Linie bis in die Basis der fünften HinterrandszeUe zieht; ganz an der Wurzel der vordem Basalzelle findet sich noch ein anderes längbches glashelles Pünktchen; die erste und vierte HinterrandszeUe sind weit offen, letztere am Ende gar mcht schmäler; die Spitzenquerader ohne Anhang. _ Die Behaarung ist überaU sehr kurz, nur auf Tho- rax und Schildchen etwas länger; sie hat ÜberaU die Farbe des Grundes, auf welchem sie steht. (Caffrerei. Wahlberg.) — II. Das dritte FühlergUed mit scharf hervortretender Oberecke, wiel bei den meisten Tabanus -Arten. spec. 3. S. glandicolor, nov. sp. er"- - Glandicolor, nitidus; alarum pallide Irunnearum vittuld transversa irregulari subpellucidd. — Long. corp. 4^/^ Un. (Tab. I. fio- 8 10 l Synon. Süvius glandicolor Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl.°1857. 338. 6. Von etwas kixrzerem Körperbau als die andern Arten der Gattung. - Eichelbräunlich mit ziemlichem Glänze. Die Taster schwärzUch behaart, das zweite GUed derselben viel länger als das erste Das Ge- sicht mit gelbhcher Bestäubung und mit vorherrschend schwärzUcher Behaarung; die beiden Furchen des Ge- sichts tief eingeschnitten, doch keine Gruben bildend. - Fühler gelbUch, das dritte GUed mehr rothgelb- der erste Abschnitt desselben läuft oben in eine zahnförmige Ecke aus, auf welcher einige ganz kurze schwärzUche Härchen stehen. Die Stirn von derselben Färbung .vie das Gesicht. Die Meinem Felder der Au^^en nehmen auch bei dieser Art nach dem Tode ein schwärzUches Ansehen an; sie nehmen noch nicht ganz das unterste DrittheU des Auges ein und ziehen sich dann am Hinterrande desselben, jedoch ohne scharfe Grenze weit nach oben hin. — Die heUfahlbräunUche Behaarung des Thorax und des Schüdchens ist ziemUch lang und zerstreut. — Der Seitenrand des Hinterleibes ist vom zweiten Einge an schmal braungesäumt, sonst ist" der Hinterleib ebne aUe Zeichnung. Die ziemUch kurze Behaarung desselben hat ganz diejenige Farbe, wie die auf dem Tho. rax. — Beine lehmgelblich mit gleichfarbiger Behaarung; die Spitze der Füsse dunkler; die Vorderschenkel von der Basis aus, besonders auf der Oberseite, etwas geschwärzt und zum Theil schwärzUch behaart. — Schwin- ger gelbUch mit weissem Knopfe. — Die Flügel haben eine zarte bräunUche Färbung, welche am Hinterrande und besonders im Hinterwinkel mehr in das BräunUchgraue übergeht; eine unregelmässige, fast glasheUe Binde beginnt an der zweiten Längsader und läuft über die Queradern bis in die fünfte HinterrandszeUe; die Wurzel der Spitzenquerader, welche keinen rücklaufenden Ast hat, ist von einem fast glasheUem Pimkte umgeben; die erste und vierte HinterrandszeUe sind an ihrer Mündung nicht verschmälert. _ (Caffrerei, Wahlberg^ Anmerk. Herr Macquart beschreibt in den Dipt. exot. Supl. L 32. einen Tabanus faUax aus dem Kafferlande. Die Beschreibung desselben passt nicht Übel auf gegenwärtigen Süvius; doch nennt er die Stirn glänzend, was sie wenigstens bei dem Männchen des SUv. glandicolor durchaus nicht ist; die Beine soUen nach seiner Diagnose schwarz mit rothen Schienen sein; auch dies ist bei SUv. glandicolor nicht der FaU. Dass Herr MacqüART die Schienensporen übersehen, halte ich für leicht mögUch, dass er aber auch die so deut- lichen OceUen übersehen haben soUte, scheint mir eine zu starke Voraussetzung und ich würde, fürchte ich, auf die Uebereinstimmung der, in der FamiUe der Tabaniden sich übrigens öfter wiederholende Flügelzeichnung zuviel Gewicht legen, wenn ich für gegenwärtige Art ohne Weiteres seinen Namen annehmen woUte. III. Der erste Abschnitt des dritten PühlergUedes eiförmig, ohne Zahn und ohne hervortretende Oberecke. A. Sie Discoidalzelle wie gewöhnlich geschlossen. spec. 4. S. Cnneatns , nov. sp. cf Sz Q. — Brunnescens , interdum picea -niger, pedihus Irunneis; alis cinereis, ad costam brunnescenlibus , basim versus angustioribus. — Long. corp. 4 Un. — Synon. Silvius cuneatus Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 338. 7. Ich habe ein Männchen und ein Weibchen vor mir, deren Zusammengehören durchaus nicht zweifeUiaft ist, obgleich sie sich in der Färbung sehr unterscheiden. Ich kann die viel hellere Färbung des Männchens nicht blos für Folge der Geschlechtsdifferenz halten, sondern aUe Umstände überzeugen mich, dass die Art 24 [96] H. Loew, Dipterenfauna Südafrikas. in ihrer Färbung überhaupt variabel ist und dass das Männchen einer besonders hellen , das Weibchen einer be- sonders dunkeln Varietät angehört. Es wird dies bei der Benutzung der nachfolgenden Beschreibungen nicht unberücksichtigt bleiben dürfen. (Caf&rerei, Wahlberg.) Männchen: Graubraun, der Hinterleib und die Beine braungelb. Taster hellbraun, das zweite Glied dick, am Ende aber doch spitz, mit langen hellbräunlichen Haaren besetzt, welche in gewisser Eichtung ein schwarzes Ansehen annehmen. Gesicht braun mit bräunlichgelber Bestäubung und fahler Behaarung ; die beiden Gruben auf demselben sind weit und tief. — Fühler bräunlichgelb, die Spitze des dritten Glieds brauner, die beiden ersten Glieder mit fahlen Härchen besetzt. Die kleine dreieckige Stirn ist weiss bestäubt. Die Augea haben überall kleine Felder, eingetrocknet ein schwarzes Ansehen, nach dem Aufweichen sind sie veilchenblau mit grünen Reflexen. — Die Grundfarbe des Thorax und des Schildchens ist schwärzlich , am Seiten - und Hin- terrande des erstem , so wie am ganzen Rande des letztem bräunlichgelb ; die graulicbgelbe Bestäubung ist sehr gering, so dass einiger Glanz bleibt und von zwei Längslinien nur eine sehr schwache Spur vorhanden ist. Die ziemlich lange, aber zerstreute Behaarung des Thorax ist lichtfahlgelblich. — Hinterleib schlank, nach hinten hin spitz, bräunlich gelb, auf der Mitte der Ringe gebräunt, der äusserste Seitenrand der hintersten Ringe braun; die kurze Behaamng desselben sehr licht fahlgelblich. — Beine bräunlichgelb, die verhältniss- mässig langen Hinterschienen und alle Füsse brauner. — Flügel graulichglasartig , nach der Wurzel hin schmä- ler, an der alleräussersten Wurzel und am Vorderrande bis zur Mündung der ersten Längsader bräunlich ge- färbt; die erste und vierte Hinterrandszelle sind an der Mündung nicht verengt. Weibchen: Pechschwarz, glänzend; die ganze Unterseite des Körpers und zwei undeutliche Länglinien auf der Oberseite des Thorax pechbraun. Die Taster braun; das zweite Glied derselben viel länger als das erste, dick, aber doch spitz; die Behaarung desselben ist schwärzlich, in gewisser Richtung fahlgelblich schim- mernd. Das Gesiebt braun mit bräunlichgelblicher Bestäubung und fahler Behaarung; die beiden Gruben auf demselben sind weit und tief. Fahler schmutzig rostroth, die beiden ersten Glieder bleicherund mit schwar- zen Härchen besetzt, die Spitze des dritten schwärzlich. — Die Stirn mit schneeweiss bestäubtem Querbändchen unmittelbar über den Fühlern, sonst düster bratmschwarz mit Knienförmiger , bis zu den deutlichen OceUea hinaufreichender Längsschwiele. Augen nach dem Aufweichen dunkelgrün mit veilchenblauen Reflexen. — Die Behaarung des Thorax ist kurz, zerstreut, bräunlich, in manchen Richtungen heller erscheinend. — SchUdchen wie die Oberseite des Thorax. — Schwinger braun. — Der Hinterleib ohne alle Zeichnung und auch glänzen- der als der Thorax: die äusserst kurze Behaarung desselben ist schwarzbraun. Beine braun, die Spitze der Schenkel und die Wurzelhälfte der vordem Schienen mehr gelbbraun. • — Flügel glasartig grau, nach der Wur- zel hin verschmälert , der Hinterwinkel derselben wenig vortretend ; sie sind an der äussersten Wurzel und am Vorderrande bis zur Mündung der ersten Längsader bräunlich gefärbt; die erste und vierte Hinterrandszelle sind an der Mündung nicht verengt. S. Die Discoidalzelle offen, mit der dritten Eiuterrandszelle vereinigt spec. 5. S. COnfluenSf nov. sp. Q. — Obscure cinereus, abdomine sublaterüio , brunneo-fascialo; alis infumalis. — Long. corp. S'^/j lin. — (Tab. I. flg. 10.) Synon. SUvius confluens Loew, Öfvers. af K. Akad. Förhandl. 1957. 338. 8. Ziemlich vom Habitus eines Chrysops. — Taster schwärzlich und schwarzhaarig, mit etwas dunkelasch- grauer Bestäubung; ihr zweites Glied viel länger als das erste. Gesicht etwas zurückgehend, von gelblichasch- grauer Bestäubung dicht bedeckt, schwarz behaart; die beiden Grübchen auf demselben sind klein, aber tief eingestochen. — Fühler gelbroth, das erste und die Wurzelhälfte des zweiten Gliedes graubraun, das dritte Glied gegen das Ende hin schwarzbraun ; die Behaarung der beiden ersten Fühlerglieder schwarz. Die kleine drei- eckige Stirn ist in der Mitte gelblichaschgrau bestäubt, während sich über jedem Fühler eine kleine tiefschwarze Stelle findet, — Thorax und SchUdchen schwärzlich, an den Seiten und imten mehr braunschwärzlich; überall von graubräunlicher Bestäubung bedeckt, welche ihnen ein dunkelaschgraues Ansehen giebt, auf der Oberseite des Thorax aber nur die Spm- grauer LängsHnien erzeugt. Die Behaarung der Oberseite des Thorax und des Schildchens besteht aus ziemlich langen schwarzen Haaren, nnter denen sich aber auch kürzere fahlgelbliche, eigentlich wohl richtiger ganz licht fahlbräunliche befinden. Die Behaarung der Brustseiten ist vorherrschend schwarz, unmittelbar vor den Schwingern aber fahlgelblich. — Der Hinterleib ist völlig glanzlos und hat eine schmutzig ziegelröthliche Farbe; ganz von vorn beleuchtet zeigt die Oberseite desselben breite dunkelbraune .e«j{i»l«f. .1?. Tabanidae. [97] 25 Binden , welche an jedem Ringe iiva: dien Eünterrandssaum frei lassen. Die mässiglange Betaarnng des Hin- terleibes stimmt auf dem hintern Theile der einzelnen Ringe mit der Grundfarbe überein, vom und in der Mitte der einzelnen Ringe aber ist sie schwarz ; letztere Farbe hat sie an der Unterseite durchweg. — Beine braun- schwarz , schwarzhaarig ; die hintersten sind weniger lang , als bei der vorigen Art, — Schwingerknopf dunkel- braun mit weisslichem Schimmer, Stiel schmutzigweisslich. • — Die Flügel graulichrauchbraun getrübt, am Vor- derrande bis zu dem grossen schwarzbraunen Randmale dunkler ; auch die Queradem und die Wnrzel der zwei- ten Vorderrandszelle, so wie die der zweiten Hinterrandszelle dunkelbraun gesäumt; die Spitzenquerader ohne Aderanhang; die Discoidalzelle ist vollständig mit der dritten Hinterrandszelle vereinigt, so dass die zweite Hin< terrandszelle durch eine Gabelimg der vierten Längsader gebildet wird ; alle Hinterrandszellen sind an ihrer Mün- dung gleichbreit, die erste und vierte daselbst durchaus nicht verengt. — (Caffrerei, Wahlberg.) B. Die Augen behaart. spec. 6. S. clecipienSj nov. sp. $. — Cinereus, opacus, pediius testaceis, lineis longüudinalibus et singulorum segme7itorum abdominalium maculis binis rolundatis margineque postico albidis; fronte lalis- simd, callo infero ingenti quadrangulari, brunneo , interdum nigro; alis hyalinis , sligmale obscure brun. neo. — Long. corp. S'/e '*"• Sjmon. ? Mesomyia decora Macquart, Dipt. exot. Supl. IV. 38. — SUvius decipiens Loew, Ofvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 338. 9. Ganz von dem Ansehen eines kleinen grauen Tabanus , doch mit der bei vielen Haematopota - Arten ge- wöhnlichen Hinterleibszeichnung. Die Grundfarbe des Gesichts und der Vorderstirn ist bräunlich, überall von dichter weisser Bestäubung verdeckt, weisshaarig. — Taster gelblich, an der äussersten Spitze schwärzlich, das zweite Glied derselben schmal und spitz , dem Rüssel aufliegend , auf der Oberseite in der Nähe der Basis gerinnt, weisslich behaart. — Die beiden ersten Fühlerglieder sind schwarzbraun, klein; das erste Glied ist durchaus nicht kappenförmig , sondern cylindrisch, auf der Unterseite mit weisser, auf der Oberseite und an der Spitze mit schwarzer Behaarung; das zweite Glied mit schwarzen Härchen; der erste Abschnitt des dritten Fühlergliedes zwar ohne zahnförmige Oberecke, doch auf der Oberseite ein wenig ausgeschnitten, so dass es ganz dieselbe Gestalt wie bei denjenigen Tabanen hat, bei denen die Oberecke desselben ganz verschwindet; an seiner Basis ist es düster braunroth , sonst schwarz. Die Stirn ^st sehr breit, unten noch breiter als oben; eine gewaltig grosse, glänzendbraune , zuweilen schwarze Schwiele nimmt nahebei die ganze untere Hälfte der- selben ein; weiter hinauf ist die Stirn gran bestäubt, die nächste Umgebung der Punktaugen ist aber wieder schwarzbraun oder schwarz. — Die Augen mit zerstreuten , aber deutliehen weissen Härchen besetzt. — Tho- rax grauschwärzlich mit drei lichtgraulich bestäubten Längslinien; seine Behaarung ist vorherrschend weisslich, doch scheinen auf den dunkeln Striemen so ■^vie auf der Mitte des nur an den Ecken etwas lichter bestäubten Schildchens auch dunklere Härchen gestanden zu haben ; zwischen Schulter und Flügelwurzel finden sich schwarze Härchen. Die Grundfarbe der Bmstseiten ist zum Theil braunröthlich ; sie sind weisslich bestäubt und von dichter , fast ganz ausschliesslich weisser Behaarung bedeckt. — Die Oberseite des Hinterleibes ist braunschwarz, doch geht diese Farbe, besonders auf den vordem Ringen, bei weniger ausgefärbten Exemplaren zum Theil in das Braunröthliche über; der äusserste Seitenrand und ein schmaler Hinterrandssaum jedes Ringes sind graa- weisslich ; letzterer erweitert sich in der Mitte zu einem ganz kleinen , stumpfen , nicht eben scharf begrenzten Dreiecke. Auf dem zweiten und jedem nachfolgenden Ringe liegen zwei rundliche, graulich bestäubte Flecke, in deren jedem eine Anzahl feine, eingestochene Punkte liegen; auf dem zweiten Ringe bemerkt man jederseits ganz in der Vorderecke noch einen ähnlichen Fleck, welcher aber schon auf dem dritten Ringe fast vollständig unter dem Hinterrande des zweiten versteckt ist. Die Behaarung des Hinterleibs ist schwärzlich, nur auf den Seiten- und Hinterrändern der Ringe ist sie weiss. Bauch vorn mehr rothgelb, hinten grauschwärzlich, weiss- lich bestäubt und weisslich, auf den letzten Ringen zum Theü schwärzlich behaart — Beine bräunlichgelb, die EJiiespitze schwarz ; die Farbe der Füsse aus dem Braunen in das Schwarze übergehend ; die Behaarung der Beine ist vorherrschend weisslich, an den Schenkeln und an der Aussenseita der Hinterschienen ziemlich lang; die Sporen der Mittelschieuen sind kurz, die der hintersten äusserst kurz. Flügel glasartig, schwarzbraun- aderig mit schwarzbraunem Randmale; die erste HinteiTandszelle an der Mündung nicht enger; die vierte bald nicht enger, bald etwas enger, bald sehr verengt, ohne dass zwischen den hierin verschiedenen Exemplaren ein spezifischer Unterschied vermuthet werden kann. — (Caffirerei, Wahlberg.) 4 26 [98] H. Loew, Dipterenfauna Südafrikas. Anmerk. 1. Dass bei vielen Tabanus - Arten eine erheblichere oder geringere Verengung der Mündung der ersten Hinterrandszelle nichts ungewöhnliches ist, ist wahrscheinlich längst bekannt, da mehrere der ge- meinsten europäischen Arten volle Gelegenheit dies wahrzunehmen bieten. So grosse Abweichungen in der Ge- stalt der vierten Hinterrandszelle, wie bei dem eben beschriebenen Silvius vorkommen, habe ich in der ganzen Familie der Tabaniden noch nicht bemerkt. Anmerk. 2. Während diejenigen südafrikanischen Silvius -Arten, welche nackte Augen haben , in ihrem Ansehen im Allgemeinen der Gattung Pangonia mehr entsprechen, scheinen die mit behaarten Augen ver- sehenen Arten mehr Aehnlichkeit mit den Tabanusarten zu haben. Anmerk. 3. Meine Vermuthung, dass Mesomyia decora Macq. mit Silv. decipiens einerlei sein möge, habe ich schon weiter oben ausgesprochen. Wäre Silv. decipiens nicht schon früher, als ich diese Vermu- thung hegte, von mir benannt und bekannt gemacht worden, so würde ich Bedenken tragen, der Art einen neuen Namen zu geben. Da derselbe einmal vorhanden ist und da es doch auch sein ganz Missliches hat, den MACQUARi'schen Namen auf eine Art anzuwenden, welche mehrere der von ihm ausdrücklich angegebe- nen Merkmale entschieden nicht hat, so mag jener ihr vorläufig füglich noch bleiben. Gen. m. EHINOMYZA Wied. Ich habe schon oben bei der Entwicklung der Verwandtschaftsverhältnisse der in die erste Ab- theilung der Tabaniden gehörenden Gattungen auch der Gattung Rhinomyza ausführlicher gedacht und die Gründe angegeben, welche mich über die wahren Charactere derselben noch im Zweifel las- sen. Ich nehme dieselben hier so an, wie sie sich ergeben würden, wenn sich Wiedemann's Angabe dreigliedriger Taster als irrthümlich erweisen sollte. Ausser der der Gattung Rhinomyza von Wiede- MAN.N bereits beigesellten edentula und der unten beschriebenen costata würde man ihr, wie ich oben bemerkte, ohne Zwang auch Silv. denticornis Wied. beizählen können, bei welchem die Mitte des Gesichts ebenfalls vertieft ist. spec. 1. Bb, costata, nov. sp. (f. — Jlra, nilens, exlremo palporum apice oculorumque margine la- terali rufis , alis hy aUnis , cosld angusle nigra. — Long. corp. 4 lin. Tiefschwarz , ziemlich glänzend , nur die äusserste Spitze der Taster und der ziemlich breite , aber nach oben hin sich völlig verlierende seitliche Augenrand roth. — Die Fühler sind defekt, doch sind die beiden ersten Glieder zum grössten Theil schwarz. Die Behaarung ist überall schwärzlich. Die Augen in langer Linie vollkommen zusammenstossend , stark behaart. Das Gesicht in der Mitte vertieft; jederseits hat es eine grosse, bis zu den Fühlern hinaufreichende, beulenförmige Anschwellung. Flügel vollkommen glasartig; das Eandmal schwarz; der Vorderrand von der Wurzel bis zum Randmale geschwärzt; diese Schwärzung ist schmal aber scharf begi-enzt; auch ist die Wurzel des Flügels bis zu den Wurzelqueradern hin geschwärzt. — (Cap.) Gen. IV. PEONOPES. nov. gen. Die Charactere dieser Gattung sind: 1) der flache und kurze, verhältnissmässig breite, langbe- haarte Körper; 2) die auffallende Grösse des zweiten Hinterleibsabschnittes; 3) die verhältnissmässig grosse Länge der Flügel; 4) die lange Behaarung der Augen und die weite Trennung derselben bei dem Männchen; ö) die nach unten gerichtete, völlig horizontale Lage des Gesichts, so dass man von unten einen weit grössern Theil der Augen sieht als von oben; 6) die in dieser Familie ungewöhn- liche Grösse der Ocellen ; 7) die auffallend lange Behaarung der beiden ersten , etwas verdickten Füh- lerglieder; 8) das in fünf Abschnitte getheilte dritte Fühlerglied, dessen erster Abschnitt von eiför- miger Gestalt ist; 9) die Kleinheit der Sporen an den Hinterschienen, welche bei einer flüchtigen Untersuchung leicht ganz übersehen werden können. Wenngleich die Gattung Pronopes im Flügelgeäder, in der Entwicklung des Empodiums und in Anderem mit den Tabaniden völlig übereinstimmt, so zeigt sie doch wieder so vieles, worin sie von allen andern Gattungen derselben abweicht, dass man wohl zweifelhaft sein könnte, ob ihr hier die richtige Stelle angewiesen sei; dass dies wirklich der Fall ist, ergiebt die Untersuchung der Mund- theile ; sie haben bei dem vorliegenden Exemplare glücklicher Weise eine so günstige Lage , dass sich die Uebereinstimmung ihres Baues mit demjenigen, welchen sie bei den übrigen Gattungen der Ta- baniden haben, vollkommen deutlich erkennen lässt. Tabanidaä'li^^ ■ [99] 27 spec. 1. P. nigricans, nov. sp. cf. — Niger, opacus, pilis longis flavis et alris parce inlermixlis tectus, alis nigricanlibus. — Long. corp. 3*/i2 Hn- — long. al. 3*/^ Un. — (Tab. T. fig. 12 — 16.) Synon. Pronopes nigricans Loew, Öfvers. af K. Vet. Atad. Förhandl. 1857. 339. 13. Durchaus mattschwarz, doch nicht eigentlich tiefschwarz. Rüssel kurz, schwarz. Taster kurz, aufwärts gebogen , schwarz ; das dritte Glied derselben länglich eiförmig , mit langen gelben Haaren besetzt. Gesicht ver- hältnissmässig schmal, völlig horizontal, etwas ausgehöhlt, mit langen gelben Haaren besetzt, denen einige schwarze beigemengt sind. Fühler schwarz , etwas tiefstehend ; das erste Glied derselben verdickt , rundlich ei- förmig, das zweite Glied rund, beide mit sehr langen schwarzen Haaren besetzt; das dritte Fühlerglied hat fünf Abschnitte, deren erster der bei weitem grösste ist und eine eiförmige Gestalt hat; die nachfolgenden Ab- schnitte sind von ziemlich gleicher Grösse. - — Stirn tiefschwarz, kaum mit der Spur einer bräunlichen Bestäu- bung ; sie ist sehr kurz und wird bis kurz vor die Ocellen hin , wo sie der Quere nach eingedrückt ist, schmä- ler. Die grossen Ocellen stehen auf einer dreieckigen Erhöhung, welche eigentlich schon auf dem Hinterkopfe liegt, da sich die obere Augenecke unmittelbar über der schmälsten Stelle der Stirn befindet. Stirn und Ocel- lengegend sind mit sehr langen schwarzen, der Hinterkopf ist mit minder langen gelben Haaren besetzt. Die Augen haben zerstreute . aber deutliche und verhältnissmässig lange Behaarung. — Die sehr lange Be- haarung von Thorax und Schildchen ist gelb ; auf der Mitte des erstem und am Hinterxande des letztern be- merkt man einige schwarze Haare; vor der Flügelwurzel und wieder gleich unter ihr steht ein kleiner Büschel besonders dichter gelber Haare. Von Bestäubung ist auf Schildchen und Thorax kaum die geringste Spur zu bemerken , auch verdeckt die Behaarung die Grundfarbe sehr wenig. — Der Hinterleib ist sehr flach und kurz, der zweite Ring ungewöhnlich gross; die Behaarung des Hinterleibs ist gelb, auf dem vordem Theile der Ab- schnitte schwarz, doch nicht ganz bis zum Seitenrande; auf den hintern Abschnitten breitet sich die schwarze Behaarung allmälig immer mehr aus, so dass die letzten nur an ihrem Hinterrande noch gelbe Härchen haben; auch sind die Hinterränder der Ringe sparsam gelblich bestäubt. Bauch schwarz mit helleren Hinterrändern der Ringe und mit gelblicher, auf den letzten Ringen auch mit schwarzer Behaarung. — Beine schmutzig braun- die Spitze der Schenkel, die äusserste Spitze der Schienen und das Ende der Füsse schwärzer; die Be- haarun'' der Schenkel lang und zerstreut, gelb; die Schienen sind weniger behaart, die an ihnen befindlichen Härchen zum Theil schwarz. Die Sporen an den Mittelschienen sind kurz; an den hintersten Schienen sind sie so kurz, dass ich sie erst nach dem Aufweichen des Insects und dem Zurückbiegen der Tarsen entdeckt habe; früher glaubte ich, dass sie ganz fehlten, woraus sich die irrthümliche Stellung, welche ich der Gattung Pronopes in der Öfvers. af K. Vetensk. Akad. Förhandlingar von 1857 gegeben habe, erklärt. — Flügel län- ger als der ganze Körper, schwarzgraulich beraucht, schwarzaderig, der Aderverlauf derselben wie bei Taba- nus, die Spitzenquerader ohne Anhang, die erste und die vierte Hinterrandszelle an der Mündung nicht ver- engt. — (Cap, TolHn.) An merk. Dass das beschriebene Exemplar trotz der getrennten Augen wirklich ein Männchen sei, glaube ich aus dem Baue der Mundtheile, aus der aufwärts gekrümmten Gestalt der Taster und ganz besonders aus der Gestalt der Anallamellen, welche völlig die Form wie bei den Männchen der Silvius- Arten haben, mit Sicherheit schliessen zu dürfen. Gen. V. CHE YSOPS. Meig. Die Charactere der fast über den ganzen Erdkreis verbreiteten Gattung Chrysops sind: 1) die deutlichen und starken, wenn auch kurzen Sporen am Ende der Hinterschienen; 2) die Verlängerung der beiden ersten Fühlerglieder, von denen das zweite zwar in der Regel etwas kürzer als jedes der beiden anderen, zuweilen aber von vollkommen gleicher Länge ist; 3) die gestreckte Gestalt des drit- ten Fühlergliedes, welches aus fünf Abschnitten besteht, von denen der erste der bei weitem längste ist und wie aus fünf bis sechs mit einander verschmolzenen GUedern gebildet erscheint; 4) die An- wesenheit deutlicher Ocellen; 5) die etwas niedergedrückte Gestalt des Kopfes; 6) die Anwesenheit Ton glänzenden Schwielen nicht nur auf der Stirn , sondern gewöhnlich auch auf dem Gesichte ; 7) der Mangel eines rücklaufenden Astes an der Spitzenquerader; 8) die freiere BewegUchkeit der Vorder- hüften, als sie bei den vorangehenden Gattungen gefunden wird. Die Arten stehen einander oft sehr nahe und sind deshalb nicht immer leicht zu unterscheiden. Die Flügelzeichnung derselben hat einen immer wiederkehrenden Grundtypus. Sie besteht in ihrer Vollkommenheit aus: 1) der Säumung des Vorderrandes; 2) der Färbung der Flügelwurzel; 3) einer 4* 28 [100] H. Loew, Dipteren fau,na Südafrikas. breiten, quer über das Eandmal bogenförmig zurücklaufenden Binde; 4) einem grossen dem Vorder- rande anliegenden, unmittelbar vor der Flügelspitze gelegenen Flecke und 5) der Schattirung der Spitzenhälfte des Hinterrandes. — Selten sind alle die genannten Theile derselben vollständig ausge- bildet, oft fehlen mehrere derselben, zuweilen alle, so dass dann die Flügel völlig glasartig sind. Soll in die Beschreibung der Flügelzeichnung der einzelnen Arten, was dringend nothwendig ist, einige Klarheit kommen, so muss sie nach jenen einzelnen Theilen gegeben werden. Afrikanische Chrysops- Arten sind erst sehr wenige bekannt geworden; es sind: a) von Algier: 1. fenestratus Fbr. b) von der Westküste : 2. longicornis Macq. — 3. tarsalis Walk. c) vom Cap oder doch aus dem südlichen Afrika: 4. obliquefasciatus Macq. — 5. natalis Macq. — 6. caUdus Walk. Am Cap soll nach Herrn Walker"s Angabe auch Chr. longicornis Mcq. vorkommen. I. ' HinterscMenen sehr deutlich gewimpert. spec. 1. eil. laniffer, nov. sp. cf & Q. — Nigricans, lolus alba -pilosus , dbdomine pallide rufe- scenle, callis facialibus nuUis , alarum hyalinariim limbo coslali angusto, fascid transversali mediocri inlegerrimd et maculd subapicali lineari nigricanlibus. — Long. corp. S'/j lin. Männchen: Schwärzlich, Gesicht und Taster weissbestäubt , mit langer und dichter weisser Behaarung besetzt. Fühler tiefschwarz, erstes Glied ziemUch dick, die Behaarung desselben zum Theil schwarz, zum Theil weiss ; am zweiten Gliede ist sie fast ohne Ausnahme schwarz. Die Augen stossen nur in einem Punkte und kaum vollständig zusammen. Das Scheiteldreieck ist gross und geschwollen, und mit langer weissUcher, zum Theil auch mit schwärzlicher Behaarung besetzt. Thorax und Schildchen schwärzUch, etwas weisshch be- stäubt und mit langer, schneeweisser Behaarung überall dicht besetzt. — Hinterleib blassrothgclblich , dicht schneeweiss behaart und daher in mancher Eichtuug ganz und gar weisschimmernd; der erste Eing desselben verdunkelt ; der zweite Ring hat an der Basis in der Mitte einen schwärzlichen , fast halbrunden Fleck ; das Ende des Hinterleibes ist vom vierten Ringe an ziemlich schwärzUch gefärbt; am Bauche haben auch die vor- hergehenden Ringe gewöhnlich schwarze Mittelflecke. — Beine schwarz, die Schenkel mit ganz vorherrschend weisslicher, die Schienen mit schwärzlicher Behaarung, welche an den Hinterschienen und besonders an der Aussenseite derselben verhältnissmässig grosse Lauge hat. — Die Flügelzeichnung mehr schwarz als braun ; die von der Flügelwurzel ausgehende Schwärzung wenig ausgedehnt ; der Vorderrandssaum schmal ; die Quer- binde kaum von mittlerer Breite, vollkommen ganz und ohne Augenfleck; sie schliesst die Discoidalzelle zwar ein , reicht aber kaum über die Wurzel derselben hinaus , so dass der ganz glashelle , etwas weissUche Raum zwischen ihr und der von der Flügelwurzel ausgehenden Schwärzung ausserordentlich gross ist ; die innere Grenze der Querbinde ist fast vollkommen gerade, die äussere nur sehr sanft concav; der Spitzenfleck hat die Gestalt eines am Rande liegenden Striches und hängt mit der Binde kaum zusammen; eine Trübung am Hin- terrande ist nicht vorhanden. Weibchen: Es ist aus der Beschreibung des Männchens zu erkennen. Die weisse Behaarung ist bei ihm überall kürzer und deshalb weniger auffallend. Die Stirn hat eine über ihre ganze Breite hinwegreichende, glänzend schwarze Querschwiele vor den Punktaugen und jederseits neben denselben noch eine schwarze Sei- tenschwiele , welche mit ersterer öfters zusammenhängt. Die letzten Hinterleibsringe sind bei dem Weibchen kaum verdunkelt und die Mittelflecke des Bauches fehlen ihm gewöhnlich ganz. — (Cap, ToUin.) spec. 2. Cht ciliaris j ''nov. sp. $. — Flavido - cinereus , thorax nigro-vittalns , dbdomen flavescens nigra ■ fascialum. Omnis alarum piclura brunnea; basis ad primas usque venulas Iransversas lincla, fascia Iransversalis anguslula, non oculala, poslice abbreviala; litnbus coslae cum vend prima longiludinali exil, macula apicalis et umbra marginis posterioris desunt. — Long. corp. 3^4 Un. — (Tab. I. flg. 1^.) y-- Synon: Chrysops ciUaris Loew, Öfvei-s. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 338. 10. Die von der Bestäubung sehr verdeckte Grundfarbe des Kopfs, des Thorax und des Schildchens ist schwarz. Der Kopf ist ganz und gar mit aschgraulicher Bestäubung bedeckt und mit ziemlich langer fahlgelb- licher Behaarung besetzt. Taster braunschwarz. Auf dem Gesichte nur zwei ganz kleine punktförmige schwarze Tabanidae, ["101] 29 Schwielen. Die beiden ersten Fühlerglieder (das dritte fehlt,) gleichlang, schwarz, etwas graulich bestäubt, die Behaarung des ersten lichtfahlgelb. Die Stirn hat unmittelbar über den Fühlern eine querelHptische , glänzend- schwarze Schwiele, welche aber den Augenrand nicht erreicht; unmittelbar vor dem vordersten Punktauge fin- det sich eine kleine glänzendschwarze Stelle, die mit jener zusammenstösst. Ganz oben auf dem Scheitel liegen noch 2 ganz kleine, querlängliche, glänzendschwarze Schwielen, von denen jede das entsprechende Punktauge zur innern Grenze hat. Augen nach dem Aufweichen: am Hinterrande veilchenblau, in der Gegend des Vorder- randes schön goldgrün, mit dunkeki , purpurvioletten Flecken, von denen drei am vordem Augenrande liegen- der mittelste derselben bildet ein mit der Spitze nach unten gekehrtes Dreieck und stösst mit dem vierten^ welcher mit ihm gleiche Gestalt und Grösse hat und auf der Mitte des Auges liegt, fast zusammen. — Die Oberseite des Thorax zeigt vier von grauer Bestäubung gebüdete Längsstriemen; von den dazwischenliegenden schwarzen Striemen ist die mittelste matt, die beiden seitlichen sind dagegen glänzend. Schildchen zum grössten Theile grau bestäubt. — Behaarung auf Thorax und Schildchen fahlgelblich , in der Gegend vor der Flügelwurzel lebhafter gefärbt. — Hinterleib graugelblich, was von der weissgraulichen Bestäubung und fahl- gelblichen Behaarung herrührt ; der erste Bing an der Basis schwarz ; auf dem zweiten bilden zwei hinten ziem- lich abgerundete, an der Mitte des Vorderrandes vereinigte schwarze Flecke einen Doppelfleck; jeder foJo-ende Eing hat eine schwarze Binde, welche aus zwei in der Mitte breit getrennten und auch den Seitenrand nicht erreichenden Halbbinden mit abgerundeten Hinterecken gebildet ist. Die Behaaruno- in der Aftero-eo-end weiss- lich. Der Bauch ohne Zeichnung. — Hüften und Schenkel schwarz mit fahlgelblicher Behaarung und ein we- nig grauer Bestäubung; Vorderschienen schwarz, an der Wurzel gelbbraun; hintere Schienen braungelb mit geschwärzter Spitze; die hintersten an der Aussenseite von langen fahlgelblichen Härchen dicht gewimpert; die vordersten Füsse ganz schwarz, die andern an der Basis braun. — Die Fingelwurzel selbst ist bis zu den ersten kleinen Queräderchen schwarzbraun gefärbt ; die braune Säumung des Vorden-andes ist lichter und reicht bis zu der Mündung der ersten Längsader; die Querbinde ist schmal, so dass sie die Spitze der Discoidalzelle nicht mit verdeckt, ohne Fensterfleck, doch an der dritten Längsader etwas auso-ewaschen ; auf der Wurzel der fünften Hinterrandszelle wird sie schmäler und verblasst dann bald ganz ; von dem Spitzenfleck und von einer trüben Säumung des Hinterrandes ist keine Spur vorhanden. Die Adern im hellen Theile des Flügels sind lichtbräimlich, — (Cafirerei, Wahlberg.) //. Die Hinterschienen nicht geioimpert. spec. 3, Ch. Stlg^maticaliS » nov, sp. Q. — Niger, ihorax albido-Mlinealus , abdomen unicolor, pedes flavo nigroque varii. Älarum piciura olscure hrunnea; basis subpellucida; Umbus coslae obscu- rus, latus, usque ad maculam subapicalem parvam exlensus ; fascia transversalis lata, inlegra, non oculata, posiice maculam pellucidam, cellularum posteriorum quartae et quintae communem includens- margo posterior cinerea •limbatus. — Long. corp. i^/^ lin. — (Tab. L flg. 18.) Synon. Chiysops stigmaticalis Loew, Ofvers. af K. Akad. Förhandl. 1S57. 338. 11. t^.ivnjVon schlanker und schmaler Gestalt und sehr kahl. — Auf dem Gesichte finden sich zwei breite, fast seine ganze Länge einnehmende, glänzendschwarze Striemen, welche am Mundrande selbst fast vollkommen zusammenstossen und ein langes, weisslich bestäubtes Dreieck zwischen sich haben. Ein ähnliches weisslich bestäubtes Dreieck begrenzt sie von aussen und trennt sie von den ebenfalls glänzendschwai'zen Backen; auf ihrer Mitte zeigt sich mehr oder weniger deutlich eine braune Stelle. — Taster schwarz. — Fühler schwarz, schlank; das zweite Glied derselben reichlich so lang, wie das erste, aber kaum so lang wie das dritte; die beiden ersten Glieder mit überaus kurzer, schwarzer Behaamng. — Die Stirn nur wenig weisslich bestäubt, unmittelbar über jedem Fühler eine ganz kleine, nicht recht deutlich begrenzte schwarze Schwiele; zu beiden Seiten ist das Ocellendreieck ebenfalls von einer kleinen glänzendschwarzen Stelle begrenzt. — Die zarte und sehr sparsame Behaarung des Kopfes ist weisslich. Augen nach dem Aufweichen : prächtig veilchenblau mit goldgrünen Zeichnungen; die erste derselben, welche am hintern Angenrande liegt, besteht aus einem obem geraden, keilförmigen Striche und einer damit verbundenen untern geschwungenen Linie; die zweite wh-d von zwei Flecken gebildet, die auf der Mitte des Auges übereinander liegen und sich durch geschwungene Linien mit einem kleinen , sehr vergoldeten Flecke verbinden , der gerade in der vordem Augenecke hegt. — Die schwarze, etwas glänzende Oberseite des Thorax hat zwei wenig in die Augen fallende, weisslich bestäubte Längslinien und ist nur sehr sparsam mit zerstreuter , weisslicher Behaarung besetzt. Die Schulterschwiele, 30 [102] H. Loe-w, Dipterenfauna Südafrikas. eine Stelle unmittelbar vor der Flogelwurzel und eine kleinere, etwas mehr unter ihr liegende sind mit dichten, dunkelgoldgelben Härchen besetzt. Sonst sind die Brustseiten schwarz und haben nur sehr zerstreute weissliche Behaarung. — Schildchen wie die Oberseite des Thorax gefärbt und behaart. — Der Hinterleib ist schwarz, durchaus ohne alle Zeichnung ; die sehr kurze und anliegende Behaarung desselben ist fahlbräunlich , nur auf der Glitte der Oberseite der vordem Abschnitte, und zwar auf jedem folgenden in geringerer Ausdehnung, schwarz; sie giebt dem Hinterleibe in gewissen Richtungen ein graueres Ansehen, während dann die mit schwarzen Härchen besetzten Stellen dunkler erscheinen. — Beide Hüftglieder schwarz. Die Beine rothgelb; die Knie , die Spitzenhälfte der vordersten Schienen (auf der Innenseite viel mehr) , die vordersten Füsse und die Spitze der hintern Füsse schwarz. Die Behaarung ist auf dem hellgefärbten Theile der Beine ganz licht fahlgelblich, sehr kurz. — Die Flügelbasis ist vor den kleinen Queradern nur wenig verdunkelt; diese sind schwarzbraun eiagefasst, was sich hinter der ersten Längsader noch lang hinzieht. Die braune Säumung des Vorderrandes beginnt ganz an der Basis und reicht bis zu dem Spitzenflecke, welcher dadurch eine sehr voll- ständige Verbindung mit der Querbinde erhält; das Randmal ist bräunlichgelb; die Querbinde ist breit, über- deckt die Discoidalzelle , welche keinen Fensterfleck hat , vollständig und geht bis zum Hinterrande , in dessen Nähe sie heller wird und einen fast glasartigen, der vierten und fünften Hiuterrandszelle gemeinsamen Fleck einschliesst ; vor der dritten Längsader schickt sie einen Zahn nach der Spitzen querader, welcher diese in ge- ringer Entfernung von ihrer Wurzel trifft; der Spitzenfleck ist klein, reicht kaum ein wenig über die Spitzen- querader und ist schnell verwaschen; der Hinten-and ist von der Spitze bis zur Querbinde grau getrübt, so dass derjenige Theil des Hellen, welcher unmittelbar an die Binde gi-enzt, dagegen weisslich erscheint. — (Caff- i-erei, Wahlberg.) spec. 4. eil. COnflnenSj nov. sp. Q. — Niger, thorax cinereo -hilinealus , dbdomen unicolor, pedes flavi, larsis obscurioribus. Alarum piclura oiscure hrunnea ; iimbus cosiae obscurus , latus, usque ad maculam suhapicalem mediocrem exlensus: fascia Iransversalis lala, inlegra, non oculala, poslice puncla duo pellucida incladens- margo posterior a maculd apicali usque ad fasciam transversalem brunneo- limbalus. — Long. corp. 5 lin. — (Tab. 1. tig. 19.) Synon. Chiysops confluens Loew, Öfvers. af K. Akad. Forhandl. 1S57. pag. 338. 12. Der vorigen Art sehr ähnlich, doch von robusterem Körperbau und etwas gi-össer. Die übrigen Unter- schiede sind die folgenden. Taster braun ; die Bestäubung der Stirn und des Gesichts licht bräunlichgrau ; die Schwielen auf dem Gesichte braun, nur am untern Ende schwarz. Die Fühler dicker und die Behaarung des ersten Gliedes etviras länger, die Basis desselben in ziemlicher Ausdehnung schmutzig dunkelbraun; die beiden Schwielen über den Fühlern und die Scheitelschwiele etwas grösser. Die Augen nach dem Aufweichen zwar mit ähnlicher Zeichnung wie bei der vorigen Art , aber doch dadurch wesentlich verschieden , dass sich die grüne Zeichnung so ausbreitet , dass von dem Veilchenblauen nur getrennte Flecke und Striche übrig bleiben. — Die Linien auf dem Thorax deutlicher und grauer. Die Behaarung auf Kopf und Thorax dichter und länger, auch von fahlerer Farbe; die gelben Haarbüschel an der Schulter und der Flügel wurzel ochergelb, nicht gold- gelb. — Der Hinterleib mit ziemlich deutlicher graubräunlicher Bestäubung. — Die Vorschenkel an der Basia gar nicht geschwärzt und die Knie nur an der alleräussersten Spitze; Vorderschienen am Ende kaum etwas gebräunt; auch die Füsse heller als bei jenem; die Behaarung der Beine länger. — Die Flügel etwas spitziger; die Basis der Wurzelzellen in grösserer Ausdehnung dunkel gefärbt. Der Hinterrand von der Spitze bis zur Querbinde mit ziemlich dunkelbrauner Säumung, wodurch eine vollständige Verbindung dieser Theile der Flü- gelzeicbnung hergestellt Avird, so dass auf der Spitzenhälfte des Flügels nur ein Punkt zwischen Binde und Spitzenfleck, ein Doppelpunkt zwischen Hinterrandssaum und Binde und ein zweiter Doppelpunkt in der Binde selbst hell bleiben, welche sämmtlich in einer dem Hinterrande parallelen, sanft gebogenen Linie liegen. — (Cap, ToUin.) An merk. Man könnte diese Art allenfalls für Chrys. obliquefasciatus Macq. halten, vs'enn bei diesem die Hinterleibseinschnitte nicht weisslich gesäumt wären, wovon sich bei Chrysops confluens auch nicht eine Spur findet; ausserdem steht einer solchen Bestimmung auch der Umstand entgegen, dass HeiT MacqüABT einer schwarzen Stirnschwiele bei seinem Chiys. obliquefasciatus gedenkt, ohne zu erwähnen, dass sich statt derselben zwei getrennte Schwielen, oder richtiger schwielenartige Flecke finden, ein 'so auffallendes Merkmal, dass er es, wenn es sich bei seiner Art fände, gar nicht hätte verschweigen können. Die Angabe, welche er über die Gestalt der Querbinde der Flügel macht („droite du cote posterieur, ä zig- zag ä l'anterieur'") passt auf Chrys. confluens ebenfalls nicht. ■'"-^ Tabanidac. -U [-J03] 31 y Ztoeite Ähtheilung: Gattungen mit ungespornten hintersten Schienen: Zu denjenigen Gattungen der Tabaniden, welche an den hintersten Schienen keine Sporen haben, gehören von den älteren Tabanus , Hexatoma und Haematopota , von den später errichteten Gattun- gen Hadrus Perty, ferner die von Herrn Macquart aufgestellten Gattungen: Dichelacera, Lepiselaga, Diabasis, Selasoma, Acanthocera und wahrscheinlich auch Dasybasis. Der Gattung Tabanus, für welche die gemeinsten europäischen Arten als typisch angesehen ■werden können , steht die auf Tab. cervicornis , alcicornis und andere ihnen nahe verwandte Arten gegründete Gattung Dichelacera am nächsten. Sie lässt sich von Tabanus kaum recht scharf trennen, obgleich sich nicht läugnen lässt, dass die dazu gerechneten Arten einen eigenthümlichen Habitus zeigen; gestrecktere Körperform, als die der meisten andern Tabanen , — schlankes drittes Fühler- glied mit langem Zahne , — grosse , meist braungefleckte Flügel zeichnen sie aus. Alle dieser Gat- tung wirklich angehörige Arten sind amerikanisch. Die MACQüARTSchen Gattungen Lepiselaga, Diabasis und Selasoma sind der Gattung Tabanus ebenfalls nahe verwandt und einige ihrer Arten von frühern Schriftstellern letzterer Gattung beigezählt worden. Alle drei haben den kurzen und etwas platten Körperbau und die tiefe Stellung der Fühler mit einander gemein , deren drittes Glied weder einen Zahn noch eine zahnförmige Ecke hat. Sie unter- scheiden sich dadurch von einander, dass bei Diabasis die Vorderschienen gekrümmt, der Körper ohne metalHsches Colorit und ohne schuppenartige Bedeckung ist; bei Lepiselaga und Selasoma sind die Vorderscbienen verdickt; bei der ersten dieser beiden Gattungen findet sich eine metallisch glän- zende , schuppenartige Körperbedeckung ; bei der zweiten , die ich nicht kenne , soll die Körperfarbe selbst metallisch sein. Diese Unterschiede scheinen kaum ausreichend, um die drei Gattungen von einander zn trennen. Lässt man sie vereinigt, so entsprechen sie so ziemlich der Gattung Hadrus Perty Del. an. und können diesen Namen behalten. Ich kann hier um so eher über sie weg<^ehen als bisher noch keine ihnen angehörige afrikanische Art bekannt geworden ist. Acanthocera ist von Herrn Macquart auf Haematopota longicornis begründet worden- er hat bei der Errichtung derselben diese Art nicht gekannt und die WiEDEMANis'sche Beschreibuno- derselben wohl nicht recht verstanden. Ersteres geht daraus hervor, dass er dieselbe Dipt. exot. L 1. 114 noch- mals als angeblich neue Art unter dem Namen Dichelacera longicornis beschreibt, während sie dieser Gattung doch vollständig eben so wenig angehört , wie seine mit Silvius denticornis identische Diche- lacera binotata. Letzteres ergiebt sich aus der ungeschickten Art , in welcher er die Gattun"- characte- risirt und namentlich den Bau der Fühler beschreibt. Herr Walker folgt ihm hierin im ersten Bande der überaus naclilässig gearbeiteten Compilation, welche er als Supplement zu seinem Catalo^-e der Dipteren des britischen Museums herausgegeben hat ; doch scheint er eine Ahnung des Richti'^-en gehabt zu haben, da er die längst bekannte zweite dieser Gattung angehörige Art, Wiedemann's Hae- matopota exstincta, freilich als angebhch neu, unter dem Namen Acanthocera marginalis beschreibt. — Die wahren Charaktere der Gattung Acanthocera sind, ausser der AbM'esenheit der Sporen an den hintersten Schienen und der Ocellen: die langgestreckte, schmale, fast cylindrische Körpergestalt, der niedergedrückte Kopf, das schwiehge Gesicht, die Verlängerung des ersten Fülllergliedes, die grosse Länge des dritten Fühlergliedes, die Behaartheit desselben bis zur Spitze, der lange Zahn an der Oberecke seines ersten Abschnitts und die ungewöhnlich starke Entwicklung der letzten vier Ab- schnitte. — Die bisher bekannt gewordenen Acanthocera- Arten sind sämmtlich amerikanisch. Die von Herrn Macqüart auf eine neuholländische Art begründete Gattung Dasi/basis scheint haltbar zu sein, obgleich die Charactere derselben von ihm nicht recht klar entwickelt sind. Sie gehört, wie alle vorhergenannten Gattungen dieser Abtheilung, zu denjenigen ohne Ocellen. Als bisher in der afrikanischen Fauna repräsentirte Gattungen der zweiten Abtheilung der Ta- baniden sind mithin nur Tabanus und Haematopota zu nennen. Gen. VI. TABANUS. Linn. Die Charactere der Gattung Tabanus sind zu bekannt, um hier einer Entwicklung zu bedürfen. — Die Beschreibung der Arten fordert grosse Ausführlichkeit und Genauigkeit, wenn sie zu einer sichern Erkennung und Bestimmung derselben brauchbar sein soll, da die Arten selbst sehr entfern- 32 ri041 H. Loew, Dipterenfauna Südafrikas. ter Weltgegenden einander oft ganz ausserordentlich nahe stehen, und da man bei der Characterisi- rung derselben leider gar zu oft durch den fast völligen Mangel aller Formunterschiede lediglich auf Farbenunterschiede hingewiesen wird. — Sehr übel ist es , dass die Behaarung und selbst die Bestäu- bung der meisten Arten so ausserordentlich leicht verloren gehen, und dass dann Unterschiede ent- stehen, welche das gute Beschreiben, wie das richtige Erkennen noch mehr erschweren. Unter die- sen Umständen dürfen zuverlässige Merkmale bei der Beschreibung durchaus nicht verschwiegen bleiben. Zu den allerzuverlässigsten Merkmalen gehört nun aber die Zeichnung der Augen. Sie ver- schwindet freilich nach dem Tode des Thiers oft spurlos , ist aber dadurch , dass man dasselbe über feuchtem Sande aufweicht, stets leicht wieder zum Vorscheine zu bringen. Dies Aufweichen ist für die gute Conservation des Insekts ohne alle Gefahr, wenn man sie nur nicht zu weit fortschreiten lässt und dasselbe nachher einer trocknen Wärme aussetzt. Es bringt die Zeichnung des Auges stets YoUständio- zum Vorschein, wenn auch nicht ganz in den Farben, welche sie bei dem Leben des Thiers hatte, und muss bei jeder Art, welche sich nicht durch andere ausgezeichnete Merkmale kenntlich macht, vorgenommen werden. Von grosser Wichtigkeit sind demnächst genaue Angaben über die Gestalt der Fühler und über die Beschaffenheit der Stirn, sowie über die Anwesenheit einer oder mehrerer nackten Schwielen auf derselben und deren Gestalt. Sowohl bei dem Beschreiben als bei dem Ausdeuten von Beschreibun- gen ist aber in Beziehung auf letztere eine gewisse Vorsicht nöthig; sehr häufig nämlich vergrössern sich die Schwielen durch Abreibung des ihre Umgebung bedeckenden Toments ; dass dies geschehen sei, erkennt man meist ziemlich leicht an der unregelmässigen Gestalt, unsichern Begrenzung und Flachheit ihres Randes; eben so entstehen, besonders auf der Vorderstirn, nicht selten durch Ab- reibung glänzende, nackte Stellen. Auch ist die Farbe der Schwielen nicht immer dieselbe, sondern bei heilern Varietäten oft braun , zuweilen hellbraun , während sie bei dunklern Varietäten schwarz ist. Ein im Ganzen recht brauchbares Merkmal bietet auch die Behaartheit oder Nacktheit der Au- gen. Zeller hat vorgeschlagen die Gattung danach in zwei Untergattungen, Therioplectes und Ta- Imnus zu theilen. Ich kann ihm darin nicht ganz beistimmen, da der Uebergang von fast nackt- äugi-^en zu völlig nacktäugigen Arten zu allmälig ist, und die stärkere Behaartheit der Augen von keinen andern Organisationsunterschieden begleitet wird. Zur Gruppirung der wenigen hier zu be- schreibenden Arten dient der genannte Unterschied ganz passend und ist überhaupt ein zur Einthel- luno- der Tabanus- Arten brauchbarer, wenn man die Arten mit starkbehaarten Augen denen mit fast nackten oder ganz nackten Augen gegenüber stellt. Die Striemuno- des Thorax ist schwer gut zu beschreiben und bietet nur in seltenen Fällen gute Merkmale. Desto melir Sorgfalt ist auf eine genaue Beschreibung der meist recht characteristischen Zeichnung des Hinterleibes zu verwenden. Die Beine zei"-en bei einigen Arten ausgezeichnete Merkmale. Bei fast allen Arten haben sie zwei Ei°-enthümlichkeiten , welche ich erwähnen muss, um keine Missverständnisse zu veranlassen. Die Hinterschienen haben nämlich bei allen Arten auf ihrer Aussenseite einen Längsstreif wimperartig gestellter Haare , sind also eigentUch bei allen Arten mehr oder weniger dicht und mehr oder weni- ger kurz gewimpert. Ich habe dieses Merkmal überall übergangen, wo es nicht durch grössere Länge und Dichtigkeit der Wimperhaare in die Augen fällt, wie z. B. bei Tabanus binotatus Wied. — Fer- ner ist bei allen denjenigen Arten, deren Schenkel hell bestäubt sind, die Innenseite der vordersten Schenkel unbestäubt und, wenn die Schenkel auch sonst überall hellbehaart sind, schwarzhaarig; ich habe dies deshalb da, wo es nicht besonders auffallend ist, ebenfalls verschwiegen. Das Flügelgeäder giebt ein gutes Merkmal durch das Vorhandensein oder Fehlen des rücklau- fenden Aestchens, welches die Spitzenquerader bei ziemlich vielen Arten hat. Es ist allerdings rich- tig, dass es zuweilen auf einem Flügel, oder wohl auf beiden Flügeln eines Individuums fehlt, wäh- rend es sonst der Art eigenthümlich ist; dies findet indessen nur bei solchen Arten etwas häufiger statt, bei welchen dasselbe besonders klein ist; es wird daher gut sein in der Beschreibung dieses Umstands zu gedenken. Die Brauchbarkeit des Merkmals leidet durch das Vorhandensein solcher Varietäten im Allgemeinen nicht. — Abgesehen von den sehr wenigen Tabanus -Arten, welche die erste Hinterrandszelle geschlossen haben, zeigt sich bei den übrigen Arten ein Unterschied in der Bildung dieser Zelle, welcher darin besteht, dass sie sich an der Mündung entweder verengt, oder Tabanidae. JIO5-, 33 nicht. Es ist dieses Merkmal zwar keineswegs unbrauchbar, muss aber doch mit grosser Vorsicht benutzt werden; bei allen den Arten mit an der Mündung verengter erster Hinterrandszelle welche ich in grösserer Anzahl vergleichen konnte, habe ich in dieser Beziehung Unterschiede zum Theil recht grosse Unterschiede gefunden. — Eben so giebt die an der Mündung verengte oder nicht ver- engte Gestalt der vierten Hinterrandszelle brauchbare Unterschiede, bei denen aber nach dem was oben über Silvius decipiens angemerkt worden ist, Vorsicht wohl nicht unnöthig sein wird. Die Zahl der bereits bekannt gewordenen afrikanischen Tabanus- Arten ist nicht gerins-- p,»r den etwa die folgenden sein. ^ ^' *'^^^^- a) Aus Aegypten : 1. alexandrinus Wied. — 2. agrestis Wied. — 3. agricola Wied. - 4. macrops Walk — 5. siccus Walk. — 6. unicinctus Lw. — 7. albifacies Lw. b) von Algier und Marocco: 8. autumnalis Lin. — 9. bovinus Lin. — 10. macularis Fbr. — 11. auripunctatus Fbr — 12. lunatus Fbr.— 13. vittatus Fbr. — 14. morio Fbr. — 15. carbonarius Meig. — 16 ful- vus Meig. — 17. bromius Meig. — 18. nemoralis Meig. — algirus Macq. — 19. RousseUi Macq. - 20. tibialis Macq. — 21. meditjensis Macq. — 22. tomentosus Macq. — 23 in- festans Macq. — 24. dorsomaculatus Macq. c) von der Westküste: 25. ruflcrus P. d. B.*) - 26. taeniola P. d. B. - 27. fasciatus Fbr. - 28 sugens Wied — 29. thoracinus P. d. B. — 30. unimaculatus Macq. - 31. albicans Macq. _ 32 latipes Macq. - 33. dorsivitta Walk. - 34. Pluto Walk. - 35. pervasus Walk. - 36 albipalpus Walk. - 37. conformis Walk. — 38. secedens Walk. (= tibialis Walk. Br. M) — 39 ea bonensis Macq. " ° d) vom Cap und den nächstbenachbarten Ländern: 40. capensis Wied. — 41. nanus Wied. — 42. biguttatus Wied. — 43. taeniatus Macq — 44. maculatissimus Macq. — 45. obliquemaculatus Macq. — 46. sagittarius Macq _' 47 rufipes Macq. — 48. tenuicornis Macq. — 49. fuscinervis Macq. — 50. fraternus Macq* 51. subelongatus Macq, — 52. fallax Macq. — 53. tripunctifer Walk. — 54. ustus Walk — 55. par Walk. — 56. Cerberus Walk. — 57. Hebes Walk. — 58. socius Walk. — sti-ma Walk. — 59. noctis Walk. — 60. diurnus Walk. — 61. infans Walk. — 62. rubicundus Walk. — 63. socialis Walk. — von welchen fuscinervis Macq. und Hebes Walk. hinsichtUch des Vaterlandes nicht ganz sicher sind. e) von Mozambique : 64. unihneatus Lw. — 65. longitudinalis Lw. f) von Madagaskar: 66. albitibialis Macq. g) von He de France : 67. ditaeniatus Macq. Von Tab. secedens (Walk. Dipt. Br. Mus. Supl. I.), den er fi-üher im ersten Theile dieses Wer- kes als Tab. rubicundus beschrieben hatte, giebt derselbe einmal das westliche, das andere mal das sudliche Afrika als Vaterland an, so dass ich nicht weiss, wo ich ihn recht unterbringen soll. A. Die Augen slark iehaart. a. Vorderast der dritten Längsader ohne Anhang. spec. 1. T. StrigiTentriS , mv. sp. $. — Cinerea -nigricans; aidomen superiui Irmmeo.nigrwm, vitlü duabus longiiudinalibus aequalibus iniegris flavido- einer eis , inferiusflato.rufescens; alae Umpidae. — Long. corp. e'/g lin. Synon. Tabanus strigiventris Loew, Öfvcrs. af K Vet Akad. Förhandl. 1857. 339. 14. •) Wiedemann nennt diese Art Zweif. I. 116 rnfipes und citirt P. de Beanv. pg. 55 Tab. I. 1; auf Tab. /. 1. ist Tab. niger abgebildet und anf pag. 55. Tab. mficrns beschrieben. 5 34 [106] H. Loew, Dipterenfauna Südafrikas. Aus der Verwandtschaft des Tab. vittatus Fbr. — Das Gesicht und die Stirn bis zur vordem Augen- ecke mit dichter, heller, graugelblicher Bestäubung; die zieniHch lange Behaarung des Gesichts weissgelblich. Taster weissgelblich, mit weissgelblichen und schwarzen Härchen besetzt. Das dritte Fühlerglied schwarz, nur an der aUeräussersten Wurzel roth, ziemlich breit; die Ecke desselben nicht sehr scharf, mit einigen ganz kur- zen Härchen besetzt; die beiden ersten Fühlerglieder braun, graulich bestäubt und schwarz behaai-t; das erste nicht sehr kappenförmig. Stirn breit, unten mit einer kleinen braunen, wenig glänzenden Schwiele, welche nicht die ganze Breite derselben einnimmt; etwas über dieser Schwiele jederseits am Augenrande ein graugelb- lich bestäubter Fleck ; weiter hinauf ist die Stirn braun ; von der Schwiele zieht sich eine braune Narbe weit aufwärts; drei etwas vom Scheitel herabgerückte braune Pünktchen deuten die Ocellen an. Augen überall mit kurzer aber dichter heUbräunlicher Behaarung; sie haben keine Querbinde; nach dem Aufweichen nehmen sie eine prachtvoll veilchenblaue, goldgi-ün spiegelnde Farbe an. Der hintere Augenrand ist weissbestäubt. — Die Grundfarbe des Thorax ist schwärzlich; auf der Oberseite desselben bildet die Bestäubung vier gelblichaschgrau- liche Längslinien, welche zu je zwei vorn verbunden sind und von denen die seitlichen sich über der Flügel- WTirzel spalten. Die Brustseiten sind überall graugelblich bestäubt. Die Behaarung des Thorax ist ziemlich lang lichtcelbUch , nur auf einem TheUe der dunkeln Längsstriemen und vor der Flügelwurzel schwärzlich. Schildchen schwarz; die Seitenecken desselben etwas graulich bestäubt, seine Behaarung fast durchweg licht- eelbüch. Der Hinterleib hat eine ansehnliche braunschwarze, matte Mittelstrieme mit ganz geraden Rändern, welche sich auf den letzton Abschnitten verschmälert; sie ist au^ Jeder Seite von einer geraden, licht graugelb- lichen Strieme emgefasst, auf welcher auch die kurze Behaarung gelblich ist; dann folgt jederseits wieder eine braunschwarze, schwarzbehaarte Längsstrieme, welche den Seitenrand beinahe erreicht und an ihrer Aussen- seite weniger scharf und weniger gerade begrenzt ist. Der Seitenrand selbst hat ein fast ochergelbliches An- sehen und ist gelblich behaart. Dieselbe Farbe hat der Bauch , doch scheint sie vorzugsweise von der Bestäu- bung herzurühren und im Grunde dunkler zu sein; wenigstens zeigt sich das auf den letzten Abschnitten; seine Behaarim"- ist gelblich, doch mischen sich auf den letzten Abschnitten schwarze Haare ein. — Schenkel schwärz- lich mit braungelber Spitze, gelbgraulicher Bestäubung und gelblicher Behaarung; die Behaarung der vordersten ist gcen die Spitze hin zum Theil schwarz. Schienen braungelb; die Behaarung derselben ist aus schwarzen ■und gelblichen Härchen gemengt; Füsse braun mit schwarzen Härchen. — Schwinger mit gelblichem Knopfe. — Flügel glasartig, braunadrig, vor der ersten Längsader nur ganz wässerig bräunlich; das Randmal schmal, kaffeebraun; die Spitzenquerader ohne Anhang; die erste und vierte Hinterrandszelle an der Mündung nicht enger. — (Caffrerei, Wahlberg.) spec. 2. T. vexans, nov. sp. Q. — Nigricans, Ihoracis lineis cinerascentibus modice distinctis; ab- dominis segmenüs secundo ad latera late rufo et lerlio ulrinque maculd albidopollinosd signatis , qua- luor uUimis brunneo - nigris , margine apicali ßavescente; pedum nigricanlium libiis poslerioribus lolis et anlicarum dimidio hasali brunneo ■ leslaceis ; alarum dislincte cinerearum nervis et sligmate obscure brun- neis. — Long. corp. 6 lin. Taster schmutzig weisslich mit schwarzer Behaarung. Die Grundfarbe des Gesichts fast schwärzlich, zu beiden Seiten der Mundüffnung und unter den Fühlern blassröthüch , überall weisslich bestäubt; die Behaarung desselben ist weisslich, nur auf seinem aUerobersten Theile schwärzlich. Fühler schwarz, das zweite Glied kappenförmig, das dritte mit nur sehr massig vortretender Oberecke; die kurze Behaarung der beiden ersten Fühlerglieder ganz vorherrschend schwarz. Vorderstirn von den Fühlern bis zur vordem Augenecke ziegel- röthlich mit weisser Bestäubung; die Stirn ist verhältnissmässig schmal; sie hat zu unterst eine von einem Au- genrande bis zum andern reichende, viereckige, dunkelkastanienbraune Schwiele, welche nicht erhaben ist; von derselben läuft eine schwielenartige, schwarzbraune Linie aufwärts und ist auf der Mitte der Stirn von einer mattschwarzen Stelle eingefasst ; auch auf dem Scheitel liegt eine kleine , kastanienbraune , aber kaum ganz kahle Schwiele; der übrige Theil der Stirn ist gelbweisslich bestäubt. Die Augen nehmen durch das Aufwei- chen eine dunkelschwarzbraune Färbung an und zeigen keine Binde. Der Hinterkopf ist schwarz mit weisser Bestäubung, ein Fleck ganz am Scheitel röthlich. — Thorax schwarz, in der Gegend vor der Flügelwurzel braimroth gefleckt, an den Brustseiten mit grauweisslicher, auf der Oberseite mit grauerer Bestäubung, doch zeigen sich auf derselben drei nicht sehr auffällige, weissliche Längslinien. Die Behaarung des Thorax ist ganz vorherrschend weissgelblich, doch sind ihr auch schwarze Härchen beigemengt. Das Schildchen wie die Oberseite des Thorax gefärbt und behaart. Auf dem Hinterleibe herrscht die braunschwarze Farbe vor, doch Tabauidae. [107] 35 ist der zweite Abschnitt zu jeder Seite in grosser Ausdehnung schmutzig ziegelroth gefärbt; auf dieser ziegel- rothen Färbung zeigt sich ein wenig scharf begrenzter, weisslich bestäubter Fleck von runder Gestalt; ein ähn- licher Fleck liegt an der gleichen Stelle auf dem dritten Ringe; an allen Ringen ist der Hinterrand, die Hin- terecke und der Seitenrand rothgelb; ein dreieckiger bräunlich bestäubter Rückenfleck ist auf dem dritten Ringe deutlich vorhanden , aber nicht scharf begrenzt ; schon auf dem vorhergehenden und auf dem nachfolgenden Ringe ist nur noch eine schwache Spur desselben wahrnehmbar. Die Behaarung des Hinterleibes ist auf der heilern Färbung und auf dem grössten Theile der vordem Ringe weissgelblich , sonst schwarz. Bauch braun- grau mit hellen Hinterrandssäumen, dünn grauweisslich bestäubt; von einer breiten, dunkeln Mittelstrieme zeigt sich nur eine unklare Spur. — Beine schwarz, die äusserste Spitze der Schenkel, die Wurzelhäfte der Vor- derschienen und die andern Schienen, ihre äusserste Spitze kaum ausgenommen, gelbbraun; die Unterseite der Hinter- und Mittelschenkel ganz vorherrschend weissgelblich, nur mit wenigen schwarzen Härchen untermengt; an den Vorderschenkeln schwarz; die Behaarung der Füsse und Schienen schwarz, doch gegen die Wurzel der Schienen hin mit Beimengung von immer mehr hellen Härchen. — Flügel deutlich graugetrübt, mit schwarz- braunem Randmale, ohne alle dunklere Einfassung um die Queradern; keine der Hinterrandszellen an ihrer Mündung verschmälert. — (Cap , Victorin.) b. Vorderast der dritten Längsader mit Anhang. spec. 3. T. f nlvianUS , nov. sp. Q. — Cinerascens , dense ochraceo ■ lomentosus , Takano futvo simil. limus , sed anguslior, capüe ihoraceque magis depressis , fronte dislincle laliore , dbdominis villis latera- libus ochraceo - pellucidis in quarlum usque segmenlum productis. — Long. corp. 6 lin. Synon. Tabanus fulvianus Loew, Öfvers af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 339. 15. Dem Tab. fulvus Meig. , an welchen auch sein Name erinnern soll , in allen Stücken auf das Täuschendste ähnlich , aber doch von ihm verschieden. Die Körpergestalt ist schlanker. Die Stirn ist recht erheblich breiter und hat unten ein ganz kleines schwarzes Schwielchen, auf der Mitte einen ganz kleinen schwarzen Punkt, wie sich beides bei Tab. fulvus oft auch findet, eben so oft aber fehlt. Die Augen zeigen auch nach dem Tode noch eine feine Querlinie. Die ochergelben , halbdurchsichtigen Seitenstriemen des Hinterleibes lösen sich schon auf dem dritten Ringe vom Seitenrande etwas los und reichen bis über die Mitte des vierten Ringes, während ich sie bei dem AVeibchen des Tab. fulvus stets am Hinterrande des dritten Ringes abbrechend ge- funden habe. — (Cafcerei, Wahlberg). spec. 4. X. laevifrons, nov. sp. Q. — Thorax nigricans, polline flavo cinerascens; ahdomen ex cinereo flavescens , villis duabus brunneis postice valde abbrevialis; anlennae anguslae flavae, apice nigra; frans lalissima , lala ohscure brunnea, laevis; pedes flavi; alae hyalinae , sligmale pallide brunneo. — Long. corp. 4*/2 Un. Gesicht und Vorderstirn blassgelblich bestäubt und eben so behaart. Taster gelb mit bleichgelblicher imd theilweis schwarzer Behaarung. Fühler gelb ; das zweite Glied gar nicht kappenförmig ; das dritte Glied sehr schmal mit kaum angedeuteter Oberecke , der zweite und die nachfolgenden Abschnitte desselben tiefschwarz ; die äusserst kurze Behaarung der beiden ersten Glieder weissgelblich mit untermischten schwarzen Härchen. Die Stirn ganz ausserordentlich breit, überall glänzend, dunkelbraun, nur auf der Mitte mit einiger dünnen, blass- o-elblichen Bestäubung. Die Augen schön grün, ohne Spur einer Querbinde. Hinterkopf auf dunklem Grunde mit weisslicher Bestäubung, welche besonders an der breiten Einfassung des Augenrandes recht auffällig ist. — Die Grundfarbe der Oberseite des Thorax ist schwarz, bei unverletzten Exemplaren sicherlich von gelber Be- stäubung grau und matt; bei dem beschriebenen Exemplare ist sie abgerieben, ziemlich glänzend und mit un- deutlichen , graulichbestäubten Längslinien bezeichnet. Schildchen wie die Oberseite des Thorax gefärbt , grau bestäubt. — Die Oberseite des Hinterleibes hat eine graugelbe, fast leingraue Farbe und zwei bis gegen den Hinterrand des vierten oder bis auf den vordersten Theil des fünften Ringes fortgesetzte, breite braune Strie- men, zwischen denen eine eben so breite hellere Strieme liegt, welche von vomher beleuchtet eine gelblichweisse Färbung annimmt. Bauch schmutzig gelblich. Behaarung des Hinterleibes ganz vorherrschend weissgelblich. — Beine bräunlichgelb, die Füsse gegen ihr Ende hin dunkler braun. Die Behaarung der hintern Schenkel vor- herrschend weissgelb, diejenige der Vorderschenkel zum grossen Theile schwarz. Die Behaarung der Füsse und Schienen schwarz, an den Mittel- und Hinterschienen gegen die Wurzel hin zum grossen Theile hell. — Die Flügel glasartig, kaum mit deutlich grauem Farbentone; die Adern in der Nähe des Vorderrandes, so wie der 5* 36 [108] H. Loew, Dipteren fauDa Südafrikas, grdsste Theü der dritten und fünften Längsader gelbbraun , die andern Adern dunkelbraun ; das Randmal gelb- braun, nicht sehr dunkel, aber deutUch und scharfbegrenzt. — (Cap, Victorin.) B. Die Augen nackt. A. Spitzenquerader ohne Ast. a. Die Vorderschienen verdickt, spec. 5. T. lafipeS Macq. Q. — Long. corp. V'/j— 7*/« lin. Synon. Tabanus latipes Macquart, Dipt. exot. I. 1. 119. — Tabanus latipes Walker, Dipt. Brit. Mus. SuppL I. 236. Diese schöne Art ist vom Senegal bis nach Mozambique verbreitet. Sie ist wie Herr Macquart ganz richtig bemerkt, dem Taban. fasciatus verwandt, aber vollkommen sicher von ihm unterschieden. Herrn MaC- fiUART's Beschreibung ist sichtlich nach einem sehr verriebenen und verbHchenen Exemplare gemacht und be- darf deshalb der Vervollständigung und einiger Berichtio-uncen. Rüssel dick , schwarz. Taster dick , doch spitz , schwarz , mit schwarzen Härchen besetzt ; ganz von obea gesehen zeigen sie die Spur hellgrauer Bestäubung. — Gesicht ochergelb mit dichter ochergelber Behaarung. — Fühler schwarz, die beiden ersten Glieder mit kurzen schwarzen Härchen; das erste Glied von kurz cylindri- scher Gestalt, durchaus nicht kappenförmig ; das dritte Gh'ed schmal mit wenig vortretender Oberecke. ■ — Stirn ziemhch breit , ochergelb mit ganz kurzen ochergelben Härchen ; gleich über der vordem Augenecke hat sie eine braune (oder schwarze) querlängliche , von einem Augenrande bis zum andern reichende , glänzende Schwiele. — Thorax und Schildchen überall röthlichrostgelb , nur bei total verriebenen Exemplaren' auf der Oberseite des Thorax mit der Spur eines üebergangs der Farbe in das Grünlichgelbe. Auf der Ober- seite des Thorax und Schildchens ist die Behaarung sehr kurz , zum Theil ochergelblich , zum Theil schwarz ; die schwarze Behaarung macht sich bei gut conservii-ten Exemplaren auf dem Schildchen , noch mehr aber vor und hinter der Flügelwurzel bemerklich; an der Flügelwurzel findet sich eine schneeweisse Haarflocke, eine grössere am Seitenrande des Thorax hinter der Flügelwurzel und eine dritte am äussern Ende der schwärzlichen Deckschüppchen. — Die Brustseiten sind überall mit röthlichochergelber Behaai-ung besetzt. — Die Farbe des hochgewölbten Hinterleibes schwankt zwischen dem Ochergelben und Rostrothen , auch zeigt er einigen Glanz, welcher dem Thorax ganz fehlt; der Hinterrand des zweiten und aller folgenden Ab- schnitte ist am Seitenende weiss gesäumt und der ganze Seitenraud des dritten und der auf ihn folgenden Abschnitte geschwärzt, der letzte Ring aber ganz schwarz. Die Behaarung des Hinterleibes ist sehr kurz und vorherrschend ochergelb; auf den schwarzgefärbten Stellen am Scitenrande und auf dem letzten Ringe ist sie schwarz , auch finden sich einige zerstreute schwarze Härchen auf der Mittelgegend ; auf den weissen Hin- terrandssäumchen steht schneeweisse Behaarung. Der Bauch hat ein bräunliches Ansehen und jeder Ring des- selben hat einen weissen Hinterrandssaum, welcher auf jedem nachfolgenden immer schmäler ist, auf dem letz- ten ganz fehlt ; der zweite Ring ist vom Seitenrande her geschwärzt , die folgenden sind diess in geringerer Aus- dehnung; der letzte und vorletze sind gewöhnlich ganz schwarz; zuweilen ist auch der drittletzte mit Aus- nahme des weissen Hinterrandes pechbraun. Die Behaarung des Bauches ist vorherrschend schwarz, auf dea weissgesäumten Hinferrändern weiss. — Die Beine sammt den Hüften tiefschwarz, schwarzhaarig; die Vorder- schienen sind verdickt, auf der Innenseite gerade, auf der Aussenseite gewölbt; die hintersten Schienen sind beiderseits kurz gewimpert, auf der Aussenseite deuthcher als auf der Innern. — Schwingerknopf weissgelblich. Flügel reinglasartig mit schöner schwarzbrauner Zeichnung; diese besteht: 1) aus einem bis etwas über die Spitzenquerader reichenden Saume des Vorderrandes, 2) aus einer damit verbundenen breiten, die ganze Dis- coidalzelle einschliessenden und in der fünften Hinterrandszelle ausbleichenden Querbinde, 3) aus einem vor der Mitte derselben durch die beiden Wurzelzellen gehenden grossen Flecke und 4) aus der Färbung der äussersten Wiu-zel; der Flügelanhang ist schwärzlich gefärbt und die alleräusserste Flügelspitze etwas graulich getrübt. Die erste Hinterrandszelle ist an ihrem Ende kaum, die vierte dagegen sehr viel schmäler. Die Augen neh- men durch das Aufweichen eine dunkelbraune wenig in das Grüne spielende Farbe an und zeigen keine Spur einer Binde. — (Cap, Wahlberg.) Anmerk. Die von Herrn Walker a. a. 0. beschriebene Art gehört hierher; wie er zu der Vermu- thung kömmt, dass der von ihm selbst (Zoolog. VHI. Append. 67.) beschriebene Taban. fenestratus eine Va- rietät von Tab. latipes sein könne, ist nicht zu begreifen. — Die am Cap gefangenen Exemplare des Tab. la- tipes stimmen mit denen von Mozambique vollständig überein, während die vom Senegal sich durch die den Hin- Tabanidae. [100] 37 terrand des Flügels weniger erreichende Querbinde auszeichnen. Es ist nicht ganz unmöglich, dass die süd- afrikanischen Exemplare eine eigene Art bilden, welche dann neu zu benennen sein würde, da die vom Sene- gal stammenden Exemplare den ersten Anspruch auf den Namen Tab. latipes haben. b. Dfe Vorderschienen nicht verdickt. 1. Die Flügel geschwärzt, spec. 6. X. big^nttatnS Wied. cf & Q. — Äler, alis concoloribus , apice cinerea •hyalino; libiis po- sticis cilialis; (f abdominis segmenlis 3 & 4 maculd, albidä signalis; § capüe, thorace superius |scu- telloque flavopilosis. — Long. vorp. S'/j — 10 lin. Synon. (f Tabanus biguttatus Wiedemann, Zweifl. H. 623. — Tabanus cilipes Macquart, Dipt. exot. I. 1. 120. Beide Geschlechter ungewöhnlich verschieden. Die Körperfarbe ist durchaus schwarz, auf der Unterseite mehr braunschwarz. Männchen: Das Gesicht und die kleine dreieckige Stirn mit dichter, dunkelbrauner Bestäubung, erste- res mit dichter schwarzbrauner Behaarung. Eüssel und Taster schwarz , letztere schwarzhaarig. Fühler schwarz, sehr schlank , besonders das dritte Glied sehr schmal. Die Augen nach dem Tode schwarz , nach dem Auf- weichen düster veilchenscbwarz ,' ohne Spur einer Binde; die kleinern Felder nehmen mehr als das unterste Drittheil derselben ein und ziehen sich am Hinterrande noch weit hinauf. Der Thorax ist überall mit dich- ter schwarzer Behaarung bedeckt, so dass seine Oberseite, so lange diese vollständig ist, ziemlich tief- schwarz erscheint; sobald sie verrieben ist, tritt die schwarzbraune Farbe der Oberseite hervor. Dasselbe gilt von dem Schildchen. — Der Hinterleib ist tiefschwarz und überall schwarzhaarig; der dritte Bing desselben hat an seinem Hinterrande einen grossen, dicht weissbestäubten Fleck von dreieckiger Gestalt; einen ganz eben solchen Fleck hat der Hinterrand des vierten Ringes, nur sind die hintern Ecken desselben etwas abge- rundet; die Behaarung dieser Flecke ist etwas gelblich, so dass auch sie bei dem vollständigen Vorhandensein derselben etwas gelblich erscheinen. Bauch schwarz , ziemlich glänzend , dünn schwarzhaarig. — Beine schwarz, schwarzhaarig, die Hinterschienen an der Aussenseite schwarz gewimpert, die Vorderschienen gerade und nicht verdickt. — Schwinger und Schüppchen schwarz, der Knopf der erstem bräunlich schimmernd. — Die Flügel schwarz, das Spitzenfünftheil graulich glasartig, die Grenze beider Farben verwaschen; auch ist die Schwär- zung am Hinterrande hin weniger intensiv. Die Spitzenquerader ohne Anhang, welcher indessen zuweilen ausnahmsweise vorkömmt und dann sehr nach vorn gerichtet zu sein pflegt ; die erste Hinterrandszelle an ihi'cm Ende nur wenig , die vierte gar nicht enger. Weibchen: Es unterscheidet sich von dem Männchen ausser durch etwas erheblichere Grösse durch Folgendes. Die Taster liegen dem Rüssel auf und die Behaarung derselben ist in der Nähe ihrer Basis ocher- gelblich. Das Gesicht ist gelblich bestäubt und mit sehr dichter ochergelber, bei recht fi-ischen Exemplaren fast goldgelber Behaarung bedeckt. Die Stirn ist bis zu der vordem Augenecke hinauf weisslich bestäubt und bei allen Exemplaren , welche ich gesehen habe , bis dahin kahl (bei völlig frischen wahrscheinlich gelbbehaarf ) ; hierauf folgt eine sehr kleine und sehr unansehnliche braune Schwiele , dann eine gelbe und gelbbehaarte Quer- binde; weiter hinauf ist die Stirn schwärzlich und grösstentheüs schwarzhaarig, doch findet sich jederseits am Äugenrande noch eine gelbbehaarte Stelle. — Die Oberseite des Thorax und des Schildchens ist mit dichtem gelben, zuweilen fast weisslich em Pelze besetzt, nur eine kleine Stelle gerade auf der Mitte des Thorax ist schwarzhaarig. — Auf dem dritten und vierten Hinterleibsringe findet sich auch bei den frischesten Exempla- ren nicht die geringste Spur von den weissen Flecken, welche das Männchen daselbst hat, dagegen sind am Hinterende des vierten und der folgenden Ringe der schwarzen Behaarung weisse Haare eingestreut. Alles Uebrige voUsändig wie bei dem Männchen. — (Cap, Caffrerei, Wahlberg.) An merk. Das von Herrn MACßUART als Tabanus cilipes am oben angeführten Orte beschriebene Männ- chen gehört hierher, ebenso das dort erwähnte von Lalande gefangene "Weibchen. — Die Männchen vom Senegal, deren er gedenkt, so wie das Weibchen der SKRviLLE'schen Sammlung, welches er beschreibt, ge- hören einer vom Tabanus biguttatus verschiedenen Art, welche Herr MACaUART selbst in den Suites ä Buff. Dipt. I. 204. nochmals als Tabanus unimaculatus beschrieben hat. — Ich habe in Arabien gefangene Exem- plare eines Tabanus gesehen , welche denen des Tab. biguttatus so glichen , dass ich sie von demselben nicht zu unterscheiden vermochte. 38 rilO] H. Loew, Dipterenfauna Südafrikas. 2. Flügel granbräunlich getrübt, oder doch um die Queradern braun gesäumt. spec. 7. T. SericiventriS , nov. spec. Q. — Flavido-cinereus , thorace non slrialo ; abdomen rufe- scens , cinerea- sericeum, slrid longüudinali media pallidd duabusque hanc indudenlibus nigricantibus piclum; alae cinereae, venis omnibus brunneo-cinclis. — Long. corp. T'/s Un. Synon. Tabanus sericiventris Loew, Ofvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 339. 17. Ziemlich schlank. Rüssel schwarz. Taster weiss , durchaus weisshaarig. Kopf überall mit weisslieher, auf der massig breiten Stirn mit etwas mehr in das Gelbliche ziehender Bestäubung. Das erste Fühlerglied gelblich , etwas kappenförmig , mit kurzen schwarzen Härchen ; das dritte Fühlerglied an der äussersten Basis roth sonst überall schwarz, ziemlich breit, die obere Ecke ziemlich scharf. Augen ohne Binde, nach dem Aufweichen schön grün , die im Schatten liegenden Stellen veilchenblau. ■ — Auf der Stirn in der Gegend der vordem Ausenecke eine kleine glänzendbraune Schwiele, welche nicht bis an den Augenrand reicht und sich nach oben hin linienförmig fortsetzt. Die Grundfarbe des Thorax ist schwärzlich, nur am Seitenrande hin roth- bräunlich wird aber von der dichten gelblichaschgrauen Bestäubung vollständig verdeckt , welche keine deut- lichen Läneslinien oder Striemen bildet. Die Behaarung des Thorax ist ganz üchtfahlgelblich. — Das Schüd- chen wie die Oberseite des Thorax gefärbt, bestäubt und behaart. — • Die Grundfarbe des Hinterleibes ist bei- derseits röthlich, nur auf den drei letzten Bingen ist sie schwärzlich; die Bestäubung desselben ist graugelblich und ciebt ihm in gewisser Richtung einen ziemlich seidenartigen Schimmer; die Zeichnung seiner Oberseite be- steht aus einer ansehnlichen, geraden Mittelstrieme von gelbgreiser Farbe, welche durch lichte Bestäubung und Behaarunf gebildet wird und nur den letzfen Ring frei lässt ; sie ist jederseits von einer geraden schwärzlichen Strieme eingefasst, welche mit ihr gleiche Breite hat, schwarz behaart aber licht bestäubt ist, was man deut- lich bemerkt, wenn man sie ganz von hinten betrachtet; alle drei Striemen zusammen nehmen den dritten Theil der Hinterleibsbreite ein. Auf dem Bauche, welcher gar keine Zeichnung hat, verdeckt die Bestäubung, welche mit der der Oberseite völlig gleichfarbig ist, die Grundfarbe fast ganz. — Die Schenkel schwarz mit lichtgraulicher Bestäubung und hell gelblichgreiser Behaarung. Schienen röthhch gelb, an den vordersten fast die ganze Spitzenhälfte schwarz; sie sind mit weisslicben, die Spitzenhälfte der vordersten mit schwarzen Här- chen besetzt; an den hintern finden sich gegen die Spitze hin auch einige schwarze Härchen. Schwinger hell- braun, der Knopf mit gelblicher Spitze. — Flügel grau getrübt, alle Adern mit verwaschenen, gelblichbraunen Säumen; das schmale Randmal hat dieselbe Farbe; die erste und vierte Hinterrandszelle sind an der Mündung nicht enger. — (Caffrerei , Wahlberg.) Anmerk. Die Hinterleibszeichnung verweist diese Art in die Verwandtschaft von Tab. dorsivitta Walk, und Tab. unilineatus Lw. , von denen beiden er aber wesentlich verschieden und schon an der gelbbraunen Säu- mung der Flügeladern leicht zu unterscheiden ist. spec. 8. T. bOVinuS Lin. Q. Synon. Tabanus bovinus omn. autt. Er lässt sich von unserm Tab. bovinus nicht trennen , obgleich er von allen Exemplaren , welche ich ver- gleichen kann, ein wenig abweicht. Er kommt denjenigen Exemplaren desselben am nächsten, bei welchen die schwärzliche Färbung sowohl auf Ober - als Unterseite des Hinterleibes besonders weit ausgebreitet ist. Die ge- ringfü'^igen Unterschiede bestehen lediglich in Folgendem: 1) ist das dritte Fühlerglied etwas schmäler als bei irgend einem andern Weibchen meiner Sammlung und an der Wurzel roth gefärbt; 2) bUdet die Bestäubung des Thorax etwas deutlichere helle Linien; 3) läuft der helle dreieckige Fleck auf der Mitte des zweiten Rin- ges vollkommen bis zum Vorderrande; 4) breitet sich auf dem Hinterleibe, besonders auf den letzten Ringen desselben die schwarze Behaarung mehr nach dem Seitenrande hin aus, als bei den europäischen Exemplaren; •5) bildet die Bestäubung beiderseits auf jedem Ringe einen deutlichem und grauern Fleck ; 6) ist die Mündung der ersten Hinterrandszelle etwas weiter , als bei irgend einem meiner europäischen Weibchen , welche aber unter sich selbst in dieser Beziehung ziemlich stark abweichen; 7) die Mittel- und Hinterschenkel haben auf ihrer Unter- und Hinterseite dieselbe bräunlichrothe Farbe wie die Schienen und sind nur auf ihrer Vorder- und Oberseite schwärzlich gefärbt. — Der einzige etwas auffallendere Unterschied bleibt immer der in der Gestalt der Fühler; er liess mich in der That einen Augenblick zweifelhaft, ob ich es nicht mit einer dem Tab. bo- vinus überaus nahe stehenden Art zu thun habe. Die bis in das Einzelnste und Kleinste gehende Ueberein- stimmung in allem Uebrigen lässt nicht zu, das einzige von Wahlberg mitgebrachte Weibchen für mehr, als eine Varietät unseres Tab. bovinus anzusehen. Nur eine grössere Anzahl übereinstimmender Exemplare würde Tabanidae. [Hl] 39 vielleiclit die Berechtigung, als eine besondere Art betrachtet zu werden, begründen können. — Auch die Au- gen zeigen bei dem Aufweichen keinen Unterschied. — (Caffrerei, Wahlberg.) Bpec. 9. T. trisignatns , nov. sp. Q. — Brunneo- einer ascens, Ihorace albido - vittalo ; abdomine Irunneo - rufo , poslke brunneo, Iriangulis tribus albidis segmenlorum secundi, terlii et quarli signato. Mae cinerea ■ hyalinae , venis iransversalibus fusco ■ cinctis ; callus frontalis inferior et linea frontis Ion- giludinalis brunnescentes. — Long. corp. 8 — S'/g lin. — (Tab. I. fig. 20.) Synon. Tabanus trisignatus Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 338. 6. In der Körperfarbe sehr veränderlich, aber doch leicht kenntlich. — Bei den hellsten Exemplaren ist die Grundfarbe des Thorax und des Schildchens eine rothbräunliche, während bei den dunkelsten der grössere un- tere Theil der Brustseiten eine schwärzliche, von fast weisslicher Bestäubung und Behaarung freilich sehr ver- deckte Grundfarbe hat und die dunkeln Striemen der Oberseite dann eine dunkelbraunschwarze Farbe anneh- men, so dass nur der Grund zwischen ihnen kastanienbräunlich bleibt. — Die Grundfarbe des Gesichts ist immer bleich gelbröthlich , aber von weisslicher Behaarung und von dichter weisser Bestäubung verdeckt. — Taster gelblichweiss mit weisser Behaarung, welcher kaum einzelne schwarze Härchen beigemengt sind. — Fühler schwarz, von der Wurzel bis auf die Basis des dritten Gliedes dunkelrothbraun ; das erste Glied stark tappenförmig, weisslich bestäubt und behaart, gegen die vorgezogene Oberecke hin mit sehr dichter, anliegen- der Behaarung, welche derselben ein tiefschwarzes Ansehen giebt; die schwarzen Härchen an der Oberecke des zweiten Fühlergliedes fast schopfförmig; das dritte Glied von mittlerer Breite, die Oberecke stark hervortretend und mit ziemlich vielen, ganz kurzen schwarzen Härchen besetzt. — Die Stirn ist bis zur vordem Augenecie hinauf wie das Untergesicht gefärbt und bestäubt; dann folgt eine grosse viereckige, von einem Auge bis zum andern reichende braune Schwiele, über welcher noch eine hnienförmige Schwiele steht, die zum Theil durch Abreibung zu entstehen scheint, da sie bei verschiedenen Stücken von verschiedener Gestalt ist; zuwei- len ist auch die Gegend, in welcher die Ocellen liegen sollten, mit einer kleinen Zeichnung versehen, welche dann da beginnt, wo das vorderste Punktauge stehen würde und in zwei Aesten über die Stelle der andern Punktaugen wegläuft; neben der nackten Längsstrieme auf der Stirn findet sich an jedem Augenrande eine linienförmige , etwas länger und dichter behaarte Stelle, welche bei dunkelgefärbten Exemplaren durch ihre Dunkelheit auffällt. Die Augen bleiben bei dem Aufweichen sehr dunkel und zeigen keine Spur einer Binde. — Der Thorax hat vier weisslichbestäubte Striemen und eine nur bis zu seiner Mitte reichende ebenso be- stäubte Mittellinie. — Das Schildchen ist von der Wurzel aus in grösserer oder geringerer Ausdehnung ge- schwärzt. — Sehr characteristisch ist die Färbung und Zeichnung des Hinterleibes, die Grundfarbe ist braun- röthlich ; an der Milte des Hinterrandes des ersten Ringes liegt ein kleines viereckiges , lichtbehaartes Fleckchen ; der zweite Ring hat an der Mitte des Hinterrandes ein dreieckiges, weisslich bestäubtes und ganz licht fahl- gelblich behaartes Fleckchen; auf dem dritten Ringe findet sich ein eben solches, welches sich bis zum Vor- derrande hin zuspitzt; das dritte steht auf dem vierten Ringe und seine vordere Spitze wird vom Hinterrande des vorangehenden Ringes überdeckt; auf dem fimften Ringe deutet ein braunes Fleckchen und einige lichte Härchen am Hinten-ande eine ähnliche Zeichnung an, ohne dass sie wirklich vorhanden ist. Der fünfte, sechste und siebente Ring sind dunkelbraun gefärbt und schwärzlich behaart, doch so dass der Seitenrand hellgefärbt und hellbehaart bleibt; die braune Farbe dieser Ringe setzt sich als eine nahe am Seitenrande liegende Längs- strieme über die vorangehenden Ringe, je nach der gi-össern oder geringern Ausfärbung des Exemplars mehr oder weniger weit nach vorn hin fort. — Der Bauch ist heller als die Oberseite des Hinterleibes , seine beiden letzten Ringe mehr oder weniger gebräunt oder geschwärzt. — Schenkel in der Regel schwärzlich, bei den hellsten Exemplaren ausser an der Vorderseite der vordersten nur bräunlich ; si sind weisshch bestäubt und weiss- lich behaart. — Schienen gelbröthlich , das Spitzendrittheil der vordersten schwarz , die andern an der äusser- Bten Spitze ein wenig geschwärzt. — Schwinger mit hellbräunlichem Stiele und weisslichem Knopfe. — Flügel graulich glasartig, schwarzbraunadrig, an Wurzel und Vorderrande nur mit geringer brauner Trübung; die Qneradern und die Wurzel der zweiten SubmarginalzeUe mit verwaschener dunkelbrauner Säumung; die erste Hin- terrandszeUe ist an der Mündung enger, die vierte dagegen nicht. — (Caffrerei, Wahlberg, Mozambique, Peters.) 3. Die Flügel glasartig, auch om die Queradern nicht braan gesäumt, spec. 10. T. SerratllJS; nov. sp. Q. — Brunneo. cinereus, Ihorace albido •villalo; abdomen brunneo- rufum, segmentis ultimis nigricanlibus ; villa media aequalis brunnea in singulis segmenlis triangulum album indudil; callus frontalis unicus, inferus, brunnescens. — Long. corp. S^/g lin. — (Tab. 1. fig. 21.) Synon. Tabanus serratus Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 337. 2. 40 [112J H. Loew, Dipterenfauna Südafrikas. Der vorigen Art recht ähnlich , aber ganz sicher verschieden. — Bei den hellsten Exemplaren ist die Grundfarbe von Thorax und Schildchen rothbräunlich, nur an dem untern Theile der Brustseiten ziemlich ßchwärzlich und auf den dunkeln Striemen der Oberseite braunschwarz. Bei den dunkelsten Exemplaren brei- tet sich diese Schwärzung viel mehr, namentlich auch über den grössten Theil des Schildchens aus, so dass vorzugsweise nur der Seitenrand des Thorax, die Zwischenräume zwischen den dunkeln Thoraxstriemen und der Eand des Schildchens rothbräunlich bleiben. — Die Grundfarbe des Gesichts ist in der Eegel schwärzlich, nur nach oben hin rothbräunlich, aber überall so von der weissen Bestäubung verdeckt, dass sie nur bei Ver- letzung dieser sichtbar wird; die dünne Behaarung des Gesichts ist weisslich. — Die Taster sind gelblichweiss ; die Behaarung derselben ist in der Nähe ihrer Basis weiss, sonst vorherrschend schwarz. — Fühler schwarz, das erste und zweite , zuweilen auch die Wurzel des dritten Gliedes dunkelbraunroth ; das erste Glied stark kappenförmig , weisslich bestäubt, mit schwarzen Härchen besetzt, welche gegen die vorgezogene Oberecke hin besonders dicht stehen und dieselbe tiefschwarz erscheinen lassen; die schwarze Behaarung des zweiten Fühler- gliedes an der Oberecke desselben fast schopfförmig ; das dritte Fühlerglied von mittlerer Breite, seine Ober- ecke stark vortretend, mit ziemlich vielen, äusserst kurzen schwarzen Härchen besetzt. — Stirn bis zur vordem Augenecke hinauf wie das Gesicht gefärbt und bestäubt; dann folgt eine viereckige, glänzend braune Schwiele, welche beiderseits den Augenrand nicht ganz erreicht und höher als breit ist; ihr schliesst sich noch eine braune nach oben laufende Linie an , welclie aber nur durch Abreibung zu entstehen scheint , da sie zu- weilen ganz oder fast ganz fehlt; auch in der Gegend, wo die Ocellen stehen sollten, so wie selbst auf dem Scheitel bilden sich durch Abreibung unregelmässiger Flecken , auf denen die braune Grundfarbe zum Vorschein kömmt. Die Augen bleiben nach dem Aufweichen sehr dunkel und zeigen keine Spur einer Binde. — Färbung und Zeichnung des Thorax wie bei der vorigen Art. — Das Schlichen meist nur an der Basis geschwärzt. — Die Zeichnung des Hinterleibes ist für diese Art sehr characteristisch ; sie zeigt sich am schärfsten, wenn man den Hinterleib ganz von hinten beleuchtet. Man sieht dann eine sehr breite schwarzbraune Mittelstrieme, de- ren Seitenränder ''anz gerade sind und welche nach hinten schwärzer und etwas schmäler wird; auf dem zwei- ten bis sechsten Ringe schliesst sie einen dreickigen, bis zum Vorderrande jedes Einges reichenden, licht grau- weisslich oder röthlichweisslich bestäubten Fleck ein , dessen Scheitelseiten etwas ausgeschweift sind , so dass die Hinterecken scharfgezeichnet erscheinen und durch diese Flecke eine gesägte Mittellinie gebildet wird; auf den hintern Ringen ist die vordere Spitze des dreieckigen Fleckes unter dem Vorderrande des vorangehenden Einges versteckt; der siebente Hinterleibsabschnitt ist ganz schwarz; auf dem sechsten Einge beginnt eine in der Nähe des Seitenrandes nach vorn laufende schwarzbraune Strieme, sie besteht aus die ganze Länge der Einge einnehmenden Flecken, welche auf dem vorangehenden Einge immer breiter, heller und weniger scharf- begrenzt sind, als auf dem nachfolgenden, und welche sich in der Eegel nur bis zum dritten Einge deutlich wahrnehmen lassen; die durch sie gebildete Strieme ist weniger scharf begrenzt als die Mittelstrieme, an ihrer Innenseite gesägt , an ihrer besonders schlecht begrenzten Aussenseite gerade ; auf dem sechsten Einge hängt sie oft mit der Mittelstrieme vollkommen zusammen. Der übrige Theil des Hinterleibes ist mehr oder weniger braunröthlich und mit grauweisslicher Bestäubung bedeckt. Die Behaarung der Oberseite des Hinterleibes ist vorherrschend schwarz; auf dem grössten Theile der dreieckigen Mittelflecken, jederseits unmittelbar neben der Mittelstrieme und am äussersten Seitenrande ist sie weisslich. — Bauch ziegelröthlich ; die Behaarung desselben ist an den Seiten entlang weisslich; auf dem Mittelstriche ist sie zum grossen Theile, auf den hintern Eingen fast ausschliesslich schwarz; daher mag es kommen, dass der Mittelstrich in mancher Eichtung glänzender er- scheint, obgleich er mehr von der Seite betrachtet die Färbung des Seitenstriches annimmt; die letzten Ab- schnitte des Bauchs sind geschwärzt. — Schenkel schwarz mit röthlicher Spitze, weisslich bestäubt und be- haart. Schienen röthlichgelb ; das Spitzendrittheil der vordersten schwarz ; die andern an der Spitze kaum etwas geschwärzt; Vorderfüsse schwarz, die Farbe der andern aus Braun in Schwarz übergehend. — Schwinger mit bräunlichem Stiele und gelblichweissem Knopfe. — Flügel graulich glasartig mit schwarzbraunen Adern und we- nig bemerkbarem, licht gelbbräunlichem Eandmale; die erste Hinterrandszelle am Ende etwas enger, die vierte ist dies dagegen nicht. Bei einigen Exemplaren ist der dreieckige Mittelfleck des sechsten Hinterleibsabschnitts sehr undeutlich. (Caffrerei, Wahlberg; Mozambique', Peters.) spec, 11. T. atrimannS» nov. sp. Q. — Nigra -cinereus, thorace alMdo . lineato ; dbiominis maculis trigonis , incisuris , macvlisque magnis segmenlorum lateralibus albido-cinereis; venlris albido ■ pollinosi Tabanidac. [113] 41 villd longiludinali media lata nigricanle; anlennae nigrae callus frontalis unieus inferus et linea frotu tis longiludinalis nigricantes; verlex nigro-pilosus. — Long. corp. G*/^ lin. — (Tab. L fig. 22.) Synon. Tabanus atrimanus Loew, Öfvers. af K. Akad. Fürhandl. 1S57. 340. 21. Der nachfolgenden Art verwandt, aber sicher verschieden. — Die Grundfarbe des Gesichts von weisse? Bestäubung und dichter weisser Behaarung verdeckt. Taster etwas dick , schmutzig weisslich mit weissen tind schwarzen Härchen besetzt. — Fühler schwarz , an der Basis de? dritten Gliedes schwarzbraun ; das erste Glied sehr kappenförraig, etwas weissbestäubt und weissbehaart , nach der obem Ecke hin mit dichten , äusserst kur- zen schwarzen Härchen; das zweite Glied sehr kurz; das dritte Glied von mittlerer Breite, die Oberecke des- selben scharf, nicht sehr vortretend und mit einigen schwarzen Härchen besetzt. — Die Stirn ist bis zur vor- dem Augenecke hinauf weisslich bestäubt , dann folgt eine viereckige , nicht gut begrenzte Schwiele von braun- schwarzer Farbe, über welcher sich noch eine Hnienförmige Längsschwiele findet; die ganze Stirn über der Schwiele hat kurze schwarze Behaarung, welche auf der Jlitte derselben einen schwarzen Fleck bildet, über und unter welchem sie von hellerer weissgi-aulicher Bestäubung und anliegenderen weissen Härchen ein helleres Ansehen hat. Die Scheitelgegend ist schwarz, etwas glänzend und hat ziemlich auffallende, wenn auch nur kurze schwarze Behaarung. Die Augen blieben nach dem Aufweichen sehr dunkel und zeigten keine Spur einer Querlinie. — Die Grundfarbe des Thorax ist schwärzlich, an den Seiten und zwischen den Striemen mehr rothbräunlich. Ausser den Seitenstriemen finden sich auf der Oberseite des Thorax zwei von grauweisslicher Bestäubung gebildete Längsstriemen, welche sich nach hinten hin einander etwas nähern und am Hinterrande selbst mit den Seitenstriemen verbinden. Die Behaarung der weisslich bestäubten Brusfseiten ist ziemlich an- sehnlich und ebenfalls weisslich. Die Behaarung der Oberseite scheint ebenfalls zum grössern Theile weisslich, nur auf einem Theile der dunkeln Striemen schwärzlich gewesen zu sein. Schildchen schwärzlich mit grössen- theils schwärzlicher Behaarung. — Oberseite des Hinterleibes matt braunschwarz; der erste Ring nach den Seiten hin gi-auweisslich bestäubt; auf dem zweiten Ringe verbinden sich zwei sehr grosse, grauweisslich bestäubte Stellen mit dem stumpfen aber breiten Dreiecke am Hinterrande so , dass nur drei schwarze Flecke übri" blei- ben ; der grosse schwarze Mittelfleck beginnt am Yorderrande, wird nach hinten etwas breiter und ist am Ende ausgerandet; die Seitenflecke sind ziemlich dreieckig und liegen im Vorderwinkel des Ringes, lassen aber den Seitenrand selbst frei. Auf dem dritten Ringe ist das mittelste helle Dreieck spitzer; die grosse, viereckige, grauweisslich bestäubte Seitcnmakel liegt gerade hinter der des ersten Ringes, lässt Vorder- und Seitenrand fi'ei, ist weniger gut begrenzt als die des zweiten Ringes und reduzirt sich zuweilen auf einen kleinen, auf der Mitte des Ringes liegenden Punkt ; auf den folgenden Ringen ist die Seitenmakel kaum durch etwas braunere Färbung des Grundes angedeutet ; die dreieckigen Rückenflecke sind auf dem vierten und fünften Ringe noch sehr deutlich , wenn auch nicht so scharf begrenzt wie auf den vorhergehenden ; auf dem sechsten Ringe ist die- ser Fleck klein und weniger deutlich. Die hcllbestäubten Hinterränder der einzelnen Ringe sind sehr deutlich, auf der Hinterecke, welche eine weissgelbliche Gnindfarbe hat, etwas erweitert; der letzte Ring ist ohne hellen Hinterrand, hat aber ebenfalls die hellgefärbte Hintcrecke. Die Behaarung des Hinterleibes stimmt in ihrer Farbe überall mit der des Grundes, auf -welchem sie steht, überein. — Die Gnmdfarbe des Bauches ist schwarz- grau; die weisse Bestäubung desselben ist auf dem Mittelstriche dünner, so dass dieser schwärzlicher erscheint; die Einschnitte sind zart weissgesäumt ; die Behaarung des Bauches ist weisslich , auf den letzten Abschnitten vorherrschend schwarz, auch auf der Mitte der vorangehenden Ringe zum Theil schwarz. — Schenkel schwarz, die alleräusserste Spitze derselben rothgelblich; sie haben weisse Bestäubung und helle Behaarung; Schienen blassrothgelblich mit vorherrschend weisslicher Behaarung; die Spitze aller Schienen in ziemlicher Ausdehnung geschwärzt und schwarzbehaart. Füsse schwarz. — Schwinger ganz dunkelbraun. — Flügel glasartig, kaum et- was graulich, schwarzbraunaderig; das Randmal sehr blassbräunlich; die erste und vierte Hinterrandszelle an der Mündung nicht enger. — (Caffrerei, Wahlberg.) spec. 12. T. Variabilis, nov. sp. Q. — Cinerea -nigricans, ihorace lineis duahis obsolelis albidis picto; abdominis segmenla albido -marginata , secundum utrinque maculd albidd subtaterali permagnd, se. quenlia maculis oblongis parvis, omnibus albicantibus signala; venler rubra -nigricans , nitidus, segmen- lis omnibus albo-marginatis. Anlennae, fronlis calhis unieus inferus lineaque longiludinalis inlegra, et verlex alra. — Long. corp. 4"/i2— öVi2 '"'• — (Tab. L fig. 23.) Synon. Tabanus variabilis Loew, Öfvers. af K. Akad. Förhandl. 1S57. 340. 22. Eine recht niedliche, aber wie es scheint, etwas veränderliche Art. — Die Grundfarbe des Gesichts scheint schwärzlich zu sein, ist aber überall von weissgraulicher Bestäubung und weisser Behaarung ganz ver- 42 [114] H- Loew, Dipterenfanna Südafrikas. deckt Taster von schmntzig brännlicher Farbe, mit weissen und vielen schwarzen Härchen besetzt. Fühler tiefschwarz, an der Wurzel des dritten Gliedes die Spur schwarzbrauner Färbung; das erste Glied von kap- penförmiger Gestalt, kaum etwas weisslich bestäubt, auf der Unterseite mit einigen weisslichen Härchen, sonst mit kurzen schwarzen Härchen besetzt; das zweite Glied sehr kurz; das dritte Glied von mittlerer Breite, die Oberecke sehr wenig hervortretend, kaum mit etlichen ganz kurzen Härchen. — Die Stirn bis zur vordem Augenecke hinauf mit grauweisser Bestäubung auf schwarzem Grunde; dann folgt eine viereckige, glänzend. Bchwarze Schwiele, welche dem Augenrande nicht recht vollständig anliegt und durch eine ununterbrochene und sehr gleichmässige , linienförmige schwarze Schwiele mit dem ebenfalls schwarzgefärbten Scheitel verbunden ist. Die Bestäubung der ziemlich breiten Stirn ist übrigens dunkel graubraun. — Die Augen bheben nach dem Aufweichen sehr dunkel und zeigten keine Spur einer Querbinde. — Die Grundfarbe des Thorax und des Schüdchens ist schwärzlich , etwas glänzend , nur unmittelbar vor der Flügelwurzel lichtbräunlich ; die Bestäu- bung ist sparsam und bildet auf der Oberseite des Thorax zwei wenig in die Augen fallende weissgrauliche Längslinien, welche (wie es scheint, nicht blos in Folge von Abreibung) nur bis zu seiner Mitte hin deutlich eind. Die Behaarung der Oberseite des Thorax scheint grösstentheils weisslich gewesen zu sein, doch haben auf den schwarzen Striemen derselben und besonders vor der Flügelwurzel auch schwarze Haare gestanden. Brustseiten mit ziemlich dunkelgrauer Bestäubung; die Behaarung derselben ist vorherrschend weiss, nur in der Gegend unter der Flügelwurzel schwarz. — Am ersten Hinterleibsringe sind Hinterrand und Seiten weiss bestäubt ; der zweite Ring hat ebenfalls einen ziemlich breiten weissen Hinterrand und zwei sehr grosse weisslich bestäubte Flecke, welche am Vorderrande anfangen und bis zum Hinterrande laufen , so dass auf diesem Ringe überhaupt nur drei Flecke von der schwarzen Grundfarbe übrig bleiben, deren mittelster hinten etwas breiter und deutlich ausgerandet ist; auf allen folgenden Ringen sind die weisslichen Hinterrandssäume ebenfalls deut- lich; die weisslich bestäubten seitlichen Flecke werden auf jedem folgenden Ringe schmäler und weniger deutlich ; sie bilden, da sie mit ihrem hintern Ende etwas mehr nach aussen gerichtet sind, eine schmale, zackige, bald verschwindende Seitenstrieme. — Die Behaarung des Hinterleibes ist auf dem schwarzen Grunde schwarz, auf den hellen Stellen weiss. — Der Bauch ist ziemlich glänzend , grösstentheils braunschwarz , zeigt aber doch an der Basis und auf der Mitte den deutlichen Uebergang in Roth. — Schenkel schwarz, ohne deutliche Bestäu- bung, vorherrschend schwarzhaarig; Schienen gelbröthlich ; die vordersten sind auf der Innenseite ganz, auf der Aussenseite von der Mitte an geschwärzt; an den andern ist nur das Spitzendrittheil schwarz; die Behaa- rung ist auf dem hellen Theile derselben fast ausschliesslich weiss, auf dem schwarzen aber schwarz. Füsso Bchwarz. — Schwinger braun, der Knopf mit weissgelblicher Spitze. — Flügel glasartig, kaum graulich; die Flügeladern schwarzbraun; das Bandmal bräunlich; die erste und vierte Hinterrandszelle an der Mündung nicht enger. — (Caffrerei, Wahlberg.) spec. 13. T. gpratns* nov, sp. Q. — Cinerascens, thorace pallide villato; abdomen superius nigrum, pallide triviUalum, villd intermedia inlegerrimd , vitlis laleralibut undulalo - serralis ; anlennae flava- ferrugineae, scutellum et pedes pallide rufescentes ; frontis callus inferior brunneus, superior ater; oculi fasciati. — Long. corp. S'/i Hn. Synon: Tabanus gratus Loew, Öfvers. af K. Vet Akad. Förhandl. 1857. 340. 23. Er gehört zu den niedlichen Arten aus der Verwandtschaft des Tab. unilineatus, welche sich durch die gerade, helle Mittelstrieme des Hinterleibes auszeichnen. — Die Grundfarbe des Gesichts scheint schwärzlich zu eein , ist aber von der weissen Bestäubung und Behaarung ganz verdeckt. Taster etwas dick , schmutzig weiss- lich mit weisser Behaarung und eingestreuten schwarzen Härchen. — Fühler lebhaft roströthlich ; auf dem ersten Gliede derselben wird die Grundfarbe durch die weissliche Bestäubung verdeckt; die Behaarung desselben ist weiss, aber an der sehr vorgezogenen Oberecke ist es so stark mit schwarzen Haaren besetzt, dass diese tief- Bchwarz erscheint; das zweite Fühlerglied ist sehr klein; das dritte ist etwas breit, die Oberecke stark vortre- tend und mit schwarzen Härchen besetzt, die Spitze schwarzbraun. Die Stirn bis zur vordem Augenecke hin- auf mit weisslicher Bestäubung auf schwarzem Grunde; dann folgt eine viereckige, glänzend schwarzbraune Schwiele, welche von einem Augenrande bis zu dem andern reicht; auf der Mitte der Stirn findet sich noch eine andere glänzendschwarze, nicht recht scharf begrenzte Schwiele; auch bemerkt man auf dem Scheitel selbst noch eine kleine schwarze Stelle; übrigens ist die Bestäubung der Stirn graulich, zwischen den Schwielen mehr bräunlich. — Augen schön grün, die obere und untere Ecke derselben, so wie eine gerade und nicht sehr breite, bei der untern Stiinschwiele beginnende Querbinde von Purpurfarbe. — Die Grundfarbe des Thorax Tabanidac j-jig-j 43 ist schwärzUchgrau, vor der Flügelwiirzel bräunlich; die weissgraue Bestänbimg bUdet ausser den Striemen am Seitenrande noch zwei deutliche Längsstriemen auf der Mitte der Oberseite und eine wenigstens vom deutliche Mittellinie. Die Behaarung der Oberseite des Thorax ist zum grossen Theile weisslich; auf den dunkek Strie- men, zwischen welchen die Grundfarbe hin und wieder in das Eothbräunliche übergeht, ist sie dunkelbraun eben so auf einem Theile des rothbräunlichen Schildchens; vor der Flügelwurzel stehen auch schwarze Haare! Die Brustseiten sind weisslich bestäubt und weiss behaart. — Die Oberseite des Hinterleibes ist schwarz mit drei grauweisshchen Striemen und grauweisslichem Seitenrande; die Mittelstrieme beginnt am Vorderrande des zweiten Abschnitts spitz, wo sie sich einem kleinen, ihr gleichfarbigen Fleckchen, welches auf dem ersten Ab schnitte hegt, anschliesst; sie erweitert sich dann ganz allmälig bis auf den vierten Eing, von wo an sie sich wieder schneUer verschmälert und dann mit dem Hinterrande des sechsten Ringes abbricht; ihre Seitem-änder sind ganz. In einiger Entfernung vom Seitenrande des Hinterleibes findet sich jederseits eine weisslichgrauo Zickzackstriemc, welche durch weissgrauliche Striche gebUdet wird, die auf jedem Ringe die ganze Län^e ein- nehmen und mit ihrem hintern Ende etwas weiter nach aussen stehen, als mit dem vordem; auf jedem" nach- folgenden Ringe sind diese Striche schmäler, so dass die durch sie gebUdeten Striemen auf den letzten Ringen zu verschwinden anfangen. Die Grundfarbe des Hinterleibsrandes ist isabcUgelblich , auch ist die Bestäubung desselben weisser, als die der übrigen Oberseite. An den Hinterrändern der einzelnen Ringe zeigt sich die Spur lichter Säume. Die Behaarung auf den lichtgefärbten Stellen ist weisslich, auf den schwärzen s^'chwärzlich Bauch rothgelblich, an den Seiten und auf den letzten Abschnitten grauer, wenig bestäubt und mit sehr kurzen' weissüchen Härchen besetzt. — Beine gelbröthHch, weisslich bestäubt; die Spitze der vordersten Schienen und die vordersten Füsse schwarz, die hintern Füsse gegen die Spitze hin schwarzbraun. Die Behaaruncr der Beine ist selbst auf den Füssen vorherrschend weiss, doch sind ihr schwarze Härchen beigemengt, welche sich an den Vorderschenkeln, am Ende der Fussglieder und auf der Aussenseite der Hinterschienen besonders bemerklich machen. — Schwinger weiss. — Flügel glasartig, Adern und Randmal heUbraun, die erste und vierte Hinter- randszelle an der Mündung nicht enger. — (Caffrerei, WahlberO B. Die Spitzenquerader mit einem Ast. a. Die Flügel schwarz gezeichnet. spec. 14. T. macnlatissiinns Macq. Q. Synon. Tabanus maculatissimus Macq. Dipt. exot. I. 2. 121. Diese schöne Art ist zu kenntlich, als dass nähere Angaben über sie nothwendi<» wären — CCan Wahlberg.) — o v p, b. Die Flügel um die Queradern dunkel eingefasst. spec. 15. T. lencOStomuS, nov. sp. Q. — Nigro.cinereus, facie Candida, anteriore frontis parte atrd, antennis alris . aldomine bifariam albo-maculalo, pedibus nigricantibus . libiarium anticarum dimi. dio basali albo; alarum cinerascenlium nervis et sligmale nigra . brunneis , nervis transversis brunneo. limbalis. — Long. corp. 7 lin. Von gedrungener Gestalt, dem Tab. quatuornotatus Meig. nicht ganz unähnlich. Gesicht schneeweisg, mit weisser Behaarung. Taster dick, gelblichweiss mit weisser Behaarung, unter welcher sich nur etliche schwarze Härchen finden. Fühler tiefschwarz; das zweite Glied sehr kappenförmig, etwas weisslich bestäubt, nur die äusserste Oberecke tiefschwarz; die Behaarung desselben, ausser an der Oberecke, weisslich; das dritte Glied von mittlerer Breite, die Obereoke desselben nur wenig vortretend. Die ganze Vorderstirn ist bis zur vordem Augenecke hinauf glänzend schwarz; auf dem zwischen den Augen liegenden Theile der äusserst breiten Stirn befindet sich zu Unterst eine querviereckige , schmutzig wachsweisse Schwiele ; auf der Mitte der Stirn lict eine schwarzbraun eingefasste Stelle: der übrige Theil derselben hat dünne weissliche Bestäubung auf schwärzlichem Grunde. Augen nach dem Aufweichen dunkel chocoladenbraun , ohne Binde. Hinterkopf mit weisslicher Be- stäubung auf schwärzlichem Grunde, am Scheitel mit einem bräunlichen Fleck; der Saum des Augenrandes sehr schmal. — Grundfarbe des Thorax vor, unter und über der Schulterecke bräunlich; die weissbestäubtea Längslinien desselben ziemlich deutlich; die weissliche Behaarung desselben scheint mit viel schwarzen Härchen untermengt gewesen zu sein, besonders in der Gegend vor der Flügelwurzel. Brustseiten mit weisser Bestäu- bung und weisser Behaarung. Schildchen wie die Oberseite des Thorax gefärbt, bestäubt und behaart. — Der 6* 44 £116] H. Loew, Dipterenfauna Südafrikas. Hinterleib schwärzlich mit zwei Reihen gut begrenzter, länglicher, weissbestäubter Flecke, deren jeder mit sei- nem Hinterende mehr nach aussen liegt, so dass durch sie eine an jedem Einschnitte schmal unterbrochene, etwas gesägte Strieme entsteht ; an der Mitte des Hinterrandes des ersten bis fünften Ringes findet sieh eine kleine weissliche Stelle, welche sich aber nicht zu einem Dreiecke verlängert. Auch zeigen alle Ringe im Hinterwinkel und am Seitenrande eine schmutzigweisslicho Einfassung. Die Behaarung ist auf der hellen Färbung weisslieh, auf dem schwarzen Grunde schwarz. Bauch mit weisslicher Bestäubung auf schwärzlichem Grunde , weisslichen Hinter- randssäumen und einer gleissenden , wohlbegrenzten , dunkelgrauen Mittelstrieme. — Beine schwarz mit weisser Bestäubung; die Vorderschienen auf ihrer Aussenseite bis über die Mitte hin weiss; die Mittelschienen haben ebenda eine schmutzig bräunliche Färbung, Behaarung der Schenkel und Schienen vorherrschend weiss, an den Vordersehenkeln so wie am Ende der hinteren Schienen zum Theil schwarz, auf dem schwarz o-efärbten Theile der Vorderschienen und au allen Füssen nur schwarz. — Die Flügel mit starker gi-auer Trübung , auf der Wurzelhälfte etwas heller ; Adern und Randmal schwarzbraun ; die Queradern dunkelbraun eino-efasst ; die erste Hinterrandszelle am Ende merklich verengt. — (Kuisip, Wahlberg.) c. Die Flügel ohne Zeichnung. spec. 16. T. inSig^niS» nov. sp. p. — Nigricans, thoracis lineis dualus poslice ahbrevialis fascidque apicali albis; abdominis segmenlum secundum macuUs sex albis, sequentia iernis signata; alae hyalinae, sligmate brunneo. — Long. corp. 6'Y,2 lin. Synon. Tabanus insignis Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1S57. 341. 25. Eine dmxh ungewöhnliche Zeichntmg ausgezeichnete Ai-t. — Braimschwarz , etwas glänzend, mit weissen Zeichnungen. Gesicht dicht weissbestäubt und weissbehaart. Taster ziemlich schlank , weisslieh , weissbehaart ; an der Spitze derselben stehen auch einige schwarze Härchen. Stirn nicht breit, bis zur vordem Augenecke weissbestäubt; dann folgt eine kleine, glänzend braunschwarze Schwiele; weiter hinauf ist die Stirn braungrau mit einem mattschwarzen Flecke auf der Glitte und schwarzem Scheitel; in anderer Richtung erscheint sie mit alleiniger Ausnahme des Scheitels weiss. Fühler schwarz, nur die Basis des dritten Gliedes geröthet; das erste Glied kappenförmig , schneeweiss bestäubt und weiss behaart, die stark vortretende Oberecke desselben mit echwarzen Härchen , tiefschwarz ; das dritte Fühlerglied ziemlich schmal mit massig vortretender Oberecke. Die Augen bleiben nach dem Aufweichen dunkel und zeigen keine Spur einer Binde. — Die Oberseite des Tho- rax ist braunschwarz, der Seiten- und Hinterrand weissbestäubt und behaart; ausserdem finden sich zwei kurze aber breite Längsstriemen, welche weiss bestäubt und behaart sind, aber schon auf der Mitte des Thorax plötzlich abbrechen, auf den schwarzen Striemen des Thorax ist die Behaanmg grösstentheils schwärzlich. Brustseiten schwärzlich, von sehr dichter weisser Bestäubung und weisser Behaarung bedeckt. — Schildchen braunschwarz. — Hinterleib braunschwarz; der erste Ring fast ganz und gar weiss bestäubt, nur in der Mitte schwarz ; der zweite Ring hat auf der Mitte vier weissbestäubte Flecke , deren hinterstes Paar am Hinterrande liegt und beinahe zusammenstösst , während das andere in der Nähe des Vorderrandes liegende Paar weiter von einander absteht; ausserdem findet sich an jeder Seite des Hinterrandes noch ein ansehnlicher weissbe- stäubter Querfleck, welcher sich am Seitenrande nach vorn zieht. Der dritte Hinterleibsring hat an der Mitte seines Hinterrandes einen grossen weissbestäubten Fleck von halbkreisförmiger Gestalt und an jeder Seite des- selben noch einen Querfleck wie der zweite Ring, welcher sich aber weniger nach vorn zieht und durch einen feinen weisslichen Randsaum mit dem Mittelflecke verbunden ist. Die Zeichnung des vierten Ringes gleicht ganz der des driften, nur ist der Mittelfleck ein wenig grösser und die Seitenfleckc sind kleiner; auf dem fünf- ten Ringe wiederholt sich dieselbe Zeichnung nochmals , Mittelfleck und Seitenflecke sind aber kleiner und erste- rer aschgrauer, auf dem nachfolgenden sechsten Ringe sind nur noch kleine Seitenflecke und der helle Hinter- randssaum vorhanden, wovon sich auf dem letzten Ringe auch noch eine Spur zeigt. — Die Behaarun" des Hinterleibes ist auf dem Schwarzen schwarz, auf dem Hellen dagegen weiss. — Bauch schwarzbraun, die Hin- terhälfte der Ringe, mit Ausnahme derjenigen der letzten, weissbestäubt; die kurze Behaarang weiss, auf den hintern Ringen mit einigen beigemengten schwarzen Haaren , auf dem letzten ganz schwarz. — Schenkel schwarz mit weisser Bestäubung und Behaarung. Schienen gelblichweiss , an der Spitze in ziemlicher Ausdehnung ge- schwärzt ; die Behaarang derselben ist weiss , auf dem Schwarzen grösstentheils schwarz. Füsse s chwarz. Schwinger mit hellbräunlichem Stiel und braunem Knopfe. — Flügel rein glasartig, schwarzbraunadrig, mit ziemlich dunkelbraunem Randmale; der Ast an der Spitzenquerader sehr kurz; die erste und vierte Hinterrands- itelle an der Mündung nicht enger. — (Caffrerei, Wahlberg.) Tabanidae. [117] 45 spec.lT. T. SnIcipalpnS, nov. sp. 5. — Nigro-cinereus, thorace cinerea. linealo, ahdomine suhlut flavescente, superius serie iriplici macularum ßavido . cinerascentium , vix dislinclarum signalo; anlennis rufis, apice alro; palpis flavescentibus anguslis , longüudinalüer sulcalis ; aus cinereo- hyalinis', sligmate obscure brunneo. — Long. corp. öVg lin. Synon. Tabanus sulcipalpus Loew, Öfvers. af K. Vet, Akad. Förhandl. 1857. 341. 26. Eine durch so eigentliümliche Merkmale ausgezeichnete Art, dass ich sie nach dem einzigen leider nicht ganz gut conservirten Exemplare zu beschreiben wage. — Gesicht weissgrau bestäubt, unten mit weisshchen, oben und an den Seiten mit kürzern schwärzlichen Härchen besetzt. Die sehr schmalen bräunlichgelben Taster Bind mit schwarzen Härchen besetzt und haben auf der Oberseite eine bis weit nach der Spitze hinlaufende Längsfui-che. Fühler schmutzig rostroth, die Spitze des dritten Gliedes schwarz; das erste Glied kaum etwas knppenförmig und wie das zweite mit schwarzen Härchen besetzt; das dritte Glied schmal, die Oberecke kaum vortretend. Stirn graulich bestäubt, an der vordem Augenecke mit sehr kleiner und nicht recht scharfbegrenz- ter, deshalb vielleicht blos von Verreibung herrührender Schwiele, von welcher aus sich die Spur einer nackten LängsUnie weiter nach oben zieht. Augen nach dem Aufweichen braunschwarz, ohne Binde. — Thorax schwarz- grau; die graue Bestäubung bildet auf der Oberseite desselben heUere, nicht sehr in die Augen faUende Längs- linien. Die Behaarung an den Brustseiten, so wie auf dem hellbestäubten Theile 'der Oberseite ist gelblich- weiss; z^vischen Schulter und Flügelwurzel, auf den dunkeln Längsstriemen und auf der Mitte des SchUdchens ist sie grösstcntheils schwarz. — Auf dem Hinterleibe zeigt sich eine Eeihe kleiner, gelblichaschgrau bestäub- ter, am Hmterrande der Ringe liegender Dreiecke ; ausserdem findet sich jederseits noch eine Längsreihe grosser, abei- sehr unbestimmt begrenzter Flecke von derselben Bestäubung; endhch sind auch die Hinterränder der Ringe noch hell gesäumt. Ueberall wo diese hellere Färbung stattfindet, geht auch die Grundfarbe in das Schmutzigrothbräunhche über. Die Behaarung des Hinterleibes ist auf den dreieckigen Flecken, am Hinterrande aller und gegen den Seitenrand der vordem Ringe hin licht, sonst schwarz. Bauch ochergelblich mit lichter, auf den letzten Ringen mit schwarzer Behaarung. — Beine braun, die Schenkel, Schienenspitzc und Füsse dun- kelbraun; die Schenkel gelbgrauHch bestäubt und vorhen-schend mit lichter, die Schienen gleich von ihrer Ba- sis an ganz vorherrschend mit sehwai-zer Behaarung. _ Schwinger braun mit hellerem Stiele. — Flügel grau- lichglasartig, schwarzbraunaderig, mit dunkelbraunem Randmale; die erste und vierte HinterrandszeUe an ihrer Mündung nicht verengt. — Die schmalen Fühler, die schmalen und gefurchten Taster, die an den Seiten und auf der Oberhälfte des Gesichts schwarze Behaarung, das Vorherrschen der schwarzen Behaarung an den Schienen sind alles Merkmale, an denen sich diese Art wohl wieder erkennen lassen wird, wenn auch die obigen Angaben über die Zeichnung des Thorax und des Hinterleibes wegen der Beschaffenheit des beschriebe- nen Exemplars nicht so präcis sein mögen, als wohl zu wünschen wäre. — (Cafirerei, Wahlberg.) spec. 18. T. lllteolllS, nov. sp. $. — Luteolus , pedibus concoloribus , fronle angusld immaculatä, anlennis laete ochraceis , ocuUs non fascialis. — Long. corp. h^|^ lin. Synon. Tabanus luteolus Loew, Öfvers, af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 348. 27. Dem Tab. fulvus ähnlich , aber sehr wesentlich verschieden. — Gesicht ochergelblich bestäubt, mit weiss- licher Behaarung, unter welcher sich indessen etliche schwarze Härchen finden. Taster gelbUchweiss , von mitt- lerer Dicke, zum grössten Theile mit schwarzen Härchen besetzt. Die beiden ersten Fühlerglieder bleicher als das dritte; das erste kaum etwas kappenförmig und sehr sparsam mit kurzen schwarzen Härchen besetzt; das dritte Fühlerglied ziemlich schmal, seine Oberecke kaum deutlich vortretend. Stii-n sehr schmal, überall mit etwas düster ochergelber Bestäubung; nur durch Verreibung wird unten eine ganz kleine längliche, beiweitem nicht bis an den Augenrand reichende Schwiele und eine von ihr nach oben laufende Linie kald, welche bald eine bräunliche, bald eine fast schwarze Farbe haben. Die Augen haben keine Queilinie; bei dem Aufwei- chen nehmen sie eine grüne , in das Veilchenblaue spielende Farbe an. — Die Grundfarbe des Thorax und des Schildchens ist wohl grösstcntheils grau; auf der Oberseite ist dieselbe von sehr dichter ochergelber, an den Brustseiten von weisslicher Bestäubung verdeckt. Die Behaarung der Oberseite ist vorherrschend blass ocher- gelblich, doch finden sich in der Nähe des Seitenrandes, so wie auf der Mitte des Thorax auch schwärzliche Härchen. An den Brustseiten ist die Behaarung gelblichweiss. — Die Grundfarbe des ganz ungezeichneten Hinterleibes ist fahlgelblich, auf den drei letzten Ringen erscheint sie dunkler, was indessen wolil nur Folge des Inhalts sein dürfte. Die kurze Behaarung desselben ist aus lichlgelblichen und schwarzen Härchen ziem- lich gleichmässig gemischt, von denen in der einen Richtung die einen, in der andern die andern deutlicher 46 [118] H. Loew, Dipjtcrenfanna Südafrikas. sind-l Der Bauch ist heller fahlgelblich mit anliegenden» lichten und abstehenderen schwärzlichen Härchen , welche nicht in jeder Eichtung gut zu sehen sind; auf den letzten Ringen sind sie zahlreicher. — Beine bräunlichgelb, die Schenkel vorherrschend mit gelblichweissen, die Schienen mit schwarzen und mit anliegenden lichten Här- chen. — Flügel glasartig, fast etwas graulich, mit ochergelblichen Adern und Randmale; der Anhang der Spitzenquerader sehr kurz; die erste und vierte Hinterrandszelle an der Mündung nicht enger. — (CafErerei, Wahlberg.) — Gen. Vn. HAEMATOPOTA. Meig. Der Gattung Haematopota sind manche Arten beigezählt worden, welche gar nicht in sie ge- hören. Wiedemann's Haematopota longicornis und exstincta sind die beiden einzigen bisher bekannt gewordenen Arten der Gattung Acanthocera Macq. — Eben so wenig ist, wie dies ganz irrthümlich von Walker geschieht, Haematopota lunata Fbr. hierher zu rechnen; wie Wiedemann bereits genü- gend nachgewiesen hat, ist sie ein Tabanus. Auch die Stellung der mir unbekannten Haematopota Tariegata Fbr. in gegenwärtiger Gattung erregt Bedenken. — Alle exotischen Haematopota -Arten, welche nach Abrechnung der vorhergenannten übrig bleiben stehen unseren gemeinen europäischen Arten so nahe, dass diese als typisch betrachtet werden können und eine genauere Characterisirung der Gattung somit überflüssig wird. Wie schwer Haematopota- Arten sicher zu unterscheiden sind, wird wohl am allerklarsten durch die völlige Unsicherheit, welche in der Unterscheidung der europäischen Arten noch immer herrscht, nachgewiesen. Hat doch erst Herr Walker in seiner neuesten Schrift dieselben alle wieder zusam- mengeworfen! — Es liegt in jener Schwierigkeit eine dringende Aufforderung in der Beschreibung der Arten gegenwärtiger Gattung recht genau zu sein und vor allem zuverlässige Merkmale aufzu- suchen. Diese finden sichln der Bildung des Kopfes; die Grösse, Gestalt und Lage der beiden tief- schwarzen Flecke auf der Stirn, wie die Anwesenheit oder das Fehlen eines kleinen, weiter oben liegenden schwarzen Fleckchens sind ziemlich gute Merkmale; auch die Zeichnung des Gesichts giebt "brauchbare Merkmale , doch darf man auf kleine Unterschiede in derselben nicht zuviel Gewicht legen. Ob die Gestalt der Fühler ein gutes Merkmal sei oder nicht, ist noch streitig, namentlich wird von manchen Dipterologen nach Meigen's Vorgange angenommen, dass die Verdickung des ersten Füh- lergliedes bei ein und derselben Art bald vorhanden sei, bald nicht. Ich will gern glauben, dass im Bau desselben Verschiedenheiten vorkommen , ganz gewiss aber liegen sie in engen Grenzen und es müssen erst noch ganz andere Beweise beigebracht werden, ehe es als statthaft angesehen werden kann Exemplare mit verdicktem ersten Fühlergliede mit solchen, bei denen dies Glied schlank ist, in eine Art zu vereinigen. — Die Farbe der Fühler ist mit einiger Vorsicht als Artmerkmal zu gebrau- chen. Die Zeichnung des Thorax ist bei beiden Geschlechtern verschieden, bei dem Weibchen stets deutlicher als bei dem Männchen; sie würde gute Merkmale geben, wenn sie nicht gar zu leicht durch Verreibung litte, so dass bei derjenigen Conservation, in welcher exotische Fliegen zu uns zu gelangen pflegen, gar oft nicht viel mit ihr anzufangen ist; bei einigen Arten ist sie sehr ausgezeich- net. — Auch die Zeichnung des Hinterleibes giebt gute Merkmale , doch tritt hier der Uebelstand ein, dass sie bei ein und derselben Art oft merklich verschieden ist und dass auch sie durch Abreibung verändert wird. — Die Beine zeigen im Bau und in der Färbung ebenfalls Merkmale, welche nicht übergangen werden dürfen. — Brauchbare Merkmale bietet auch die Flügelzeichnung dar; es stehen sich in derselben nur sehr wenige Arten so nahe, dass ein geübteres Auge einige Mühe hat, die Un- terschiede aufzufinden. Findet man sich so unter Arten , welche man neben einander halten kann, auch ziemlich leicht zurecht, so ist damit doch für die Ausdeutung von Beschreibungen fast gar nichts gewonnen. Die Flügelzeichnung dieser interressanten Thierchen ist so compUcirt, dass es fast un- mögUch ist, sie vollständig und deutlich zu beschreiben. Um wenigstens zu einigermassen brauch- baren Beschreibungen zu gelangen, muss man sich an gewisse Punkte halten, in welchen sich das Characteristische gewöhnlich auszusprechen pflegt; solche sind: 1) die Farbe des dunkeln Grundes und der helleren Zeichnung auf ihm; 2) der allgemeine Character dieser Zeichnung, ob sie punktirt, geringelt, gescheckt etc. ist, und der Umstand , ob sie sich um das Ende der hintern Wurzelzelle, der Discoidalzelle und um die Wurzel der Spitzenquerader zu mehr oder weniger deutlichen, rosetten- artigen Zeichnungen gestaltet; 3) die Beschaffenheit gewisser Theile derselben und zwar: a) der klei- nen Zeichnung, welche sich ganz im hintersten Winkel des Flügels unmittelbar vor dem Ende des Tabanidae. [119] 47 Einschnittes, -welcher den Flügelanhang absondert, findet, und die ich deshalb die Signatur des Hin- terwinkels nennen will; b) die Beschaffenheit des vom Randmale sich etwa bis zur dritten Längsader hinziehenden, gewöhnlich dunkelen Fleckes, den ich den Fleck unter dem Randmale nenne; c) der hellen kleinen Zeichnung, welche unmitttelbar jenseit des Randmales am Vorderrande beginnt und Bich bis zur dritten Längsader fortsetzt, sie bildet die gegen die Flügelspitze hin hegende Grenze des Flecks hinter dem Randmale und mag die Signatur jenseit des Randmales heissen; d) das helle mehr oder weniger geschlängelte Bändchen, welches sich von der Mündung der zweiten Längsader durch die beiden Submarginalzellen zieht und die dritte Längsader etwas vor ihrer Spitze trifft; es ist entweder einfach und dann die der Flügelspitze zunächst liegende helle Zeichnung, wenn sich nicht jenseit desselben noch ein heller Punkt findet, öderes ist doppelt, das heisst es findet sich noch ein zweites der Spitze näheres helles Bändchen , welches mit jenem entweder nur vom verbunden ist, oder sich weiter hinten mit ihm nochmals verbindet und dann eine Art ringförmiger Zeichnung bildet; e) die hellen Fleckchen, welche die Hinterrandszellen ganz am Flügelrande haben und die ich kurz die Hinterrandsfleckchen nennen will. — Bei der Betrachtung der Flügel müssen dieselben gegen eine dunkle Fläche gesehen werden, weil so die Zeichnung derselben am deutlichsten hervortritt. Bei der Ausdeutung von Beschreibungen aber muss man darauf rechnen, dass bei den Männchen mancher Arten die helle Zeichnung in der Nähe der Flagelspitze eine etwas grössere Ausdehnung hat, als bei den Weibchen. Afi-ikanische Haematopota- Arten sind bisher sehr wenige bekannt geworden und diese wenigen Bo ungenügend beschrieben, dass es recht schwer sein wird ohne nochmahgen Vergleich der Origi- nale über dieselben in das Klare zu kommen. Es sind: a) von der Nordküste: 1. pluvialis Lin. — 2. variegata Fbr. b) aus dem südlichsten Afrika: 3. imbrium Wied. — 4. ocellata Wied. — 5. ruficornis Mcq. Die Bestimmung der ersten dieser Arten und die Stellung der zweiten in dieser Gattung sind nicht ohne Zweifel. A. HinterscMenen mit zwei hellen Ringen. spec. 1. H, dnplicata, nov. sp. Q. — Alae oiscure nigro • cinereae , lineolis undulalis geminis flave- scenlibus piclae. — Long. corp. 4'/i2 — 5*/« Un. — (Tab. L fig. 24.) Synon. Haematopota duplicata Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 341. 28. Taster schmutzig bräunlich , an der Basis mit weisslicher , gegen die Spitze hin mit schwarzer Behaarung. Das Gesicht auf jeder Seite mit einem aus zusammenfliessenden schwarzen Punkten gebildeten Querstriemchen und unter jedem Fühler oft noch mit einem kleinen tiefschwarzen Flecken. — Fühler bräunlich, das dritte Glied an der Spitze schwarz ; die Behaarung der beiden ersten Glieder vorherrschend schwarz. Die glatte Quer- strieme auf der Vorderstirn bräunhch, an beiden Enden etwas geschwärzt; der zwischen den Fühlern hegende echwarze Punkt unmittelbar vor ihr ist klein aber deutlich. — Stirn graubräunlich, die Oberecken und die Säumung der schwarzen Flecke heller; die beiden schwarzen Flecke auf der Stirn sind nierenförmig , von mitt- lerer Grösse und stossen an den Augenrand; das obere schwarze Fleckchen ist nur durch einen Punkt ange- deutet. — Oberseite des Thorax graubraun, die dunkeln Striemen fast braunschwarz, die Lineirung ziemUch nndeutUch, in der Nähe der Naht keine hellen Fleckchen; am Hinterrande zwei graugelbliche Bogen, deren jeder aus zwei sich am Hinterrande verbindenden Fleckchen gebildet ist. — Schildchen graugelbUch, an beiden Seiten in grosser Ausdehnung schwarzbraun. — Hinterleib obenauf graubraun mit weissHchgrauen Einschnitten, schmaler heUgrauhcher MittelUnie und auf jedem Ringe mit zwei heUgrauUchen Flecken , welche nicht gross, von wenig scharfer Begrenzung und auf den vordem Ringen völlig undeuthch sind. — Vorderhüften gelbröth- lich mit geschwärzter Spitze ; Vorderschenkel schwarz oder schwärzlich braun ; Vorderschienen nicht verdickt, schwarz mit zwei schmutzigweissUchea Ringen , von denen der zweite viel weniger auffallend ist ; Vorderfüsse schwarz , das erste Ghed derselben grösstentheils hell ; die Mittel - und Hinterbeine sind wie die vordersten gefärbt, nur werden die Schenkel erst gegen die Spitze hin schwärzhch, der zweite Schienenring ist deuthcher und die helle Färbung hat an den Füssen eine etwas grössere Ausdehnung. — Schwinger mit weisslichem Stiele und schwarzem Knopfe, — Die Grundfarbe der Flügel ist ein zIemUch gesättigtes Schwarzgrau; die Zeich- 48 [120] (H. Loew, Dipterenfauna Südafrikas. nung derselben wird dui'ch geschlängelte fahlgelbliche Linien gebildet, von denen immer zwei parallel laufen und die sich an den gewöhnlichen drei Stellen zu schönen Eosetten gruppiren ; die Signatur des Hinterwinkels besteht aus zwei concentrischen Bogen; der Fleck unter dem dunkelbraunen Randmale ist recht deutlich, doch kaum dunkler als der übrige Grund, etwas schmal; die Signatur jenseit des Randmals besteht aus einem Ringe und aus einem grossen, mit dessen Vorderrande verwachsenen Punkte vor der zweiten Längsader und aus einem der Flügelwurzel näherstehenden Schrägstriche hinter ihr; das Spitzenbändchen ist doppelt, äusserst geschlängelt, oft vor dem Hinterrande verloschen , die äussere Verdoppelung desselben ist dies noch öfier in sehr grosser Aus- dehnung; die Hinterrandsfleckchen liegen in dem Spitzeuwinkel der Hinterrandszellen, die in der ersten, zwei- ten und vierten Hinterrandszelle sind oft verloschen, oder fehlen ganz. Die beschriebenen Exemplare sind von Tollin und von Victorin in der Nähe der Capstadt gefangen, Fühler und Stirnscliwielc dürften sich bei andern Exemplaren derselben Arten wohl dunkler finden. — Die Be- ßchreibung, welche WieDKMANN von Haemat. ocellata giebt, scheint in vielen Stücken auf gegenwärtige Art ZU passen , lässt sich aber doch nicht auf sie deuten , weil der eben beschriebenen Art die weisslichen Fleckchen an der Naht fehlen, und vor allem, weil Wiedkmann seine Art der Haemat. pluvialis ähnlich nennt, von welcher Haemat. duplicata in der Flügelzeichnung auf das Auffallendste abweicht. spcc. 2. H. obsCUra, nov. sp. cf. — Anlennarum arliculus primus percrassus , aler; sculellum tolum oiscurum; alarum lineola apicalis pellucida simplex , valde undulala, bis inlerrupia, anlice lalior. — Long. corp. 5 lin. — (Tab. L flg. 25.) Synon. Haematopota obscura Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. IS57. 341. 29. Taster grauweisshch mit weisslicher und untermengter schwarzer Behaarung. Die Oberhälfte des Gesichts beiderseits ziemlich dicht schwarzpunktirt. — Fühler tiefschwarz, das dritte Glied auf der Wurzelhälfte roth durchscheinend; das erste Glied sehr verdickt und sehr glänzend, mit langer, grösstentheils lichter Behaarung, welcher nur auf der Oberseite, und hier besonders nach der Spitze hin sehr viele schwarze Haare beigemengt gjjjjj^ Die kleine Stirnschwiele glänzendschwarz. — - Thoi'ax und Schildchen grauschwarz ; die grauliche Li- neii-un" des erstem ist nur auf dem vordersten Drittheile ziemlich deutlich. Die Behaarung beider ist lichtfahl- selblich mit viel untermengten schwärzlichen Haaren. — Oberseite des Hinterleibes grauschwärzlich, in den Hinterecken des dritten und der folgenden Ringe in das Bräunliche übergehend; Hinterrandssäume weiss, auf dem dritten und den nachfolgenden Ringen noch zwei weissgraulich bestäubte Seitenflecke: die Spur einer vor jedem Einschnitte unterbrochenen, schmalen, graulichbestäubten Mittellinie ist undeutlich. — Beine braunschwarz, die Mittel- und Hinterschenkel zum Theil heller; die Vorderschienen mit einem, die andern mit zwei hellen Ringen. — Schwinger mit weisslichem Stiele und schwärzlichem Knopfe. — Grundfarbe der Flügel ein ziem- lich gesättigtes Schwarzgi-au ; die Zeichnung derselben wird durch kleine weissliche Bogen und einige weissliche Punkte gebildet; von den drei Rosetten sind die erste und dritte angedeutet, die zweite fehlt; die Signatvu- des Hinterwinkels besteht aus einer ziemlich regelmässigen Kreislinie ; der Fleck unter dem dunkelbraunem Rand- male ist nicht dunkler als der übrige Grund, klein, nicht besonders deutlich; die Signatur jenseit des Rand- males besteht aus einem kleinen, etwas unregelmässigen Ringe vor der zweiten Längsader und aus einem der Flügelvnirzel viel näher stehenden Querstriche hinter ihr; die Spitzenlinie ist einfach, stark geschlängelt, hinten breit unterbrochen, das Vorderende derselben verdickt; die Hinterrandsfleckchen sind in allen Zellen deutlich, sie licen im Spitzenwinkel derselben, ziehen sich aber am ganzen Hinterrande derselben schmäler werdend Mn • der Hinterrand der zweiten Submarginalzelle hat einen hellen Saum. Die schwarzen Fühler und die Flügelzeichnung unterscheiden diese Art von Haemat. ocellata. Von Hae- mat. irabrium, wie von den hier zunächst auf sie folgenden Arten unterscheidet sie sich schon durch das ganz dunkel gefärbte Schildchen zur Genüge. Ich besitze ein Haematopota -Weibchen vom Kap, welches in der Fär- bung und Bildung der Fühler, so wie in der Farbe des Schildchens mit Haemat. obscura übereinstimmt und auch in der Flügelzeicbnung ihr so nahe steht, dass ich wohl vermuthen darf, dass es als anderes Geschlecht zu ihr gehören möge. Ich gebe die genauere Beschreibung desselben. Länge: ö'/j Linien. Taster grauweisslich mit weisslicher, gegen die Spitze hin mit schwarzer Behaaning. Gesicht jederseits mit einem aus tiefschwarzen zusammenfliessenden Punkten gebildeten Querstriemchen und unter jedem Fühler mit einem kleinen tiefschwarzen Fleckchen. Fühler tiefschwarz, das zweite Glied und die Basis des dritten roth durchscheinend; das erste GUed sehr dick, glänzend, mit fast ausnahmslos schwarzen Härchen sparsam besetzt. Die glänzende Schwiele auf der Vorderstirn tiefschwarz, auf der Mitte braun; der Tabanidae. [121] 49 schwarze, zwischen den Fühlern liegende Punkt unmittelbar vor ihr deutlich, aber klein. — Stirn aschgran, auf dem Scheitel mit zwei grossen gebräunten Stellen ; die beiden schwarzen Flecke von mittlerer Grösse , rund- lich, dem Augenrande anliegend; das obere schwarze Fleckchen deutlich. — Thorax schwarzgrau, vorn mit drei weisslich bestäubten, bis gegen die Mitte laufenden Linien und zwei weissen Fleckchen an der Naht- am Hinterrande zwei weisslich bestäubte Mondchen; Schildchen schwarzgrau, kaum an der Wm'zel etwas weiss- graulich bestäubt. — Der Hinterleib obenauf grauschwarz mit schmalen weisslichen Einschnitten und auf jedem Einge vom zweiten an mit zwei weissgraulich bestäubten Seitenflecken; von einer helleren Mittellinie ist an dem vorliegenden Exemplare nichts zu erkennen. — Beine wie sie oben bei dem Männchen beschrieben, nur die Schenkel, und zwar auch die vordersten, in viel grösserer Ausdehnung braun. — Grundfarbe der Flügel ein ziemlich gesättigtes Schwarzgrau; die Zeichnung derselben wird dm-ch kleine weissliche Bogen imd einige weissliche Punkte gebildet; die Eosetten sind alle drei deutlich angedeutet, aber nicht sehr ausgebildet; der Fleck unter dem dunkelbraunen Eandmale ist sehr deutlich , ziemlich schmal , etwas dunkler als die übrige Grundfarbe; die Signatur jenseit des Eandmals besteht aus einer etwas unregelmässigen Kreislinie vor der zweiten Längsader und aus einem mit ihr zusammenhängenden ziemlich breiten Querstriche hinter ihr; das Spitzenbändchen ist stark geschlängelt, hinten unterbrochen, sein vorderes Ende verdickt; die Hinterrandsfleck- chen sind klein, liegen im Spitzenwinkel der Zellen und fehlen in der ersten und vierten Hinterrandszelle ganz. — Die Unterschiede in der Flügelzeichnung lassen die Zweifel an der Identität mit Haemat. obseura nicht voll- ständig zum Schweigen kommen. . — Mit diesem Exemplare stimmt ein von Victorin am Cap gefangenes voll- kommen überein. Ein besonders gut erhaltenes Weibchen, welches Wahleerg am Swakop gefangen hat, unterscheidet sich von dem vorherbeschriebenen durch merklich geringere Verdickung des ersten Fühlergliedes, grauere Fär- bung des Flügelgrundes, erheblichere Grösse der Flecke des Hinterleibes, Anwesenheit einer graulichen Mit- tellinie auf demselben, sowie durch eine feine graue Mittellinie auf dem Schildchen. Uebrigens stimmt es mit dem Weibchen der Haematopota obseura so vollkommen überein , dass ich mich nicht getraue , es für das einer sicher verschiedenen Art zu halten. spec. 3. M. SCUtellariS, not;, sp. Q. — Antennarum arliculus primus disllncle incrassatus, ojjscure brunneus ; sculellwn flavescenCi- cinereum, laterihus ohscuris ;' alarum lineola pellucida apicalis simptex, angusta. — Long. corp. S'/j — 5*/i '*"• Synon. Haematopota scutellaris Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 341. 30. Taster gelbbräunlich , weiss bestäubt , mit weisser und gegen die Spitze hin mit meist schwarzer Behaa- rung. — Gesicht jederseits mit einem tiefschwarzen , aus zusammenfliessenden Punkten gebildeten Querstriemchen und unter den Fühlern mit zwei mit einander verbundenen schwarzen Punkten. — Fühler schwarz, das erste Glied zum Theil braun , deutlich verdickt , doch weniger als bei der vorigen Art , grösstenfheils mit schwarzen, doch auf der Unterseite auch mit hellen Härchen besetzt. — Die glänzende Schwiele auf der Vorderstim braun; zwischen den Fühlern unmittelbar vor ihr kein schwarzer Punkt. — Stirn graubraun; die beiden schwarzen Flecke von mittlerer Grösse , rundlich, fast vollständig an den Augenrand anstossend; das obere schwarze Fleck- chen vorhanden aber klein. — Oberseite des Thorax graubraun , die drei heller bestäubten Linien graulich, ebenso die beiden Flecken an der Naht; am Hinterrande des Thorax zwei weissgraue Halbmondchen. — Das Schildchen graugelblich , am Seitenrande schwarzbraun. — Die Oberseite des Hinterleibes grauschwarz , ganz am Seitenrande der beiden ersten und in der äussersten Hinterecke der darauf folgenden Einge in das Bräun- liche übergehend; die Einschnitte weissUch, auf jedem Einge ausserdem zwei graulich bestäubte Flecke und die Spur einer schmalen graulichen , vor jedem Einschnitte unterbrochenenen Mittellinie. — Beine schwärzlich, die Schenkel zum Theil braun, die Vorderschienen mit einem hellen Bändchen in der Nähe der Wurzel, die andern Schienen mit zwei hellen Bändchen; die Wurzel des ersten Fussglicdes an den Mittel- und Hinterfüssen hell gefärbt. — Die Schwinger mit weisslichom Stiele und mit schwärzlichem , obenauf weisslich schimmerndem Knopfe. — Grundfarbe der Flügel ein ziemlich gesättigtes Schwarzgrau; die Zeichnung derselben -n-ird durch kleine weissliche Bogen und weissliche Punkte gebildet; von den drei Eosetten ist die der Flügelwurzel nächste ziemlich deutlich angedeutet, die beiden andern sind dies weniger; die Signatur des Hinterwinkels besteht atis einem Punkte und einer winkelig gebrochenen Linie; der Fleck unter dem schwarzbraunen Eandmale ist deut- lich, nicht sehr breit und nicht dunkeler als die Farbe des übrigen Grundes; die Signatur jenseit des Eand- males besteht aus einer etwas unregelmässigen, hinten nicht geschlossenen Kreislinie vor der zweiten Längsader 7 50 [122] H. Loew, Dipterenfauna Südafrikas. und aus einem der Flügelwurzel etwas näher liegenden, in seiner Mitte fast durchbrochenen Querstriche hinter ihr; das Spitzenbändchen ist einfach, schmal, geschlängelt, vor seinem Hinterende etwas unterbrochen; von den Hinterrandsflecken findet sich nur eine Spur in der ersten und dritten Hinterrandszelle. — (Caffrerei, Wahlberg.) spec. 4. B« rCCUrrßnS» nov. sp. 5. — Antennarum articulus primus vix inerassalus , brunneo -jiiger ; sculellum flavido -einer eum , lateribus obscuris; alarum lineola apicalis pellucida duplex. — Long. corp. 5 lin. — (Tab. I. fig. 26.) Synon. Haematopota recurrens Loew, Öfvers. af K. Akad. Förhandl. 1857. pag. 338. 12. Diese Art, deren Weibchen ich aus Port Natal besitze, ist der vorigen ausserordentlich ähnlich, so dass die Angaben der Unterschiede zur Kenntlichmachung derselben ausreichen wird. — Die schwarzen Striemchen des Gesichts kleiner und die schwarzen Fleckchen unter den Fühlern ausserordentlich klein und weit von ein- ander getrennt. Die Fühler viel schlanker, namentlich das erste Glied sehr viel weniger verdickt und das dritte Glied viel schmäler. Die Zeichnung des Tliorax ist dieselbe, aber viel weisslicher; die graugelbliche Färbung nimmt auf dem Schildchen nur den Mittelstrich ein ; die Seitenflecke auf den Hinterloibssegmenten sind deut- licher. — Der Character der Flügelzeichnung ist im Allgemeinen ganz derselbe, doch zeigen sich folgende Un- terscliiede: das Innere der mittleren Rosette ist viel weniger gefleckt; die Signatur des Hinterwinkels besteht aus einem ziemlich vollständigen Ringe vor der zweiten Längsader und aus einem mit jenem zusammenhängen- den Querstriche hinter ihr; das Bändchen der Flügelspitze ist doppelt, vorn verbunden, stark geschlängelt und nicht unterbrochen; die Hinterrandsfleckchen gross, im Hinterwinkel liegend, nur das in der vierten Hinter- randszelle klein. Das mir zu Gebote stehende Material ist nicht ausreichend um mit voUer Gewissheit über die Verschie- denheit dieser und der vorigen Art zu entscheiden. Ich glaube aber, dass die Kenntniss der Arten sicherer vorwärts schreitet , wenn man Individuen , welche ganz entschiedene plastische Unterschiede zeigen , so lange als verschiedene Arten betrachtet, als der Beweis für die speciflsche Identität derselben nicht geführt ist. — Ein nachträglich erhaltenes, von ViCTORlN am Cap gefangenes Weibchen zeichnet sich durch seine Grösse aus, unterscheidet sich auch von dem beschriebenen durch hellere Färbung der Fühler und Beine, sowie durch die nur durch eine lichtere Färbung des Grundes angedeutete Verdoppelung des Spitzenbändchens der Flügel. An merk. Die Beschreibung, welche Wiedemann von Haemat. imbrium giebt, passt zum Theil auf Haemat. scuteUaris und recurrens, leider in Merkmalen (Zeichnung des Thorax und Gesichts u. s. w.), welche zu vielen Arten gemeinsam sind , als dass ihre Uebereinstimmung ein gar erhebliches Gewicht hätte. Von einer dreieckigen Erweiterung der hellen Hinterrandssäume der Abdominalsegmente ist weder bei Haemat. scutellaris noch bei Haemat. recurrens das Geringste zu sehen, so dass sie für verschieden von Haemat. imbrium gehal- ten werden müssen. spec. 5. H, Vittatctj nov, sp. Q. — Faciei pars superior alra; anlennae alrae , basi obscure brunned, arliculo primo tnodice crasso, tertio latissimo, brevi; thoracis dorsum viltd media lalissimd albicante punctisque duobus adjacenlibus albidis omalum-^ sculellum albicans ulrinque maculd brunned signatum; alae nigra- cinereae, lineolis albicanlibus variegatae. — Long. corp. ö'/e — ^^U '"'• — (Tab. I. fig. 28 — 30.) Im Colorit und in der Flügelzeichnung der Haemat. scutellaris und recurrens recht ähnlich, in der Zeich- nung des Thorax und im Bau der Fühler nur der durch fleckige Flügelzeichnnng, ungeflecktes Schildchen und Mangel des zweiten weissen Ringes der Hinterschienen gar leicht zu unterscheidenden Haematop. dorsalis nahe kommend. — Taster licht bräunlich , mit weisser und schwarzer Behaarung. Gesicht sehr niedrig , die untere Hälfte desselben weiss, die obere Hälfte schwarz. Fühler schwarz; das erste Glied an der Wurzel dunkel- braun, wie das zweite mit schwarzen Härchen besetzt; das dritte Glied kurz und ausgezeichnet breit. Die kleine Stirnschwiele dunkelbraun, auf der Mitte etwas deutlicher eingeschnitten, als gewöhnlich, und gleich über dem immittelbar vor ihr liegenden Punkte mit einem kleinen, herzförmigen grauen Fleckchen gezeichnet ; die seitlichen schwarzen Flecke der Stirn nierenf örmig , an den Seitenrand anstossend; der obere schwarze Fleck punktförmig. — Die Grundfarbe der Oberseite des Thorax ist braun; auf der Mitte desselben findet sich eine sehr breite, ■weisslich bereifte Strieme, welcher sich jederseits eine feine weissliche , bis nahe zur Naht reichende Linie, dann gleich hinter der Naht ein weissliches , keilförmiges Fleckchen und zuletzt am Hinterrande noch der innere Theil des mondförmigen Fleckchens anschliesst, welches bei so vielen Arten jederseits am Hinterrande des Thorax liegt; die breite weissliche Thoraxstrieme hat vor der Naht zwei neben einander liegende braunere Stellen und zwei Tabanidae. [123] 51 eben solche weniger bemerkbare hmter derselben; von einer braunen Mittellinie zeigt sich nur in der Gegend der Quernaht und] am Hinterende des Thorax etwas. Das weisslich bestäubte Schildchen hat jederseits einen birnförmigen , von der Seitenecke schief nach der Spitze hin gerichteten, braunen Fleck. — Der Hinterleib scheint bei keinem der vorhandenen Exemplare vollständig ausgefärbt; er hat eine breite, sich mehr oder we- niger weit gegen sein Ende hin fortsetzende, fast gemsfarbene Mittelstrieme, welche sich vor den heUen Hin- ten-andssäumen mehr oder weniger erweitert und auf der Vorderhälfte jedes Ringes eine Spur von weisslicherer Bestäubung zeigt, auch grösstentheils weiss behaart ist; die vordem Einge haben auch an der Seite dieselbe helle Färbung und weissliche Behaarung; der übrige Theil der Oberseite des Hinterleibes ist ziemlich dunkel- braun und auf diesem Braunen meist schwarz behaart; auch findet sieh eine Spur der gewöhnlichen beiden Reihen weissgrauer Flecke. Die schwärzlichen Beine mit einem weissen Einge um die Vorderschienen, mit zwei solchen Eingen um die Mittel- und Hinterschienen, auch ist das erste Glied der hintern Füsse bis gegen seine Spitze und die folgenden Glieder derselben an der äussersten Basis weiss; die Hinterschienen sind nicht erweitert. — Die Grundfarbe der Flügel ist ein ziemlich gesättigtes Schwarzgrau ; die Zeichnung derselben wird durch geschlängelte weissliche Linien und Bogen gebildet; aUe drei Rosetten sind deutUch ausgebildet; der äus- serste Hinterwinkel ist stärker gezeichnet als gewöhnlich, und zuweilen ausgeblasst ; der Fleck unter dem schwarz- braunen Eandraale ist deutlich, nicht sehr breit und nicht dunkler als die Färbung des übrigen Grundes; in der Gegend der kleinen Querader fliessen die weissen Zeichnungen stets mehr oder weniger zulammen und'zu- weUen ist von dieser Gegend an bis zur Flügelwurzel hin der giösste Theil der vorderen Zellen gelb gefärbt — (N'Gami, Wahlberg.) spec. 6. H. bistrig^ata, nov. sp. $. — Antennarum arliculus primus incrassalus, teslaceus; alarum lineola apicalis pellucida , flexuosa, interrupla, mediocrüer distincla; pedes teslacei, libüs aiitids gracili- ius. — Long. corp. 4 lin. — (Tab. I. fig. 27.) Synon. Haematopota bistrigata Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 341. 32. Eine ausgezeichnete und höchst kenntliche Art. — Colorit hell graubräunlich. — Taster weisslich mit weissen und wenigen schwarzen Härchen. — Gesicht statt der Striemchen mit zerstreuten schwarzen Pünkt- chen, unter den Fühlern nicht gefleckt. Das erste FühlergHed äusserst verdickt, hellbräunlich, glänzend, unten zum Theil mit weisslichen , sonst mit schwarzen Härchen besetzt ; das dritte Fühlerglied rostroth mit schwarzer Spitze. — Die Querstrieme der Vorderstij-n bräunlich, der schwarze zwischen den Fühlern liegende Punkt vor ihr sehr deutlich; die beiden schwarzen Flecke der Stirn ziemlich gross, rundlich, nicht vollständig am Auo-en- rande liegend ; das obere schwarze Pünktchen deutlich ; eine weissliche Linie läuft von ihm nach dem Scheitel. — Die drei weisslich bestäubten Linien des graubräunlichen Thorax sind deutlich, die beiden seitlichen hören an der Naht bei den beiden dortstehenden weisslichen Fleckchen auf, die mittelste läuft dagegen bis zum Hin- terrande des Thorax und setzt sich undeutlicher selbst noch über das Schildchen fort. Am Hinterrande des Thorax liegen keine weisslichen Mondchen; das mit dem Thorax gleichfarbige Schildchen ist aber am Seiten- rande etwas weisslich bestäubt. Der graubraune Hinterleib hat zwei sehr auffallende grauweissliche Längsstrie- men, welche aus unregelmässigen die ganze Länge der Einge einnehmenden Flecken gebildet sind; am Seiten- rande, besonders an dem der vordem Einge ist er grauer gefärbt. — Beine bräunlich, die Schienenringe heller, aber nicht weisslich, die Füsse dunkler; die Vorderschienen schlank, ohne Spur einer Erweiterung. — Schwin- ger weiss , die untere Hälfte des Knopfes braunschwarz. — Die Grundfarbe der Flügel ist ganz licht rostbräun- lich; die Zeichnung derselben besteht aus kleinen weisslichen Bogen und Punkten, welche sämmflich dunkler braun gesäumt sind ; die beiden ersten Rosetten sind deutlich , die di-itte undeutlich ; die Signatur des Hinter- winkels ist ein ziemlich regelmässiger Ring; das Eandmal ist verhältnissmässig hell, ziemlich hellbraun; der Fleck hinter ihm hat die hellbräunliche Farbe des Grundes, erscheint aber leicht heller, weil in ihm keine der dunkelen Säume, durch welche die hellen Zeichnungen eingefasst sind, liegen; die Signatui- jenseit des Rand- males besteht aus drei Punkten vor der zweiten Längsader, welche sich fast zu einem Kreise verbinden, und aus einem gerade auf der Mitte dieses Kreises stehenden Querstriche hinter ihr , welcher aus zwei gesonderten Punkten gebildet ist; das Spitzenbändchen ist einfach, sehr geschlängelt, hinten unterbrochen; die Hinterrands- flecke sind schmal aber deutlich, sie liegen am Hinderrande selbst und ziehen sich in der Spitzenecke der ein- zelnen Hinterrandszellen etwas in die Höhe. — (Caffrerei , Wahlberg.) spec. 7. H. circumscripta, nov. sp. Q. — Amennaivm arliculus ^mmus non incrassalus, brunne. scens; alarum lineola pellucida apicalis distinclissima, simplex, modice arcaala, in ipso margine in 7* 52 [124] H. Loew, Dipterenfauna Südafrikas. quintam usque cellulam posleriorem producta; pedes brunneo nigroqrte varii, Hbiae anlicae düalatae. — Long. corp. 4^/4 lin. — (Tab. I. fig- 31.) Synon. Haematopota circumscripta Loew , Ofvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 342. 33. -<)■' Eben so ausgezeichnet wie die vorige Art. — Colorit graubräunlich. — Taster gelbbräunlich mit weissen nnd vielen schwarzen Härchen besetzt. — Die schwarzen Querst riemchen des Gesichts und die schwarzen Fleckchen unter den Fühlern äusserst klein. — Die beiden ersten Fühlerglieder braun mit schwärzlichen Här- chen, das erste nicht verdickt; das dritte Fühlerglied schmal, erheblich länger als die beiden ersten zusammen, der erste Abschnitt desselben düster rostroth, die folgenden tiefschwarz. — Die Querschwiele auf der Vorder- etirn glänzend schwarz; der schwarze Punkt zwischen den Fühlern unmittelbar vor ihr deutlich; die beiden Bchwarzen Flecke rund, sehr gross, nicht ganz am Augenrande liegend; das obere schwarze Pünktchen klein, aber deutlich. — Die drei weisslich bestäubten Längslinien des graulichbraunen Thorax deutlich, die beiden seitlichen bis zu den an der Naht liegenden wcisslichen Fleckchen reichend, die mittlere bis zum Hinterrande laufend; am Ilinterrando selbst liegen noch vier hellere Flecken, welche zwei undeutliche Mondchen bilden. — Schildchcn auf der Mitte und am äussersten Rande licht graulich, sonst graubraun. — Hinterleib graubraun, am Scitenrande, besonders an dem der vorderen Kinge lichtgrauer; eine lichtgraue, an den Einschnitten nicht erweiterte, ziemlich breite Mittellinie läuft über alle Ringe; ausserdem hat jeder Ring noch zwei Seitenflecke, welche, soviel sich an dem vorliegenden Exemplare erkennen lässt, eine längliche Gestalt haben mögen; die hellen Hinterrandssäume sind so schmal, dass sie leicht völlig übersehen werden können. — Vorderbeine braun- schwarz mit schmalem, wcisslichen Ringe in der Nähe der Wurzel der deutlieh erweiterten Schienen. Die Farbe der andern Beine geht mehr in das Braune über; die nicht erweiterten Schienen derselben haben zwei weisslichc Ringe und auch die Wurzel des ersten Fühlergliedes ist hell gefärbt. — Die Grundfarbe der Flügel ist ganz licht rostbräunlich, fast sandfarbig; die Zeichnung derselben wird durch weissliche Bogen und Punkte gebildet, welche sämmtlicb viel dunkler braun gesäumt sind, so dass da, wo sie dichter stehen, von der Grund- farbe fast gar nichts übrig bleibt; die drei Rosetten sind ziemlich deutlich ; die Signatur des Hinterwinkels be- steht aus einem Punkte und einem hakenförmigen Bogen , welche sich nicht ganz zu einem Kreise zusammen- schliossen; der Fleck unter dem braunen Randmale hat die blassbräunliche Farbe des Grundes, kann aber leicht für heller angesehen werden , weil in ihm keine der dunkeln Säume , welche die hellen Zeichnungen einfassen, liegen; die Signatur jenseit des Randmales besteht aus einem hinten offenen Ringe vor der zweiten Längsader nnd aus einem der Flügelwurzel etwas näherstehenden , gebogenen Querstriche hinter ihr , welcher aus zwei Punkten gebildet ist; das Spitzenbändchen ist sehr in die Augen fallend, breit, nur sanft gebogen; es erhält durch die am Flügelrande selbst liegenden, schmalen Hinterrandsfleckchen eine Fortsetzung, welche bis in die fünfte Hinterrandszelle reicht. — (Caffrerci, Wahlberg.) B. HinterscMenen nur mit einem hellen Hinge. spec. 8. H. dorSaliS») nov. sp. $. — Faciei pars superior alra; antennae atrae, ariiculo primo mo- dice incrassaio , tertio lato, brevi; thoracis dorsum viltd media laÜssimA albicanle duobusque punclis adjacenlibus albis ornalum ; sculelhim albicans • alae nigra - cinereae , maculis albicanlibus irregularibus variegatae. — Long. corp. V/^ lin. — (Tab. L fig. 32 — 34.) Synon. Haematopota dorsalis Loew, Öfvers. af K. Vet. Acad. Förhandl. 1857. 342. 34. Colorit mehr umbrabraun als graubraun. — Taster weisslich , etwas breiter als bei den vorherbeschriebe- nen Arten. Die grössere obere Hälfte des Gesichts ist tiefschwarz. — Das erste Fühlerglied tiefschwarz, glän- zend, sehr verdickt, mit schwarzen Härchen besetzt; das dritte Glied tiefschwarz, viel breiter als gewöhnlich, kurz. — Die Querschwiele auf der Vorderstim etwas schmal, braun; der schwarze Punkt zwischen den Füh- lern unmittelbar vor ihr etwas versteckt. Stirn weisslich bestäubt mit braunen Stellen, von denen sich zwei auf dem Scheitel nahe bei einander liegende auszeichnen ; die beiden schwarzen Flecke der Stirn nicht sehr gross, bis an den Augenrand herangezogen; das obere schwarze Fleckchen verhältnissmässig gross. — Die umbra- braune Oberseite des Thorax hat eine sehr breite, durchgehende, weisslich bestäubte Mittel - Strieme , welche nach hinten hin nur wenig schmäler wird, und mit welcher die beiden an der Naht befindlichen, schneeweissen Fleckchen zusammcnstossen ; am Hinterrande des Thorax liegen noch zwei deutliche weissbestäubtc Mondchen, deren äusseres Ende sich in eine bis gegen die Naht hin zurücklaufende weisse Linie fortsetzt. — Hinterleib braunschwarz mit breiten weissbestäubten Hinterrandssäumen; an den drei vordersten Ringen ist auch der Sei- Thereuidae. [-J25-| 53 tenrand in grosser Ausdehnung weissbestäubt ; auf jedem der hintern Ringe ist ausserdem ein weisslich bestäub- ter Seitenfleck bemerkbar; ob eine helle MitteUinie vorhanden ist, lässt sich nicht sicher erkennen. — Beine schwarz; Vorder- und Hinterschienen mit einem fast die halbe L<änge derselben einnehmenden Ringe hart an der Basis; die Mittelschienen mit zwei viel schmäleren weissen Ringen; das erste Glied der Mittel- und Hinter- füsse bis gegen die Spitze hin weiss. — Schwinger schneeweiss. — Die Grundfarbe der Flügel ist ein etwas in das Braune ziehendes, ziemlich gesättigtes Schwarzgrau; die Zeichnung derselben wird durch sehr nnregel- mässige weissliche Flecke und Punkte, denen nm- sehr wenige kleine Bogen beigemengt sind, gebildet; von den Rosetten ist nur die dritte, und auch diese nur undeutlich angedeutet; die Signatur des Hintem-inkels ist ein einfacher Bogen ; der Fleck unter dem schwarzbraunen Randmale ist sehr in die Augen fallend und erscheint etwas dunkler als der übrige Grund des Flügels, doch nur weU hier die hellen Zeichnungen ganz fehlen; die Signatur jenseit des Randmales besteht aus einem unregelmässigen Ringe vor der zweiten Längsader und einem winkeUgen Querstriche hinter ihr, welcher mit dem Ringe eben noch zusammenhängt, obgleich er der Flügelwur- zel etwas näher steht; das Spitzenbändchen ist an seiner Vorderhälfte verdoppelt, geschlängelt, hinten" unter- brochen und würde mehr in die Augen faUen, wenn die Farbe des Grundes gegen die Flügelspitze hin nicht merklich verblasste; die Hinterrandsflecken liegen in dem Spitzenwinkel der ZeUen, sind sehr ungleich , in der zweiten Hinterrandszelle sehr klein, in der vierten ganz fehlend. — (CafErerei, Wahlberg.) THEREUIDxiE. Diese aus den Gattungen Thereua, Xestomyza imd den diesen verwandten gebildete FamiKe zeigt trotz ilu-es geringen Umfanges einen grossen Eeichtliuni an interessanten Formen. Schon viele der von Wusdemann zu Thereua gebrachten Arten können dieser Gattung nicht auf die Dauer beigezählt werden. Die Errichtung kleinerer Gattungen hat indessen besondere Schwierigkeiten, da bald der eme bald der andere Körpertheil höchst modifizii-t erscheint und da sich diese verschiedenen Modificationen bei den einzelnen Ar- ten wieder auf das Manchfaltigste combiniren. Es scheint deshalb gerathen die Kennt- niss von noch viel mehr Formen abzuwarten, ehe man an die Emchtimg von kleiaeren Gattmigen geht, und die Arten soviel als möglich vorläufig bei Thereua und Xestomyza unterzubringen. Von dieser Familie zugehörigen afrikanischen Arten sind bisher folgende bekannt geworden : 1) von Thereua sieben Arten imd zwar: von Aegypten und Nubien: 1. nuba Wied., 2. thoracica Macq., 3, laticornis Lw., 4. Frauenfeldi Lw., 5. nuda Lw., 6. melanostoma Lw.; von Marocco: 7. spiloptera Wied.; auch soU Ther. lugubris nach Angabe der Expl. de l'Alg^rie in Algier vorkommen, deren Bestimmung aber noch gar sehr der Verifizirung bedarf. 2) von Xestomyza zwei Arten und zwar: von Mogador: costahs Wied.; vom Cap: lugubris Wied. 54 [126] H. Loew, Dipterenfauna Südafrikas. 3) von Exapata eine Art und zwar: von Algier: anthracoides Macq. 4) von Eueppellia eine Art und zwar: von Aegypten: semiflava Wied. Von den vier von Wahlbeeg entdeckten Thereuiden gehören di-ei der Gattung The- reua selbst an ; die vierte steht am besten in der von Herrn Macquaet auf Thereua va- riabihs aus Tasmanien errichteten Gattmig Ectinorhynchus, welche sich durch grös- sere Länge des gerade ausgestreckten Eüssels und der Taster, so wie durch die abwärts gerichteten Fühler auszeichnet. Gen. L ECTINORHYNCHUS. J/acg. spcc. 1. E. alternanS, cf & Q. — Nudus, nlger, ahdominis segmenlo secundo albo-marginalo; alae cinerea -hyalinae, fascüs duabus transversis tnlegris , nigris , allerd mediae alae angusUore , altera lalissimd suhapicali. — Long. corp. 3^4 Hn. — long. al. 3 lin. Synon. Ectinorhynchus alternans Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 342. Schwarz. Die Augen oben auf der Stirn zusammenstossend. Fühler ziemlich lang, abwärts gerichtet; die beiden ersten Glieder so kurz behaart, dass sie fast nackt erscheinen, das erste cylindrisch, das zweite becherförmig ; das dritte Glied mehr braun als schwarz , etwas conisch ; Griffel ziemlich kurz ; auf dem ziem- lich kurzen Basaln-liede steht nur noch ein kurzes Borstchen als Endglied. Taster und Eüssel schwarz , ver- hältnissmässi" lang, gerade ausgestreckt. — Thorax auf der Oberseite mit drei wenig wahrnehmbaren braunen Länsslinien ; die schwarze Behaarung desselben ist so überaus kurz , dass er ganz kahl erscheint ; nur vor und über der Flügelwurzel stehen einige schwarze Borsten. Schwinger schwarz mit schwarzbraunem Stiele. Schild- chen sammetschwarz oder braunschwarz , am Rande mit einigen schwarzen Borstchen. Hinterleib schmal nach hinten hin wenig verschmächtigt , gleissend schwarz , auf der Jlitte des zweiten , so wie am Vorderrande des dritten und vierten Ringes mit sammctschwarzer Querbinde. Der zweite Ring hat ganz an der Basis eine feine weisse Querlinie, welche den Seitenrand nicht ganz erreicht und nicht immer ganz deutUch ist; der Hinterrand desselben hat einen schmalen , ringsum laufenden , schneeweissen Hinterrandssaum ; am Hinterrande des drittea Ringes ist ein viel schmälerer weisser HinteiTandssaum vorhanden , welcher sich aber , indem er auf die Ober- seite übergeht, ganz verliert; selbst der vierte Ring zeigt am Bauche noch die Spur einer liuienförmigen weissen Säumung. Die Behaai-ung des Hinterleibes ist ganz überaus kurz, nur an den letzten Eingen etwas länger, ohne Aiisnahme tiefschwarz. Die ziemlich grossen und schief aufwärts gerichteten äussern männlichen Genita- lien sind tiefschwarz, glänzend. Hüften schwarz, nur mit wenigen schwarzen Borsten besetzt. Schenkel schlank, äusserst kahl, schwarz; Vorder- und Mittelschenkel an der Spitze braun, wovon an den Hinterschenkeln kaum etwas zu bemerken ist. — Schienen schlank braun, die hintern dunkler als die vorderen, alle mit einzelnen schwarzen Borsten besetzt. Füsse schlank, braun. — Flügel nicht sehr lang, graulichglasartig, dunkelbraun- aderig, auf der Mitte mit einer ansehnlichen schwarzen Querbinde, welche hinten etwas schmäler wird imd gerade vor der kleinen Querader liegt; von dieser ersten nur durch eine helle Querbinde getrennt liegt die zweite schwarze Querbinde, welche mehr als doppelt so breit wie die erste ist und nur die äusserste Flügel- spitze frei lässt ; die vierte Hinterrandszelle ist kurz vor dem Flügelrande geschlossen. ■ — (Caifrerei , Wahlberg.) Gen. H. THEEEUA. 3Ieig. 1. Arten mit nacktem Gesichte, spec. 1. Th. brachycera« nov. sp. ?. — Nigricans, albo-villosa, pedibus nigris, tibiis tarsisque anterioribus teslaceis , poslicis obscure brunneis; antennarum arlicxdo terlio breviter ovato, brunneo. Alae einer e ae , ante venam longiludinalem primam brunneae , sligmale obscure brunneo, cellularum posle- rioriorum quarld aperld. — Long. corp. S'/a lin. Synon. Thereua brachycera Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 342. Etwa von der Gestalt und Grösse wie Ther. annulata Fbr. — Vorderstirn und Gesicht dunkelgraubraun, nackt. Augen auf der Stirn zusammenstossend. Taster schwarzbraun mit hellerer Spitze, schwarz behaart. Thereuidae. rr271 55 Das erste Fühlerglied schwarz, kurz cylindrisch, wenig verdickt, schwarz behaart; das zweite Glied schwarz an der Spitze etwas bräunlich; das dritte Glied kurz eiförmig, rothbraun, an der Wurzel in ziemlicher Aus- dehnung und an der äussersten Spitze schwarz, auf der ersten Hälfte der Ober- und der Unterseite mit eini-en schwarzen Härchen besetzt; Griffel ziemlich dick, schwarz. — Hinterkopf oben mit schwarzen Borsten, un°en mit weisser Behaarung, am Kinn mit untermengten schwarzen Haaren. — Behaarung von Thorax und Schild- chen vorherrschend weiss mit untermengten schwarzen Härchen. Behaarung des Hinterleibes ebenfaUs vorherr- ßchend weiss, an der Unterseite der letzten Einge und an den braunschwarzen äusseren Genitalien schwarz. Hüften und Schenkel schwarz, Vorder- und Mittelschenkel mit braungelber Spitze. Schienen und Füsse der vorderen Beine braungelb, die einzelnen Glieder derselben an der Spitze, die letzten ganz und gar braun; Hin- terschienen und Hinterfüsse dunkelbraun; alle Schienen mit den gewöhnlichen schwarzen Stachelborstchen be- setzt. Schwinger mit schwarzem Knopfe und braunem Stiele. Flügel stark braungrau getrübt, an der äussersten Wurzel bis zu den ersten Queradern und vor der ersten Längsader dunkeler braun; Randmal dunkelbraun; vor- letzter Abschnitt der dritten Längsader kürzer, als der letzte; vierte Hinterrandszelle offen. — Die Angaben über die Behaarung des Thorax und des Hinterleibes sind nicht ganz zuverlässig; die Beschaffenheit des einzi- gen Exemplars lässt keine ganz sicheren Beobachtungen zu. — (CaÖi-erei, Wahlberg.) spec. 2. Xh. baSaliS, nov. sp. 5. — Nudiuscula, alra, Ihorace cinerascenle , anlennis, palpis , ab. dominis segmeiUis duobus anlerioribus femoribusque rufo- leslaceis; alae hyalinae , cellularum posCeriorio- rum quartä ante alae marginem clausa. — Long. corp. 3 1/3 Im. — long. al. 2-/3 lin. Ziemlich nackt. Stirn massig breit, glänzend schwarz, am Augenrande mit scharfbegrenzter, weissschim- mernder Einfassung, unterhalb der Mitte mit einem deutlichen Quereindrucke, vorn mit zarter und zerstreu- ter weisslicher Behaarung. Gesicht und Hinterkopf mit weisslicher Bestäubung; der Borstenkranz am Ober- rande des letztern schwarz, die zarte Behaarung an seiner untern Hälfte, und an den rothgelben Tastern aber weissUch. — Fühler kurz; das erste Fühlerglied sehr dünn cylindi-isch, rothgelb, an der Spitze mit einigen starken schwarzen Borsten; das zweite Glied klein, becherförmig, etwas dunkeler als das erste, mit sehr kurzen schwarzen Härchen besetzt; das dritte Glied eiförmig, am Ende etwas spitz, auf der ersten Hälfte schmutzig rothgelb , auf der zweiten braun ; der braune Endgriffel kurz und nicht sehr dick. Thorax schwarz , auf der Oberseite mit graulichweisser Bestäubung; durch diese Bestäubung wird eine ziemlich zart gezeichnete, hinten verlöschende ÄlitteUinie hervorgebracht, aber sie erzeugt sonst keine Striemen. Schildchen wie die Oberseite des Thorax gefärbt und bestäubt. Die Brustseiten weissgrauer. Die zarte weissliche Behaarung des Thorax und Schildchens ist überall sehr kurz, nur an den Brustseiten etwas länger; die starken Borsten vor und über der Flügelwurzel, vor dem Schildchen und am Hinterrande desselben sind schwarz. — Erster und zweiter Hinterleibsring gelbroth, der erste von der Basis aus in grösserer oder geringerer Ausdehnung braunschwarz gefärbt, der zweite mit einem schwarzen Flecke auf seiner Mitte; die folgenden Einge glänzend schwarz; der erste, zweite und dritte Eing haben einen ansehnlichen, gleichbreiten weissen Hinterrandssaum, welcher am zweiten etwas breiter ist ; am vierten Ringe zeigt sich nur noch eine schwache Spur eines solchen Saimies. Der Bauch ist wie die Oberseite des Hinterleibes gefärbt , nur geht die gelbrothe Farbe auch auf einen grossen Theil des dritten Ringes über; die weissen Hinterrandssäume finden sich wie auf der Oberseite. Die überaus kurze und wenig bemerkbare Behaarung des Hinterleibes ist auf dem hellgefärbten Theile desselben ebenfalls LeU, auf dem schwarzen aber schwarz. — Der grösste Theil der Hüften und die Schenkel sind rothgelb, nur die Vorderschenkel auf der Oberseite gegen ihr Ende hin geschwärzt; Vorder- und Hinterschienen sammt allen Füssen schwarz , die Mittelschienen von der Mitte an aUmälig geschwärzt ; die schwarzen Borsten an den Schen- keln sind nicht zahlreich und sehr kurz , an den Schienen und Füssen dagegen etwas länger. — Schwinger weiss. — Flügel glasartig , ziemlich hellbraun geädert , kaum mit der Andeutung eines bräunlichen Randmales ; die vierte Hinterrandszelle ist vor dem Flügelrande geschlossen. — (Vom Swakop, Wahlberg.) 2. Arten mit behaartem Gesichte. spec. 3. Xh. antliracina, nov. sp. 5. — Tola atra, nitida, nigra -pilosa; alae nigricantes, cellu- larum posteriorum quarlä ante alae marginem clausa. — ■ Long. corp. S'/e Wn, — long. al. 2^j, lin. Ganz und gar glänzend schwarz. Taster und Rüssel ebenfalls schwarz. Gesicht mit dichter schwarz- brauner Behaarung besetzt. Fühler verhältnissmässig ziemlich kurz ; das erste Glied schwarz , ziemlich dick, mit langen und starken schwarzen Borsten reichlich besetzt Das zweite Glied klein , schwarz , napffürmig, 56 [128] H. Loew, Dipterenfauna Südafrikas. kurz schwarz behaart; der schwarze Griffel ziemlich kurz und dick. Stirn massig breit, auf der Mitte der Quere nach etwas eingedrückt, so dass auf dem vordem Theile derselben ein flacher Wulst entsteht, welcher die Spur einer vertieften Mittellinie zeigt. Die ziemlich kurze und steife Behaarung der Stirn, so wie diejenige des Hin- terkopfes schwarz. Der Augenrand nicht weiss eingefasst. — Thorax und SchUdchen überall schwärzlich be- haart; die Oberseite des erstem zeigt wohl die sehr schwache Spur einer bräunlichgrauen Bereifung, welche aber ihrem Glänze nichts nimmt und keine Striemen bildet. — Hinterleib glänzend schwarz mit sehr kiurzer schwarzer Behaarung, nur am Hinterrande des zweiten Einges mit einem schmalen, sehr wenig in die Augen fallenden , grauen Saume. — Beine ganz schwarz ; Schenkel , Schienen und Füsse mit schwarzen Borsten be- setzt. Schwinger schwarz, die Oberseite des Knopfes schmutzig bräunlich, in mancher Richtung fast weiss- lich schimmernd. Flügel schwärzhch, um die Adern und am Vorderrande dunkler; das schmale Eandmal schwarz ; die vierte Hinterrandszelle ziemlich weit vor dem Flügeh-ande geschlossen. — (Vom Swakop, Wahlberg.) ASILIDAE. Sämmtliche Gattungen der Asüiden werden, wie icL. dies bereits frülier in den er- sten Bänden der Linnaea entomologica ausfülu-liclier entwickelt liabe, in drei Abtlieiliin- gen, die der Dasypogonina, Lapln-uia und AsUina, getbeilt. Die Dasypogonina unters clieiden sicli von; den beiden andern Abtlieilmigen, bei de- nen die zweite Längsader in die erste mündet, dadurch, dass diese Ader direct ziun Flii- gelrände läuft. — Die Laphiina, welcbe mit der Abtbeilung der Asüina in diesem Merk- male übereinstimmen, unterscbeiden sich, von ilinen dadurch, dass ilmen der Fühlergrif- fel entweder ganz fehlt, oder dass e.r völhg rudimentär, oder doch ganz kurz und stumpf ist, während ihn die Asüina stets borstenförmig haben. Die Familie der Asihdae gehört zu denjenigen, welche eine ganz besonders accurate und vorsichtige Behandlmig erfordern. Es liegt dies zmu Theil in dem grossen Arten- reichthume derselben, noch mehr in den oft scheinbar sehr geringfügigen Unterschieden, welche näher verwandte Arten zeigen und in der Veränderhchkeit der Arten in ihrem Coloiüt, am meisten vielleicht in der Schwiei-igkeit die Arten durch ktu'ze Beschreibungen genügend zu characterish-en. Diese Schmerigkeit entspringt aus den Eigenthümhchkeiten ihrer Färbung tmd Zeichnung, aus der eigenthümlichen und für die Arten characteristi- schen Untereinandermischung verschiedenfarbiger Haare, Borsten und Stachelborsten, so wie aus dem sehr comphcü-ten Baue der äussern männlichen Genitahen, welche beson- ders sichere Artmerkmale liefern. Am grössten sind alle diese Schwierigkeiten in der Abtheüimg der Asüina, wo ich mehr über dieselben zu sagen haben werde. /. Dasypogonina. A. Vorderschienen am Ende mit einem Dorn. Es ist nicht ganz leicht vollständig zu ermitteln, welche der bisher beschriebenen Arten zu ge- genwärtiger Unterabtheilung gehören, namentlich bleibt es bei manchen WiEDEMANN'schen Arten noch unentschieden, da derselbe in keiner Beschreibung darüber eine Angabe gemacht hat, ob die Vorder- schienen einen Enddorn haben, oder nicht. Asilidac' [t29] 57 Mit Bestimmtheit gehören hierher: 1. Aus Aegypten und Nubien: ]. vestitus Wied., 2. aegyptius Macq. und 3. Olivieri Macq., von denen ich den ersten aus Autopsie als einen Saropogon Icenne und die beiden letztern mit grosser Zuversicht dieser Gattung beirechnen zu dürfen glaube; 2. von Algier: 4. crassus Macq., der ein ächter Dasypogon ist; 3. vom Cap: 5. anticus Wied., 6. limbithorax Macq., 7. Anaxilas Walk., 8. Alcippe Walk., 0. letifer Walk., 10. videns Walk, und 11. Tapulus Walk., welche sämmtlich der Gattung Laparus anzugehören scheinen; ferner 12. Claelius Walk., über dessen speciellere syste- matische Stellung ich nichts zu sagen weiss. Nach Walker soll auch Das. humeralis Wied. vom Cap hierher gehören; wenn dies richtig ist, so dürfte er wahrscheinlich ebenfalls eine Laparus -Art sein. Die in diese Unterabtheilung gehörenden , mir bekannten afrikanischen Arten zeigen bei manchen interessanten Abweichungen im Einzelnen doch im Allgemeinen eine grosse Einförmigkeit; die mei- sten derselben gehören der Gattung Laparus an; für zwei besonders interessante Arten habe ich neue Gattungen, Lagodias und Pagesimallus , errichten müssen, da sie sich durchaus in keiner bestehenden unterbringen lassen ; beide sind Laparus verwandt. Gen. I. LAPARUS. Loeio. Die Gattung Laparus gehört zu den durch ausgezeichnete Merkmale gar leicht characterisirba- ren. ■ — Der grosse Querdurchmesser, der geringere Höhendurchmesser des scheibenförmigen Kopfes, das breite, höckerlose Gesicht mit sehr armborstigem, auf den Mundrand beschränktem Knebelbarte, der ziemlich hochgewölbte Thorax, der lange und schmale, auf seiner vordem Hälfte mehr oder we- niger verschmächtigte Hinterleib , die langen schlanken Beine und die Kahlheit des ganzen Körpers geben ihren Arten ein asilus- artiges Ansehen, auch im Flügelgeäder kommen sie den Dioctrien ziem- lich nahe, da die vierte Hinterrandszelle in der Regel ziemlich weit geöffnet ist; doch kenne ich eine Art, bei welcher sie vollkommen geschlossen ist. Der Rüssel ist schiefabwärts gerichtet. Taster schlank und langbehaart. Das breite, höckerlose, flache oder doch nur schwach gewölbte Gesicht ist entweder ganz kahl oder doch nur zerstreut, kurz und zart behaart: es trägt nur ganz am Mundrande einige Borsten: bei einer Reihe von Arten finden sich ausser zwei starken Borsten, welche am Vorderrande der Mundöffnung stehen, gar keine andern; diese Arten, durchschnittlich die grössern, bilden eine eigene Abtheilung der Gattung; bei den andern Arten stehen neben jenen starken Borsten jederseits noch eine oder einige schwächere und bei man- chen derselben über ihnen noch eine massige Anzahl viel kürzerer Borstchen. — Die Stirn ist breit, nicht auffallend vertieft, mit kurzer, zerstreuter Behaarung besetzt; sie hat jederseits eine Längsfurche und über den Fühlern einen Eindruck, welcher vielleicht zur Unterscheidung der Arten benutzt wer- den kann, da er bei fast jeder Art eine andere Gestalt zu haben scheint. — Die Fühler stehen auf keinem Höcker; das erste und zweite Glied derselben sind kurz cylindrisch, ungefähr gleichlang, ziem- lich sparsam behaart; das dritte Fahlerglied ist so lang wie die beiden ersten zusammen oder noch etwas länger, von ziemlich gleichmässiger Breite, nach seiner Basis hin gewöhnlich etwas mehr ver- schmälert, als nach der Spitze hin; auf der Oberseite ist es stets mit einigen schwarzen Haaren be- setzt, nur bei einer darin abweichenden Art ist es gegen sein Ende hin stark erweitert und auf sei- ner Oberseite weniger deutüch behaart. Der Fühlergriffel ist rudimentär; er besteht aus dem kleinen, aber gewöhnlich ziemhch dicken ersten Gliede von napfförmiger Gestalt und aus einem kleinen , in der Endvertiefung desselben stehenden, kurzen Borstchen als zweitem Gliede. Der Borstenkranz am hintern Augenrande ist gar wenig ausgebildet und geht nie bis ganz oben hinauf; hinter der Schei- telgegend stehen auf der Fläche des Hinterkopfes stets zwei ausgezeichnete, starke Borsten. Der Prothorax ist sehr entwickelt, was besonders in der Seitenansicht auffällt. — Der Thorax ist hochgewölbt, so kurz behaart, dass er kahl erscheint; über der Flügehvurzel hat er einige, auf der Hinterecke eine , auf seinem Hinterende vor dem Schildchen keine Borsten. Schildchen klein, kahl, aa der Basis des Seitenrandes mit einem eingestochenen Grübchen, stets ohne Borsten am Hinterrande. Hinterleib schmal, sehr gestreckt, zweimal, ja bei manchen Arten dreimal so lang als der Tho- rax, auf der vordem Hälfte mehr oder weniger verschmächtigt. 58 [130] H- Loew, Dipterenfauna Südafrikas. Das Haltorgan des Männchens gross , unter dem Bauche liegend ; es besteht aus einem untern, aus zwei aufeinander folgenden Abschnitten gebildeten, mehr oder weniger kahnförmigen Theile und aus zwei seitlichen kürzeren Lamellen, welche der gewöhnlichen Haltzange der Asiliden entsprechen dürften; der Mittelfaden steigt, wenn er sichtbar ist, aus dem untern Theile bogenförmig nach oben und hinten auf; der achte Hinterleibsring ist auf der Oberseite unmittelbar vor dem Haltorgan stark gewölbt. — Der Hinterleib des Weibchens endigt sehr stumpf; der gewöhnliche Stachelkranz ist sehr deut- lich; die untern Lamellen sind wenig entwickelt. Beine dünn und lang, besonders die hintersten, sehr kahl, namentlich ohne alle abstehende Behaarung. Schenkel schlank. Schienen am äussersten Ende etwas verdickt; Vorderschienen mit einem ansehnlichen, gekrümmten Enddorn, an den sich ein zapfenförmiger Fortsatz anlehnt, welchen das erste Fussglied auf der Unterseite unmittelbar an der Basis hat. Das erste Glied ist an allen Füssen etwa so lang, wie die zwei oder drei folgenden zusammen. Klauen und Pulvillen ziemlich gross. Vorderschenkel ohne Stachelborsten ausser an der Spitze ; die hintern Schenkel und alle Schie- nen sparsam damit besetzt; am Ende der Fussglieder sind sie zahlreicher. Deckschüppchen ungewimpert. Flügel ziemlich gross ; die dritte Längsader gegen das Ende hin bogenförmig nach hinten gekrümmt; die Spitzenquerader ist so auf dieselbe aufgesetzt, dass ihr Lauf dadurch nicht verändert wird; die kleine Querader steht etwa auf dem ersten Drittheil der Discoidal- zelle; die vierte Hinterrandszelle ist ziemlich weit geöffnet; die sechste Hinterrandszelle (Analzelle) ist nur sehr wenig geöfifuet oder am Flügelrande selbst geschlossen; dass bei einer hierin eine Aus- nahme bildenden Art die vierte Hinterrandszelle geschlossen ist, habe ich schon oben erwähnt. Die Unterscheidung der Laparus- Arten wird noch lange grosse Schwierigkeiten haben, da die- selben nur wenig erhebliche Formunterschiede zeigen, welche noch dazu oft nur in den Grössenver- hältnissen der einzelnen Körpertheile bestehen und deshalb schwer genau anzugeben sind. In der Färbung scheinen die Arten ziemlich veränderlich zu sein, auch durch nur geringe Abreibung der den Thorax schmückenden Bestäubung ein sehr verändertes Ansehen zu bekommen. Eben so scheint es nicht zweifelhaft, dass die verschiedenen Geschlechter sich durch sehr verschiedene Färbung un- terscheiden. — Ein so trügliches Merkmal die verschiedene Intensität der bei vielen Asiliden vorkom- menden gelblichen, gelbbräunlichen oder braunen Trübung der Flügelmembran selbst, oder die die Adern begleitenden, meist nur durch öfteres Feuchtwerden entstandenen braunen Säume sind, ein so vortreffliches gewährt in fast allen mir bekannten Fällen die eigenthümliche graue oder braungraue Trübung, welche viele Arten an der Spitze und am Hinterrande der Flügel haben; sie entsteht durch die microscopische Behaarung des Flügels und reicht mithin so weit wie diese ; ich habe noch bei keiner Art eine irgend nennenswerthe Abweichung in ihrer Begrenzung gefunden, so veränderlich sie auch in ihrer Intensität ist. Unter unsern europäischen Arten stimmen beide Geschlechter in ihrer Ausbreitung so überein, dass sie in vielen Fällen nur an diesem Merkmale mit Sicherheit als zusam- mengehörig erkannt werden können. Ich fürchte fast, dass diese Uebereinstimmung beider Geschlech- ter bei den Laparus - Arten vielleicht fehlen dürfte. a. Am Vorderende des Mundrandes nur zwei einzelne, starke Borsten, spec. 1. li. pnicliriventris, not;, sp. cf. — Thoracis flavido - grisei villae obsolelae ; abdomen rufum cingulis anguslis maculisque laleralibus albo -poliinosis leviler conspicuis signalum; alae hyalinae, ad apicem et marginein poslicum lale sed dilulissime cinereae. — Long. corp. G'/g iin. — long. al. 5 lin. Sjmon. Laparus pulchriventris Loew, Ofvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 342. L Gesicht mit blassgelber, fast messinggelblicher, am Augenrande aber fast weisser Bestäubung. Die beiden starken Borsten am Vorderrande der Mundöfi'nung weissgelblieh. Die beiden ersten Fiililerglieder rothgelb, sehr sparsam mit kurzen schwarzen Härchen besetzt, am zweiten auch etliche längere Härchen; (das dritte Glied fehlt). Stirn messinggelblich bestäubt, jederseits mit einer Längsfm-che , über den Fühlern mit einem einge- stochenen schwarzen Punkte. Hinterkopf oben mit messinggelbhcher , am äussersten Augenraude und an den Seiten mit gelblichweisser Bestäubung; die kurze und sehr zerstreute Behaarung desselben ist schwarz, die bei- den ausgezeichneten Borsten hinter dem Scheitel sind blassgelblich. Die sparsame Behaarung am Kinn blass- gelblich. Taster braungelb mit langer, aber sparsamer schwarzer Behaarung. Rüssel braun, nach der Spitze hin schwarz, — Die Oberseite des Thorax erhält durch die dichte Bestäubung eine eigenthümliche grünhch- Asilidae. {■)31-] 59 gelbe Farbe; die Striemen sind etwas dunkler, aber ziemlich undeutlich; die mittelste zeigt ganz vorn den An- fang einer eingedrückten Mittellinie. Die Oberseite des Schildchens hat dieselbe Farbe wie die des Thorax- sein Seitenrand ist, wie der des Thorax von gelblicher Bestäubung bedeckt. Die überaus zerstreute und kurze Behaarung des Thorax ist schwarz ; die drei Borsten über der Flügelwiirzel sind blassgelb oder braungelb. Die Grundfarbe der Schulterschwiele ist gelbhch. — Die Brustseiten auf zum Theil schwärzlichem, zum Theil roth- gelblichem Grunde mit blassmessinggelblicher, an ihrem untern Theüe mit fast weisslicher Bestäubung. — Hin- terleib von gelblichziegelrother Farbe, glänzend; der erste Ring schwarz mit ziegelröthlichem MittdAeck und rothgelben Seitenecken; auf dem zweiten Ringe ist der Wulst, welcher den Vordertheil desselben bildet, nebst zwei gleich hinter ihm liegenden Flecken schwarz; seine vordere Hälfte ist, mit Ausnahme der Mitte des Wul- stes, graulich bestäubt; der dritte, vierte und fünfte Ring zeigen in der Nähe des Vorderrandes ebenfalls zwei Bchwarze Fleckchen , von denen aber die des fünften Ringes schon zum Theil unter dem Hinterrande des vier- ten versteckt sind ; auf dem dritten und vierten Ringe bildet weisse Bestäubung vom Seitenrande nach diesen Flecken hinlaufende, vorwärts gerichtete und in der Mitte fast mit einander verbundene Halbbinden; am Seiten- rande des fünften und sechsten Ringes bildet sie einen nicht weit von der Basis liegenden Fleck; der zweite bis fünfte Ring haben einen schmalen schneeweissen Hinterrandssaum, der fünfte bis siebente Ring ganz am Seitenrande einen glänzendschwarzen Längsfleck. Die Behaarimg des Hinterleibes ist kurz, an den letzten Rin- gen etwas länger, ohne Ausnahme schwarz. Die äussern männlichen Genitalien von der Farbe des Hinterleibes kaum etwas dunkler, glänzend; die untere Platte breit, stumpf, flach, wenig länger als die seitlichen Lamellen in der Nähe der Basis schwarzhaarig, gegen das Ende hin mit gelber Behaarung; die seitlichen Lamellen mit schwarzer , am Ende derselben gegeneinander gewendeter , inwendig mit brauner Behaarung. Hüften gelbbräun- lich mit weissgelblieher Bestäubung. Beine schmutzig hellbraun, die Schenkelwurzel und die Schienen bis «re- gen die Spitze hin mehr bräunlich lehmgelb; die Stachelborsten ohne Ausnahme gelblich. — Flügel slasart^i-» die Adern braun, das Ende der Hülfsader und der ersten Längsader sammt dem dazwischen liegenden Stücke der Randader heller; die sehr blasse graue Haartrübung reicht in der vordem Unterrandzelle wie in der vor ihr liegenden Zelle von der Spitze bis über die Mündung der ersten Längsader hinaus; in der hintern ünter- randszelle , so wie in der zweiten und dritten Hinterrandszelle lässt sie , sich von den Adern ablösend nur die alleräusserste Basis frei; in der ersten Hinterrandszelle reicht sie nicht weiter als in den benachbarten Zellen bildet aber in derselben noch einen linienförmigen, abgesondert liegenden kleinen Wisch; in der Discoidalzelle bildet sie einen keilförmigen, nur bis gegen die kleine Querader hinreichenden Kern; der Kern, welchen sie in der wenig weit geöffneten vierten Hintorrandszelle bildet, hängt in dem hintern Theile derselben mit den Adern und dem Flügelrande zusammen,' während der in der fünften Hinterrandszelle liegende ganz von den Adern ge- trennt ist und sich nur im Zusammenhange mit dem Flügolrande befindet; jenseit der letzten Längsader findet sich noch eine von ihr abgetrennte, weithin laufende graue Säumung des Hinterrandes. — (Caffrerei, Wahlber^.) spec. 2. Ij. cnneatnS, nov. sp. Q. — Thoracis albido .cinerasienlis villä, lald , inlegrd, cuneatd, hrunned; abdomen ferrugineum , poslice segmentorum margine apicali maculisque lateralibus minus con- spicuis nigris obscuratum ; pedes ferruginei, apicem versus obscure-brunnei; alae dilule brunneo-flave- scentes, ad apicem el marginem poslicum distincie cinereae. — Long. corp. IOY4 lin. — long. al. 8-/3 lin. Synon. Laparus cuneatus Loew, Öfvers. af K. Akad. Förhandl. 1S57. 343. 2. Gesicht auf bräunlichgelbem Grunde mit weisslicher Bestäubung. Die beiden starken Borsten am Vor- derrande der Mundüffnung bleichgelblich; in der Nähe derselben stehen einige kurze und sehr feine schwarze Härchen. Fühler braunroth; die schwarze Behaarung besteht am ersten Gliede nur aus einigen sehr kurzen Härchen; das zweite Glied ist an seinem Ende reichlicher mit schwarzen Härchen besetzt, unter denen sich einige von ziemlicher Länge befinden; das dritte Glied, welches nach Spitze und Wurzel hin fast gleich ver- schmälert ist, hat auf seiner Oberseite ziemlich viel schwarze Haare. Stirn rothbraun, an den Seiten blass- gelblich bestäubt, jederseits mit einer weiten Furche und über den Fühlern mit einem grossen Eindrucke, wel- cher die Gestalt einer sternförmigen Narbe hat. Hinterkopf schwärzlich mit vom Scheitel bis zum Halse lau. fender rothbrauner Strieme; die Bestäubung desselben ist aschgraulich, am äussersten Rande weiss; die spar- same Behaarung desselben ist schwarz; die Borsten des unvollständigen, nur an den Seiten vorhandenen Bor- stenkranzes sind schwarz und ziemlich stark, die beiden ausgezeichneten Borsten hinter dem Scheitel braungelb. Die sparsame Behaarung des Kinnes grösstentheils schwarz. Taster braunschwarz mit langer schwarzer Be- haarung. Rüssel an der Wurzel kastanienbraun , an der Spitze schwarz. Die grauweisslich bestäubte Oberseite 8* 60 [132] H. Loew, Dipterenfauna Südafrikas. des Thorax hat eine durchgehende, ausserordentlich breite Mittelstrieme von dunkelkaffeebrauner Farbe, welche sich nach hinten ganz allmälig und ganz gleiehmässig verschmälert, so dass sie am Hinterrande des Thorax nicht ganz die Breite des Schildchens hat; man bemerkt in ihr eine nicht bis ganz zum Schiklchen reichende, keilförmige Mittelstrieme; diese ist durch eine schwärzere Mittellinie getheilt und jederseits durch eine solche Linie eingefasst , welche auf dem Hinterrande derselben zusammenfliessen ; ausserdem ist der Seitenrand der brei- ten Thoraxstrieme von der Gegend an, wo sonst gewöhnlich das Vorderende der Seitensfrieme liegt, bis zum Hinterende derselben hin schwarz; übrigens zeigen die verschieden gefärbten TheiJe derselben nirgends einen scharfen Farbencontrast. Die ganz ausserordentlich zerstreute und kurze Behaarung des Thorax besteht aus vereinzelten ziemlich dünnen schwarzen Härchen; über der Fliigelwurzel stehen zwei oder drei bräunlichgelbe Borsten und weiter nach hinten noch eine schwarze. Schildchen dunkel kaffeebraun , die Ecken weiss bestäubt. Die Brustseiten auf zum Theil schwärzlichem , zum Theil braunem Grunde mit ziemlich dCmner D-rauweissHcher Bestäubung; eine deutliche, braun bestäubte, fast senkrechte Strieme zieht sich von der Flügelwurzel bis hinter die Vorderhüfte hinab; sie erscheint nicht nur in gewissen Kichtungen, wie es bei manchen andern Arten der Fall ist, bei welchen ihre Bestäubung mit der der Brustseiten gleichfarbig ist, sondern sie ist in allen Eich- tungen vüUig deutlich. Die ziemlich zarten Borsten vor den Schwingern sind schwarz. — Der erste Ring des Hinterleibes ist schwarz, an der Seitenecke mit etlichen rothbraunen Borsten besetzt; der zweite und dritte Ring sind rostbraun , doch ist der Wulst am Vorderrande des zweiten und der Hinterrand des dritten braun- schwarz gefärbt; die folgenden Ringe sind dunkelbraun, an der Vorderecke, auf zwei auf ihrer Mitte nebenein- ander liegenden Stellen und am Hiuterrande schwärzer. Vorderhüften bräunlich, Mittelhtiften schwärzlich mit einer bräunlichen Längsstrieme auf der Aussenseite, Hinterhüften schwärzlich; alle Hüften sind mit dünner weisslicher Bestäubung bedeckt. — Beine braun, eigentlich schmutzig kastanienbraun, auf der Unterseite der Schenkel etwas heUer; auf der Oberseite der Schenkel, gegen das Ende der Schienen hin und an den Füssen geht die Färbung mehr in das Schwarzbraune über. Die gewöhnlichen Stachelborsten sind sämmtlich braunroth ; an den Vorderschienen befinden sich ausser denen an der Spitze noch etliche andere. — Flügel glasartig mit wässriger, aber doch recht deutlicher gelbbrauner Trübung, an der äussersten Basis bis zu den allerersten Quer- adern gelbbraun; Flügeladern dunkelbraun; die deutliche braungraue Haartrübung erstreckt sich in der vordem Unterrandszelle, wie in der vor ihr liegenden Zelle, kaum etwas weiter, als von der Spitze bis zur "Wurzel der Spitzenquerader, wo sie, nachdem sie sich bereits lange vorher von den Adern losgelöst hat, in eine scharfe Spitze ausläuft; die in der zweiten Unterrandszelle befindliche Trübung löst sich auf deren Mitte von den Adera los und läuft dann in eine Spitze aus ; in der ersten Hinterrandszelle erfolgt diese Loslösung noch etwas früher und in undeutlicherer Weise ; die Trübung zieht sich dann als ein wegen der grössern Zerstrmtheit der Behaa- rung ziemlich undeutlicher Streif in der Mitte dieser Zelle noch bis fast zur "Wurzel der Spitzenquerader hin; in der zweiten, dritten, vierten und fünften Hinterrandszelle bildet sie Kerne, welche in der Nähe des Hinter- randes wegen der grösseren Dichtheit der Behaarung dunkler sind und daselbst sowohl mit den die Zellen tren- nenden Adern als mit dem Hinterrande selbst verbunden sind, während der übrige von den Adern abgelöste Theil derselben durch die Zerstreutheit der Behaarung undeutlich wird; jenseit der letzten Längsader zeigt sich nur die Spur einer schmalen grauen Säumung des Flügelrandes; die vierte Hinterrandszelle ist weit geöffnet. — (Caffrerei , Wahlberg.) spec. 3. Ij, gracilipeS, nov. sp. Q. — Thoracis cinerascenlis villä unicd , lata, inlegrd, cuneald, brunneä, anlice cinerascente ; abdominis obscure ferruginei seymenlis secundo el Icrlio allenuads rufo ■ testaceis. Alae brunnescentes , ante nervum longitudinalem primum brunneae, ad apicem lale , ad mar- ginem poslicum anguste sed dislincle brunneo - cinereae , cellulae posterioris quarlae apice nonnihil an- gustato. Facies el frons flavidae, setae myslacinae albidae. — Long. corp. 7 lin. — long. al. 7'/i2 Un. Synon. Laparus gracilipes Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1S57. 343. 3. Das nackte Gesicht auf bräunlichgelbem Grunde mit weisslicher Bestäubung. Die beiden starken Bor- sten am Vorderrande der Mundöffnung weissgelblich ; unmittelbar über ihnen stehen etliche schwarze Härchen, welche aber so kurz und fein sind , dass sie nur mit Mühe erkannt werden. Fühler gelbroth , die schwarze Behaarung ihrer beiden ersten Glieder sparsam, am Ende des zweiten Gliedes etwas dichter und mit etlichen längern Härchen durchmengt; die Behaarung auf der Oberseite des dritten Gliedes vollkommen deutlich. Stirn braunroth ; die Seitenfurchen nur schwach angedeutet ; der Eindruck vor dem OceUenhöcker bildet eine kleine flache Grube, welche an ihrem oberen Ende von zwei glatten, nebeneinanderstehenden Höckerchen begrenzt ist. Hinterkopf graulich bestäubt, der äusserste Seitenrand weissschimmernd ; ein am Scheitel breiterer, braunrother Asilidae. [-,33-[ gj Fleck zieht sich bis zum Halse hinab; ausserdem laufen zwei schwarze Striemen bogenförmig vom Hal<=e auf wärts nach dem Augenrande. Die sparsame Behaarung des Hinterkopfes ist auf dem obern Theile desselben schwarz, auf dem untern dunkel rothbraun, doch erscheint sie auch da in den meisten Richtungen schwarz- der Borstenkranz ist selbst an den Seiten des Hinterkopfes nicht deutlich. Auch die sparsame braune Behaa'rung des Kinns erscheint in den meisten Richtungen schwarz. Taster an der Basis schwarz, an der Spitze braun schwarz behaart. Rüssel braunröthlich , seine Spitzenhälfte schwarz. — Der Seitenrand des Thorax auf braun- röthlichem Grunde weissbesfäubt und dadurch von grauweissem Ansehen; den übrigen Theil seiner Oberseite nimmt eine kaffeebraune Strieme ein, welche sich gegen ihr Hinterende hin ganz aUmälig etwas verschmälert, so dass sie am Hinterende des Thorax nicht ganz die Breite des Sehildchens hat; man bemerkt in ihr eine fast bi^ zum Schildchen reichende, keilförmige Mittelstrieme, welche aus einem breiten schwärzeren Mittelstriche, zwei ihn begleitenden, schmutzig schwarzbraun gefärbten Linien und einem schmalen, wenig bemerkbaren schwarzen Saume gebildet ist. Die breite Thoraxstrieme hat von der Stelle an, wo sonst das Vorderende der Seiten- strieme zu sein pflegt, eine ziemlich breite, schwarzbraune Zeichnung, welche nahe vor dem Schildchen abbricht. Wenn man den Thorax noch mehr von vorn oder von der Seite her beleuchtet, so zeigt das Vorderende der Thoraxstrieme helle Bestäubung; diese bildet ganz vorn auf der Mittellinie zwei helle Strichelchen, ist auf den missfarbigen Linien der Mittelstrieme weissHch, auf dem äussern Theile der breiten Thoraxstrieme aber bräun- lichgelb. Die vereinzehen und wegen ihrer Kürze kaum bemerkbaren Härchen auf der Oberseite des Thorax sind schwarz. Von den Borsten über der Flügelwurzel sind die beiden vordem braungelb , die hinterste schwarz. Schildchen kaffeebraun, die Seitenecken desselben weissbestäubt. Die Grundfarbe der Brustseiten ist zum TheU schwarz, zum Theil braunröthlich, wodurch unregelmässig von oben nach unten herablaufende Binden gebildet werden. Die dünne Bestäubung ist weisslich, auf einer etwas undeutlichen von oben bis unten hinter die Vor- derhüfte fast senkrecht herablaufenden Strieme bräunlich. — Der erste Hinterleibsring dunkelbraun, an der Basis schwarz; der zweite und dritte Ring ziemlich verschmächtigt , rothgelblich mit unregelmässigen braunen Stellen und mit schwarz gefärbtem Wulst an der Basis des zweiten Ringes; die folgenden Ringe" dunkeh-ost- braun, am äussersten Seiten- und Hinterrande schwärzer; die Färbung des Bauches stimmt mit derjenigen der Oberseite überein. — Die gelblichkastanienbraunen Beine äusserst schlank; die Schienenspitze und das Ende der Füsse nur wenig dunkler; die Vorderschenkel ausser an der Spitze ohne Stachelborsten; die Farbe aller Stachelborsten rostroth. — Die Flügel ziemlich glasartig mit deutlicher, gelbbrauner Trübung, vor der ersten Längsader und an der Basis bis zu den allerersten Queradem gelbbraun gefärbt; an der Flügelspitze mit ausser- ordentlich ausgebreiteter, am Hinterrande dagegen mit wenig ausgebreiteter braungrauer Haartrübung; in der ersten ünterrandszelle reicht sie bis zu der Mündung der Hülfsader, in der davor liegenden Zelle noch etwas weiter; die zweite UnterrandszeUe füllt sie ganz aus; in der ersten, an ihrem Ende etwas schmäler werdenden Hinterrandszelle reicht sie bis etwa zur Wurzel der Spitzenquerader , wo sie sich allmälig verliert, nachdem sie Bich schon früher von den Adern losgelöst hat; in der zweiten Hinterrandszelle bildet sie einen Kern, welcher nur in dem hinteren Theile derselben mit den Adern und mit dem Hinterrande in Verbindung steht, im vordem TheUe davon getrennt und überhaupt nur in seinem äussern Umrisse vorhanden ist; ungefähr eben so ist sie in der dritten Hinterrandszelle beschaffen , nur ist die vordere und die Wurzelgrenze des Kernes in grösserer Breite vorhanden , während die innere Grenze zum Theil ganz fehlt ; in der vierten , weitgeöffneten Hinterrands- zelle bildet die Trübung einen breiten Randsaum, welcher sich an dem der Spitze zugekehrten Winkel der- selben etwas weiter in sie hineinzieht ; in der fünften Hinterrandszelle findet sich nur ein schmaler Randsaum; in derDiscoidalzelle zeigt sich ein keilförmiger, sehr sparsam behaarter Kern, welcher nicht bis zur Querader hinreicht. — (Caffrerei, Wahlberg.) spec. 4. Ij. pedanCllIatllS, nov. sp. d". — Thorads cinerascentis villä lalissimd ex Iribus connatd, anlice el posUce angustiore , brunned. Abdotnen nigrum segmentis secundu , lertio el quarlo anguslissi. mis, rufo-leslaceis. Alae brunneae cellularum posticarum disco diluiiore , angulo atae interiore hyalino; cellularum poslicarum quarlae apice modice angustato. Frons nigra, facies jlavida; setae myslacinae albidae. — Long. corp. 7^/4 lin. — long. al. T'/j^ tin. Synon. Laparus pedunculafus Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1S57. 343. 4. Das nackte Gesicht auf gelblichem Grunde mit weisslicher Bestäubung. Die beiden starken Borsten am Vorderrande der Mundöffnung weissgelblich ; unmittelbar über ihnen stehen etliche schwarze PLärchen, welche aber so kurz und fein sind, dass sie nur mit Mühe erkannt werden. Fühler .... (fehlen). Stirn braunschwarz, 62 ri341 H. Loew, Dipterenfauna Südafrikas. die Seitenfurchen nur schwach angedeutet; der Eindruck vor dem Ocellenhöcker bildet eine flache Grube, welche an ihrem oberen Ende von zwei etwas schwieligen Erhabenheiten begrenzt ist. Hinterkopf graugelblich bestäubt der äusscrste Eand desselben weisslich schimmernd; ein am Scheitel breiterer braunrother Fleck reicht nicht bis ganz zum Halse hinab; von zwei vom Halse aufwärts laufenden, schwärzeren, unregelmässigen Strie- ihcn zeigt sich nur in mancher Richtung eine Spur. Die sparsame und ziemlich zarte Behaarung des Hinter- kopfes ist auf dem oberen Theile desselben schwarz, auf dem untern Theile fahlbraun; der Borstenki-anz ist selbst an den Seiten des Hinterkopfes nicht deutlich. Die sparsame Behaarung des Kinnes ist bräunlich. Ta- bter schwarz und schwarz behaart. Rüssel braun, seine Spitzenhälfte schwarz. — Der Seitenrand des Thorax von gelbweisslicher Bestäubung auf dunkelem Grunde weissgrau; den ganzen übrigen Theil seiner Oberseite nehmen die nicht deutlich getrennten Striemen ein; die Mittelstrieme ist dunkelbraun, hinten zugespitzt und den Hinterrand des Thorax fast erreichend, mit einer undeutlichen schwarzen Mittellinie; die Seitenstriemen eben- falls dunkelbraun, nicht deufUch unterbrochen, vorn stark abgekürzt, hinten bis zum Hinterrande des Thorax laufend- sie sind von der Mittelstrieme nur durch eine heller braune Längslinie getrennt und auch auf ihrer Aussens'eite dunkel eingefasst. Die kurze, abstehende Behaarung der Oberseite des Thorax ist schwarz; über der Flün-elwurzel stehen zwei braune, auf der Hintereeke noch eine schwarze Borste. Schildchen schwarzbraun, am Scitenrande weisslich bestäubt , am Hinterrande ohne Borsten. Brustseiten schwarz und braun gefleckt, mit dünner weissgraulicher Bestäubung; von der Flügelwurzel läuft eine braunbestäubte Binde bis über die Vor- derseite der Mittelhüften hinab; die Behaarung unter den Schwingern schwarz. Hinterrücken schwarz, weiss- graulich bestäubt. — Die Gestalt des langen Hinterleibes wird durch die ganz ausserordentliche Verdünnung des zweiten, dritten und vierten Ringes und dui-ch die grössere Dicke der drei folgenden Ringe eine auffallend keulenförmige; der erste Ring desselben ist schwarz, der zweite, dritte und vierte sind bräunlich ochergelb; doch ist der zweite an der äussersten Basis geschwärzt und zeigt an der Mitte des Seitenrandes, wie die bei- den folgenden Ringe, einen dunkleren Fleck und an der Spitze eine braunschwarze Färbung; der fünfte bis "achte Ring sind schwarz, doch hat der fünfte an seiner Basis eine ochergelbe, der achte fast auf seiner ganzen Oberseite eine glänzend braunrothe Färbung. Das männliche Haltorgan ist nur von massiger Grösse, schwarz, am Ende braunroth. Die Behaarung des Hinterleibes überall sehr kurz, schwarz. — Die gelblichkastanien- braunen Beine sind äusserst schlank, die Scbienenspitze und das Ende der Füsse etwas dunkler; Vorderschen- kel ausser an der Spitze ohne Stachelborsten; die Farbe aller Stachelborsten rostroth. — Vorderrand der Flü- gel etwas stärker gebogen, als bei den andern Arten, so dass die Spitze derselben etwas mehr nach hinten zu liefen kömmt; die Farbe der Flügel ist ein ziemlich dunkeles Gelbbraun, welches an der Spitze und am Hin- terrande in ein reines Braun übergeht; der ganze Raum liinter der letzten Längsader nebst dem Flügelanhange glasartig, die hintere Wurzelzelle (Analzelle) nur gelbbriainlich getrübt; die dritte, vierte und fünfte Hinter- xandszelle sind auf ihrer Mitte etwas ausgewaschen. — (Caffrerei, Wahlberg.) An merk. Ich bin lange zweifelhaft gewesen, ob nicht Laparus gracilipes vielleicht das Weibchen des "Laparus pedunculatus sei, da die Uebereinstimmung beider in mehreren wesentHchen Merkmalen auffallend ist und ein grosser Theil der übrig bleibenden Unterschiede wohl sexuelle Differenzen oder Färbungsmodificationen sein könnten. Da die Flügel des Laparus pedunculatus aber überhaupt breiter sind, ihren grössten Querdurchmes- messer in geringerer Entfernung von der Wurzel haben und die Spitze derselben viel weniger breit ist, so scheint mir doch zuletzt die Verschiedenheit beider Arten viel mehr Wahrscheinlichkeit für sich zu haben. b. Vier, zuweilen sechs Borsten am vordem Mnndrande. spec. 5. li. anlicns Wied. (f & Q. — Thoracis flavido-grisei vittis Iribus olivaceo -trunneis vix se- paralis; abdomine fcrrugineo , segmentis singulis maculd nigra notalis. Pedes brunneo - ferruginei, apU cem versus obscuriores. Facies leslaceapallidissime flavido -poUinosa; selae myslacinae albidae; anlen. noe Tufae. Alae brunnescenles , cellularum posteriorum quarlae apice magis angustalo. — Long. corp. 8 lin. — long. al. l^j^ lin. Synon. Dasypogon aulicus Wiedemann, Auss. Zweifl. I. 379. — Laparus maculiventris Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1S57. 343. 5. Das nackte Gesicht auf gelblichem Grunde mit weissgelblicher Bestäubung. Die vier starken Borsten am Mundrande weissgelblich : unmittelbar über ihnen stehen etliche schwarze Härchen, welche aber so zart sind, dass sie nur bei grösserer Aufmerksamkeit bemerkt werden; etliche etwas längere schwarze Härchen stehen am Mundrande selbst. Fühler bräunlichroth ; die beiden ersten Glieder mit schwarzer Behaarung. Stirn schwarz Asilidae. [135] 63 mit weissgelblicher Bestäubung und mit sehr zerstreuter schwarzer Behaarung, die Seitenforchen flach, auf der Mitte eine braunschwarze , glänzende Längslinie. Hinterkopf schwarz mit gelber Bestäubung und mit schwar- zer Behaarung; die beiden starken Borsten hinter dem Scheitel blassgelblich. Rüssel und Taster schwarz, letz- tere mit schwarzer Behaarung. — Der Seitenrand des Thorax mit weissgelblicher Bestäubung auf rothbraunem Grunde; der ganze übrige Theil der Oberseite desselben ist von den nur undeutlich getrennten Striemen ein- genommen, welche eine dunkel grünbraune Farbe haben; die Seitenstriemen sind ganz, eben so breit wie die Mittolstrieme und von ihr nur durch eine hellbraune Linie gesondert; vorn sind sie zwar verkürzt, aber der Eaum vor ihnen ist durch eine dunkelbraune Färbung ausgefüllt. Die zerstreute schwarze Behaarung der Ober- seite des Thorax ist von einer sie fast unwahrnehmbar machenden Kürze. Die beiden starken Borsten über der Flügelwurzel und die auf der Hinterecke befindliche sind blassgelblich. Schildchen ziemlich dunkelbraun am Rande heller. Brustseiten und Hüften braun und schwarz gefleckt, mit gelblicher Bestäubung bedeckt- eine nicht scharf begrenzte, braun bestäubte Strieme läuft von der Flügelwurzel gerade abwärts; die Behaarung vor den Schwingern ist schwarz und sehr sparsam. Die Grundfarbe des Hinterrüekens ist schwarz, wird aber von lebhaft gelblicher Bestäubung sehr bedeckt. — Hinterleib rothbräunlich , ziemlich glänzend , überall mit kurzer und zerstreuter schwarzer Behaarung besetzt; der erste Ring hat an der Mitte des Hinterrandes einen schwarzen Fleck; auf dem zweiten Ringe liegt ein gerundeter schwarzer Fleck an der Basis und die Spur eines zweiten kleineren zeigt sich auf dem letzten Drittheile desselben ; auf dem dritten Ringe ist nur ein undeutlicher schwarzer Fleck vorhanden, welcher etwas vor der Mitte desselben liegt; jeder der drei folgenden Eino-e hat an der Mitte seiner Basis einen ziemlich grossen , dreieckigen schwarzen Fleck ; auf grosse Beständigkeit in der Ge- stalt und Grosse dieser Flecke dürfte schwerlich zu rechnen sein. — Die gelblich kastanienbraunen Beine sind ziemlich schlank , das Ende der Schenkel und besonders das Ende der Schienen und die Füsse dunkeler braun • die äusserst kurze Behaarung der Beine ist schwarz ; Vorderschenkel ausser an der Spitze ohne Borsten • alle Stachelborsten rostroth. — Flügel mit starker, gelbbräunlicher, an der Spitze imd am Hinterrande aber in grosser Ausdehnung mit mehr braungrauer Trübung; sie sind auf ihrer ganzen Fläche bis gegen die Wurzel hin mi- kroskopisch behaart; diejenige Ader, welche die dritte von der vierten HinterrandszeUe trennt, biegt sich mit ihrem Ende ziemlich auffallend nach hinten, wodm'ch die Mündung der vierten Hinterrandszelle ziemlich ver- engt wird. — (Caffrerei, Wahlberg.) An merk. Ich habe gegenwärtige Art in Wiedemann's Beschreibung des Dasypogon aulicus nicht er- kannt, sondern mich von ihrer Identität mit ihm erst durch die Ansicht eines typischen Exemplares der Wie- piäMANN- WiNTHEM'schen Sammlung überzeugt. spec. 6. li. CaliginOSnS» nov. sp. (f. — Ater, facie, thoracis margine lalerali plurisque pallidissime flavido -poUinosis , pleurarum villä anlicd verlicali et parle posticd hrunneo -pollinosis. Abdomen rufum, segmenlo primo uldmisque nigris. Lamellae anales inferiores rufae. Pedes obscure brunneo - ferruginei, apicem versus obscuriores , selis nigris. Alae nigrae, cellutae poslerioris quarlae apice modice angu. slato. Selae mystacinae nigrae. — Long. corp. G^l^ — 7 lin. — long. al. 4^/^ — ö^g lin. Synon. Laparus caliginosus Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 343. 6. Das kahle Gesicht mit Ucht gelblicher, in der Gegend unter den Fühlern vollständig in das Braune über- gehender Farbe der Bestäubung; die Grundfarbe desselben schwarz; unter den Fühlern finden sich zwei, nach unten hin divergirende , scheinbar von Abreibung herrührende , glänzendschwai'ze Striemchen ; die Borsten am Mundrande sind schwarz, die beiden seitlichen ziemlich schwach; uumittelbai- über ihnen stehen etliche kurze schwarze Härchen. Stirn schwarz mit brauner Bestäubung und mit zerstreuter schwarzer Behaarung; die Sei- tenfurchen ziemlich flach ; auf der Mitte eine eingeschnittene Längslinie. Fühler düster braunroth , auf der Ober- seite des schmalen dritten Gliedes mit schwarzer Behaarung. Der Hinterkopf schwarz mit brauner, am Au- genrande mit weissgelblich schimmernder Bestäubung, schwarz behaart; auch die beiden starken Borsten hinter dem Scheitel sind schwarz. Rüssel und Taster schwarz, letztere schwarz behaart. — Der Seitenrand des Tho- rax mit dichter weissgelblicher Bestäubung; der ganze übrige Theil seiner Oberseite mattschwarz, so dass die Trennung von Mittel- und Seitenstriomen durch eine heller bestäubte Längslinie nur schwach augedeutet ist; die sehr kurze abstehende Behaarung des Thorax ist schwarz ; in der Gegend der Flügelwurzel stebea drei und auf der Hinterecke noch eine schwarze Borste. Schildchcn schwarz mit weissgelblich bestäubtem Rande. Hüf- ten und Brustseiten schwarz; eine gelblich bestäubte Strieme läuft am Vorderende des Thorax bis zur Spitze der Vorderhüfte senki-echt hinab und eine zweite von der Flügelwtirzel bis zur Spitze der Mittelhüfte ; alles an- 64 [136] H. Loew, Dipterenfauna Südafrikas. dere ist dunkelbraun bestäubt; die sparsame Behaarung vor den Schwingern ist schwarz. Der Hinterrücken schwarz mit gelblicher Bestäubung. — Hinterleib schwach keulenförmig; erster Ring schwarz, zweiter bis vier- ter rostroth , gewöhnlich mit schmal schwarz gesäumtem Seitenrande ; auf den folgenden Ringen geht die Färbung mehr oder weniger schnell in Schwarz über , so dass sie bei den dunkelsten Exemplaren ganz und gar glän- zend schwarz sind, während bei helleren selbst auf den hintersten Ringen, ausser am Seiten- und Hinterrande noch eine düster rostrothe Färbung bemerkbar bleibt. — Das männliche Haltorgan ist schwarz , der untere kahn- förmige Theil düster rostroth. Die schwarze Behaarung des Hinterleibes ist zwar kurz, selbst am Haltorgane nicht sehr viel länger, aber doch bemerkliclier als bei den vorher beschriebenen Arten. — Beine massig schlank, von fast rostbrauner Färbung; die Vorderschenkel haben gewöhnlich auf der ganzen Länge der Oberseite und die Mittelschenkel ebenda an der Spitze eine schwarze Strieme, auch ist das Ende der Schienen sammt den Füssen geschwärzt. Die äusserst kurze Behaarung der Beine und alle Stachelborsten schwarz. — Flügel schwarz, um die letzte Längsader ausgewaschen, doch |so, dass der Flügelrand selbst schwärzlich bleibt. — (Caffrerei, Wahlberg.) spec. 7. Ij, flllieStnS, nov. sp. cf. — Aler, fade et thoracis limbo lalerali pallidissime flavido-pol. linosis. Abdomen cum forcipe anali magno alrum, nüidum, segmento secundo loto et terlio maximä ex parle rnfis. Pedes ferrugineo-brunnei apicem versus obscuriores , setis nigris. Alae nigrae , cellularum, posteriorum quartae apice nonnihü angustato. Selae myslacinae nigrae. — Long. corp. 6^4 Hn- — long. al. 6 lin. — (Tab. I. fig. 26.) Synon. Tabanus funestus Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 344. 7. Das nackte Gesicht schwarzbraun, gleissend, mit dünner bräunlicher, in anderer Richtung fahlgelblich erscheinender Bestäubung; unterhalb der Fühler zeigen sich zwei kleine, divergirende , scheinbar durch Abrei- bung entstandene glänzend schwarze Striemchen. Die Borsten am Mundrande sind schwarz , die seitlichen sehr schwach ; unmittelbar über denselben finden sich nur etliche sehr kurze schwarze Härchen. Fühler ganz dunkel rothbraun, obenauf ziemlich schwarz; die beiden ersten Glieder und die Oberseite des schmalen dritten Gliedes mit schwarzer Behaarung. Die Stirn schwarz mit dünner schwarzbrauner Bestäubung und mit zerstreuter schwar- zer Behaarung, vor dem vordersten Punktauge mit einem tiefen Grübchen. Hinterkopf schwarz mit brauner Bestäubung, am Augenrande mit äusserst schmalem, gelblich schimmerndem Saume, schwarz behaart; die bei- den starken Borsten hinter dem Scheitel schwarz. Rüssel und Taster schwarz, letztere mit schwarzer Behaa- rung. — Der Seitenrand des Thorax mit dichter weissgelblicher Bestäubung ; die ganze übrige Oberseite matt- schwarz, so dass sich gar keine Trennung der Striemen unterscheiden lässt; die ganz überaus kurze Behaarung desselben schwarz. Schildchen mattschwarz, überall nur mit sehr dünner und dunkelbravmer Bestäubung; die Behaarung vor den braunschwarzen Schwingern schwarz ; Hinterrücken schwarz , an den Seiten mit weissgelb- licher Bestäubung. — Der erste Hinterleibsring schwarz , der zweite und dritte rostroth , doch letzterer an sei- nem Hinterrande mehr oder weniger geschwärzt; die folgenden Ringe sammt dem besonders grossen Haltorgane des Männchens glänzend schwarz, nur der vierte Ring zuweüen an der Basis rostroth. Die km-ze Behaarung des Hinterleibes ist durchaus schwarz. — Die Beine ziemlich schlank , düster rothbraun , Schienenspitze und Füsse schwarz; die sehr kurze Behaarung und alle Stachelborsten ebenfalls schwarz. Flügel ganz schwarz. — (Caff- rerei, Wahlberg.) spec. 8. Mi. bicolor, nov. sp. Q, — Ater, facie albo . pollinosd , thoracis apici limbo lalerali pallidis- sime ßavido - pollinoso , abdomine nilido, pedum nigrorum libüs praeter apicem et exlremd larsorum basi brunneo • ferrugineis. Pleurae lolae nigrae, brunneo - pollinosae. Alae hyalinae , apice lale sed dilute ci- nereo. Selae myslacinae albidae. — Long. corp. 8 lin. — long. al. 6'/^ lin. Synon. Laparus bicolor Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1957. Der Kopf schwarz, das Gesicht mit weisslicher Bestäubung. Am Mundrande stehen bei dem beschrie- benen Exemplare sechs starke , schmutzig weissliche Borsten ; zwischen und über ihnen stehen noch ziemlich viel weissliche Härchen; auch ist die sehr zarte weissliche Behaai'ung des Gesichts von etwas grösserer Länge und viel deutlicher als bei den andern Arten. Die beiden ersten Fühlerglieder schwarz , doch die Spitze des zwei- ten rothbraun; das schmale dritte Glied derselben braunroth; die Behaarung der beiden ersten Glieder xmd des Oberrandes des dritten Gliedes schwarz. Slirn von brauner Bestäubung matt, ohne deutlich wahrnehmbare Behaarung, mit einer eingeschnittenen Mittellinie. Der Hinterkopf schwarz mit brauner Bestäubung; die Be- haarung desselben und die beiden starken Borsten hinter dem Scheitel schwarz ; der hintere Augenrand mit sehr .taiti\»bar' Asilida«. ,^ £137] 6Sf schmalem, weisslich schimmerndem Saume. Rüssel und Taster schwarz, letalere schwärz behaart. Der Sei- tenrand des Thorax mit dichter weissgelhlicher Bestäubung; die ganze übrige Oberseite desselben mattechwarz^ so dass eine Trennung der Striemen nicht zu erkennen ist ; die ganz überaus kurze Behaarung derselben schwara * die Borsten über der Flügelwurzel und auf der Hinterecke aber schmutzig weissUch. SchiMchen mattschwarz^ am Rande weisslich bestäubt. Brustseiten und Hüften glänzend schwarz, überall mit brauner Bestäubung; dia sehr sparsame und äusserst zarte Behaarung vor den braunen Schwingern ist weisslich. Der Hinterrü'cken schwarz mit weisslicher Bestäubung. — Hinterleib überall glänzend schwarz mit äusserst zerstreuter und kurzer schwarzer Behaarung. — Schenkel schwarz, die Basis und der grösste Theil der Unterseite der hintersten, so wie die äusserste Spitze aller braunroth; Schienen von braunrother, fast düster rostrother Färbung, die Spitze derselben und die Füsse schwarz. — Flügel glasartig mit schwarzbraunen Adern, an der Spitze mit ziemlich ausgedehnter und deutlicher, aber nicht dunkler Trübung; die sie hervorbringende mikroskopische Behaarung füllt die zweite Unterrandzelle nicht ganz bis zur Wurzel aus , erstreckt sich in den beiden vor ihr liegenden Zellen nur wenig weiter und nimmt in den drei ersten Hinterrandszellen schnell an Ausbreitung ab , so dass sie schon in der dritten nur auf den hintern TheU beschränkt ist und die vierte gar nicht mehr erreicht; um di« Queradem, welche das Ende der DiscoidalzeUe bilden, findet sich keine mikroskopische Behaarung. — (Caff, rerei, Wahlberg.) Anmerk. Diese Art für das Weibchen des Laparus caliginosus zu halten, verbietet die helle Farbe der Knebelborsten und der Borsten des Thorax, die überall braun gefärbte Bestäubung der Brustseiten und die grosse Verschiedenheit in der Ausbreitung der mikroskopischen Behaarung der Flügel. Mit dem Männchen des Laparus funestus stimmt das beschriebene Weibchen des Laparus bicolor wenigstens in der Farbe der Bestäu- bung der Brustseiten überein, unterscheidet sich von ihm aber sonst nicht nur durch die andern der oben an- gegebenen Merkmale, sondern auch noch durch den Unterschied im Baue der Stirn, so dass eine Vereinigung mit ihm nur auf eine sehr zweifelhafte Vermuthung begründet werden könnte. Es versteht sich , dass es ausser den angegebenen Hauptunterschieden zwischen Laparus bicolor einerseits und Laparus caliginosus und funestus andererseits noch nicht unerhebliche untergeordnete Unterschiede giebt, wie sie aus den Besehreibungen dieser Arten leicht ersichtUch sind. spec. 9. li, melaSOITinS, nov. sp. Q. — Ater, fade et ihoracis opaei limbo laterali pallidüsime flavido . pollinosis , abdomine nilido, pedibus f errugineo. brunneis . libiarum apice tarsisque nigrioribus. Pleurae sub basi alarum obscure ferrugineae , brunneo-pollimsae. Alae hyalinae, apice laüssime , ied, ditule cinereo. Selae mystacinae albidae. — Long. corp. 5'/, lin. — long. al. 5'/, Un. Synon. Laparus melasomus Loew, Öfvers. af K. Akad. Förhandl. 1S57. 344, 8. '■ Kopf schwarz; die Bestäubung des nackten Gesichts blassgelblich, auf dem obem Theile desselben aU- mälig braun. Die vier starken Borsten am Mundrande schmutzig weisslich; ganz in der Nähe derselben steht eine Anzahl kurzer weisslicher Härchen. Stirn von dünner, dunkelbrauner Bestäubung matt, die Seitenfurchen ziemlich flach, zwischen Fühlern und Oeellen mit keiner scharf eingeschnittenen Mittellinie, sondern mit zwei kleinen , nach oben hin divergirenden Wülstchen , ohne deutliche Behaarung. Hinterkopf schwarz mit dunkel^ brauner Bestäubung nnd schwarzer Behaarimg; auch die beiden starken Borsten hinter dem Scheitel Schwans; der Augenrand hat eine ziemlich breite, gelblichweiss bestäubte Einfassung, welche aber nicht bis zu dem oberen Ende desselben hinaufreicht. Fühler dunkel braunroth, bis gegen das Ende des zweiten Gliedes fast schwarz; die beiden ersten Glieder und der Oberrand des dritten Gliedes mit schwarzer Behaarung. Rüssel und Tastet schwarz, letztere mit schwarzer Behaarung. — Seitenrand des Thorax mit dichter weissgelhlicher Bestäubung; die ganze übrige Oberseite desselben ist mattschwarz , so dass sich gar keine Trennung der Striemen unterschei- den lässt; die verschwindend kurze Behaarung derselben scheint schwarz zu sein; auch die beiden über der FIü- gelwurzel, so wie die auf der Hinterecke stehende Borste sind schwarz. Schildchen maftschwarz, am Seiten- rande gelbweisslich bestäubt. Brustseiten gleissend schwarz, mit einer sehr grossen, dreieckigen, rothbraunen Stelle, welche von der Basis der Flügel bis auf die Mitte der Brustseiten herabreicht; die Bestäubung der Brust- seiten ist überall sehr dünn und von ziemlich dunkelbrauner Färbung. Hinterrücken schwarz, 'an den Seiten mit gelbweisslicher Bestäubung; die sparsame Behaarung vor den dunkelbraunen Schwingern ist schwarz. Der Hinterleib ist ganz und gar glänzend schwarz gefärbt und überall nur mit überaus kurzen und zerstreuten schwarzen Härchen besetzt. — Beine ziemlich schlank , düster rothbraun , das Ende der Schienen und die Füsse geschwärzt; die sehr kurze Behaarung derselben und alle Stachelborsten schwarz. — Flügel glasartig mit dun- kelbraunen Adern, um welche sich eine Bräunung der Flügelraembran zeigt, welche aber schwerlich als spezi- 9 66 [1383 H. Loew, DipterehfWtaBa Südafrikas. fisches Merkmal anzusehen sein dürfte, da sie ganz von der Art ist, wie sie durch öfteres feucht und wieder trocken werden lebender Stücke zu entstehen pflegt; die in der Nähe der FlOgelspitze vorhandene mikroscopi- eche Behaarung füllt die zweite Unterrandszelle vollständig aus, reicht in den beiden vor ihr liegenden Zellen noch viel weiter, in der ersten Hinterrandszelle eben so weit, in der zweiten und dritten Hinterrandszelle viel weniger weit, so dass sie in letzterer nur auf den hinteren Theil beschränkt ist; zu beiden Seiten der die Dis- coidalzelle schliessenden Queradern ist die Flügelfläche ebenfalls mikroskopisch behaart. — (Caffrerei, Wahlberg.) '''^■^' An merk. Die grosse Aehnlichkeit dieser Art mit Laparus bicolor ist gar nicht zu verkennen. Der Un- terschied in der Grösse und in der Färbung der Erustseiten würde mich nicht bestimmen sie für davon ver- schieden zu halten ; da die Laparus - Arten in diesen Merkmalen etwas veränderlieh sind. Eben so wenig würde mich der Unterschied in der Färbung der das Gesicht bedeckenden Bestäubung und in der Färbung der Beine, vielleicht kaum die grössere Zahl der am Mundrande stehenden Borsten dazu bestimmen. Aber der abweichende Bau der Stirn; die breitere helle Säumung des hintern Augenrandes, die schwarze Farbe der Thoraxborsten und der vor den Schwingern stehenden, viel gröbern Behaarung, so wie der Unterschied in der Ausbreitung der an der Flügelspitze vorhandenen mikroskopischen Behaarung scheinen mir jeden Zweifel über die Verschie- denheit beider Arten aufzuheben. . ,. ' ' . rtnat , spec. 10. Mj. clansns, nov. sp. Q. — Aler, fade et Ihorads opaci limbo lalerali pallidissime flavido - poUinosis , abdomine nilido, pedibus badüs , libiarum apice larsisque nigrioribus. Pleurae sub basi ala- rum ferrugineae, brunneo - pollinosae. Älae hyalinae, apice lalissime sed dilule dnereo. Setae mysta- dnae nigrae. — Long. corp. 5 lin. — long. al. 4*/^ lin. j Eine dritte den beiden vorigen überaus ähnliche Art, welche ich leider nach einem nicht besonders gut erhaltenen , namentlich nicht recht ausgefärbten Exemplare meiner Sammlung beschreiben muss. — Kopf schwarz ; das Gesicht mit weissgelbhcher Bestäubung. Die Borsten am Mundrande schwarz, die beiden seitlichen sehr schwach ; unmittelbar über denselben einige ganz kurze schwarze Härchen ; auch die sehr wenig wahrnehmba- ren Härchen auf dem übrigen Theile des Gesichts sind schwarz. Die Stirn von bräunlicher Bestäubung matt, ohne deutlich wahrnehmbare Behaarung ; die Seitenfurchen flach , vor den Ocellen ein wenig bemerkliches Grüb- chen. Fühler braunroth; das erste Glied und der grösste Theil der Aussenseite des dritten dunkeler braun; die beiden ersten Glieder und der Oberrand des schmalen dritten Gliedes schwarz behaart. Hinterkopf schwarz, braun bestäubt ; die Behaarung desselben und die beiden Borsten hinter dem Scheitel schwarz. Rüssel und Ta- ster schwarz, letztere schwarz behaart. — Der Seifenrand des Thorax mit dichter weissgelblicher Bestäubung, der übrige Theil der Oberseite mattschwarz ; so dass eine Trennung der Striemen nicht zu erkennen ist. Die ganz verschwindend kurze Behaarung derselben ist schwarz; dieselbe Farbe haben die beiden Borsten über der Flügelwurzel und die auf der Hinterecke des Thorax stehende. Schildchen mattschwarz, an der Seitenecke nur wenig weissgelblich bestäubt. Brustseiten und Hüften gleissend schwarz , erstere mit einer grossen , dreieckigen, braunrothen Stelle, welche sich von der Flügelbasis bis auf die Mitte der Brustseiten erstreckt, welche überall nur von sehr dünner brauner Bestäubung bedeckt sind. Hinterrücken schwarz mit weissgelblicher Bestäubung an den Seiten. Die zarte und kurze Behaarung vor den Schwingern ist schwarz. — Der Hinterleib ist ganz und gar glänzend schwarz. — Beine ziemlich schlank, ihre Farbe kastanienbraun, dem Gelbbraunen sich nähernd; das Ende der Schienen und Füsse etwas mehr gebräunt , die sehr kurze Behaarung der Beine und alle Stachel- borsten schwarz. — Flügel glasartig an der Spitze mit ausgedehnter, aber nicht sehr dunkler grauer Trübung; die sie bedingende mikroskopische Behaarung füllt die zweite Unterrandzelle ganz und erstreckt sich in den beiden vor ihr liegenden Zellen noch viel weiter; in den Hinterrandszellen wird ihre Ausbreitung immer gerin- ger, so dass sie schon in der dritten nur auf den hintern Theil beschränkt ist, sich aber doch über die äusserste Spitze der ungewöhnlicher Weise geschlossenen vierten und am grössten Theile des Hinterrandes der fünften saumartig hinzieht ; um die Queradern , welche das Ende der Discoidalzelle bilden , findet sich keine mikrosko- pische Behaarung. — (Cap, ToUin.) ,_^ epec. 11. 1j. sqnalidos» nov.sp.Q. — Thorads bmnnd dorsum viuis tribus obsoletioribus olivaceo' brunnds signalum; abdomen alrum, nilidum, laleribus inlerdum piceis ; pedes ferrugineo -brunnei , femo. — -stf fii^fg supeme obscurioribus. Alae dislinde brunnescentes basi paulo dilutiore , solild in hoc genere lon- giludine. Setae myslacinae nigrae, validae. — Long. corp. l^j^ lin. — long. al. 6 — G'/^j '*"• ^ Synon. Laparus squaHdus Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 344. 10. ""' Gesicht etwas niedriger als bei den vorher beschriebenen Arten , bräunlich mit weissgelblicher Bestäubung ; die vier starken Borsten am Mundrande schwarz; unmittelbar über ihnen einige sehr kurze schwarze Härchen; .««iiilebfla / Asilidacjia ,vooJ .H [139] 67 _auch auf der übrigen Fläche des Gesichts finden sich einzelne zerstreute schwarze Härchen, welche steifer und anliegender als gewöhnlich sind und sowohl auf dem Mittelstriche als am Seitenrande fehlen. Fühler braun- roth , die beiden ersten Glieder und der Oberrand des schmalen dritten Gliedes schwarz behaart. Stirn schwarz nur ganz vorn braun mit gelblicher Bestäubung und mit deutlicher schwarzer Behaarung, vor dem vordersten Punktauge mit einem kleinen , braunen , grübchenförmigen Eindrucke. Hinterkopf schwarz mit braungelber Be- stäubung, unten und am hinteren Augenrande weiss bestäubt; die Behaarung desselben und die beiden Borsten hinter dem Scheitel sind schwarz. Eüssel und Taster braun mit schwarzer Spitze, die letztern schwarz be- haart. — Oberseite des Thorax ganz und gar braun mit drei wenig deutlichen , von einander getrennten , grün- braunen Striemen; ganz von vorn beleuchtet und von der Seite her betrachtet erscheint sie ganz und gar von gelblicher Bestäubung überdockt; die kurze, steife Behaarung derselben ist schwarz; die Borsten über der Flü- gelwurzel und auf der Hinterecke des Thorax sind ebenfalls schwarz; zwischen den gewöhnlichen beiden Bor- sten über der Flügelwurzel stehen noch etliche kürzere. Schildchen fast schwarz, der Rand braun, an den _^Seiten blassgelblich bestäubt. Brustseiten schwarz und braun gefleckt , mit ziemlich wcisslicher Bestäubung und init einer wenig auffallenden , braunbestäubten, senkrechten Strieme, welche zwischen die vorderen Hüften hinab läuft ; die sparsame Behaarung vor den Schwingern ist schmutzig weisslich. Der Hinterrücken schwarz mit wciss- licher Bestäubung. — Hinterleib glänzend schwarz, fast schlackenschwarz, am Seitenrande und an einigen un- regelmässig vertheilten Stellen braun; die ganz überaus kurze und höchst zerstreute Behaarung desselben ist schwarz. — Die massig schlanken Beine rothbraun, die Oberseite der Schenkel schwärzer, auch die Spitze der Schienen und das Ende der Füsse etwas mehr gebräunt; die äusserst kurze Behaarung der Beine und alle Sta- chelborsten schwarz, — Die Flügel nicht kürzer als gewöhnlich, auf ihrer ganzen Fläche stark gebräunt, in der Nähe der Wurzel weniger dunkel; die mikroskopische Behaarung derselben ist ziemlich schwer wahrzuneh- men und erstreckt sich von ihrer Spitze bis etwa zur Mitte der Discoidalzelle , in den HinterrandszeUen jedoch weniger weit. — (Caffrerei , Wahlberg ) Anmerk. Laparus squalidus ist dem von mir zuerst als typische Art der Gattung beschriebenen Lap. tabidus ausserordentlich nahe verwandt; doch unterscheidet er sich von demselben durch viel braunere und ver- hältnissmässig erheblich längere Flügel; ausserdem ist bei ihm die Behaarung der Vorderhüften viel sparsamer, etwas gröber und dunkler als bei Lap. tabidus; auch hat er an den Beinen nur schwarze Stachelborsten, wäh- rend die von Lap. tabidus zum grossen Theile schmutzig weissgelblich gefärbt sind, Lap. tabidus wurde mir mit einigen andern, angeblich brasilianischen Arten mitgetheilt, von denen eine sich mir bereits als südafrika- nisch ausgewiesen hat; die ausserordentlich nahe Verwandtschaft mit Lap. squalidus lässt mich vermuthen, dass auch er eine südafrikanische Art sein möge ; ich lasse deshalb die genauere Beschreibung desselben hier folgen. spec, 12. li, tabidns Lw. cf & Q. — Thorads brunnei dorsum vitlis tribus oUvaceo -brunneis obsole- lioribus signalum; abdomen nüidutn, aul tolum piceum, aul alrum laleribus piceis; pedes ferrugineo. brunnei, femoribus libüsque superne obscurioribus , libiarum apice larsisque fere nigris. Alae brevioret quam in reliquis hujus generis speciebus , leviler brunnescenles , apice obscuriore. Setae mystacinae ni- grae, validae. — Long. corp. C^/j — T*/^ lin. — long. 4^/3 lin. Synon. Laparus tabidus, Loew, Bemerk, pag. 4. Gesicht gelbbräunlich mit weissgelblicher Bestäubung. Die starken Borsten am Mundrande schwarz; gleich über ihnen stehen noch etliche kurze schwarze Härchen, auch finden sich aui der Fläche des Gesichts einige sehr kurze, schwer wahrnehmbare schwarze Härchen. Fühler braunroth, die beiden ersten Glieder der- selben zuweilen dunkeler und, wie der Oberrand des schmalen dritten Gliedes, schwarz behaart, Stirn schwarz mit graulicher Bestäubung und mit kurzer schwarzer Behaarung, vor dem vordersten Punktauge mit einem grübchenförmigen Eindrucke auf einer braunrothen Stelle. Hinterkopf schwarz mit braungrauer Bestäubung, am seitlichen Augenrande mit schmaler weissschimraernder Einfassung; die Behaarung der Oberhälfte des Hin- terkopfes und die beiden starken Borsten hinter dem Scheitel sind schwarz; an dem unteren Theile des Hinter- kopfes und am Kinn ist die Behaarung durchaus schmutzig weisslich. Rüssel und Taster braun , an der Spitze schwarz ; die Taster schwarz behaart. — Die Oberseite des Thorax braun mit drei sehr schlecht begrenzten aber breiten , olivenbraunen , zuweilen mehr ocherbraunen Striemen ; wenn man sie ganz von vorn beleuchtet und von der Seite her betrachtet, so zeigt sie sich am Rande von fast weisslicher, auf der Mitte von mehr gelblicher Bestäubung ganz und gar bedeckt; die sehr kurze Behaarung derselben und die gewöhnlichen Borsten über der Flügelwurzel und auf der Hinterecke schwarz. Scliildchen fast schwarz , mit braunem , an der Seite etwas weisslich bestäubtem Rande. Brustseiten braun und schwarz gefleckt, mit ziemlich weisslicher Bestäubung, eine nicht scharf begrenzte, braun bestäubte Strieme läuft senkrecht zwischen die vorderen Hüften hinab; die zarte 9* ^8 [iiff] H- Loew, Dipterenfauna Südafrikas. nnd sehr sparsame Beiiaaraiig vot den Schwingern ist von weisslicher Farbe. Hinterrücten schwarz mit weisS- •lich«r BestäJubnng. — Hinterleib glänzend schlaekenschwarz , am Seitenrande gewöhnlich rothbraun, zuweilen ganz und gar rothbraun ; die kurze und zerstreute Behaarung desselben ist schwarz. — Beine bra-nn , die Ober- «Mte dör Sdienkel und Schienen, so wie die Spitze dieser nnd die Fösse entweder nur dunkeler braun oder -geschwBrzt; die überaus kurze Behaarung der Beine überall schwarz, die Stachelborsten zum grossen Theüe ißelblich doch sind sie an den Vorderfüssen etwa von der Mitte des ersten Gliedes an, an den Mittelbeinen f On der Schienenspitze an und an den Hinterbeinen meist schon von der Schenkelspitze an zum grössten Theil«, ■odet bei recht dunkel gefärbten Exemplaren ohne Ausnahme schwarz. — Die Flügel sind bei gegenwärtig« •Art kürzer als bei allen anderen Laparus- Arten, nur wässerig bräunlich, an der Spitze mehr braungrau; die •mikroskopische Behaarung reicht von der Spitze derselben etwa bis zur Mitte der Discoidalzelle , in den Hin- ■terrandszellen weniger weit. — (Cap. ?) spec. 12. Mj. latiCOrniSj nov. sp. (f & Q. — Thoracis dorso pallide flavido ■ poUinoso , villis tribus irunneis signato; facie el pleuris albicanlibus ; antennis leslaceis, arliculo terlio dilalalo, supeme vix piloso; alis hyalinis, umbrä levi subapicali si^nalis; pedibus brunneis, gracilibus , femorum libiarumque basi pallidiore. (f abdomine scoriaceo -nigro, obsolete brunneo -maculalo. Q abdomine flavo -brunneo, margine laterali el venire inlerdum nigris. — Long. corp. (f S'/a ''"• 5 ö'/j— l'/j '*'"• Es ist dies die einzige Laparus-Art , von welcher ich wenigstens einige Exemplare vergleichen kann, welche mir die Gewissheit geben, dass die Körpergrösse und das hellere oder dunkelere Colorit der Thoraxstriemen zu den Merkmalen, welche sich in dieser schwierigen Gattung unsicher erweisen, gehören. Das Gesicht des Männchens rein weiss, das des Weibchens etwas in das Gelbliche ziehend. Die Borsten am Mundrande weisslich; das mittelste, höher stehende Paar am ausgezeichnetsten, das zweite Paar zuweilen viel schwächer , zuweilen dagegen auch noch ein drittes fast eben so starkes Paar vorhanden ; in der Nähe des Mundrandes und auch noch etwas höher hinauf stehen ziemlich viel zarte weisse Haare. Die zarte und spar- same Behaarung des Hinterkopfes, so wie die dieser Gattung eigentliümlichen beiden Borsten hinter dem Schei- tel ebenfalls weisslich. Stirn weisslich, bei dem Weibchen etwas gelblich, statt des gewöhnlichen Grübchens über den Fühlern nur mit einem wenig bemerkbaren, braunen, linienförmigen Längsnärbchen ; die Seitenfur- chen seicht ; ihre sehr zerstreute weissliche Behaarung wenig bemerkbar. Fühler gewöhnlich ziemlich blass gelb- bräunlich, doch die Spitze aller Glieder zuweilen stark gebräunt; das dritte Glied derselben ist nur an seiner Basis schmal, gegen sein Ende hin aber von grösserer Breite, als' bei irgend einer andern mir bekannten Art dieser Gattung; auch ist die Behaarung auf den Oberrande desselben ziemlich kurz und so anliegend, dass sie leicht übersehen werden kann. — Die Oberseite des Thorax fast kiesgelblich mit drei schön braunen Striemen, •deren mittelste die Spur einer heller bestäubten Mittellinie zeigt; die seitlichen Striemen sind vorn stark ver- kürzt; zuweilen g«ht die Farbe aller Striemen fast in das Schwarze über. Brustseiten nnd Hüften sind mit weisslicher, nach oben hin zuweilen mit mehr gelblicher Bestäubung verdeckt. Der ganze Thorax ist äusserst kahl, doch bemerkt man mit der Lupe auf der die Mittelstrieme theilenden Längslinie, wie aussen neben der Mittelstrieme, Reihen überaus kurzer, aufgerichteter schwarzer Borstchen; auch haben die Vorderhüften spar- same weissliche Behaarung. Starke Borsten belinden sich auf der Oberseite des Thorax jederseits nur zwei, idie eine vor der Naht, die andere auf der Hinterecke. — Der Hinterleib des Männchens ist schlackenschwarz mit unregelmässigen und wenig bemerkbaren dunkelbraunen Flecken; der Hinterleib des Weibchens ist glänzend iraungelb, am Seitenrande gewöhnlich, an den Hinterrändern der einzelnen Ringe häufig schwarz gefärbt. Der erste Hinterleibsring ist bei beiden Geschlechtern zum grössten Theile grau bestäubt. Das Haltorgan des Männ- chens ist von dem in dieser Gattung gewöhnlichen Baue , aber nicht sehr gross , glänzend schwarz und schwarz iehaart. Die Beine sind schlank, braun, das zweite Hüft glied sammt der Basis der Schenkel und der Schie- nen viel heller, fast bleich gelblich; die Behaarung der Beine ist Oberaus kurz, anliegend, schwarz; sämmt- liche Stachelborsten sind von schmutzig weisslicher Farbe. — Die Flügel sind glasartig, bei dem Männchen etwas deutlicher blass gelbbräunlich getrübt, als bei dem Weibchen; vor der Spitze haben sie einen ganz un- deutlich begrenzten bräunlichen Nebel, welcher in den Unterrandzellen liegt und von der Flügelspitze bis zur Wurzel der hintern Unterrandzelle reicht , aber an der Flügelspitze selbst ausgewaschener ist ; der Vorderast der dritten Längsader ist bei dieser Art ziemlich stai't geschwungen , etwa so wie bei Lap. bicolor. — (Swakop, Wahlberg.) Anmerk. Laparus laticornis ist in seiner Grösse und namentlich in seiner Färbung sehr veränderlich. Die Grundfarbe des Thorax ist nämlich bei den hellsten Exemplaren ganz und gar braungelblich ; bei den dun- kelsten Stücken ist sie nicht nur im Allgemeinen ebenfalls dunkeler , sondern der ganze Theil der Oberseite des Asilidae. 'O.l .H [141] 69 Thorax, auf welchem die Striemen Hegen, ist schwarz, die Brustseiten sind in grosser Ausdehnung schwarz gefleckt und selbst der Hinterrücken hat eine schwarze Grundfarbe. — Die Flügelwolke, die Gestalt des drit- ten Fühlergliedes und die Unscheinbarkeit der auf dem Oberrande dieses Gliedes befindUchen Behaarung mache» ffie Art aber doch in allen ihren Grössen- und Farbenabänderungen leicht kenntlich. ir Gen. n. PEGESIMALLUS. nou. ^en. .\A Die Arten dieser Gattung gleichen im Körperbau im Allgemeinen den Laparus- Arten, unter- scheiden sich von ihnen aber auffallend durch die lange und dichte Behaarung, mit welcher der ganze Körper derselben besetzt ist. Der Kopf ist sehr breit. Das äusserst breite Gesicht stark gewölbt aber ohne Höcker; der lange und dichte Knebelbart reicht bis zu den Fühlern hinauf; Borsten oder' auch nur stärkere Haare sind ihm durchaus nicht beigemengt. Die beiden ersten Fühlerglieder sind kurz aas dritte Glied keulenförmig und länger als die beiden ersten zusammen; der Fühlergriffel ist ganz uheraus kurz, fast warzenförmig, das zweite Glied desselben in das erste eingesenkt und kaum deufc- lieh wahrzunehmen. Der Thorax ist sehr gewölbt und, wie der ganze Hinterleib mit langer und dich- ter Behaarung besetzt, welcher durchaus keine Borsten beigemengt sind. Die Beine sind schlank- das Wurzelglied der Vorderfüsse ist, wie bei Laparus, an seiner Wurzel mit einem zapfenförmigea Fortsatze versehen, an welchen sich der Enddorn der Vorderschienen anlehnt. Die HinterrandszeUen der Flügel sind sämmtHch offen, die vierte an. der Mündung verengt; die Analzelle ist am Flügel- rande selbst geschlossen. ßpec. 1. P. nrSinnS, wv. sp. d". — Ater, lolus pilis longis concoloribus veslüus; antennae ochraceae; thorax et sculellum opaca, margine lalerali pallide cinerco ■ poUinoso : ahdomen laeve, nilidum. Pede's obscure badii, tarsi apicem versus rtigri. Alae albidae. vix nilentes , venis ochraceis, sligmate nullo, — Long. corp. 4*/^ — A^/q litt. — long. al. 4*Y,2 '*w. Synon. Pegesimallus ursinus Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 345. 11. Schwarz, überall mit langer und dichter, aber zarter schwarzer Behaarung bedeckt, mit rothbraunen Bei- nen, fast rostrothen Fühlern und mit weisslichen, gelbbräunlich geäderten Flügeln. Gesicht ziemlich niedrig sehr breit und sehr stark gewölbt, aber ohne Höcker, mattschwarz mit nicht sehr dichter, nur am Augenrande Stärkerer weissgraulicher Bestäubung; der Knebelbart nimmt die ganze Fläche desselben ein, ist aber durchaus von derselben Beschaffenheit, wie die ganze übrige Behaarung. Stirn mattschwarz, schwarz behaart, nur am Augenrande mit deutlicher weissgraulicher Bestäubung. Der Ocellenhöcker klein. Fühler fast rostroth das erste Glied und die Wurzel des zweiten braunschwarz, beide schwarz behaart; das dritte Glied etwas keulen- förmig, aber nicht breit, auf seinem Oberrande mit deutlicher schwarzer Behaarung. Hinterkopf schwarz schwarz behaart , am Augenrande mit weisslich bestäubtem Saume , ohne alle Borsten. — Thorax auf der Ober- seite mattschwarz , der Seitenrand grauweisslich bestäubt. Schildchen mattschwarz. Brustseiten glänzend schwarz mit wenig auffallender brauner Bestäubung. Der ganze Thorax und das Schildchen sind mit sehr lano-er und 'dichter^ aber zarter schwarzer Behaarung besetzt; stärkere Haare oder Borsten finden sich an demselben nir- gends. Hüften schwarz, wie die Brustseiten bestäubt und behaart. Schwinger gelbbraun. — Hinterieib über- all glänzend schwarz; ebenso das männliche Haltorgan, welches von demselben Baue wie dei den Laparus- Ar- ten, aber nicht sehr gross ist. Die Behaarung des Hinterleibes ist durchaus schwarz, auf der Oberseite dessel- ben kürzer und anliegend , auf der Unterseite und besonders auf den ersten Abschnitten derselben dat^e^en sehr lang und abstehend; auch an dem Haltorgan und selbst auf den letzten Abschnitten der Oberseite ist sie ziem- lich lang; stärkere Haare oder Borsten finden sich auch am Hinterleibe nirgends. — Beine ziemlich schlank kastanienbraun , die Füsse gegen ihr Ende hin schwarz ; die dichte schwarze Behaarung ist an den Schenkeh» lang und zart , an den Schienen kürzer und gröber , an den Füssen noch kürzer. An der äussersten Spitze der Schenkel, an den Schienen und an den Füssen finden sich sehr massig lange Stachelborsten von schwarzer Farbe. — Flügel auf ihrer ganzen Fläche von milchweisslichem Ansehen , die ziemlich schwachen Adern der- selben gelbbräunlich, nur ganz am Hinterrande dunkeler; mikroskopische Behaarung ist auf den ganzen Flü- geln nirgends zu bemerken. Gen. III. LAGODIAS. nov. gen. Der Gattung Laparus nahe verwandt, aber wegen der grossen Schlankheit des ganzen Körpers einem Leptogaster ähnhch. — Der Kopf breit; der Scheitel ausgehöhlt; der Ocellenhöcker gross; das 70 [142] H. Loew, Dipterenfaana Südafrikas. Gesicht gewölbt, aber ohne Höcker; der Knebelbart gross, sparsam, nicht borstig. Das Schildchen gewölbt, nackt. Der Hinterleib verlängert, sehr dünn, ohne Borsten. Das Haltorgan des Männchens von derselben Bildung, wie bei den Laparus - Arten. Beine verlängert und äusserst schlank; dieVor- derschienen mit einem gekrümmten Enddorn, welcher sich an einen zapfenförmigen Fortsatz anlehnt, •welchen das erste Glied der Vorderfüsse in der Nähe seiner Basis hat; die Pulvillen deutlich; die hintersten Füsse des Männchens von schuppenförmigen Haaren dicht gefiedert. Die Hinterrandszel- len der Flügel alle offen; die Analzelle am Flügelrande selbst geschlossen. Das dritte Fühlerglied "keulenförmig. spec. 1. li. albidipenniSy nov.sp. o". — Albicans, ullimo abdominis segmento appendicibusque ana- libus nüidis, ex parle rußs , alis albido -hyalinis. Pedes brunneo • leslacei , femoribus et tibiis po- slicis excepld parte apicali pallidius testaceis , apice tibiarum anteriorum larsisque anterioribus obscu- rius brunneis, setae tibiarum tarsorumque albae, longae; apex tibiarum posticarum tarsique postici squa- mis longis brunneo -nigris densissime pennati. Alae nudae , summ.o tantum apice microscopice pilosulo. Long. corp. 6Y12 — ^'/e '«'»• — long. al. 47,2 — 4*/6 Un. Synon. Lagodias albidipennis Loew, Öfvers. af K. Vet. Acad. Förhandl. 1857. 345. 12. Von dichter weisser Bestäubung auf schwärzlichem Grunde ganz und gar graulichweiss. Gesicht ziem- lich kurz , breit , sanft gewölbt , ohne Höcker, ganz weiss. Der armhaarige Knebelbart reicht bis fast zu den Fühlern hinauf. Fühler bräunlichgelb, die beiden ersten Glieder mit sparsamer weisshcher Behaarung; das dritte Glied keulenförmig, gegen das Ende hin ziemlich breit, auf der zweiten Hälfte seines Oberrandes mit einigen sehr kurzen Härchen. Stirn weiss, mit zarter und zerstreuter weisslicher Behaarung. Hinterkopf mit weisser, am Augenrande dichterer Bestäubung und mit ziemlich langer weisser Behaarung, ohne alle Borsten. Eüssel schwarz mit brauner Basis. Taster dunkelbraun mit sparsamer, schmutzig weissgelblicher Behaanmg. — Der wanze Thorax durchaus weisslich mit durch ein etwas graueres Ansehen sehwach angedeuteten Striemen. Die massig lange, abstehende, zarte und zerstreute Behaarung desselben weiss; die beiden langen Borsten über der Flügelwurzel, so wie die auf der Hintereeke stehenden weisslich. Schildchen weisslich, nackt, ohne Bor- sten am Hinterrande. Die Schwinger weissHch mit gebräuntem Knopf; die sparsame Behaarung vor denselben weisslich. — Der Hinterleib, welcher eben so schlank wie bei einem Leptogaster ist, weisslich; der sechste Ring desselben ist auf einem Theile seiner Oberseite glänzend schwarz, was aber vielleicht nur von Abreibung herrühren mag ; der siebente Ring ist ausser auf der weissbestäubten Vorderecke glänzend , an der Wurzel und am Hinterrande schwarz, sonst braunroth; der obere, angeschwollene Theil des achten Ringes ist glänzend schwarzbraun. Das nicht sehr grosse Haltorgan ist von demselben Baue wie bei den Laparus - Arten und grösstentheils von braunrother Farbe. Die zarte und kurze Behaarung des Hinterleibes ist gegen den Hinter- rand des siebenten Ringes hin weisslich , an diesem sowie an dem achten Ringe und an dem Haltorgane schwarz, doch an der Spitze des letzteren wieder gelblich. — Beine fast noch schlanker als bei den Leptogaster -Arten, die hintersten sehr verlängert; die Farbe der Beine ist gelbbräunlich, die Wurzelhälfte der Schenkel und der Schienen jedoch ziemlich blassgelblich, die Spitze aller Schienen und die vorderen Füsse stark gebräunt; dia sehr kurze Behaarung der Beine ist schwarz; die nicht sehr zahlreichen aber sehr langen Stachelborsten sind ■weisslich; an den Vorderschenkeln und an den gegen ihr Ende hin merklich verdickten Hinterschenkeln finden eich ausser denen, welche an der Spitze derselben stehen, gar keine, die Mittelschenkel haben aber ausser die- sen noch etliche auf ihrer Unterseite; an den Hinterbeinen ist die Spitze der Schiene und der ganze Fuss mit langen, abstehenden, dunkelbraunen Schuppenhaaren besetzt. — Flügel rein glasartig, etwas weisslich aber durchaus nicht milchfarbig, mit zarten gelblichen Adern; die beiden letzten Abschnitte der dritten Längsader gleichlang; an der Flügelspitze findet sich sehr zarte mikroskopische Behaarung, welche kaum bis zur Mitte der «weiten Unterrandzelle reicht und keine Spur grauer Trübung erzeugt, aber die Flügelspitze in mancher Rich- tung matter erscheinen lässt. — (Caffrerei, Wahlberg.) An merk. Ein von WahlberCt gesammeltes Lagodias -Weibchen halte ich für das von Lagodias albidi- pennis. Da sich aber doch einige kleine Unterschiede zeigen, also die Möglichkeit, dass es dasjenige einer nahe verwandten Art sein könne, nicht ganz ausgeschlossen ist, so habe ich es oben bei der Characterisirung der Art nicht mit berücksichtigen mögen. Ich lasse hier die Beschi-eibung desselben folgen: Weibchen : Es gleicht dem vorher beschiiebenen Männchen in allen wesentlichen Merkmalen , unterscheidet sich aber von ihm auffallend dadurch, dass Gesicht, Stirn und Thorax eine bloss kiesgelbliche, der Hinterleib eine gelbgrauUche, nach seinem hinteren Theile hin immer mehr in das hellaschgrauliche übergehende Fär- .eaiiiiabüSl Asilidae. ''ji-"' von der Delagoa Bay: 57. obscuripennis Lw. ,.ii Von diesen 17 Gattungen sind in der Dipterenfauna der Südspitze von Afrika bisher folgende elf vertreten: Microstylum, Teratopus, Xiphocerus, Scylaticus, Stenopogon, Acnephalum, Sisyrnodytes, Di- Bcocephala, Damalis, Dioctria und Leptogaster. Ich kann noch die acht folgenden Gattungen hinzufügen: Daspletis, Hypenetes, Spanurus, Rhabdogaster, Laphyctis, Oligopogon, Holopogon und Lasiocnemua. Hinsichtlich der Unterbringung vieler der übrigen, zu gegenwärtiger Gruppe gehörigen afrika- nischen Dasypogonina, welche von den verschiedenen Schriftstellern bereits beschrieben worden sind, lassen sich allerdings gar leicht Vermuthungen aussprechen. Ich denke aber, dass es besser ist, sie unausgesprochen zu lassen , so lange sie eben nicht mehr als Vermuthungen sind , da durch diesel- ben gar leicht Irrthümer zu einer gewissen Geltung kommen könnten. Es wird sich die Gelegenheit die systematische Stellung dieser Arten mit Sicherheit zu bestimmen, wenn auch nicht mir, so doch andern gewiss bald bieten; dann wird es Zeit sein die erwünschte Aufklärung darüber zu geben. — Sie vertheilen sich auf die einzelnen Theile Afrikas in folgender Weise : Asilidae. [145] 73 1. aus Aegypten: 58. longus Macq. 2. aus Algier und von den benachbarten Theilen der Norküste: 59. striatus Fabr., aufweichen angeblich die Gattung Dactiliscus Rnd. begründet sein soll, was aber auf einer irrthümlichen Bestimmung dieser Art beruhen dürfte. — 60. ruficauda Fbr. — 61. haemorrhoidalis Fabr. — 62. maurus Macq. — 63. obscuripennis Macq. — 64. rubiginipennis Macq. — 65. auri- frons Macq. — 6G. rubriventris Macq. — 67. nitidus Macq. — 68. pusio Macq. — 69. py- gmaeus Macq. — 69. tenuis Macq. — 70. pusillus Macq. 3. von der Westküste: 71. moerens Wied. — 72. Rheinhardi Wied. — 73. rufianalis Macq. a 4. vom Cap : 74. caffer Wied. — 75. setosus Wied. — 76. tragicus Wied. — 77. fuscipennis Wied. 78. scapularis Macq. — 79. dilutus Walk., wenn er wirklich zu den Dasypogoninen und nicht etwa zu den Asilinen gehört, was der lange Fühlergriffel, den Walker ihm zuschreibt, fast vermuthen lassen möchte. 5. aus nicht näher bezeichneten Gegenden Afrikas: 80. Antigenes Walk. — 81. Spurinus Walk. — 82. Laevinius Walk. — 83. Luscinius Walk. — 84. Scheno Walk. Dasypogon Rueppellii Wied. aus Nubien kann ich nicht zu den Dasypogoninen rechnen, sondern muss ihn zu den Laphrinen stellen , da die zweite Längsader in die erste unmittelbar vor deren Ende und nicht in den Flügelrand selbst mündet. Diejenigen Gattungen der zweiten Abtheilung der Dasypogoninen, aus welchen ich im Nachfol- genden Arten zu beschreiben haben werde, lassen sich in folgender Weise unterscheiden: A. die zweite HinteiTandszelle ganz in die erste hineingeschoben, die dritte sehr breit Microstylum Macq. B. die zweite Hinterrandszelle nicht in die erste hineingeschoben, die dritte [nicht sehr breit A. der Fühlergriffel nicht borstenförmig, immer kürzer als das dritte Fühlerglied, meist vielmals kürzer a. mit deutlichen Pulvillen a. der Hinterkopf aufgeschwollen Teratopus nov. gen. ß. der Hinterkopf nicht aufgeschwollen f. Hinterschienen schlank, am Ende nicht keulenförmig verdickt 1. der Rüssel unterwärts gekrümmt Xiphocerus Macq. 2. der Rüssel gerade §. die erste Hinterrandszelle offen * das Gesicht ohne Höcker der Körper ziemlich schlank Scylaticus nov. gen. 00 der Körper breit Laphyctis nOV. gen. *• das Gesicht mit Höcker Hypenetes nov. gen. §§. die erste Hinterrandszelle geschlossen Daspletis nOV. gen. ft Hinterschienen plump, am Ende keulenförmig verdickt 1. der Hinterleib stark von der Seite her zusammengedrückt • • • Spanurus nov. gen. 2. der Hinterleib weder von der Seite her zusammengedrückt, noch breit §. der Fühlergriffel an der Spitze deutlich behaart Oligopogon Lw. §§. der Fühlergriffel nicht behaart * die Discoidalzelle nicht verlängert Holopogon Lw. •* die Discoidalzelle sehr verlängert Rhabdogaster nov. gen. 3. der Hinterleib niedergedrückt, breit Discocephala Macq. b. ohne Pulvillen a. Hinterleib äusserst breit Acnephalum Macq. ß. Hinterleib schlank, v erlangen t Hinterschienen schlank Leptogaster Meig. tt Hinlerschienen sehr verdickt Lasiocnemus Lw. B. der Fühlergriffel borstenförmig, das dritte Fühlerglied an Länge vielmals übertreffend Damalis Wied. 10 %i {146} H. Loew, Dipterenfauna Südafrikas. Gen. IV. MICROSTYLUM. Macq. Ich nehme die Gattung Microstylum in demselben Sinne an, in welchem sie von Herrn Mac- quart errichtet worden ist, so dass sie die durch Herrn Walker davon abgetrennte Gattung Mega- pollion mit umfasst, da die Arten dieser sich von den übrigen Microstylum -Arten nur durch reiche- ren und höher auf dem Gesichte hinaufreichenden Knebelbart unterscheiden, ein Merkmal, welches mir in diesem Falle zur Rechtfertigung der generischen Trennung kaum brauchbar erscheint, da sich in demselben mancherlei Abstufungen finden. Ueberdiess ist die Gattung Microstylum noch lange nicht artenreich genug, als dass sich das Bedürfniss einer weitergehenden Zerlegung derselben sehr temerkbar machen könnte. Zum leichten Erkennen aller Microstylum -Arten, reicht schon ihr sehr eigenthümUches Flügel- geäder aus; es zeichnet sich dadurch aus, dass die zweite Hinterrandszelle in die an ihrem Ende da- durch verengte erste Hinterrandszelle so sehr hineingeschoben ist, dass sie mit der Discoidalzelle meist in wenig mehr als in einem Punkte zusammenstösst; durch diese ungewöhnliche Verrückung der zweiten Hinterrandszelle gewinnt die dritte eine ebenso ungewöhnliche Breite. Das Gesicht ist breit und ohne Höcker. Die Fühler sind von mittlerer Länge, das dritte Glied derselben in der Regel län- ger, als die beiden ersten zusammen, in der Nähe der Basis deutlich verdünnt, also ziemlich keulen- förmig; der Endgriffel desselben ist nur rudimentär; er besteht aus dem überaus kurzen, napfförmi- gen Wurzelgliede und einem seinem Ende eingesenkten, kurzen, kaum bemerkbaren Borstchen als zweitem Gliede. Der Hinterleib ist ziemlich cylindrisch , gegen sein Ende hin dünner ; bei dem Männ- chen ist in der Regel der achte Ring desselben gar nicht wahrzunehmen , während er bei dem Weib- chen zwar kurz, aber stets vollkommen deutlich sichtbar ist; das männliche Haltorgan ist verhält- nissmässig klein. Die afrikanischen Microstylum -Arten lassen sich in zwei Abtheilungen zerlegen. Bei den Arten der ersten Abtheilung, welche der Gattung Megapollion Walk, entspricht, reicht der Knebelbart bis fast zu den Fühlern hinauf; unter den mir bekannten südafrikanischen Arten ist keine, welche ihr angehörte; um sie aber doch nicht ganz unrepräsentirt zu lassen, gebe ich die Beschreibung einer dahin gehörigen Art aus Mozambique. Zur zweiten Abtheilung gehören diejenigen Arten, bei wel- chen der Knebelbart auf den unteren Theil des Gesichtes beschränkt ist; sie lassen sich nach der Beschaffenheit desselben noch recht gut in zwei Unterabtheilungen spalten ; bei den Arten der ersten Unterabtheilung ist er viel dichter und feinhaariger, bei denen der zweiten viel weniger dicht und mit einer Anzahl ganz überaus dicker Borsten durchmengt. Microstylum cilipes Macq. Dipt. exot. I. 2. 28. von Madagascar zeichnet sich durch die Kürze der wimperhaarigen Beine aus, hat einen dornenförmigen Fortsatz am ersten Gliede der Mittelfüsse und ziemlich abweichendes Flügelgeäder, so dass ich es für den Typus einer mir noch unbekannten Gruppe halten muss. Ä. Knehelbart bis gegen die Fühler hinaufreichend. spec. 1. M. Simplicissiinnm Loew. (f. — Tolum oiscure flavido - cinereum , myslace et palporum pilis pallide ßavescenlibus. Alae hyalinae venis brunneis, adversus marginem posleriorem mullo tenuiori. bus, celluld posteriore prima clausa. — Long. cvrp. 10 lin. — long. al. 7^6 '*"• Synon. Microstylum simplicissimum Loew, Ber. d. K. Akad. d. Wissensch. 1852. 058. Ueberall von dunkel aschgrauer, in das Gelbliche ziehender, durch dichte Bestäubung hervorgebrachter Färbung, welche derjenigen unseres europäischen Asilus rusticus so ziemlieh gleicht. Stirn und Gesicht breit; die raidie Behaarung des letzteren geht allmälig in den fahlgelblichen Knebelbart über, so dass man diesen als bis fast zu den Fühlern hinaufgehend bezeichnen kann. Die Behaarung am Kinne, Backen und Hinter- kopfe ist weisslicher. Rüssel schwarz. Taster braun mit fahlgelblicher Behaarung. Fühler fast rostroth. — Die Oberseite des Thorax hat eine ziemlich deutliche , durch eine hellere Linie balbirte Mittelstrieme , aber kaum deutliche Seitenstriemen. Ueber der Flügel würz el, vor dem Schildchen und an dessen Hinterrande stehen lange fahlgelbliche Borsten; die Behaarung der Oberseite des Thorax ist sonst ziemlich kurz, auf der Mitte meist schwärzlich , sonst fahlgelblich. — Der Hinterleib hat am Vorderrande des zweiten Ringes einen Gürtel etwas nach vorn gebürsteter, fahlgelber Härchen; sonst ist er auf der Oberseite mit äusserst kurzen gelben Asilidae. [147] 75 Härchen, doch durchaus mit keinen Borsten besetzt; eine Zeichnung ist auf seiner Oberseite durchaus nicht zu erkennen. Die Unterseite ist etwas glänzender und zeigt in gewisser Richtung eine tiberaus feine, dunkle Mit- tellinie. — So sehr die Grundfarbe der Beine von den vielen gelben Härchen und den gelblichen Borsten ver» deckt wird , so bemerkt man doch deutlich , dass die Grundfarbe der Schenkel auf der Unterseite braun , sonst schwarz , die der Schienen bis gegen die Spitze hin braun , die der Füsse aber schwarzbraun ist. — Flügel glasartig mit sehr wässerig braunem Farbentone ; Flügeladern dunkelbraun , in der Nähe des Hinterrandes viel feiner; die erste Hinterrandszelle geschlossen. — (Inhambane, Peters; Port Natal.) B. Knebelhart auf den unteren Theil des Gesiddes beschränkt. .. a. Knebelbart dicht, nicht mit dicken Borsten durchmengt. spec. 2. ]?1. 'Valiclnm, nov. sp. (f. — Alrum , thorax polline hrunnescente dense teclus , non viUalus; dbdominis segmenta 1 — 4 opaca, siiigula ulrinque maculd magna laterali rolundatd , pallidissime flavido- pollinosd signala , sequenlia nilida. Pedes nigri, nigro- spinosi; libiae femoraque pilis pallidis cinera. scentia. Alae fuscae , venis omnibus ochraceis, ad marginem anticum ochrascenles. Occiput palporutn- que basis flavido -pilosa, palpi excepld basi et antennorum arüculi basales nigro -pilosi. Frons, fades et myslax flava- albidi. — Long. corp. 11 -/s — 11^/4 lin- — long. al. 8^4 lin. Synon. Microstylum validum Loew, Öfvers. af K. Akad. FörLandl. 1857. 347. 14. Schwarz. Der Kopf von dichter blassgelber Bestäubung gelblich, so dass die schwarze Grundfarbe nur an den Backen und auf der Mitte der Hinterkopfes hervortritt. Die Taster schwarz und schwarzhaarig, nur ganz an der Basis auch mit gelblicher Behaarung. Der Knebelbart besteht aus ziemlich vielen blassgelblichen, groben Haaren und nimmt nur das unterste Viertheil des Gesichtes ein; Fühler schwarz, die beiden ersten Glieder mit starken schwarzen Haaren sparsam besetzt; das dritte erheblich länger als die beiden ersten zusam- men, an der Basis dünner; der Fühlergriffel we gewöhnlich ganz kurz, aus einem kleinen napf förmigen Gliede und aus einem diesem eingesenkten Borstchen bestehend. Die Stirn an beiden Seiten mit grober blassgelblicher Behaarung ; der hintere Theil des Ocellenhöckers mit nach vorn übergebeugten gelblichen Härchen besetzt. Die Behaarung des Hinterkopfes etwas lebhafter gelb, oben mit einigen schwarzen Borsten und Härchen durch- mengt. Kinnbart gelblich. — Die Oberseite des Thorax ist mit dichter ocherbrauner Bestäubung bedeckt und zeigt keine Striemen; sie ist mit ziemlich kurzen, steifen, aufgerichteten Borstchen besetzt, deren Farbe auf der Mitte derselben vorherrchend schwarz, am Vorder- und Seitenrande vorherrschend gelblich ist; auf der Schulterecke, über der Flügelwurzel auf der Hinterecke und in der Gegend vor dem Schildchen stehen schwarze Borsten. Das Collare hat ähnliche Bestäubung, wie der Thorax, doch ist dieselbe etwas dünner; auf seiner Ober- und Unterseite ist es mit langen gelblichen Haaren besetzt, auf der Seitenecke mit etwas kürzeren und viel sparsameren gelblichen Haaren und mit schwarzen Borsten. Auch die Bestäubung der Hüften und der Brustseiten ähnelt in ihrer Färbung derjenigen der Oberseite des Thorax, doch erscheinen grosse Stellen auf den letzteren in den meisten Eichtungen fast schwarz; die rauhe Behaarung der Brustseiten und Hüften ist gelblich, doch finden sich vor und unter der Flügelwurzel, so wie an der Spitze der Mittel- und Hinterhüften auch schwarze Borsten. Schildchen braun bestäubt, mit sparsamen, kurzen gelblichen Härchen besetzt; am Hinterrande desselben stehen zwei starke schwarze Borsten und kurze schwarze Härchen. — Die vier ersten Hinterleibsringe mattschwarz; der erste hat am Seitenrand einen von dichter gelblicher Bestäubung gebildeten, länglichen Fleck; der zweite hat am Seitenrande seines vorderen Theiles einen von eben solcher Bestäubung gebildeten, kleinen, runden Fleck und am Scitenrande seines hinteren Theiles einen viel gi-össeren länglichrun- den ; die Seiteuflecke der beiden folgenden Ringe gleichen diesem letzteren in Beschaffenheit , Gestalt und Grösse ; der fünfte bis achte Hinterleibsring sind glänzend schwarz; der fünfte auf seiner Hinterecke mit einem eben- falls von dichter gelblicher Bestäubung gebildeten punktförmigen Flecke. Der erste Hinterleibsring trägt an seinem Hinterrande schwarze Borsten und auf den Seitenecken gelbliche Behaarung; auf dem vordem Seiten- flecke des zweiten Ringes finden sich etliche aufwärts gerichtete gelbliche Haare ; sonst zeigen sich auf den vor- dem mattgefärbten, so wie noch auf dem ersten der glänzend schwarz gefärbten Ringe nur sehr vereinzelte kurze Borstchen, deren Farbe fast ohne Ausnahme gelblich ist. Der sehr nackte Bauch ist glänzend schwarz, an der Wurzel weniger glänzend und mit ziemlich langer, aber zerstreuter und feiner gelblicher Behaarung be- setzt. — Beine schwarz , von kurzer gelblicher Behaarung schwarzgrau ; die Bcliaarung auf der Spitze der Vor- derseite der Vorderschenkel, auf der Vorderseite der Vorderschienen und an den Füssen, doch mit Ausnahme 10* 76 [148] H. Loew, Dipterenfauna Südafrikas. der Basis des ersten Gliedes der Hinterfasse, schwarz. Alle Stachelborsten schwarz. — Flügel gelblich ocher- braun mit fast ochergelben Adern ; die Randader von der Wurzel bis gegen die Mündung der Hülfsader hin schwarzbraun. — (CafErerei, Wahlberg.) spec. 3. M. gnlosnin, nov. sp. cf". — Nigrum, pleuris leviter , thoracis dorso vix levissime alba- pollinosis, hoc non viUalo; aus nigro - brunneis , imä basi et costae parle dimidid basali ochrascentibus- Facies albo-micans; myslax densus, longus, albidus; anlennae nigrae, nigro .pilosae; genae. el occiput albo-pilosa; palpi nigri, nigro-pilosi. Thorax, sculellum el abdomen nigro - pilosa , collo , pleuris sum- moque forcipis analis apice atbo-pilosis. Pedes brunneo ■ nigri , maximd ex parle nigro-pilosi, pilis al- bidis in femoribus crebre admixUs; libiae poslicae in primis duobus lateris inferioris trienlibus alba- pi- losae; tarsorum posticorum arliculi tres ullimi albo -pilosi. — Long. corp. 10 lin. — long. al. 7»Yjj lin. Synon. Microstylum gulosum Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 347. 15. Schwarz; das Gesicht mit dichter weisser Bestäubung. Der Knebelbart von zahlreichen, langen und zar- ten weissen Haaren gebildet ; er nimmt das unterste DrittbeU des Gesichtes ein ; ganz an der Seite desselben finden sich einige wenig bemerkliche, kurze schwarze Härchen. Taster schwarz; die Behaarung derselben schwarz , in der Nähe ihrer Basis dunkelbraun. Fühler schwarz , für ein Microstylum ziemlich schlank ; die bei- den ersten Glieder derselben mit ziemlich starken schwarzen Haaren sparsam besetzt; das dritte Ghed erheblich länger als die beiden ersten zusammen, gegen seine Basis hin sehr verdünnt. Die Stirn von dünner weisser Bestäubung grau, an beiden Seiten mit schwarzer oder braunschwarzer Behaarung ; dieselbe Farbe hat die zarte, nach vorn übergebeugte Behaarung des hinteren Theiles des Ocellenhöckers. Die Behaarung des weissbestäub- ten und am Augenrande lebhaft weissschimmernden Hinterkopfes ist weiss; am seitlichen Augenrande stehen kürzere und sparsamere, am Obertheile des Hinterkopfes zahlreichere und längere, zum Theil borstenartige schwarze Haare. — Die Oberseite des Thorax zeigt nur eine schwache Spur von weisslicher Bereifung, welche deutbcher sichtbar wird, wenn man sie in ganz schräger Richtung betrachtet; die Behaarung derselben ist von massiger Länge , etwas zerstreut, mehr haarartig als borstenartig und von schwarzer oder schwarzbrauner Farbe; auf der Schulterecke , über der Flügelwurzel , auf der Hinterecke und in der Gegend vor dem Schildchen stehen längere schwarze Borsten. Das CoUare ist überall mit langer und dichter , aber zai'ter weisser Behaarung besetzt. Die schwarzen Brustseiten sind weisslich bereift ; die zarte und ziemlich zerstreute Behaarung derselben ist weiss- lich, vor und unter der Flügelwurzel schwarz. Hüften ebenfalls schwarz mit weisslicher Bereifung, an ihrer Basis mit weisser, sonst mit schwarzer Behaarung. — Der Hinterleib durchaus schwarz, ziemlich glänzend, nur am Seitenrande mit einer Spur von weisslicher Bereifung. Die Behaarung des Hinterleibes ist schwarz, selbst am Hinterrande des ersten Ringes kaum recht borstenartig, auf den vorderen Ringen viel länger und abstehender, auf den hinteren Ringen allmählig immer kürzer und anliegender. Bauch schwai-z, mit schwarzer, nur der letzte Ring mit weisser Behaarung besetzt. Das männliche Haltorgan glänzend schwarz, an der Basis mit schwai'zen , an der Spitze der einzelnen Anhänge mit längeren weissen Haaren. — Beine schwarz , die Eün- terseite der Schenkel , so wie die Scliienen und Füsse schwarzbraun ; die verhältnissmässig zarte Behaarung ist an der Wurzelhälfte der Vorder- und Mittelschenkel ganz vorherrschend weiss , an der Spitzenhälfte derselben eben so vorhen-schend schwarz ; an den Hinterschenkeln ist diejenige der Vorderseite fast ohne Ausnahme weiss, die der Hinterseite aber schwarz. Die Behaarung der Schienen ist schwarz, nur auf den beiden ersten Dritt- theilen der Unterseite der Hinterschienen weiss ; die Behaarung der Füsse ist ebenfalls schwarz , doch an der Aussenseite der drei letzten Glieder der Hinterfüsse weiss. — Flügel rauchbraun an der Basis xmd dem Vorder- rande bis zur Mündung der Hülfsader schmutzig rostgelb ; die erste Hinterrandszelle an ihrer Mündung sehr verengt; zuweilen sind einige der nach dem Hinterrande laufenden Adern nicht nur selbst farblos, sondern ha- ben auch schmale, farblose Säume, doch ist dies nur eine zufäUige Abirrung. — (Caffrerei, Wahlberg). spec. 4. BI. ig'nobile, nov. sp. cf. — einer eo -nigrum, opacum, superius nigro -pilosum, inferius sor- dide albido ■pilosum , ihorace non viUato, facie abdominisque limbo lalerali dense , pleuris rare cinerea - pollinosis, alis nigro - brunneis , venis ferrugineo- ochraceis. Pedes nigri, tibiis inlermedüs in basi, libiis et melalarsis posticis praeter apicem albo-pilosis, tarsorum posticorum articulis tribus ultimis externe albido - pilosis et albido -setosis. Forceps analis ater , nitidus, nigro-pilosus, — Long. corp. 9^/4 lin. — long. al. fi'/s lin. Synon. Microstylum ignobile Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 347. 16. Asilidae. H [149j 77 -f Schwarz. Das Gesicht mit sehr dichter , die Stirn nur mit dünner gelblicher Bestäubung bedeckt. Taster schwarz und schwarzhaarig. Der Knebelbart, welcher das unterste Drittheil des Gesichtes einnimmt, besteht aus ziemlich viel weissen Haaren; denen an den Seiten desselben einige wenig bemerkbare schwarze beige- mengt zu sein pflegen. Fühler schwarz; die beiden ersten Glieder derselben mit schwarzen Haaren besetzt" das dritte Glied länger als die beiden ersten zusammen, gegen die Basis hin stark verdünnt. Die Stirn za beiden Seiten mit starken schwarzen Haaren besetzt; auf dem hinteren Theile des Ocellenhöckers stehen nur eine geringe Anzahl nach vorn übergebeugter schwarzer Haare. Der Hinterkopf ziemlich schwarz , nur am Au- genrande mit heller Bestäubung; die Behaarung desselben ist weisslich, doch stehen sowohl am seitlichen Au- genrande als auf dem obern Theile des Hinterkopfs eine grosse Anzahl borstenartiger schwarzer Haare. — Das Collare ziemlich schwarz ; die lange Behaarung desselben weiss, nur am Vorderrande seiner Oberseite schwarz. Die Oberseite des Thorax von dünner, wenig deutlicher bräunlicher Bestäubung ziemlich schmutzig schwarz, ganz matt, ohne Striemen; die massig lange, aufgerichtete, etwas zerstreute und rauhe Behaarung derselben ist schwarz, am Rande zarter und grösstentheils weiss; die ziemlich zahlreichen und starken Borsten auf der Schulterecke, über der Flügelwurzel, auf der Hinterecke und in der Gegend vor dem Schildchen sind sämmt- lich schwarz. Schildchen wie die Oberseite des Thorax gefärbt, mit zerstreuter weisslicher Behaarung und an seinem Hinterrande mit vier schwarzen Borsten besetzt, von denen die äusseren viel länger imd stärker sind; Brustseiten mit ziemlich dichter weissgraulicher Bestäubung; die zerstreute Behaarung derselben ist, mit Aus- nahme einiger vor der Flügelwurzel stehenden schwarzen Borsten, weiss. Hüften schwarz, weissgraulich be- stäubt und weiss behaart. — Der Hinterleib von wenig bemerkbarer graulicher Bestäubung schwarzgrau, glanz- los; der Seitenrand desselben ist seiner ganzen Länge nach von einem von dichter aschgrauer Bestäubung ge- bildeten Saume eingefasst. Bauch schwärzlich aschgrau ; die Behaarung des Hinterleibes ist an den Seiten der vorderen Einge und am Bauche von ansehnlicher Länge, aber zerstreut und fein, weisslich; sonst trägt die Oberseite nur sehr kurze Behaarung , welche auf dem Mittelstriche derselben und auf den beiden letzten Bingen weisslich, auf den Seiten der fünf ersten Ringe aber schwarz ist; am Hinterrande des ersten Ringes stehen stärkere schwarze Borsten. Das männliche Haltorgan glänzend schwarz mit schwarzer Behaarung; an der Spitze der einzelnen Anhänge findet sich dagegen weisse Behaarung. Beine schwarz, glanzlos ; die kurze Behaarung ist auf der Hinterseite der vorderen Schenkel und auf der Oberseite der hintersten Schenkel grösstentheils weiss- lich , sonst aber schwarz ; die Behaarung der Schienen ist schwarz , nur auf dem ersten Drittheile der Mittel- schienen und auf den beiden ersten Drittheilen der Hinterschienen weisslich; die Vorder- und Mittelfüsse sind ganz und gar schwarz behaart ; an den Hinterfüssen haben die beiden ersten Drittheile des Wurzelgliedes und die Aussenseite der letzten beiden Glieder weissliche Behaarung; sonst ist die Behaarung derselben schwarz. Die gewöhnlichen Stachelborsten sind schwarz, auf der Unterseite der Hinterschienen und an der Aussenseite des dritten Gliedes der Hinterfüsse weiss ; auch findet sich zuweUen wohl noch eine oder die andere weisse Borste. — Die sehr gleichmässige Farbe der Flügel ist mehr rauchbraun, als rostbraun und zeigt gegen die Wurzel hin einige Beimischung von gelb ; die Flügeladern sind bräunlich rostgelb , die Randader bis über die Mündung der Hülfsader hinaus aber schwarzbraun. — (Caffrerei, Wahlberg.) b. Knebelbart armhaarig, mit äusserst dicken Borsten durchmengt. spec. 5. M. aterrimnin j nov. sp. (f & Q. — Atrum, opacum , alis concoloribus , breviler nigra • pilosum, fade brunneo - tnicanle , occipite fulvo-piloso, pleuris irunneo •pollinosis. — (/. alis in basi albis, abdominis segmenlis 2 — 5 albido-marginalis , forcipe aiiali alro, nilido. — Q. alis in basi brun- neo-hyalinis, abdominis alri segmenlis 1 — 5 lolis opacis , sequenlibus nilidis. — Long. corp. S^j^ — 9^/4 lin. — long. al. 6^/5 lin. Synon. Microstylum aterrimum Loew, Ofvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1S57. 347. 17. Von mattschwarzer Farbe. Das Gesicht des Männchens von brauner, dass des Weibchens von schwarz- brauner Bestäubung dicht bedeckt, nach unten hin etwas zurückweichend, über dem wieder mehr vortretenden Mundrande mit zwei nahe über einander liegenden Querfalten. Der Knebelbart ist fast nur auf den Mundrand eingeschränkt; er besteht aus wenigen und nicht sehr langen schwarzen Haaren und aus etwa sechs bis acht viel längeren schwarzen Borsten von grosser Dicke. Fühler schwarz, die beiden ersten Glieder derselben mit schwarzer Behaarung , das dritte Glied etwas länger als die beiden ersten Glieder zusammen ; der Fühlergriffel hat etwas grössere Länge als bei den vorhergehenden Arten. Die bei dem Männchen mit brauner, bei dem Weibchen mit braunschwarzer Bestäubung bedeckte Stirn ist an beiden Seiten schwarz behaart; die auf dem 78 [150] H. Loew, Dipterenfauna Südafrikas. •hinteren Theile des Ocellenliöckers stehenden, nach vorn übergebeugten schwarzen Haare sind nicht sehr zahl- reich. Der Hinterkopf ist mit ziemlich langer, fast goldgelber Behaarung bedeckt, doch stehen in der Scheitel- gegend nur schwarze Borsten; auch ist der gelblich schimmernde Saum des seitlichen Augenrandes bis ziemlich weit herab mit schwarzen Haaren eingefasst Taster schwarz und schwarz behaart. Das Collare schwarz mit etwas brauner Bestäubung, schwarz behaart. Die Oberseite des Thorax mit einer Spur von brauner Bestäu- bung, welche am Rande und auf den Schulterecken deutlicher ist; Striemen sind auf derselben nicht wahrzu- nehmen. Ihre kurze und abstehende, steife Behaarung ist schwarz; dieselbe Farbe haben die Borsten auf der Vorder- und Hinterecke, über der Flügelwurzel und in der Gegend vor dem Schildchen; ihre Länge ist gering. Das Schildchen hat dieselbe Färbung wie der Thorax, kurze schwarze Behaarung und an seinem Hinterrande ewei starke schwarze Borsten. Brustseiten mattschwarz, mit deutlicher brauner Bestäubung, fast vollkommen kahl. Hüften ebenfalls schwarz mit sparsamer und borstenartiger schwarzer Behaarung. Der Hinterleib des Männchens mattschwarz , der zweite bis fünfte Abschnitt mit schmalem , sehr in die Augen fallendem, schmutzig ■weisslichem Hinterrandssaume ; das schwarz behaarte männliche Haltorgan ist glänzend schwarz. Die vier ersten Abschnitte des weiblichen Hinterleibes sind mattschwarz und zeigen keine Spur weisslicher Hinterrandssäume, die vier letzten Abschnitte sind dagegen sehr glänzend schwarz. Der Bauch ist bei beiden Geschlechtern ganz schwarz bei dem Männchen matt und selbst auf seinem hinteren Ende kaum etwas gleissend , bei dem Weib- chen aber glänzend und nur an der Basis etwas matter. Die Behaarung des Plinterleibes ist äusserst kurz, bei dem Männchen viel deutlicher und schwarz, bei dem Weibchen kaum deutlich wahrnehmbar, nur auf den hin- tersten Ringen aufgerichtet, zart und ziemlich hell; der Hinten'and des ersten Abschnittes trägt an der Seite bei beiden Geschlechtern schwarze Borsten. — Beine tiefschwarz, etwas gleissend, überall mit sehr kurzer, etwas rauher schwarzer Behaarung und mit kurzen schwarzen Stachelborsten besetzt. — Schwinger schmutzig ggll). — Flügel schwarz ; der hinter der zweiten Längsader liegende Theil des Flügels ist bei dem Männchen von der Wurzel bis fast zur Basis der Discoidalzelle hin schneeweiss; bei dem Weibchen ist diese Stelle glas- artig mit deutlicher rauchbrauner Trübung; in der vierten Hinterrandszelle bildet das Schwarze bei beiden Ge- schlechtern einen vom Flügelrande aufsteigenden Schweif, welcher an der der P'lügelspitze zugekehrten Grenze dieser Zelle einen ganz schmalen, an der entgegengesetzten einen breiten glasartigen, aber rauchbraun getrüb- ten Streifen übrig lässt. — (Cafii-erei, Wahlberg.) spec. 6. M. dispar, nov. sp. (f & Q. — Gracile, nudiusculum, Ihorace olsolelissime villalo, pedibus nigris, femorum larsorumque basi et lihiis poslicis saepissime brunneis. (f. ohscure brunneus, facie, fronte pleurisque concotoribvs , nigro-püosus , abdomine ochraceo, summa basi et apice atris , alis brunneo-ni- gris, mystace nigra. Q. griseo -cinerea, pleuris concoloribus , facie flavido • poUinosd , albido-pilosa, pilis antennarum, palporum anleriorisque thoracis dimidii nigris, abdomine alro, limbo laterali cinerea, dorso ex parle rufo - ochracea , alis hyalinis levissime cinerascentibus. — Long. corp. 9^/^ — 10 '/j '*»*• — long. al. T^js — ^^U '««• Synon. Microstylum dispar Loew, Ofvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 348. 18. Männchen': Das massig breite Gesicht von matter, dunkelbrauner Bestäubung bedeckt. Der fast nur auf den Mundrand beschränkte Knebelbart besteht aus wenigen kurzen Haaren und aus einer grössern Anzahl viel längerer schwarzer Borsten von ansehnlicher Dicke. Die Stirn dunkelbraun bestäubt, zu beiden vSeiten mit grober schwarzer Behaarung. Fühler schwarz; die beiden ersten Glieder derselben mit schwarzer Behaarung besetzt; das dritte Glied etwas länger als die beiden ersten zusammen, von der Basis bis gegen die Mitte hin dünner; der Fühlergriffel etwa wie bei der vorigen Art. Der Hinterkopf schwarz mit brauner, am Augenrande nur bräunlichgelber Bestäubung ; die Behaarung und Beborstung desselben ist durchaus schwarz. Taster schwarz mit schwarzer Behaarung. Das Collare schwarz mit dunkelbrauner Bestäubung und sehr sparsanier schwarzer Behaarung. — Die Oberseite des Thorax mattschwarz mit brauner Bestäubung, welche eine dunklere, längs- getheilte Mittelstrierae und zwei vom und hinten abgekürzte Seitenstriemen mehr oder weniger deutlich wahr- nehmen lässt. Die rauhe , zersfreute und überaus kurze Behaarung der Oberseite des Thorax ist schwarz ; die Borsten über der Flügelwurzel, auf der Hinterecke und in der Gegend vor dem Schildchen sind von massiger Länge und ebenfalls schwarz. Schildchen wie die Oberseite des Thorax gefärbt und behaart, am Hinterrande mit zwei schwarzen Borsten. Die schwarzen Brustseiten sind braun bestäubt und fast vollkommen kahl. Die Hüften schwarz mit brauner Bestäubung und verhältnissmässig kurzen schwarzen Borsten , die Hinterseite der hinteren ausserdem mit etlichen hellen Haaren. — Der erste Hinterleibsring hat eine braunschwarze Färbung und Asilidae. [151] 7^ ist am Seiteurande bräunlichgelb bestäubt, an den Seiten des Hinterrandes mit schwarzen Borsten besetzt- der zweite bis fünfte Hinterleibsring sind orangegelb mit sehr schmalen, mehr citronengclb gefärbten Hinterrands- säumen, doch ist der zweite an der Basis gewöhnlich geschwärzt und die Hintereckc des fünften gewöhnlich mit einem etwas verloschenen schwärzlichen Flecke gezeichnet; der fünfte und sechste Hinterleibsabschnitt pech- schwarz , der fünfte zuweilen an der äussersten Basis düster orangegelb. Am Bauche sind gewöhnlich die sechs ersten Abschnitte lebhaft orangegelb und nur der letzte schwarz. Das männliche Haltorgan ist glänzendschwarz und schwarz behaart. Die übrige Behaarung des Hinterleibes ist äusserst kurz und zerstreut, so dass er ganz nackt erscheint; ihre Farbe entspricht im Allgemeinen derjenigen des Grundes, auf welchem sie steht. Die Beine sind verhältnissmässig sehr dünn und schlank , zuweilen ganz und gar schwarz , häufiger ist die Basis aller Schenkel, die Unterseite der Hinterschenkel sammt allen Schienen und einem grossen Theile der Füsse braun. Die kurze, etwas rauhe Behaarung der Beine ist schwarz, nur auf der Oberseite der Hinterschenkel und auf dem grössten Theile der Hinterschienen weisslich ; die an den Hinterschienen und ein Theil der an den Hinterfüssen befindlichen Stachelborsten sind weisslich, die übrigen schwai'z. Flügel braunschwarz. Weibchen: Das Gesicht etwas breiter als bei dem Männchen, mit dichter blassgelblicher Bestäubung bedeckt. Der fast nur auf den Mundrand beschränkte Knebelbart besteht aus wenigen kurzen weisslichen Haa- ren und aus einer Anzahl viel längerer weisslicher Borsten. Die Stirn blassgelb bestäubt, zu beiden Seiten mit weisslicher Behaarung. Die Fühler wie bei dem Männchen, nur die beiden ersten Glieder derselben viel spar- samer mit schwarzen Haaren besetzt. Der Hinterkopf mit gelbgraulicher Bestäubung, am äussersten Augen- rande fast weisslich schimmernd; die Behaarung und Beborstung desselben ist durchaus schmutzig weisslich. Taster schwarz mit schwarzer Behaarung. Das Collare gelbgraulich bestäubt und mit zerstreuter , aber ziemlich langer weisslicher Behaarung besetzt. Die gelbgraulich bestäubte Oberseite des Thorax zeigt eine längsgetheilte Mittelstrieme und zwei vorn und hinten verkürzte Seitenstriemen von dunkeler brauner Farbe. Die rauhe , zer- streute und überaus kurze Behaarung der Oberseite des Thorax ist schwarz, nui- am alleräussersten Seitenrande, auf der Hinterecke und in der Gegend vor dem Schildchen meist schmutzig weisslich; letztere Farbe haben auch die auf den genannten Stellen befindlichen Borsten. Schildchen wie die Oberseite des Thorax gefärbt imd behaart, am Hinterrande mit zwei weisslichen Borsten. Brustseiten dicht mit gelbgi-auer Bestäubung bedeckt, fast vollkommen kahl. Die Hüften ebenfalls, gelbgrau bestäubt, mit verhältnissmässig kurzen, schmutzig weiss- lichen Borsten und Haaren besetzt. — Hinterleib schwarz, nach dem Hinterrande hin glänzender, am Seiten- rande mit einer von grauer Bestäubung gebildeten Einfassung, welche bis zum Hinterrande des fünften Ab- schnittes reicht; seine Oberseite ist gewöhnlich zum Theil orangeroth gefärbt, bei den hellsten Exemplaren er- streckt sich diese Färbimg vom ersten Dritttheile des zweiten bis zum Hinterende des fünften Ringes , ohne je- doch jemals den Seitenrand zu erreichen. Eben so veränderlich ist die Färbung des Bauches ; nur selten ist er ganz schwarz, gewöhnlich auf einem grossen Theile seiner mittleren Abschnitte orangeroth; bei den hellsten Exemplaren erstreckt sich diese Farbe von seiner Wurzel bis zum Hinterrande des sechsten Abschnittes. Die Borsten am Hinterrande des ersten Hinterleibsabschnittes haben eine schmutzig weissliche Färbung; die übrige Behaarung des Hinterleibes ist ebenfalls von heller Farbe, aber so zerstreut und kurz, dass er ganz nackt er- scheint; am Ende des Hinterleibes ist sie, wie bei den Arten dieser Gattung gewöhnlich, zarter, etwas länger und aufgerichtet. — Färbung und Behaarung der Beine wie bei dem Männchen. — Die Flügel glasartig mit sehr schwacher graulicher Trübung. — (Caffrerei , Wahlberg.) spec. 7. JH. acotirostre Loew. c/ & 5- — Nigrum, facie Ihoraceque flavido -poUinosis , hoc viltis alris nilidis , inlermedid duplici, lateralibus e maculis duahus composilis signalo; abdominis segmentis secundo , lerlio et quarlo auranliacis ; tibiis plerumque apice exceplo , femoribus saepe ex parle ferrugi. neis ; alis brunneo-nigris. — Long. corp. 9Y2 — ü '«»• — long. al. 6-/3 — 8 lin. Synon. Microstylum acutirostre Loew, Ber. d. Akad. d. Wissensch. zu Berl. 1852. 658. Beide Geschlechter einander ausserordentlich ähnlich , von etwas plumperer Körpergestalt als die anderen Arten dieser Unterabtheilung. Die Körperfarbe ist im Allgemeinen schwarz. Das breite Gesicht ist mit dich- ter blassgelblicher Bestäubung bedeckt. Der Knebelbart ist fast ganz auf den Mundrand eingeschränkt; er be- steht aus einer geringen Anzahl schwarzer , oder zum Theil schwarzer und zum Theil blassgclblicher Härchen und aus viel längeren schwarzen Borsten; nur selten finden sich Exemplare, bei denen alle Haare des Knebel- bartes hell gefärbt sind, aber auch bei ihnen sind die Borsten desselben stets schwarz. Fühler schwarz; die beiden ersten , mit sparsamen aber ziemlich langen schwarzen Haaren besetzten Glieder nicht selten braun , das 80 [152] H. Loew, Dipterenfauna Südafrikas. zweite Glied fast noch einmal so lang als das erste; das dritte Glied so lang wie die beiden ersten zusammen. Die Stirn glänzendschwarz , nur ganz am Augenrande mit gelblicher Bestäubung bedeckt und mit schwarzen Haaren besetzt ; die Haare auf dem hinteren Theile des Ocellenhöckers bald schwarz , bald gelblich. Hinterkopf mit graugelblicher Bestäubung, am Augenrande und in der Scheitelgegend mit schwarzen Borsten, sonst über- all mit langer gelblicher Behaarung besetzt. Kinnbart gelblich. Taster schwarz, nur an der Basis mit weiss- gelblicher, sonst mit schwarzer Behaarung. — Das Collare mit gelblicher oder mehr graugelblicher Bestäubung; die Behaarung desselben ist gelblich , am Vorderrande der Oberseite zum Theil schwarz , auf der Seitenecke mit einer auffallenden schwarzen Borste, in deren Nähe die Behaarung gewöhnlich ebenfalls schwarz gefärbt ist. Die Oberseite des Thorax ist mit Ausnahme ihrer glänzend schwarzen Striemen von bald mehr gelber , bald mehr graugelber Bestäubung bedeckt; die Mittelstrieme ist doppelt; beide Theile derselben sind am Vorderrande des Thorax sehr verdickt und daselbst zuweilen rothbraun gefärbt, reichen bis fast zum Hinterrande des Thorax und divergiren auf ihrem letzten Drittheile in auffallender Weise; die Seitenstriemen werden durch zwei völlig gesonderte und scharfbegrenzte schwarze Flecke gebildet. Die Behaarung und alle Borsten auf der Oberseite des Thorax sind schwarz. Schildchen ebenso wie die Oberseite des Thorax bestäubt, sparsam mit kurzen schwarzen Härchen und am Hinterrande mit vier langen schwarzen Borsten besetzt. Brustseiten mit dichter gelblicher oder graugelblicher Bestäubung und sehr sparsamer und zarter gelblicher Behaarung, vor der Flügel- wurzel mit etlichen schwarzen Härchen und Borsten. Hüften gelblich bestäubt, mit gelblicher Behaarung und mit ziemlich starken schwarzen Borsten. — Der erste Abschnitt des Hinterleibes ist gewöhnlich schwärzlich mit orangegelbem Hinterrande; der zweite, dritte und vierte Abschnitt sind orangegelb, doch der zweite bei dem Weibchen gewöhnUch mit schwärzlichem Vorderrande; der Seitenrand dieser drei Abschnitte hat bei beiden Ge- schlechtern einen feinen schwarzen Saum; der fünfte Eing hat bei beiden Geschlechtern einen schmalen orange- gelben Hinterrandssaum und ist bei dem Männchen gewöhnlich auch am Vorderrande orangegelb gefärbt ; der sie- bente Hinterleibsabschnitt des Männchens und der siebente und achte des Weibchens sind schwarz. Bei dem Weibchen zeigt der Hinterleib gegen sein Ende hin immer lebhafteren Glanz, was bei dem Männchen durchaus nicht der Fall ist. Das männliche Haltorgan ist glänzend schwarz, die Behaarung in der Nähe seiner Basis schwarz, sonst orangegelb. Der Seitenrand des Hinterleibes ist von einem gelblich bestäubten Saume einge- fasst, welcher bei dem Weibchen wahrnehmbarer als bei dem Männchen ist. Der Bauch ist an Wurzel und Spitze schwarz, auf seiner Mitte schmutzig orangegelb. Der Hinterleib hat nur an der Seite des ersten Ab- schnittes und am vorderen Theile des Bauches sparsame, lange und sehr zarte Behaarung von gelblicher Farbe ; sonst ist seine Behaarung sehr kurz und fast ohne Ausnahme schwarz ; der Hinterrand des ersten Abschnit- tes trägt an den Seiten schwarze Borsten. — Schenkel schwarz; häufig ist ein grosser TheU ihrer Unter- und Hinterseite rostbraun. Schienen gewöhnlich rostbraun mit schwarzer Spitze, die Vorderschienen des Männchens nicht selten ganz schwarz ; Füsse schwarz , selten an der Basis schwarzbraun. Die kurze Behaarung der Beine und alle an denselben befindliche Stachelborsten sind schwarz, nur die Unterseite der Schenkel trägt in der Nähe der Wurzel eine Anzahl längerer heller Haare. — Flügel dunkel braunschwarz, bei dem Weibchen im Hinterwinkel von weniger gesättigter Färbung. — (Mozambique, Peters.) An merk. Ich habe diese Art, welche der Dipterenfauna der Südspitze Afrikas nicht mehr angehört, hier beschrieben, weil das Männchen derselben dem des Mycrostylum dispar sehr ähnlich ist. spec. 8. TW, lacteipenne Wied. (f. — Nigmm, pilis setisque omnibus concoloribus , facie flavido- pollinosd, pedibus nigro - brunneis , femoribus superne nigris , alis lacleis. — Long. corp. IOY2 — H'A lin. — long. al. 8^/2 lin. Synon. ^. Dasypogon lacteipennis Wiedemann Zweifl. I. 371. 8. — ? $. AsUus capensis Fabricius Syst. Antl. 154. 4. — Wiedemann Dipt. exot. I. 201. 33. — Dasjrpogon capensis Wie- demann Zweifl. I. 369. 4. Ich habe von Microstylum lacteipenne stets nur Männchen , von Microstylum capense stets nur Weibchen gesehen, so dass ich beide für die Geschlechter ein und derselben Art halte. Ich habe diese Ansicht bereits im Jahr 1851 in den Beiträgen zur Kenntniss der Asiliden pag. 13. ausgesprochen, ohne dass sich bisher ein Widerspruch gegen dieselbe erhoben hat und ohne dass eine Bestätigung derselben ausgesprochen worden ist. Ein mir kürzlich zugesendetes, von Victorin am Cap gesammeltes Exemplar des Microstylum lacteipenne ist ebenfalls wieder ein Männchen. Ich lasse einige genauere Angaben über dasselbe hier folgen. Schwarz. Das Gesicht mit dichter gelber Bestäubung bedeckt. Der Knebelbart , fast vollkommen auf den Mundrand beschränkt, besteht aus einer geringen Anzahl schwarzer Haare und aus etwa sechs viel längeren, Asilidae. [153] gl starken schwarzen Borsten. Fühler schwarz, die beiden ersten Glieder mit schwarzer Behaarung, das dritte Glied etwas länger als beide zusammen. Die Stirn nur mit sehr dünner, bräunlichgelber Bestäubung, zu bei- den Seiten mit starker schwarzer Behaarung ; die zahlreichen , auf dem hinteren Theile des OceUenhöckers stehen- den und nach vorn übergebogenen Haare schwarz. Hinterkopf mit dünner, bräunlichgelber Bestäubung. Die Behaarung und Beborstung desselben, der Kinnbart, so wie die Taster und deren Behaarung schwarz. Das CoUare schwarz mit bräunlicher Bestäubung ; die Haare und Borsten an demselben schwarz. Die Oberseite des Thorax mit bräunlicher oder gelbbräunlicher Bestäubung, welche drei dunklere, nicht glänzende Striemen mehr oder weniger deutlich wahrnehmen lässt. Die kurze Behaarung der Oberseite des Thorax, so wie alle auf der- selben befindliche Borsten schwarz. Schildchen mit dünner brauner Bestäubung und sehr kurzer und zerstreu- ter schwarzer Behaarung; am Hinterrande desselben stehen zwei lange schwarze Borsten. Brustseiten schwarz mit dünner brauner und gelblichbrauner Bestäubung und mit schwarzen Borsten und Haaren. Hinterleib tiefschwarz, etwas glänzend, am Seitenrande mit einem graulich bestäubten Saume. Die schwarze Behaaruns desselben ist kurz; die gewöhnlichen Borsten am Hinterrande des ersten Abschnittes sind ebenfalls schwarz. Das männliche Haltorgan glänzend schwarz mit schwarzer Behaarung. — Beine schwarzbraun, fast sehr dun- kel kastanienbraun , die Oberseite der Schenkel schwarz. Die kurze Behaarung und alle an den Beinen befind- liche Stachelborsten sind schwarz. — Flügel milchweiss, undurchsichtig; die Adern gelbbraun, nur die Eand- ader dunkelbraun. — (Cap, Victorin.) Gen. V. TERATOPUS. nov. gen. Der Kopf klein; der Hinterkopf sehr aufgeschwollen; die Scheitelgegend nicht vertieft; der Ocel- lenhöcker sehr gross; das Gesicht wenig breit, mit ausserordentlich stark vorspringendem Höcker- der Knebelbart gross, der Rüssel nicht ganz gerade, sondern schwach aufwärts gekrümmt. Thorax und Hinterleib behaart, aber nicht beborstet. Beine schlank. Flügel breit, die vierte Hinterrands- zelle geschlossen. Die Körpergestalt derjenigen eines Xiphocerus nicht unähnlich. spec. 1. X. CyaneuS Fabr. Q. — Nigra ■ pilosus , nigra • cyaneus , nitens, alis pedibusque concoloribus, tharacis dorsa atra, opaco, halleribus nigris. — Long. carp. 6 lin. — long. al. 5 lin. — (Tab. I. fic. 40.) Synon. Asilus cyaneus Fabricius, Mant. Jna. H, 361. 35. — Ent. Syst. IV. 387. 52. Dioctria cyanea Fabricius, Syst. Antl. 150. 3. — Wiedemann, Zweifl. 1. 366. 5. — Teratopus cya- neus Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 348. 20. Diese Art, welche ausser Fabricius, keinem Schriftsteller bekannt geworden ist, hat weder mit Asilua noch mit Dioctria das Geringste gemein und zeichnet sich durch ungewöhnliche Merkmale so sehr aus dass es völlig unmöglich ist, sie in eine der bekannten Gattungen zu stellen; nach dem WiEDKMANN-MEiGKN'schen Dipterensysteme würde sie ihren Platz in der zweiten Abtheilung der Gattung Dasypogon haben. Körperfarbe ein schönes, glänzendes Schwarzblau, welches auf dem Hinterleibe in das Stahlblaue über- geht. Die Gestalt des Kopfes nähert sich der kugelförmigen viel mehr, als bei irgend einem andern mir be- kannten Asiliden ; es rührt dies daher , dass der Hinterkopf in ganz ungewöhnlicher Weise aufgetrieben und dass der der Scheitel nicht vertieft ist. Das Gesicht ist von massiger Breite; der glänzend schwarzblaue, plötz- lich vorspringende Höcker nimmt etwas mehr als die untere Hälfte desselben ein und ist bis zu seinem oberen Ende von dem aus gleichmässig starken schwarzen Haaren gebildeten Knebelbarte bedeckt. Der über dem Höcker befindliche Theil des Gesichtes und der grösste Theil der Stirn sind mattschwarz. Fühler schwarz- das erste Glied derselben etwa doppelt so lang, als das zweite, auf seiner Unterseite mit langen, übrigens mit kurzen schwarzen Haaren besetzt; das zweite Glied fast napfförmig, nur mit sehr kurzer und sparsamer schwar- zer Behaarung; das dritte Glied fehlt dem beschriebenen Exemplare. Der Seitenrand der Stirn mit schwarzer, nicht sehr starker Behaarung. Die schwarze Behaarung des sehr grossen OceUenhöckers nicht sehr vom über- gebogen. Der äusserst aufgetriebene Hinterkopf ohne alle Bestäubung, glänzend schwarzblau mit zerstreuter schwarzer Behaarung. Die Taster sind nicht deutlich wahrzunehmen, scheinen aber schwarz behaart zu sein. Rüssel schwarz , weder sehr lang noch sehr spitz , ein wenig aufwärts gebogen. — Das Collare schwarzblau, schwarz behaart. Die mattschwarze Oberseite des Thorax hat sehr zerstreute, abstehende schwarze Behaarung; an der Stelle der gewöhnlichen Borsten finden sich nur etwas längere schwarze Haare. Schildchen schwarz- blau, am Hinterrande mit schwarzen Haaren besetzt. Brustseiten schwarzblau mit zerstreuter schwarzer Be- haarung. Hüften blauschwarz , schwarz behaart. — Der Hinterleib etwas niedergedrückt , von ziemlich strie- U 82 [154] H. Loew, Dipterenfauna (Südafrikas. menförmiger Gestalt , auf Ober - und Unterseite glänzend stahlblau , überall mit massig langer , nicht sehr dich- ter, abstehender Behaarung von schwarzer Farbe. — Beine glänzend schwarzblau mit kurzer schwarzer Behaa- rung; die Vorderbeine sind ausserordentlich viel kürzer als die Mittelbeine und diese wieder viel kürzer als die Hinterbeine, wodurch das Thierchen ein höchst eigenthümliches Ansehen erhält; die Schenkel sind verhältniss- mässig dünn , gegen ihr Ende hin nicht verdickt ; die Schienen nicht keulenförmig ; das erste Fussglied etwa so lang wie die drei folgenden zusammen. Die Sf achelborsf en sind ziemlich zahlreich , aber schwach ; am zahl- reichsten und schwächsten sind sie auf der Oberseite der Schienen. — Schwinger braunschwarz. — Flügel schwarz mit lebhaftem blauen Schimmer, verhältnissmässig breit; die kleine Querader steht auf der Mitte der Discoidalzelle ; die erste Hinterrandszelle ist an der Mündung nicht verengt , die vierte unmittelbar vor dem Flü- gelrande geschlossen. — (Caffrerei, Wahlberg.) Gen. VI. XIPHOCERUS. Macq. üeber die Charactere dieser leicht kenntlichen Gattung viel zu sagen, scheint mir völlig über- flüssig, da sie durch unseren europäischen Xiphocerus glaucius Rossi vollständig repräsentirt wird. Als die auffallendsten Merkmale der Xiphocerus -Arten sei nur folgender kurz gedacht: 1. der cylin- drischen Gestalt und der massigen Behaarung und Beborstung des ganzen Körpers, 2. des wenig breiten und ziemlich dicken, auf dem Scheitel gar nicht ausgehöhlten Kopfes, 3. der verhältnissmässig geringen Grösse des zweiten und der linearen Gestalt des dritten Fühlergliedes , so wie der mehr oder weniger rudimentären Bildung des Fühlergriffels, 4. des Mangels des Gesichtshöckers und der Be- schaffenkeit des dichten, aus kurzen steifen Haaren gebildeten, auf den unteren Theil des Gesichtes beschränkten Knebelbartes, 5. der kurzen Taster und des kurzen, perpendiculären, hakenförmig gebo- genen Rüssels, 6. der ziemlich schlanken Beine, welche in ihrer Gestalt fast denen einer Dioctria glei- chen, 7. der auf der Mitte oder jenseit der Mitte der Discoidalzelle stehenden kleinen Querader und der am Flügelrande verengten oder geschlossenen vierten Hinterrandszelle. spec. 1. X. Crnciger, nov. sp. Q. — Aler, fade aured, mystace aureo-fulvo, antennis pedibusque laete gambogiis, scutello Ihoracisque dorso rups , vitld media maculisque duabus nigris crucis Signum efficienlibus. Alae fulvae , apice lalissime brurmeo ■ nigra , cellularum posleriorum quarld clausa. Abdo- minis alri segmenlis secundo, leriio et quarto utrinque maculd parva ßavescenle signalis et margine sin- gulorum postico haud raro rufo , segmenlis quinlo el sexlo leviler albido-pollinosis , seplimo nilido, oclavo rufo. — Long. corp. 7^|^ iin. — long. al. S'/j lin. Synon. Xiphocerus cruciger Loew, Ofvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 344. 7. i,j:i;i-.'Das breite Gesicht glänzend goldgelb. Der dichte Knebelbart ist goldgelb, der untere Theil fast roth- gelb; er reicht an den Seiten des Gesichtes höher hinauf, als auf der Mitte desselben. Fühler lebhaft ocher- gelb; das erste Glied mit rostrother Behaarung ; das zweite Glied napfförmig, etwa fünfmal kürzer als das erste; das dritte Glied ausserordentlich verlängert, etwa drei und ein halbes mal so lang als die beiden ersten Glie- der zusammen; der Griffel ganz undeutlich. Stirn schwarz, mit wenig deutlicher, graugelblicher Bestäubimg und blassgelblicher Behaarung. Hinterkopf schwarz , in der Scheitelgegend mit weisslicher , an den Seiten mit lebhaft gelber Bestäubung, überall mit rauher rostrother Behaarung. — Oberseite des Thorax roth mit einer durchgehenden, scharfbegrenzten schwarzen Mittelstrieme, welche sich nach ihren beiden Enden hin verschmä- lert; in der Nähe der Thoraxnaht liegt zu jeder Seite derselben ein scharf begrenzter schwarzer Fleck, welcher die Gestalt eines gleichseitigen Dreieckes hat, dessen Basis der Grenze der Mittelstrieme parallel ist und des- sen Spitze auf der Naht selbst liegt; es entsteht so durch die Strieme und die beiden Flecke eine kreuzförmige Zeichnung. In sehr schiefer Richtung betrachtet zeigt die Oberseite des Thorax eine dünne weisse Bereifung. Die kurze Behaarung derselben ist gelb , auf dem Hinf erende etwas länger und fast rostroth ; die Borsten über der Flügelwurzel und auf der Hinterecke von geringer Länge und von rostrother Farbe. Schildchen roth, an der Basis mit einer schwarzen Querbinde, welche aber den Seitenrand nicht erreicht; die Behaarung desselben gleicht der des Thorax und die Borsten am Hinterrande sind fast haarartig. Brustseiten mattschwarz mit einer Spur einer hellbraunen Bestäubung, besonders auf der die Schulter mit der Hinterhüfte verbindenden Linie, auf ihrer Mitte zuweilen mit einem düster rothen Flecke. Die sparsame Behaarung der Brustseiten und der lange Haarscbirm vor den Schwingern von bräunlich rostrother Farbe. Hüften schwarz mit gelblicher Behaarung, die vorderen mit dünner brauner, die hintersten mit dichter, fast silberweisser Bestäubung. — Hinterleib bei- Asilidae. fl55j §3 derseits mattschwarz, nur der Hinterrand des sechsten und der ganze siebente Ring glänzend schwarz der achte glänzend braunroth ; der zweite, di-itte und vierte Ebg haben an jeder Seite des Hinterrandes einen quer- länglichen gelblichen Fleck , welcher nebst seiner Umgebung mehr oder weniger von weisslicher Bestäubung be- deckt ist; der Hinteirand dieser drei Ringe, besonders aber der des dritten und vierten Ringes ist gewöhnlich roth gefärbt und zuweilen nimmt selbst ein Theil ihrer Oberseite eine rothe Färbung an ; der fünfte und sechste Ring sind auf ihrer ganzen Oberfläche von dünner weisshcher Bestäubung bedeckt. Die kurze und ziemlich zerstreute Behaarung des Hinterleibes ist gelblich, an den Seiten der beiden ersten Ringe länger, gegen das Hinterende des Hinterleibes hin aufgerichtet und an der Spitze desselben zum Tlicil schwärzhch."— ' Die Beine guttgelb mit äusserst kurzer blassgclblicher Behaarung; die Stachelborsten kurz, an der Unterseite der Schenkel gelblich, sonst rostroth; am grossten Theile [der Vorderfüsse, so wie an der £pitze der anderen Füsse sind die Härchen und Borstchen grösstentheils schwarz. Schwinger mit gelbbräunlichem Stiele und schwarzbraunem Knopfe. — Flügel lebhaft ochergelb , die Spitze schwarzbraun ; dieses Schwarzbraune reicht in der ersten Hin- terrandszello bis fast zur kleinen Querader und in den Unterrandzellen noch etwas weiter , die zweite und dritte Hinterrandszelle füllt es nicht nur vollständig aus, sondern schickt auch noch einen kleinen Schatten in die Dis- coidalzelle ; dann zieht es sich am Hinterrande über die Spitzeuhälfte der geschlossenen dritten und über fast die ganze vierte Hinterrandszelle bis in die Analzelle, in welcher es sich allmälig verliert. Die kleine Querader steht auf dem zweiten Drittlieile der Discoidalzelle und die dritte Hinterrandszelle ist an ihrer Mündun" auffäl- lig erweitert, so dass sie eine fast glockenförmige Gestalt hat. — (CafErerei, Wahlberg.) spec. 2. X. qnadrimaCIllatllS, nov. sp. ^. — Ater, suiopacus, anlennis ruf . brunneis , nigra- pilosis , myslace atro , maculis qualuor in thoracis angulis oiscure rufis, abdominis segmenlorum seeundi tertii, quarli et quinli margine postico in laleribus albo-ßavido, forcipe anali brunneo -i-ufo , pedibus pallide badiis , dimidio basali femorum anteriorum alro. Älae brunneae, cellularum posleriorum quartd aperld. — Long. corp. 5 lin. — long. al. 4 lin. Synon. Xiphocerus quadrimaculatus Loew, Ofvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 348. 21. Schwarz, ziemlich matt. Das breite Gesicht weiss bestäubt. Der ziemlich dichte Knebelbart welcher fast die ganze untere Hälfte desselben einnimmt, schwarz. Fühler an der Wurzel mehr braunroth "efen das Ende hin dunkeler braun; das erste Glied auf der Unterseite mit schwarzer Behaarung; das zweite Glied etwa dreimal kürzer als das erste; das dritte Glied für eine Xiphocerus - Art nur massig verlängert, aber doch etwa dreimal so lang wie die beiden ersten zusammen, gegen sein Ende hin verschmälert; der Fühlergriffel äusserst kurz aber deutlich, sein Wurzelglied mehr zapfen- als napfförmig. Stirn schwarz, kaum deutlich bestäubt zu beiden Seiten schwarz behaart. Hinterkopf schwarz mit sehr dünner grauweisslicher Bestäubung und mit rauher schwarzer Behaarung. — Thorax ganz und gar schwarz, nur die Schulterecken und in etwas grösserer Aus- dehnung die Hinterecken roth. Die kurze Behaarung der Oberseite des Thorax ist weisslich , die auf den Schul- terecken befindliche, wie die des Collare und der Brustseiten jedoch schwarz; auch die verhältnissmässiCT schwa- chen Borsten über der Flügelwurzel und auf der Hintereeke des Thorax sind schwarz gefärbt. Schildchen schwarz , auf seiner Oberfläche nur mit vereinzelten , schmutzig weisslichen Härchen , am Hinterrande mit vier bis sechs schwarzen Borsten. Hüften schwarz mit dünner weisslicher Bestäubung und zerstreuter und rauher weisslicher Behaarung, welcher an den vordersten auch schwarze Haare beigemengt sind. — Hinterleib schwarz der zweite bis fünfte Ring mit gelbem, in der Mitte mehr oder weniger unterbrochenem Hinterrandssaume. Das kleine Haltorgan rothbraun. Bauch schwarz , die mittleren Ringe mit gelben Hinterrandssäumen. Die zerstreute Behaarung des Hinterleibes ist auf den beiden ersten Ringen länger und weisslich, auf den drei folgenden vor- herrschend schwarz, auf den beiden letzten und auf dem Haltorgano fast ohne Ausnahme weisslich. — Die Beine sind gelblich kastanienbraun, zuweilen noch heller, die Wurzelhälfte der Vorder- und Mittelschenkel tief- schwarz ; das Ende der Füsse ist etwas dunkeler , ihr letztes Glied sammt den Pulvillen dunkelbraun. Die über- aus kirrze Behaarung der Beine ist ganz vorherrschend weissgelblich , nur gegen das Ende der Füsse hin schwarz; die dünnen und sehr kurzen Stachelborsten haben eine roströtiiliche Färbtmg, doch finden sich an den Vorder- schenkeln und Vorderschienen, so wie an den Füssen auch schwarze. — Schwinger schmutzig rostbräunlich. — Flügel stark gebräunt, vor der ersten Längsader mehr gelbbraun; ein etwas klarerer Streif fasst die vierte Längsader von ihrer Wurzel bis zur Discoidalzelle ein; ein minder deutlicher füUt das Wurzeldrittheil der zwi- schen der ersten und zweiten Längsader liegenden Zelle; die kleine Querader liegt etwas jenseit der Mitte der Discoidalzelle, die dritte Hinterrandszelle ist an ihrer Mündung selu- erweitert, die vierte dagegen sehr verengt, aber doch nicht vollständig geschlossen. — (Cap, Tollin.) 11* 84 [156] H. Loew, Dipterebfauna Südafrikas. spec. 3. X. miifaSCiatnS , nov. sp. (f. — Aler, opacus, antennis , mystace pedibusque concoloribus, alis nigra - brunneis , cellularum posteriorum quarld aperld , maculis qualuor in ihoracis angulis rufis. Abdominis segmentum secundum fascid latissimd subinterruptd alba -pollinosd omalum , segmenlorum terlii el quarli margines postici in laleribus , segmenlorum sequentium loti flava- ruft. — Long. corp. 8^/3 litt. — long. al. 2*/g lin. Synon. Xiphocerus unifasciatus Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 349. 22. Schwarz, glanzlos. Das schwarze Gesicht mit dünner weisser Bestäubung bedeckt. Der aus steifen schwarzen Haaren gebildete Knebelbart nimmt nicht ganz das unterste Drittheil desselben ein. Fühler schwarz; das erste Glied mit ziemlich langen schwarzen Haaren; das zweite Glied etwa viermal kürzer; das dritte Glied breiter als bei den meisten Xiphocerus - Arten , nur etwa zwei und ein halbes Mal so lang , als die beiden ersten zusammen der Fühlergriffel sehr kurz , aber vollkommen deutlich. Stirn und Hinterkopf ziemlich mattschwarz, kaum merkbar bestäubt, doch letzterer am alleräussersten Seitenrande weisslich schimmernd. Die Behaarung auf dem oberen Theile der Stirn und des Hinterkopfes ist fahlbräunlich, auf dem vorderen Theile der Stirn und auf dem unteren Theile des Hinterkopfes aber schwarz. — Thorax ganz und gar mattschwarz, die Schul- terecken und die Hinterecken in viel grösserer Ausdehnung ziegelroth. Die Oberseite des Thorax hat eine durchgehende, aber wenig in die Augen fallende, weiss bestäubte Mittellinie; am Vorderrande zeigt sich jeder- seits neben derselben der Anfang einer zweiten ähnlichen Linie. An den Brustseiten liegt eine weisslich be- stäubte Längsstrieme, welche über den Vorderhüften anfängt und sich bis unter die Schwinger hin fortsetzt; sie ist weder scharf begrenzt noch immer in ihrem ganzen Verlaufe deutlich sichtbar. Die Behaarung des Thorax ist erheblich länger, als bei den beiden vorigen Arten, aus schwärzlichen und fahlbräunlichen Haaren gemengt; die gewöhnlichen Borsten nicht .sehr stark, in der Gegend über der Flügelwurzel meist schwärzlich, vor dem Schildchen meist fahlbräunlich. Die zerstreute Behaarung der Brustseiten und der Haarschirm vor den Schwin- gern fast weisslich, nur unmittelbar vor der Flügelwurzel stehen auch etliche schwärzUche Haare. Das Schild- chen flach, schwarz, zuweilen an den Seitenecken ziegelroth, auf seiner Fläche mit zerstreuten, ganz blass bräunlichen Härchen und am Hinterrande mit schwärzlichen Borsten. — Hinterleib sammtschwarz ; der zweite Rinw desselben hat eine an seinem Hinterrande liegende, fast die halbe Länge des Ringes einnehmende, in ihrer Mitte äusserst tief eingeschnittene, von dichter weisser Bestäubung gebildete Querbinde; die drei letzten Hinter- leibsringe zeigen ebenfalls eine Spur einer weissen Bereifung, doch ist sie auf dem drittletzten kaum zu be- merken; der Hinterrand des dritten und der des vierten Ringes sind an den Seiten, der Hinterrand der drei folgenden Ringe ist aber in seiner ganzen Ausdehnung röthlichgelb (bei frischen Exemplaren wohl reiner gelb) gefärbt ; der achte Hinterleibsring ist nicht so vollständig unter dem siebenten verborgen , wie es sonst bei den Männchen dieser Gattung der Fall zu sein pflegt; das männliche Haltorgan ist glänzend schwarz. Die Behaa- rung des Hinterleibes ist auf den beiden ersten Ringen länger und ziemlich weisslich, auf den beiden folgenden Ringen ganz blass fahlbräunlich». auch wohl mit einzelnen schwärzlichen Härchen durchmengt, auf den letzten Ringen wieder weisslich, am Ende des Haltorganes aber zum Theil schwarz. — Hüften schwarz mit weisslicher Bestäubun» und mit etwas gelblicher Behaarung. Beine ziemlich glänzend schwarz. Die für eine Xiphocerus - Art namentlich an der Unterseite der Schenkel etwas lange Behaarung der Beine ist weiss; die Stachelborsten sind von schmutzi«- weisslicher oder blassgelbUcher Farbe; am Ende der Schienen und an den Füssen sind Härchen und Borsten zum Theil schwarz. Schwinger schmutzig gelb. — Flügel von braunrother, nicht sehr intensiver Färbung, in der Wurzelgegend etwas klarer; die kleine Querader steht etwas jenseit der Mitte der Discoidalzelle, die vierte Hinterrandszelle ist an ilirer Mündung sehr veiengert, aber nicht geschlossen. — (Caff- rerei, Walüberg.) Gen. Vn. SCYLATICUS. nov. gen. Die Arten der Gattung Scylaticus unterscheiden sich von denen der Gattung Xiphocerus durch ihren völlig geraden Rüssel. Im Uebrigen stehen sich beide Gattungen so nahe, dass derjenige, welcher auch nur einen einzigen Xiphocerus , z. B. unseren europäischen Xiphoc. glaucius kennt, einen Scylaticus gar nicht verkennen kann. Die geringen Nebenunterschiede, welche zu jenem Hauptunter- schieden hinzutreten, sind nur etwa folgende: der Knebelbart besteht aus längeren und minder steifen Haaren; auch ist die Gegend des Gesichtes, auf welcher er steht, stärker gewölbt, ohne jedoch einen eigentlichen Höcker zu bilden; der FühlergrifFel ist stets merklich länger, die Fühler etwas kürzer und das zweite Glied derselben gewöhnlich nicht so auffallend klein. Asilidae. -H [-,57^ gg, '•'<■'' spec. 1. S. ZOnatnS, not. sp. cf & Q. ~ Flavido . cinereus , antennis nigris , facie mystaceque albi- •V' dis; thorate nigro-viUato . vittis in föemind brevius püosd dislinclioribus , media, anlice valde dilalatd et longiludinaliler divisd . laleralibus angustissime interruplis. Abdomen fasciis subaequalibus nigris, forcipe analimaris et ultimo segmento foeminae alris. Alae bninneo . cinereae , in margine antico sublu- tescentes. Pedes mellei. apice tibiarum larsisque in ulroque sexu nigris. cf. femoribus nigris, plagd subapicali melled. Q. femoribus melteis , imd anteriorum basi nigrd. — Long. corp. 6—6*1. lin — long. al. 4712—42/3 lin. — (Tab. I. üg. 41.) Synon. Scylaticus zonatus Loew, ÖfVers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 349. 23. Grundfarbe des Körpers zwar schwarz, aber von graugelber Bestäubung zum grossen Theile verdeckt. Das Gesicht bei dem Männchen von fast rein weisser, bei dem Weibchen von mehr bleichgelblicher, dichter Be- stäubung bedeckt. Der lange, aber nicht sehr dichte Knebelbart nimmt die untere Hälfte desselben ein und bat eine blassgelbliche Farbe. Fühler schwarz, im Wesentlichen ganz von demselben Baue, wie bei den Xipho- cerus- Arten, doch ist das dritte Glied derselben breiter und der Fühlergriffel erheblich länger, das erste Glied desselben zapfenförmig, das zweite nur ein ganz kurzes Borstchen ; das erste Fühlerglied ist mit ziemUch langen, blass gelblichen Haaren besetzt und noch nicht dreimal so lang als das zweite; das dritte Glied ohne den Grif- fel nicht ganz doppelt so lang als die beiden ersten zusammen. Stirn zu beiden Seiten mit graugelber Be- stäubung und mit ziemhch zarter gelblicher Behaarung. Der etwas gewölbte Hinterkopf überall mit dichter graugelber Bestäubung und gelblicher Behaarung. Thorax mit dichter gi-augelber Bestäubung und auf der Ober- seite mit schwarzer, matter Zeichnung; diese ist nur bei dem Weibchen scharf gezeichnet und sehr in die Au- gen springend; sie besteht bei ihm aus einer Mittelstrieme und zwei Seitenstriemen; die Mittelstrieme ist am Vorderrande des Thorax sehr erweitert, durch eine scharf gezeichnete, gelbbestäubte Längslinie getheilt und erreicht den Hinterrand des Thorax nicht; jede der Seitenstriemen besteht aus einem längeren, vor der Naht liegenden und an dieser schief abgeschnittenen, einem kleinen hinter der Naht liegenden und emem dritten keü- förmigen und mehr einwärtsgerückten Flecke von schwarzer Farbe. Bei dem Männchen ist diese Thoraxzeich- nung nicht nur durch die längere Behaarung etwas mehr verdeckt, sondern überhaupt nicht in gleicher Schärfe vor- banden. Die Behaarung des Thorax ist bei beiden Geschlechtem auf dem Hinterende desselben länger und dichter, sammt allen Borsten von blassgelblicher Färbung. Dieselbe Färbung hat die äusserst zarte und spar- same Behaarung der Brustseiten und der zarte Haarschirm vor den Schwingern. Schildchen wie die Oberseite des Thorax bestäubt und beliaart; die gelblichen Borsten am Hinterrande desselben sehr schwach. — Hinter- leib von graugelber Bestäubung bedeckt , auf jedem Ringe mit einer mattschwarzen, etwa die beiden vordersten Drittheile desselben einehmenden und den Seitenrand nicht ganz erreichenden Querbinde, welche an der Mitte ihres Hinterrandes nur sehr wenig erweitert ist; bei dem Männchen sind diese schwarzen Querbinden auf dem sechsten und siebenten Ringe von dünner, graugelber Bestäubung überdeckt und deshalb etwas undeutlich; bei dem Weibchen findet ganz dasselbe auf dem sechsten Ringe statt, der siebente und achte aber sind glän- zend sängsador verschmüzt nicht weit jenseit der Mündung der Hülfsader vollkommen mit dem Flu- 94 ri66] H- Loew, Dipterenfauna Südafrikas. eelrande; die Wurzel der dritten Längsader liegt der Wurzel der zweiten ungewöhnlich nahe und die schmalfe, vom nicht geschwungenen Vorderaste mit ihr gebildete Gabel ist fast so lang wie die beiden vorhergehenden Abschnitte derselben zusammen; die kleine Querader steht ziemlich auf der Mitte der länglich eiförmigen, ganz ausserordentlich kleinen Discoidalzelle ; sämmtliche liinterrandszellen von ganz ungewöhnlicher Länge, keine derselben mit der geringsten Spur einer Verschmälerung an ihrer Mündung; die Analzelle schon ein Stück vor dem Flügeb-ande geschlossen. — (Caffrerei, Wahlberg.} Gen. Xin. nOLOPOGON. Loew. Die Charactere dieser Gattung sind durch die erhebliche Anzahl der ihr angehörenden europäi- schen Arten viel zu bekannt, als dass hier eine ausführlichere Auseinandersetzung derselben nöthig wäre. Die einzige mir bekannte südafrikanische Holopogon-Art ähnelt nicht so sehr unseren mittel- europäischen, als manchen südeuropäischen Arten, z. B. dem Holopogon claripennis aus Spanien. spec. 1. Iff. fugax, nov. sp. d" & Q. — Aler, nüidus , püis albis , longis sed raris , in abdominis dorso hrevibus veslilus; facies albido .pollinosa, mystax albus, superius tenuis; haileres albi. — cf. Ihoracis margo lateralis pleuraeque vix levissime albido -pollinosae, segmenlorum abdominalium singulorum anguli poslici pallide cinerea . pollinosi. Pedes nigri, femorum apice tibüsque rufo- brunneis. Alae pure hya. linae. Q. llioracis maculd scapulari et margine laterali , scutello pleurisque cinerea .pollinosis; seg- menlorum abdominalium singulorum margine laterali et angulis poslicis cinereo -pollinosis. Pedes brun- neo-rufi. Alae hyalinae, dimidio secundo cinerascenle , apicem versus diluliore. — Long. corp. cf. 2"^]^, Q. 35/12 lin. — long. al. cT". 2, Q. 3 lin. Synon. Holopogon fugax Loew, Öfvers. af K. Vet. Akad. Förhandl. 1857. 350. 28. Männchen und Weibchen dieser Art sind von Wahlberg als ein in Copula gefangenes Pärchen eingesen- det worden. Hätte ich beide Geschlechter einzeln erhalten, so würde mir der Gedanke, sie für zu einer Art gehörig zu halten, gar nicht eingefallen sein, da Fühlerbau und Flügelgeäder plastische Unterschiede zeigen, ■wie sie sonst bei den beiden Geschlechtern ein und derselben Art nicht vorkommen. Einem so genauen Be- obachter und Sammler, wie Wahlbero war, gegenüber, scheint es mir zu gewagt, eine Trennung vorzu- nehmen, imd zwar um so mehr, da in mehreren untergeordneten Merkmalen eine grosse Uebereinstimmung zwi- schen Männchen und Weibchen gar nicht zu verkennen ist. Nichts desto weniger halte ich es für nöthig beide G-eschlechter gesondert zu beschreiben und zu bemerken, dass ich das Männchen für typisch ansehe, so dass, wenn sich doch eine specifische Verschiedenheit herausstellen soUte, diesem der Name Holop. fugax bleiben muss. — (Caffrerei, Wahlberg.) Männchen: Glänzend schwarz. Das Gesicht mit weisslicher Bestäubung bedeckt. Der weisse Knebel- bart ist dünn, der unterste Theil desselben länger, der obere Theil hat mehr nur das Ansehen einer langen Gesichtsbehaarunc. Stirn schwarz, auch an den Seiten kaum mit einer deutlichen Spur von Bereifung; die zarte Behaarung des Ocellenhöckers weiss. Fühler schwarz; die beiden ersten Glieder derselben sehr kurz, fast von gleicher Länge, weisslich behaart, das dritte ganz überaus schmal, linienförmig ; der Fühlergriffel dünn pfriemenförmig , das erste Glied desselben ziemlich kurz , das zweite äusserst spitzig. Hinterkopf mit weisslicher, cegen den Augenrand hin immer dichter werdender Bestäubung und mit weisser Behaarung. Taster schwarz, weiss behaart. — Die glänzend schwarze Oberseite des Thorax zeigt nur an ihrem äussersten Seitenrande eine weni" bemerkbare Spur weisslicher Bestäubung; sie ist mit langer, aber zarter und sehr zerstreuter weisser Be- haarung besetzt, welche zwei nahe bei einander liegende kahle Längslinien mehr oder weniger deutlich erken- nen lässt. Schildchen wie die Oberseite des Thorax; auch am Hinterrande nur mit längeren weissen Haaren. Brustseiten nur mit sehr dünner weisslicher Bestäubung , welche den Glanz derselben nicht verdeckt ; die weisse Behaarung derselben ist verhältnissmässig dicht und sehr lang. — Hinterleib glänzend schwarz, die Hinterecken jedes Ringes in geringer Ausdehnung weissgraulich bestäubt, die des letzten Ringes in grösserer Ausdehnung. Das männliche Haltorgan ist glänzend schwarz; der obere unpaare Theil desselben läuft in eine dünne, ab- wärts gekrümmte Spitze aus; der unpaare untere Theil ist verhältnissmässig gross und von schüsseiförmiger Gestalt; die paarigen seitlichen Theile sind kürzer als die unpaaren, ihre Gestalt vermag ich nicht ganz sicher zu erkennen. Die weissliche Behaarung des Hintorleibes ist auf der ganzen Oberseite desselben ausserordentlich kurz, an der Seite der vorderen Ringe, am Bauche und am Haltorgane aber von ansehnlicher Länge und von rein weisser Färbung. Beine schwarz, die Spitze der Schenkel, die Hiuterschienen bis gegen ihre Spitze hin, Asilidae. [;167] 95 die Mittelschienen in geringerer und die Vordersehienen in viel geringerer Ausdehnung bräunlichroth , die Knie- spitze fast rothgelb. Die weisse Behaarung der Beine ist überaU lang und zart ; die dünnen , langen Stachel- borsten sind weisslich, an der Spitze der Schienen und an der Unterseite der Füsse meist schwarz, der Haar- filz auf der Unterseite der Hinterfüsse aber gelblich weiss. — Schwinger weiss. — Flügel rein glasartig, fast etwas weisslich; die Flügeladern braun, an der Wurzel und am "Vorderrande bräunlichgelb; die erste Län^s- ader verschmilzt schon kurz jenscit der Mündung der Hülfsader mit dem Flügelrande; der erste Abschnitt der dritten Längsader ist erheblicli kürzer als der zweite , dieser sehr wenig kürzer als der dritte ; die kleine Quer- ader steht etwas vor der Mitte der Discoidalzelle ; die Hinterrandszellen sind alle offen und nur die vierte an ihrer Mündung etwas schmäler; auf der ganzen Flügelfläche findet sich keine mikroskopische Behaarung. Weibchen: Glänzend schwarz. Das Gesicht mit graulicher, nur ganz am Seiteurande mit weisslicher Bestäubung bedeckt. Der weissliche Knebelbart ist dünn, nur der unterste Theil desselben länger, der obere Theil hat mehr nur das Ansehen einer langen Gesichtsbehaarung. Fühler schwarz; die beiden ersten Glieder derselben sehr kurz, fast von gleicher Länge, weisslich behaart, die stärkeren Haare zum Theil bräunlich; das zweite Glied schmal, linienformig, aber doch erhebUeh breiter als bei dem Männchen; Fühlergriffcl pfriemen- förmig, viel breiter als bei dem Männchen, am Ende beiweitem nicht so lang zugespitzt. Hinterkopf mit weiss- licher, gegen den Augenrand hin immer dichter werdender Bestäubung und mit ziemlich .sparsamer weisslicher Behaarung. Taster schwarz , weisslich behaart. — Die glänzend schwarze Oberseite des Thorax hat an ihrem Seitenrande eine ziemlich breite, graulich bestäubte Einfassung, am Hinterrande eine graubestäubte, in zwei Spitzen auslaufende Stelle und am Vorderrande zwei grosse, dreieckige, graulich bestäubte Flecke; übrigens ist sie mit massig langer, zarter weisslicher Behaarung bedeckt, welche zwei nahe bei einander liegende kahle Längslinien mehr oder weniger deutlich erkennen lässt. Schildchen wie die Oberseite des Thorax; auch am Hinterrande nur mit längeren weissen Haaren. Brustseiten mit ziemlich dichter graulicher Bestäubung; die ■weisse Behaarung derselben ist verhältnissmässig ziemlich dicht und sehr lang. — Hinterleib glänzend schwarz der ganze Seitenrand imd die Hinterecke jedes Einges graulich bestäubt, die der hinteren liinge in grösserer Ausdehnung; der achte Ring ganz und gar glänzend schwarz. Die weissliche Behaarung des Hinterleibes ist auf der ganzen Oberseite desselben ganz ausserordentlich kurz , an den Seiten der vorderen Ringe und am Bauche von ziemlicher Länge. — Beine bräunlichroth, die Oberseite der vorderen Schenkel und die Unterseite der vor- deren Schienen brauner. Die weisse Behaarung der Beine ist überaU lang und zart. Die dünnen langen Sta- chelborsten sind weisslich , an der Spitze der Schienen und an der Unterseite der Füsse meist schwarz , der Haarfilz auf der Unterseite der Hinterfüsse aber gelblich. — Schwinger weisslich. — Flügel glasartig, von ihrer Mitte an mit deutlicher braungraulicher, gegen die Spitze hin wieder mehr verwaschener Trübung; die erste Längsader bleibt noch ein ansehnliches Stück jenseit der Hülfsader deutlich vom Flügelrande getrennt; der erste Abschnitt der dritten Läugsader ist viel länger als der zweite, und dieser nur so lang als der dritte; die kleine Querader steht erheblich jenseit der Mitte der Discoidalzelle; die Hinterrandszellen sind alle offen und nur die vierte an ihrer Mündung etwas schmäler; auf der ganzen Flügelfläche findet sich keine mikrosko- pische Behaarung. An merk. Der Vergleich der Beschreibung von Männchen und Weibchen weisst das Ueberstimmende beider zur Genüge nach ; die so sehr auffallenden Unterschiede ergeben sich aus dem , was über den Bau der Fühler und über die Eigenthümlichkeiten des Flügelgeäders beider gesagt ist, zur Genüge. Gen. XIV. RHABDOGASTER. nov. gen. Die Rhabdogaster -.Arten gleichen den Arten der Gattung Leptogaster in ihrem Gesammthabitus so sehr, dass sie leicht erkannt werden können. Die ■wesentlichsten Unterschiede sind: die gleich- massige und grosse Breite des Gesichts, die etwas minder schlanken Beine, deren Hinterschenkel gegen das Ende hin nicht verdickt sind ; die Kleinheit der Klauen und die An^wesenheit der Pulvillen. Zu ihnen treten noch folgende minder auffallende: ein Fühlerbau, -wie er sich bei den Ilolopogon- Arten findet; der nicht ganz so schlanke und deutlich behaarte Hinterleib; die Beborstung der Unter- seite der Hinterschenkel; die nicht über die Basis der dritten Hinterrandszelle hinausreichende Basis der zweiten. spec. 1. III). nnclns, nov. sp. (f. — Obscure flavido . cinereus , Ihorace ohscitrius viUato , aldominis lineä longüudinali medid el marginibus segmentorum poslicis alris. Pedes brunneo-ruß, iibiarum poslü 96 [168] H. Loew, Dip'terenfanna Südafrikas. carum apice tarsisque ohscurioribus , femoribus posticis liturd nigra signalis. Alae hyalinae , dimidio apicali subcinerascente. — Long. corp. 5Y4 lin. — long. al. 3^6 Hn. — (Tab. I. fig. 46.) Synon. Ehabdogaster nudus Loew, Öfvers. af K. Akad. Förhandl. 1S57, 351. 29. Grundfarbe schwarz, aber fast auf dem ganzen Körper von dichter, gelbgrauer Bestäubung verdeckt Gesicht breit, flach, von dichter bräunlichgelber Bestäubung bedeckt. Der gelblichweisse Knebelbart ist ziem- lich auf die Gebend des Mundrandes beschränkt und besteht aus einer geringen Anzahl ziemlich langer und Steifer Haare. Fühler schwarz; die ersten beiden Glieder kurz, fast gleichlang, mit verhältnissmässig langen, borstenartigen schwarzen Haaren besetzt; das dritte Glied schmal, linienförmig ; der Fühlergriffel besteht aus einem kurzen Wurzelo'liede und ans einem pfriemenförmigen Endgliede , dessen äusserste Spitze weiss ist. Stirn so breit wie das Gesicht und wie dieses mit braungelber Bestäubung bedeckt; am Seitenrande derselben finden sich nur einige kurze, kaum bemerkbare schwarze Härchen; der Scheitel sehr vertieft; der OceUenhöcker gross nnd sehr vorspringend, nur mit etlichen ganz kurzen schwarzen Härchen besetzt, das vordere Punktauge be- sonders gross. Hinterkopf in der Scheitelgegend mit gelblicherer Bestäubung und mit fahlgelblicher, borsten- artio-er Behaarung, sonst weiss bestäubt und weiss behaart. Taster schwarz, mit einigen weisslichen Här- chen besetzt. Thorax kurz und hochgewölbt, mit dichter gelbgraulicher, auf der Mitte seiner Oberseite fast Iraungelber Bestäubung, welche eine aus zwei neben einander liegenden, starken Strichen gebildete Mittel- strieme fi-eilässt , und auf den Stellen , welche die Flecken der Seitenstriemen einzunehmen pflegen , dünner ist, so dass man in den meisten Eichtungen auch diese erkennt; die äusserste Schulterecke glänzend schwarz. Die zerstreute schwarze Behaarung des Thorax ist vorn kürzer, hinten viel länger; die gewöhnlichen Borsten von fferin"-er Stärke, über der Flügelwurzel blass fahlbräunlich, sonst schwarz. Schildchen gelbgraulich be- stäubt kahl, am Hinterrande mit zwei schwachen schwarzen Borsten. Brustseiten sehr kahl; die Behaarung vor den Schwingern gelblich weiss. — Hinterleib sehr lang und dünn, stabförmig, gelbgrau bestäubt; die Ab- schnitte haben einen ansehnlichen, glänzend schwarzen Hinterrandssaum, welcher auf seiner Mitte breiter ist und eine mit demselben zusammenhängende schwarze Längslinie , welche den Vorderrand des Einges nicht ganz vollständitT eiTeicht; auf den hintersten Eingen ist diese Zeichnung undeutlicher. Das kleine und sehr geschlos- sene Haltorgan ist schmutzig kastanienbräunlich. Der Bauch überall mit dichter Bestäubung bedeckt. Die Be- haarung ist auf der Mitte der Oberseite des Hinterleibes schwarz und äusserst kurz; an den Seiten derselben, am Bauche und an dem Haltorgane ist sie länger und weisslich. — Beine bräunlicbroth ; die Hinterschenkel mit einer lan